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Kann sich der Bauunternehmer oder Bauträger pauschal auf eine Behinderung durch die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine berufen?

Kann sich der Bauunternehmer oder Bauträger pauschal auf eine Behinderung durch die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine berufen?

Kann sich der Bauunternehmer oder Bauträger pau­schal auf eine Behinderung durch die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine berufen?

Diese Frage hatte das Kammergericht Berlin in sei­nem Urteil vom 24.05.2022  zu klä­ren. Für Bauunternehmer ist diese Behauptung natür­lich eine bequeme Sache. Jeglicher Verzug wäh­rend des Bestehens von Corona-Beschränkungen wird ein­fach auf die Pandemie oder auf den Krieg in der Ukraine gescho­ben. Der Unternehmer könne dafür ja nichts. Die Verbraucher aber auch nicht! 

Das zustän­dige Gericht hat nun gezeigt, dass es so ein­fach nicht geht. Das Wichtigste vorweg:

Grundsätzlich kann sich ein Unternehmer auf Behinderungen durch die Corona-Pandemie beru­fen. Aber: Dafür muss er kon­kret dar­le­gen, wie sich die­ser Umstand im Einzelfall genau aus­ge­wirkt hat.

 

In dem zu ent­schei­den­den Fall ging es um fol­gen­den Sachverhalt:

Ein Bauträger ver­pflich­tete sich durch nota­ri­el­len Vertrag bis zum 30.06.2018 eine Wohneinheit her­zu­stel­len und an die Erwerber der Neubauwohnung zu über­eig­nen. Tatsächlich wurde die Wohnung erst am 06.07.2020 über­ge­ben. Daraufhin nah­men die Käufer der Eigentumswohnung die Bauträgerin auf Schadensersatz wegen Verzuges u.a. für die ange­fal­le­nen Mietkosten hin­sicht­lich einer Ersatzwohnung sowie für zusätz­lich ent­stan­de­ner Bereitstellungszinsen in Anspruch. Die Beklagte ver­tei­digte sich mit der Behauptung, dass ihr die ver­spä­tete Fertigstellung zumin­dest teil­weise nicht ange­las­tet werden könne, weil auf­grund der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie Arbeitet nicht nach Deutschland ein­rei­sen und dar­über hin­aus Baumaterialien nicht gelie­fert werden konnten.

Das Kammergericht urteilte folgendermaßen:

Grundsätzlich könne es sein, dass ein Bauunternehmer eine Verzögerung der Leistung nicht zu ver­ant­wor­ten habe, wenn sie auf eine schwer­wie­gende und nicht vor­her­seh­bare Änderung der wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Rahmenbedingungen zurück­zu­füh­ren sei. Allerdings müsse der Unternehmer dies anhand einer kon­kre­ten bau­ab­lauf­be­zo­ge­nen Darstellung erklären.

Der Unternehmer hat vor­zu­tra­gen, wel­cher sei­ner Arbeitsabläufe durch einen sol­chen Umstand wann gestört wurde, wie lange die Störung andau­erte und wie dies kon­kret die Fertigstellung der Arbeiten beein­flusst hat. Dabei ist zu beachten, dass die Störung eines ein­zel­nen Ablaufs nicht zwangs­läu­fig zur Verzögerung des Gesamtablaufs füh­ren muss, näm­lich dann nicht, wenn andere Abläufe, die von der Störung nicht betrof­fen sind, vor­ge­zo­gen und der gestörte Ablauf nach­ge­holt werden kann, ohne dass sich die Gesamtfertigstellungszeit hier­durch ver­län­gert.“ (Kammergericht Berlin, Urteil vom 24.05.2022 – 21 U 15621)

Dieser Beweis- und Darlegungslast habe die Beklagte nicht genüge getan, wes­halb den Klägern der gel­tend gemachte Schaden im Ergebnis der Höhe nach ersetzt wurde.

 

 

Was bedeu­tet diese Entscheidung nun für den Verbraucher?

So ein­fach, wie sich Unternehmer auf die Corona-Pandemie, Lieferengpässe oder jüngst auch auf den Krieg in der Ukraine beru­fen, geht es nicht. Die Entscheidung gilt übri­gens nicht nur für Bauträgerverträge son­dern auch für andere Bauverträge zum Beispiel Fertighausverträge.

 

Diese 4 Punkte MUSS ein Auftragnehmer oder Bauträger kon­kret schrift­lich nach­wei­sen, bevor er sich bei Lieferengpässen oder Verzug auf die Pandemie oder den Ukrainekrieg beru­fen kann:

1. Schwere, unab­wend­bare und unvor­her­seh­bare Umstände

2. Konkrete Bauablaufbezogene Darstellung

3. Keine Möglichkeit des Ausgleichs durch das Vorziehen von nicht gestör­ten Abläufen

4. Im Zweifel wird gemäß § 286 Abs. 4 BGB ein Verschulden des Bauunternehmers vermutet

 

Übrigens: Bei einem Vertrag, der nach dem Eintritt die­ser schwe­ren Umstände geschlos­sen wurden- also nach März 2020 oder Februar 2022- kann sich der Unternehmer ohne­hin nicht auf die Pandemie oder den Krieg in der Ukraine beru­fen, denn zum Zeitpunkt der Unterzeichnung waren diese Umstände bekannt und damit vor­her­seh­bar. 

Sodann muss der Unternehmer dies bei sei­nen ver­trag­li­chen Versprechungen berück­sich­ti­gen. Bei einem Vertrag vom 01.05.2022 wird es dem Unternehmer also nur schwer mög­lich sein sich bei­spiels­weise auf Lieferengpässe zu beru­fen. 

 

Letzter Tipp: Häufig gibt es in Verträgen mitt­ler­weile soge­nannte „Corona-Klauseln“. Dies Unterliegen in der Regel der AGB Kontrolle gemäß der §§ 305 ff. BGB und kön­nen für nich­tig erklärt werden, wenn sie den Verbraucher unan­ge­mes­sen benach­tei­li­gen. Eine recht­li­che Überprüfung lohnt sich hier meis­tens! Preisgleitklauseln gegen­über Verbrauchern sind in der Regel unwirksam!

Wir von der Kanzlei Reibold-Rolinger che­cken Ihren Vertrag.

 

Hausangebote vergleichen und den richtigen Baupartner finden

Hausangebote vergleichen und den richtigen Baupartner finden

Den richtigen Baupartner für Ihr Hausbauprojekt zu finden ist eine Mammutaufgabe. So lösen Sie diese:

Die Entscheidung, ein eige­nes Haus bauen zu wol­len, ist eine der Wichtigsten in Ihrem Leben, denn die meis­ten Menschen bauen nur ein­mal in ihrem Leben.

Umso wich­ti­ger ist es, sich die rich­ti­gen Partner an die Seite zu holen. Deshalb möchte ich Ihnen mit die­sem Blogbeitrag einen klei­nen Leitfaden an die Hand geben, wie Sie garan­tiert den idea­len Baupartner für Ihr Hausbauprojekt finden.

Falls Ihre Entscheidung für Ihr Hausbauprojekt bereits gefällt wurde, haben Sie sich bestimmt schon ein­mal diese Fragen gestellt:

1. Wie kann ich die Angebote von Hausherstellern vergleichen?

2. Wie finde ich das rich­tige Hausangebot für mich?

3. Brauche ich eigene Berater für mein Hausprojekt?

Ich rate Ihnen aber, sich vorher auch diese Fragen zu stellen:

  • Welche Kriterien muss mein Haus erfüllen?
  • Welche Bauweise ist die rich­tige für mich?
  • Wie groß muss mein Haus werden und wel­chen Raumbedarf habe ich?
  • Wie hoch ist mein Gesamtbudget?
  • Was sind meine Wünsche und warum will ich bauen?

Häufig lerne ich Baufamilien ken­nen, die sich unter­ein­an­der nicht einig sind: “Sie” will ein Haus aus Holz, “er” möchte Stein auf Stein bauen. So war es übri­gens bei mei­nem Mann und mir auch. (…mein Mann hat gewon­nen 😉). Heute woh­nen wir in einem Haus, das, trotz des Baujahres 2003 die ener­ge­ti­schen Anforderungen für 2021 erfüllt, da sich mein Mann – mit Weitblick – für einen sehr guten Stein ent­schie­den hat. An kal­ten Tagen füh­len wir uns warm und woh­lig in unse­rem Zuhause, an war­men Tagen wird die Hitze lange draus­sen gehalten.

Diese Schritte sind wir gegangen. Ein Leitfaden, den ich gerne an Sie weitergebe:

Nachfolgend schil­dere ich Ihnen, wel­che Schritte wir bei unse­rem pri­vate Hausbauprojekt gegan­gen sind, um den rich­ti­gen Baupartner zu fin­den, weil es in mei­nen Augen der per­fekte Leitfaden ist, den ich gerne an Sie weitergebe:

Auch für uns stand am Anfang die Frage: Mit wem wol­len wir eigent­lich unser Haus bauen und wie kön­nen wir aus all den Angeboten das rich­tige Hausangebot für uns fin­den? Die Antwort war schnell gefunden:

  • Anforderungen bestim­men
  • Budget fest­le­gen und
  • Angebote ver­glei­chen, ver­glei­chen, vergleichen,…

Das hat viel Zeit und Nerven gekos­tet, war aber im Nachhinein abso­lut die rich­tige Entscheidung. Wir ent­schie­den uns dazu, auf einem eige­nen Grundstück mit einem GU und einer eige­nen Planung zu bauen. Daher hat­ten wir als ers­ten Meilenstein die Aufgabe den rich­ti­gen Vertragspartner zu fin­den:

Für uns war klar wie groß das Haus werden sollte, dass wir Stein auf Stein und mit einem hohen ener­ge­ti­schen Standard bauen woll­ten. Außerdem hat­ten wir bereits ein eige­nes Grundstück (natür­lich mit Bodengutachten) und eine eige­ner Genehmigungsplanung, die wir, gemein­sam mit einem eige­nen Architekten geplant hatten.

 

So ver­glei­chen Sie Hausangebote:

Es ging also los: Wir began­nen Angebote ein­zu­ho­len und zu ver­glei­chen. Dazu besuch­ten wir zuvor viele Neubaugebiete, schrie­ben uns die Namen der Baufirmen von den Bauschildern ab, die an den Häusern stan­den, die uns beson­ders gut gefie­len. Auch Musterhausparks haben wir besucht und im Internet recherchiert.

So hat­ten wir nach eini­ger Zeit 10 indi­vi­du­elle Angebot vor­lie­gen, die wir mit unse­rem ‑damals noch „exo­ti­schen“ BBQ (baubegleitenden Qualitätskontrolleur) — Punkt für Punkt ver­gli­chen haben: 10 Firmen erfüll­ten unse­ren Anforderungskatalog und wir wuss­ten: Wir müs­sen uns viel Zeit neh­men, alle zu vergleichen.

Lassen Sie sich einen Mustervertrag geben!

Schnell zeigte sich bereits am Mustervertrag, ob die Baufirma als Vertragspartner in Frage kommt oder nicht. Bereits bei der Qualität des Angebots und der Fachkompetenz der Beratung kann man erah­nen, ob es sich um einen seriö­sen Baupartner han­delt oder nicht.

Die Leistungsbeschreibung ist das Herzstück Ihres Bauvertrages:

Als Bauherr:in ohne Fachwissen sind Sie für unse­riöse Hausanbieter ein gefun­de­nes Fressen. Bauherren ver­las­sen sich auf die Angaben auf der Homepage und Internetbewertungen, die lei­der wenig aussagen.

Außerdem wis­sen Baulaien meist nicht, wor­auf es bei der Baubeschreibung wirk­lich ankommt, wie man sie liest und richtig ver­steht. Die Leistungsbeschreibung ist jedoch das Herzstück Ihres Vertrages.  Viele Baufamilien ver­las­sen sich lei­der noch viel zu oft auf Hochglanzversprechungen und pla­nen lie­ber schon ein­mal das Wohnzimmer und wie man alles mög­lichst „hyg­ge­lig“ gestal­ten kann.

Fassen Sie als Bauherr:in mit spe­zi­el­len Fragen nach, wird oft abge­wie­gelt mit geschwur­bel­ten Floskeln:
„Ein bes­se­res Angebot bekom­men Sie nicht“,
die­sen Preis haben wir nur für kurze Zeit“ oder
„alles schlüs­sel­fer­tig, Sie müs­sen sich um nichts kümmern“.

Schnäppchenpreise“ sind in der Regel leere Versprechungen und Ihnen als Bauherr:in sollte klar sein: Es geht bei die­sen Werbeaussagen nur um eins: den Kunden mög­lichst schnell zur Unterschrift zu bewe­gen und „vom Markt zu holen“, damit er erst gar nicht auf die Idee kommt, Hausangebote zu vergleichen.

Viele Bauende las­sen sich vom rei­nen Hauspreis locken und bemer­ken zu spät, dass die Baubeschreibung unvoll­stän­dig war. Es fehlt in der Regel die eigene Kompetenz und das eigene Fachwissen um nach­voll­zie­hen zu kön­nen, ob es sich um ein gutes oder schlech­tes Angebot handelt.

Hausangebote sind kom­plex und kön­nen nicht ohne eige­nes Fachwissen und kom­pe­tente Beratung erfasst werden.  Wenn Sie dar­auf ver­zich­ten, ris­kie­ren Sie, dass es bei Ihrem Hausprojekt zu Mehrkosten, Baustopp, Nachfinanzierungen und Bauverzug kommt.

Referenzbaustellen nennen lassen:

Doch zurück zu unse­rer Baustelle: Es fie­len nach unse­rer ein­ge­hen­den Prüfung bereits 5 Baupartner raus. Für die rest­li­chen lie­ßen wir uns Referenzbaustellen nen­nen und prüf­ten nach, ob die Preise das hiel­ten, was sie ver­spra­chen und ob sie markt­ge­recht waren.

Das waren die Fragen, die Sie auch Ihren Referenzgebern stel­len sollten:

  • Seit wann baut diese Firma?
  • Wie baut diese Firma?
  • Wie waren die Abwicklung und die Kommunikation wäh­rend der Bauphase?

Und die wich­tigste Frage:
Wie ver­hält sich die Firma, wenn es zu Mängeln oder Konflikten auf der Baustelle kommt?

Hier zeigt sich der wahre Wert eines Unternehmens: Den Bauherren auf Augenhöhe begeg­nen, ihre Wünsche, Ängste und Bedürfnisse ernst neh­men. Fehler und Mängel ein­ge­ste­hen und ziel­ge­rich­tet besei­ti­gen. Kooperatives und kon­struk­ti­ves Miteinander. Darauf kommt es an!

Viele Unternehmer bie­ten genau das nicht. Sie tau­chen unter, ver­bie­ten Bauherren den Mund, besei­ti­gen Mängel nicht oder unzureichend, ver­plem­pern die Bauzeit, bedie­nen zu viele Bauvorhaben gleichzeitig.

Das sind die Kriterien, die dafür spre­chen, die Firmen von der Liste zu strei­chen. So war es auch bei uns, es blie­ben noch 2 Firmen in der enge­ren Wahl.

Diese bei­den Firmen haben wir einer Wirtschaftsauskunft unter­zo­gen und die Firmen genau mit dem Baubegleitenden Qualitätskontrolleur (BBQ) gecheckt. Es war nicht so ein­fach die Auskunft zu lesen. Mit dem ange­eig­ne­ten Know-How und der Beratung des Experten, war jedoch schnell klar, wer unser Baupartner werden würde.

Das Angebot die­ser Firma war ein­fach am bes­ten. Es erfüllte fol­gende Kriterien:

• Das Leistungsangebot war detail­liert, alle Materialien und Lohnanteile waren nach­voll­zieh­bar dar­ge­stellt, unsere Sonderwünsche waren genau bepreist und etwaige Gutschriften bereits Teil des Angebotes.

• Der Zahlungsplan war aus­ge­wo­gen. Wir waren zu kei­nem Zeitpunkt in der Überzahlung.

• Die Pläne basier­ten auf der von uns vor­ge­leg­ten Planung und waren prä­zise auf unser Grundstück abge­stimmt. Es gab keine ver­steck­ten Fallstricke. Alle Höhen und Nivellierungen auf dem Grundstück waren berücksichtigt.

• Alle Preise und Leistungen wur­den offen kom­mu­ni­ziert.

• Das Unternehmen hat sich die Baustelle ange­schaut und das Bodengutachten zur Grundlage des Vertrages gemacht.

• Den Bauvertrag habe ich als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht natür­lich inten­siv geprüft und ver­han­delt. Es war nicht sehr leicht und auch ein biss­chen anstren­gend, unsere Bedürfnisse und Sichtweisen in den Vertrag zu ver­han­deln. Es ist mir jedoch gelun­gen. Dem Unternehmer war letz­ten Endes klar, dass wir Partner auf Augenhöhe und keine Bittsteller waren.

Meine wich­tigs­ten Verhandlungstipps sind Teil mei­nes Online-Kurses Bauherrenführerschein, den ich spe­zi­ell für pri­vate Bauherr:innen entwickelt habe. Sie ler­nen im Bauherrenführerschein, u.a. wie Sie als zukünf­tige Bauherr:in richtig ver­han­deln und wor­auf es sonst noch wäh­rend der Bauphase ankommt. Der Online-Kurs ist mein Herzensprojekt, ent­stan­den aus mei­nen eige­nen Erfahrungen beim Bau, das ich jedem Leser die­ses Blogbeitrags wirk­lich nur emp­feh­len kann. Hier erfah­ren Sie mehr über mein Herzensprojekt, das Sie garan­tiert vor Baukrisen bewahrt »>

Ein Tipp noch: Nur wenn Sie sich als Bauherr:in inten­siv mit dem Bauvertrag und tech­ni­schen Fragen befasst haben, alle Unterlagen gründ­lich mit Experten ver­gli­chen und geprüft haben, kön­nen Sie erfolg­reich ver­han­deln und dem Unternehmer auf Augenhöhe begeg­nen. Keine Frage darf offen sein, alle Unklarheiten soll­ten bespro­chen und jedes Detail des Vertrages ver­stan­den sein. Sie müs­sen wis­sen, dass alles, was Sie ver­trag­lich regeln wol­len, auch ver­trag­lich fest­ge­schrie­ben ist.

FAZIT: Ein Angebot für den Hausbau muss gründ­lich geprüft und inhalt­lich nach­voll­zieh­bar sein. Das kos­tet Zeit, etwas Geld und Nerven, lohnt sich aber wirklich!

Eines ist sicher: Ohne eigene Kompetenz geht es nicht! Bauherren ohne Fachwissen sind ein gefun­de­nes Fressen für unse­riöse Hausanbieter. Lassen Sie es nicht so weit kom­men und ach­ten Sie auf fol­gende Punkte genau:

• Machen Sie sich schlau! »Weitere Infos zum Bauherrenführerschein
• Detailliertes Preisangebot mit Berücksichtigung gewünsch­ter Sonderleistungen und Gutschriften für Eigenleistungen
• Grundrissvorschläge mit kon­kre­ten Angaben und Maßen und Wohnfläche
• Vollständige Bau- und Leistungsbeschreibung nach § 650l Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) und Artikel 249 Absatz 2 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB)
• Angaben zur vor­aus­sicht­li­chen Bauzeit
• Zahlungsplan
• Vertrag
• Referenzliste mit kon­kre­ten Referenzobjekten
• Firmencheck
• Bindefrist des Angebots

Das sind die Meilensteine beim Vergleich der Angebote:

• Eigenes Fachwissen aneig­nen
• Niemals unter Zeitdruck han­deln!
• Bau- und Leistungsbeschreibungen mit BBQ kon­kret ver­glei­chen!
• Vertrag prüfen las­sen und genau ver­glei­chen! »>Mehr über die Vertragsprüfung erfahren.

Wie eine Baubeschreibung aus­zu­se­hen hat, regelt seit dem 1. Januar 2018 § 650j BGB iVm. Art 249 EGBGB.

Baukrise durch falschen Bauablauf beim Fertighaus

Baukrise durch falschen Bauablauf beim Fertighaus

Schlaflos im neuen Fertighaus durch falsche Reihenfolge beim Bauablauf:

Kennen Sie das? Ein Problem lässt Sie nicht schla­fen. Die Gedanken dre­hen sich im Kreis…Diese Erfahrung machte meine Mandantin, bei der allein der fal­sche Bauablauf bei ihrem Fertighausprojekt eine Baukrise aus­löste. Viele schlaf­lose Nächte bescherte. Mehr noch, es ging um ihre Existenz.

Das war pas­siert: Ein Fertighaushersteller hatte sich per Vertrag ver­pflich­tet, ein Fertighaus und auch die dazu pas­sende Bodenplatte zu bauen. Im Vertrag enthalten war ein Bodengutachten, was per se richtig und gut ist, aber:

Leider wurde zuerst der Bauvertrag abge­schlos­sen und dann erst das Bodengutachten ein­ge­holt, was immer, wirk­lich immer, zu Problemen führt und so war es lei­der auch hier…

Das Haus wurde errich­tet, die Familie zog ein. Eines Tages bemerk­ten die Kinder beim Spielen im Wohnzimmer, dass der Ball immer in eine bestimmte Ecke des Hauses rollte. Als nächs­tes fiel auf, dass, wenn Flüssigkeit ver­schüt­tet wurde, diese immer in die glei­che Richtung floss.

Der Gutachter stellte einen gravierenden Baumangel fest:

Nach weni­gen Wochen schal­te­ten die Hausbewohner einen Fachmann zur Untersuchung des Problemes ein. Der Gutachter stellte etwas weit­rei­chen­des fest: Das Haus hatte sich an einer Hausseite um 15 cm (!) gesenkt und es hatte den Anschein, dass das noch nicht das Ende der Setzung war. Das Haus drohte sich zu ver­win­den, Risse ent­stan­den und es war unge­wiss, ob das Haus noch stand­si­cher war.

Falsche Gründung des Hauses

Schnell war klar: Das Haus wurde falsch gegrün­det. Der Boden war so pro­ble­ma­tisch, dass weit­rei­chende Gründungsmaßnahmen erfor­der­lich gewe­sen wären, um diese erheb­li­che Setzung des Hauses zu verhindern.

Und das Schlimmste war: Genau dar­auf hatte man im Bodengutachten hingewiesen.

Wird schon gutgehen” mit schlimmen Folgen:

Die Baufirma hatte das offen­sicht­lich auch gese­hen, war jedoch unter dem Motto: „Es wird schon gut gehen“ ein­fach dar­über hin­weg gegan­gen und hatte die Bauherren nicht dar­über infor­miert. Jegliche Hinweise sind unter­blie­ben und nun stand die Familie vor einem rie­si­gen Problem:

Die Sanierung und nach­träg­li­che Gründung des Hauses sollte 130.000 Euro kos­ten.
Geld, das die Familie auf kei­nen Fall hatte, Geld, das auch die Baufirma nicht zah­len wollte, denn die ver­wies auf den Bauvertrag, in dem stand, dass das Baugrundrisiko bei den Bauherren liegt. Viele schlaf­lose Nächte haben die Hausbewohner ver­bracht, bevor sie zu mir in die Kanzlei kamen.

Das Problem wäre zu verhindern gewesen

Mit jedem neuen Mandat frage ich mich immer erst, ob und wie die­ses Problem hätte ver­hin­dert werden kön­nen und wie ich nun den Bauherren hel­fen kann.

Die Antwort ist in die­sem Fall kurz: Ja, diese schlaf­lo­sen Nächte hät­ten ver­hin­dert werden kön­nen. Wie?

Mit mei­nem eigens für Sie als pri­vate Bauherren ent­wi­ckel­ten Online-Kurs, dem Bauherrenführerschein. Darin ler­nen Sie, neben dem rich­ti­gen Bauablauf für Ihr Bauprojekt alles, was Sie für ein krisenfreies Eigenheimprojekt benötigen.

In die­sem Fall war es hier­für zu spät und ich musste als Anwältin tätig werden.

Ich kenne die Rechtsprechung, die ein­deu­tig vor­gibt, dass die Baufirma einen Verbraucher immer aus­rei­chend bera­ten und auf Risiken hin­wei­sen muss:

Folgendes Schreiben erhielt die Baufirma von mir:

….Das von Ihnen errich­tete Gebäude ist man­gel­haft, da das Baugrundgutachten nebst Gründungsempfehlung nicht beach­tet wurde. Das Gebäude ist abge­sackt. Für die­sen Mangel haf­ten Sie nach der grund­sätz­li­chen Systematik des Werkvertragsrechts als Bauunternehmerin auch dann, wenn sie an dem Mangel kein Verschulden trifft. Die gilt also auch für den Fall, dass die Mangelursache (auch) im Verantwortungsbereich des Auftraggebers oder eines Vorunternehmers, auf des­sen Werk der Unternehmer auf­baut, liegt (BGH, Urt. v. 08.11.2007 – VII ZR 18305). 

Sie haben gegen die Ihnen oblie­gende Prüfungs- und Hinweispflicht ver­sto­ßen. Diese Regelung gilt auch für den vor­lie­gen­den BGB-Verbraucherbauvertrag (BGH, Urt. v. 08.11.2007 – VII ZR 18305).

 Sie ver­fü­gen als Bauunternehmerin – im Gegensatz zu unse­rer Mandantin als abso­lute Laiin – über das erfor­der­li­che Fachwissen. Aus die­sem Grund hät­ten Sie bereits vor Beginn der Bauarbeiten und nach Sichtung des vor­ge­leg­ten Bodengutachtens erken­nen kön­nen und müs­sen, dass auf­grund der Beschaffenheit des Baugeländes das Bauwerk beson­ders zu grün­den ist. Dies gilt im vor­lie­gen­den Fall umso mehr vor dem Hintergrund, dass auf Ihrer Seite ein Architekt und Statiker ein­ge­schal­tet war. Diese haben auf Grundlage des Bodengutachtens einen eige­nen Plan feh­ler­haft erstellt. Diese feh­ler­hafte Planung müs­sen Sie sich als Bauunternehmerin zurech­nen lassen.

Es lag in Ihrem Verantwortungsbereich, das Bodengutachten auf die Vereinbarkeit mit dem zu errich­ten­den Bauwerk zu über­prü­fen. Denn im Rahmen der Prüfungs- und Aufklärungspflicht muss der Auftragnehmer die Leistungsvorgaben des Auftraggebers – auch des Bodengutachtens -, die auf die Funktionstauglichkeit des von ihm ver­trag­lich über­nom­me­nen Gewerks etwaig Einfluss haben kön­nen, über­prü­fen und den Auftraggeber auf etwaige Risiken hin­wei­sen (OLG Düsseldorf, Urt. v. 06.10.2017 – 22 U 4117).

Für Sie waren die Risiken erkenn­bar! So hätte eine schrift­li­che sowie inhalt­lich klare und ver­ständ­li­che Bedenkenanzeige erfol­gen müs­sen. Inhaltlich klar und ver­ständ­lich bedeu­tet in die­sem Zusammenhang, dass der Auftraggeber mit die­ser Anzeige in die Lage ver­setzt wird, die mit der Fehlplanung ver­bun­de­nen Risiken und nach­tei­li­gen Folgen ein­schät­zen und bewer­ten zu kön­nen. Eine sol­che Bedenkenanzeige, für die Sie die Beweislast tra­gen, ist vor­lie­gend jedoch gänz­lich unterblieben. ….“

Mit einem blauen Auge davon gekommen…

Die Baufirma hat den Schaden der Haftpflichtversicherung gemel­det, die die Folgeschäden und somit die hohen Sanierungskosten getra­gen hat.

Was im Nachhinein so ein­fach und unpro­ble­ma­tisch klingt, soll aber nicht ver­ber­gen, was solch eine Versicherung nicht ersetzt:

Nächtelanges Wachliegen, das Bangen, die Angst um die Familie, beson­ders die Kinder und die Bedrohung für eine Familie, die durch ein sol­ches Geschehen aus­ge­löst wird. Kein Geld der Welt kann solch einen Schaden wie­der gut machen, der durch die rich­tige Vorbereitung aller Bauherren (m/w/d) ver­hin­dert werden kann.

Lassen Sie sich des­halb von mir zei­gen, wie Sie sich gut für Ihr eige­nes Bauprojekt auf­stel­len und garan­tiert ent­spannt zu Ihrem Bauglück kommen.

Übrigens: Mein Online-Kurs Bauherrenführerschein ist güns­ti­ger, als eine Erstberatung in mei­ner Kanzlei 🙂

Der Königsweg für Bauherren eines Fertighauses

Sie möch­ten den rich­ti­gen Weg beim Bau Ihres Fertighauses beschrei­ten und sich per­fekt auf Ihr Eigenheimprojekt vor­be­rei­ten? Erfahren Sie hier mehr über mei­nen eigens dafür ent­wi­ckel­ten Online-Kurs:

Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

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Bauunternehmer kündigt den Bauvertrag. Das müssen Sie wissen:

Bauunternehmer kündigt den Bauvertrag. Das müssen Sie wissen:

Kündigung des Bauvertrages durch Ihren Bauunternehmer? Das sollten Sie als Bauherr:in dazu wissen:

Kann der Bauunternehmer den Vertrag ein­fach kün­di­gen und Sie als Bauherr:in im Regen ste­hen las­sen? Dass Bauunternehmer den geschlos­se­nen Bauvertrag mit pri­va­ten Bauherren kün­di­gen, kommt immer wie­der vor und ver­setzt die pri­va­ten Bauherren häu­fig in Angst und Schrecken. 

In die­sem Blogartikel erkläre ich Ihnen, wie Sie sich vor einer unbe­rech­tig­ten Kündigung durch den Bauunternehmer schüt­zen und wel­che Vorzeichen einer Kündigung des Bauvertrages Sie ken­nen soll­ten, damit Sie nicht plötz­lich ohne Baupartner da stehen.

In mei­nem vor­he­ri­gen Blogbeitrag habe ich den Unterschied zwi­schen der freien und der Kündigung aus wich­ti­gem Grund durch den Bauherren erklärt. (» zum Blogbeitrag: Kündigung durch den Auftraggeber)

Nur ein wichtiger Grund berechtigt zur Kündigung des Vertrages durch den Bauunternehmer:

Anders als bei der Kündigung durch Sie als Bauherr:in, ist grund­sätz­lich eine (freie) Kündigung des Auftragnehmers nicht vor­ge­se­hen, so dass eine Kündigung nur aus wich­ti­gem Grund erfol­gen darf.

Ein wich­ti­ger Grund zur Kündigung durch den Bauunternehmer besteht, wenn Tatsachen vor­lie­gen, die unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung der bei­der­sei­ti­gen Interessen die Fortsetzung des Vertrages unzu­mut­bar machen (vgl. z.B. BGH NJW 1993, 1972, 1973 [BGH 25.03.1993 — X ZR 17/92] m.w.N.).

Die Bauherren müs­sen, bevor der Bauunternehmer kün­di­gen kann, in gra­vie­ren­der Weise gegen ihre ver­trag­li­chen Pflichten ver­sto­ßen. Diese kön­nen sein:

1. Fehlende Mitwirkung des / der Bauherr:in
2. Sie zah­len Ihre Rechnungen an den Bauunternehmer nicht
3. Sie ver­wei­gern die Vorlage der ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Sicherheit
4. Sie reagie­ren nicht auf Bedenkenhinweise des Unternehmers
5. Baustillstand von mehr als 3 Monaten, ange­ord­net durch Sie als Bauherr:in
6. Sie bege­hen eine Straftat (Beleidigung, Bedrohung,…)

Ausführung der wichtigen Gründe, die den Bauunternehmer zur Kündigung berechtigen können:

 

1. Fehlende Mitwirkung der Bauherr:in:

Im Gegensatz zum Auftraggeber, der den Vertrag jeder­zeit gemäß § 648 BGB kün­di­gen kann, steht dem Auftragnehmer ein Kündigungsrecht ohne Vorliegen eines Kündigungsrechts nicht zu.
Beim BGB-Bauvertrag kann der Auftragnehmer den Vertrag gem. §§ 642, 643 BGB kün­di­gen, wenn der Auftraggeber seine Mitwirkungspflichten ver­letzt und der Auftragnehmer ihm eine ange­mes­sene Frist zur Nachholung der Handlung mit der Erklärung, dass er den Vertrag kün­dige, wenn die Handlung nicht bis zum Ablauf der Frist vor­ge­nom­men werde, setzt.

Aber was sind denn eigent­lich Mitwirkungshandlungen eines Bauherren? Beispiele:

• Die Bereitstellung des Grundstücks

• die recht­zei­tige Übergabe von Ausführungsplänen

• die Regelung des Zusammenarbeitens meh­re­rer Unternehmer

• die Vornahme von Bemusterungen und ver­trag­lich ver­ein­bar­ter Abrufe

• die Beibringung von Genehmigungen etc.

Vorsicht: Der Vertrag gilt nach § 643 Satz 2 BGB als auf­ge­ho­ben, wenn die Handlung nicht inner­halb der gesetz­ten Frist nach­ge­holt wird. Einer wei­te­ren Erklärung, ins­be­son­dere einer sepa­ra­ten Kündigungserklärung, bedarf es nicht.

Aber: Die vom Auftragnehmer aus­ge­spro­chene Aufforderung zur Erbringung der Mitwirkungshandlung muss die­ser dem Verbraucher gegen­über jedoch so prä­zise bezeich­nen, dass der Auftraggeber weiß, wel­che Mitwirkung von ihm ver­langt wird.

Deshalb mein Tipp: Sollte Ihnen eine sol­che Aufforderung des Unternehmers vor­lie­gen, zie­hen Sie bitte sofort ein:e Fachanwalt/Fachanwältin für Verbraucherbaurecht hinzu. In der Kanzlei Reibold-Rolinger bie­ten wir hier­für die kos­ten­güns­tige Variante der Online-Beratung an:

» Online-Termin in der Kanzlei Reibold-Rolinger buchen

Neben dem Anspruch auf Vergütung der erbrach­ten Leistungen hat der Auftragnehmer einen Anspruch auf Entschädigung nach § 642 BGB für die Zeit bis zur Kündigung. Zudem kann der Auftragnehmer die Abnahme der bis zum Fristablauf erbrach­ten Leistungen ver­lan­gen. Für diese Leistungen ist der Auftragnehmer auch in der ver­trag­li­chen Mängelhaftung.

Gut  zu wis­sen: Der Gesetzgeber hat bei der Entwicklung des „Neuen Bauvertragsrechts“ zum Jahr 2018 bewusst dar­auf ver­zich­tet, beson­dere Kündigungsgründe in das Gesetz auf­zu­neh­men. Ob der Vertrag aus wich­ti­gem Grund gekün­digt werden darf, sol­len die Gerichte durch eine bewer­tende Beurteilung der fest­stell­ba­ren Umstände im jewei­li­gen Einzelfall entscheiden.

 

2. Sie zahlen Ihre Rechnungen an den Bauunternehmer nicht:

Der Zahlungsverzug des Bestellers (damit sind Sie als Bauherr:in gemeint) kann eine Kündigung regel­mä­ßig recht­fer­ti­gen, ins­be­son­dere dann, wenn der Besteller kon­ti­nu­ier­lich die ver­trag­li­chen Zahlungsfristen igno­riert oder wenn er unbe­rech­tigte Abzüge vor­nimmt. Vor der Kündigung des Bauvertrages durch den Unternehmer ist in die­sen Fällen jedoch eine Mahnung und eine anschlie­ßende Nachfristsetzung erforderlich.

Kein wich­ti­ger Grund besteht, wenn ledig­lich eine »klei­nere« Rechnung nicht bezahlt wurde oder wenn eine strit­tige Nachtragsleistung nicht bezahlt wurde, solange die Parteien noch Grund und Höhe der Nachtragsforderung klären.

Mein Tipp: Können Sie als pri­vate Bauherren wegen Mängeln ein Leistungsverweigerungsrecht gel­tend machen, ist die Werklohnforderung dies­be­züg­lich nicht fäl­lig. Dann kann in der Drohung der Leistungseinstellung sogar ein wich­ti­ger Kündigungsgrund des Bestellers liegen!

 

3. Sie verweigern die Vorlage der vertraglich vereinbarten Sicherheit:

Unterlassen Sie es,  eine gefor­derte Sicherheit nach § 650 h BGB zu stel­len, kann der Unternehmer den Vertrag nicht nach § 648 a BGB, son­dern nur nach § 650 h Abs. 5 BGB kün­di­gen. Auch inso­weit sind die dort beschrie­be­nen Bestimmungen vor­ran­gig.

 

4. Sie reagieren nicht auf Bedenkenhinweise des Unternehmers:

Ein Sonderfall der Kündigung nach § 648 a BGB wird auch vor­lie­gen, wenn Sie Ihrer Obliegenheit / Pflicht nicht nach­kom­men, nach berech­tig­ten Bedenken des Auftragnehmers gegen seine Leistungsanordnungen, eine Umplanung vorzunehmen.

Wenn der Auftragnehmer dann unter Verstoß gegen öffent­li­ches Recht oder gegen seine Verkehrssicherungspflicht oder unter Gefahr für Leib und Leben wei­ter­ar­bei­ten müsste, kann er im Einzelfall den Vertrag aus wich­ti­gem Grund nach § 648 a BGB kündigen.

 

5. Baustillstand von mehr als 3 Monaten, angeordnet durch Sie als Bauherr:in:

Bei Baustillstand / Unterbrechung haben beide Vertragsparteien ggf. einen Anspruch auf eine Kündigung des Bauvertrages, wenn eine Unterbrechung län­ger als drei Monate dauert.

Der Bundesgerichtshof hat die Rechtmäßigkeit die­ser Regelung bestä­tigt. Dies erscheint auch sach­ge­recht. Denn im Falle eines Stillstandes oder einer län­ger andau­ern­den Unterbrechung wird es dem Auftragnehmer regel­mä­ßig nach Ablauf einer ange­mes­se­nen Frist nicht zumut­bar sein, auf die Durchführung die­ses Vertrages (»ver­geb­lich«) zu war­ten und wei­tere Aufträge abzu­leh­nen, weil er seine Produktionsressourcen (Geräte, Material und Personal) für das still­ste­hende oder unter­bro­chene Bauvorhaben vor­hal­ten muss.

Insofern hält es der BGH für sach­ge­recht, die Regelung nach § 6 Abs. 7 VOB/B auch auf BGB-Bauverträge aus­zu­deh­nen. Der län­ger andau­ernde Stillstand bzw. die Unterbrechung an sich stellt also einen außer­or­dent­li­chen Kündigungsgrund dar.

Gut zu wis­sen: Bei Verbraucher:innen gel­ten Sonderregelungen. Regelmäßig bedarf es auch einer Fristsetzung gemäß § 648 a Abs. 3 i.V.m. § 314 BGB, die auch frist­ge­mäß nach Ende der
3‑monatigen Stillstandzeit erklärt werden muss. Ansonsten ist der Kündigungsgrund wegen die­ses Stillstandes ver­wirkt, weil eben auch der Besteller die Erwartung erhal­ten kann, der Unternehmer »akzep­tiere« den Stillstand und stehe parat, wenn es »wie­der los geht«.

Mein Tipp: Droht Ihnen der Unternehmer mit Kündigung wegen eines vom Ihnen ange­ord­ne­ten Baustopps, dann soll­ten Sie sofort eine:n Fachanwältin / Fachanwalt für Verbraucherbaurecht konsultieren.

 

6. Wenn Sie eine Straftat begehen (Beleidigung, Bedrohung,…):

Das kommt tat­säch­lich sehr sel­ten vor, den­noch: Der Auftragnehmer hat ein Recht auf Kündigung des Bauvertrages, wenn er vom Bauherren bedroht wird, Baumaterialien vom Bauherren unter­schla­gen oder gestoh­len werden, oder es zu Handgreiflichkeiten (Körperverletzungen) auf der Baustelle durch den Bauherren kommt.

Vorsicht bei provoziertem Kündigungsjoker:

Fazit: Der Unternehmer hat kein freies Kündigungsrecht und muss für eine Kündigung immer einen wich­ti­gen Grund vor­brin­gen.

Dennoch ist Vorsicht gebo­ten, wenn ein:e Unternehmer:in den „Kündigungsjoker“ zieht. In vie­len Fällen werden Kündigungsgründe von unse­riö­sen Unternehmern pro­vo­ziert.

Das ist in der Regel dann der Fall, wenn die Bauleistung weit über­zahlt ist. Dann behaup­ten die Unternehmen ein Kündigungsrecht zu haben, was ihnen gar nicht zusteht, um die Bauherren zu verunsichern.

 

 

Sie wol­len auf kei­nen Fall in diese typi­schen Fallen tap­pen und sich per­fekt auf Ihr Eigenheimprojekt vor­be­rei­ten? Dann emp­fehle ich Ihnen die Teilnahme an unse­rem Online-Kurs Bauherrenführerschein.

Als Teilnehmer:in des Bauherrenführerscheines sind Sie durch Ihr Wissen vor Täuschungen, fal­schen Behauptungen , Überzahlung und finan­zi­el­len Nachteilen geschützt.

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Mängel in Eigenleistung beseitigen. Lohnt sich das?

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Können Sie als pri­vate Bauende ohne Weiteres ihren Bauvertrag kündigen?

Bauverträge sind bin­dend und zum Vertragen da. Es gibt jedoch ver­schie­dene Gründe, die die Kündigung Ihres Bauvertrages für Ihr “Lebenswerk Hausbau” nötig machen und recht­fer­ti­gen. Sie sind des­halb aber Ihren Vertragspartnern nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Das Gesetz sieht vor, dass Sie als Bauherr:in umfas­sende Rechte haben, sich aus Ihrem Bauvertrag zu lösen. Da diese Rechte sehr kom­plex sind, soll­ten Sie Ihre Bauvertragskündigung kei­nes­falls im Alleingang wagen, son­dern vor­her mit einer / einem Fachanwältin/ Fachanwalt für Baurecht spre­chen.

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Da ich in mei­ner Kanzlei immer wie­der von Bauenden gefragt werde, wie sie am ein­fachs­ten ihren Bauvertrag kün­di­gen kön­nen, gebe ich in die­sem Blogbeitrag des­halb Antworten zu die­sen wich­ti­gen Fragen rund um das Thema Kündigungsrecht pri­va­ter Bauherr:innen:

  • Was kön­nen die Gründe für die Auflösung eines Bauvertrages sei­tens der Bauherren sein?
  • Kann man sei­nen Bauvertrag denn ohne Weiteres kündigen?
  • Muss man sich bei der Kündigung eines Bauvertrages an bestimmte Fristen halten?
  • Wie kün­di­gen Sie einen Bauvertrag richtig man einen Bauvertrag richtig?
  • Können Sie Ihren Bauvertrag selbst kündigen?
  • Gibt es “Vorlagen” für Kündigungsschreiben?
  • Welche Konsequenzen muss man als Bauherr:in bei der Kündigung sei­nes Bauvertrages bedenken?

Die Gründe einen Hausbauvertrag kün­di­gen zu wol­len sind viel­fäl­tig. Allen vor­weg:
Sie bemer­ken zu spät, dass Sie einen ver­brau­cher­feind­li­chen Bauvertrag unter­zeich­net haben. Aus die­sem Grund werde ich nicht müde, immer wie­der dar­auf hin­zu­wei­sen, dass die Investition in eine Prüfung des Bauvertrages durch eine:n juristische:n Expert:in für Verbraucherbaurecht vor der Vertragesunterzeichnung nie­mals her­aus­ge­wor­fe­nes Geld ist und Sie im Extremfall sogar vor einer exis­tenz­be­dro­hen­den Baukrise ret­ten kann.

Bei spä­ter Reue ist es sehr schwie­rig, sich vom Bauvertrag zu lösen. Doch ganz aus­weg­s­los ist diese Sitaution nicht. Weder bei einem schlech­ten Bauvertrag, noch bei einem unzu­ver­läs­si­gen Vertragspartner.

Wenn trif­tige Gründe für eine Kündigung sei­tens des Auftraggebers, also Ihnen als Bauherr:in, vor­lie­gen, kön­nen Sie sich von Ihrem Vertragspartner tren­nen, ohne dass es zu finan­zi­el­len Nachteilen kommt.

Dies kön­nen im Einzelnen Gründe für die Kündigung Ihres Bauvertrages sein:

  1. Grobe Ausführungsfehler
  2. Täuschungen
  3. Drohungen mit Arbeitseinstellung, wegen offe­ner Forderung, obwohl Bauherr berech­tigt ein Leistungsverweigerungsrecht wegen Mängeln gel­tend macht.
  4. Einstellung der Arbeiten wegen Streit über Höhe des Nachtrages, obwohl andere Arbeiten aus­ge­führt werden können.
  5. Nachhaltige Weigerung, sich an die ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Leistungspflichten zu halten.
  6. Forderung von Zahlungen ohne Vertragserfüllungssicherheit zu leisten(7) Bestechlichkeit.
  7. Verstoß gegen das Kooperationsgebot.
  8. Beharrlicher Verstoß gegen die aner­kann­ten Regeln der Technik.
  9. Viele “kleine” Pflichtverletzungen berech­ti­gen ebenso zur Kündigung.

Zu Punkt 10: Mit Urteil vom 17.11.2020 hat das  OLG Dresden wie folgt ent­schie­den (6 U 34920): Auch viele “kleine” Pflichtverletzungen berech­ti­gen zur Kündigung:

Ein Bauvertrag kann aus wich­ti­gem Grund gekün­digt werden, wenn das Vertrauensverhältnis zwi­schen den Bauvertragsparteien zer­stört ist. Eine Zerstörung des Vertrauensverhältnisses kann dem OLG Dresden zufolge ent­we­der auf ein­zel­nen beson­ders schwer­wie­gen­den Vertragspflichtverletzungen beru­hen oder sich aus einer gan­zen Reihe von Pflichtverletzungen, die jeweils für sich genom­men zur Rechtfertigung einer außer­or­dent­li­chen Kündigung nicht aus­rei­chend wären, im Rahmen einer Gesamtabwägung ergeben.

Kann man einen Bauvertrag ohne Weiteres kündigen?

Die Antwort lau­tet: Nein, so ein­fach geht das nicht.

Das Kündigungsrecht für Verbraucher-Bauherr:innen ist in § 648 und § 648a  BGB gesetz­lich geregelt.

  • Freie Kündigung:
    Es ist grund­sätz­lich mög­lich, sich bis zu Vollendung des Vertrages jeder­zeit vom Bauvertrag zu lösen. Das ist dann eine soge­nannte “freie Kündigung”, die schrift­lich erfol­gen muss (§ 650h BGB). Allerdings ist das nicht immer kos­ten­frei für den Bauherren!

    Bei einer „freien“ Kündigung nach § 648 BGB, kann der Bauherr zwar jeder­zeit kün­di­gen, der Unternehmer darf in die­sen Fällen dann aber auch seine Gesamtvergütung abzüg­lich erspar­ter Aufwendungen abrech­nen. Daher kann es im Falle einer – jeder­zeit mög­li­chen – „freien“ Kündigung sehr teuer werden.

  • Kündigung aus wich­ti­gem Grund:
    § 648a BGB sieht bei einer Kündigung aus wich­ti­gem Grund vor, dass in den Fällen, in denen den Bauherren das Festhalten am Vertrag nicht mehr zuge­mu­tet werden kann, sich der Bauherr kos­ten­frei aus dem Vertrag lösen kann.

    Ob ein „Wichtiger Grund“ vor­liegt, kann in der Regel nur durch einen Experten im Verbraucherbaurecht geprüft werden. Diese Kündigungen soll­ten auf jeden Fall anwalt­lich beglei­tet werden, da der Unternehmer zunächst die Möglichkeit erhal­ten muss, den Vertrag ord­nungs­ge­mäß zu erfül­len. Eine anwalt­li­che Fristsetzung ist in der Regel erforderlich. 

 

Ich ver­traue mei­nem Bauunternehmer nicht mehr, wie kann ich den Bauvertrag kün­di­gen?
Die Kündigung muss gut vorbereitet und begrün­det werden. Eine Fristsetzung und Kündigungsandrohung per Einwurfeinschreiben sollte vor­her unbe­dingt erfolgt sein.

Wie muss eine außer­or­dent­li­che Kündigung muss per Einwurfeinschreiben schrift­lich erfolgen.

Bis wann kann man einen Bauvertrag kün­di­gen?
Bis zur Vollendung des Werkes (§648 BGB).

Die Kündigung des (Verbraucher-)Bauvertrages muss schrift­lich erfol­gen (§ 650h BGB).

Können nur Auftraggeber:innen ihren Bauvertrag kün­di­gen (Auftragnehmer / Auftraggeber?)
Grundsätzlich sieht das BGB eine freie Kündigung nur durch die Bauherr:in vor. Außerordentlich kann jedoch auch der Unternehmer kün­di­gen. Dazu werde ich in mei­nem nächs­ten Blogbeitrag mehr schreiben.

Muss ich mir alles gefal­len las­sen, wenn der Unternehmer nicht kommt oder Mängel nicht beseitigt?

Nein, wie oben dar­ge­stellt ist es durch­aus mög­lich, nach ent­spre­chen­der Prüfung, außer­or­dent­lich zu kündigen.

Richtiger Ablauf bei der Kündigung Ihres Bauvertrages:

1. Nur nach Prüfung durch einen Fachanwalt für Baurecht.

2. Mit aus­rei­chen­der Dokumentation der Bauabläufe und Nachweis der Fristsetzungen.

3. Immer schriftlich.

Gibt es eine all­ge­mein­gül­tige Vorlage zur Kündigung eines Bauvertrages?

Nein, da die Gründe kon­kret dar­zu­le­gen sind und umfas­send geprüft werden müssen.

Fazit: Vorsicht vor Alleingängen. Eine feh­ler­hafte außer­or­dent­li­che Kündigung kann in eine freie Kündigung umge­deu­tet werden — mit der Folge, dass der Unternehmer die soge­nannte „Kündigungsvergütung“ gel­tend macht.
Hier nut­zen die Unternehmer die Unerfahrenheit der Bauherren aus und for­dern – meist unberechtigt- hor­rende Summen.

Welche Konsequenzen kann die Kündigung Ihres Bauvertrages mit sich ziehen?

Bei einer freien Kündigung kann es teuer werden. Der Unternehmer kann die Vergütung abzüg­lich der erspar­ten Aufwendungen , die soge­nannte Kündigungsvergütung, verlangen.

Nach einer Kündigung muss immer ein gemein­sa­mer Termin zur Feststellung des Bautenstandes statt­fin­den und die Leistung bis zur Kündigung abge­rech­net werden.

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ZDFreportage: Ärger beim Hausbau — Feuchte Keller, schiefe Wände

ZDFreportage: Ärger beim Hausbau — Feuchte Keller, schiefe Wände

Für die ZDFreportage am 20.2.2022 war Manuela Reibold-Rolinger aber­mals als Verbraucherbaurechtsexpertin gefragt:

Das eigene Heim – schon immer ein Wunschtraum für junge Familien. Angesichts stei­gen­der Mieten in den Ballungszentren ist der Bauboom ungebrochen.

Hier kön­nen Sie sich den Beitrag in der  ZDF Mediathek ansehen.

Als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Baufamilien vor Baukrisen zu bewahren.

Aus die­sem Grund habe ich im Laufe der Jahre ein umfang­rei­ches, prä­ven­ti­ves Angebot für ange­hende Baufamilien zusammengestellt.

Mein Angebot reicht vom Online-Kurs über Bücher, die­sen Baublog, mei­nen Podcast und die Vertragsprüfung bis hin zur juris­ti­schen Baubegleitung. Für jede Phase Ihres Eigenheimprojektes erhal­ten Sie von mir den pas­sen­den Service, der Sie in Ihr Bauglück beglei­tet. Sie sind noch am Start Ihres Bauprojektes? Bei der Eintragung in unse­ren Newsletter, erhal­ten Sie als Dankeschön unsere Hausbau-Checkliste oder kön­nen an mei­nem Webinar “Freude beim Bauen” teilnehmen:

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Zu den ande­ren Blogbeiträgen

Baupfusch nach Kernsanierung — ZDF Hallo Deutschland vom 8.2.2022

Baupfusch nach Kernsanierung — ZDF Hallo Deutschland vom 8.2.2022

Auch bei der Sanierung im Bestand kann es zu großen bau­li­chen und recht­li­chen Problemen kommen.

Rechtsanwältin Manuela Reibold-Rolinger, beglei­tet als Fachanwältin für Verbraucherbaurecht einen Fall, der ganz beson­ders dra­ma­tisch ist.

Sie gibt Hinweise für den Fall der Insolvenz und wie man sich vor die­sen Problemen am Bau schüt­zen kann.

Hier kön­nen Sie sich den Beitrag in der  ZDF Mediathek ansehen.

Als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Baufamilien vor Baukrisen zu bewah­ren. Aus die­sem Grund habe ich im Laufe der Jahre ein umfang­rei­ches, prä­ven­ti­ves Angebot für ange­hende Baufamilien zusammengestellt.

Mein Angebot reicht vom Online-Kurs über Bücher, die­sen Baublog, mei­nen Podcast und die Vertragsprüfung bis hin zur juris­ti­schen Baubegleitung. Für jede Phase Ihres Eigenheimprojektes erhal­ten Sie von mir den pas­sen­den Service, der Sie in Ihr Bauglück beglei­tet. Sie sind noch am Start Ihres Bauprojektes? Bei der Eintragung in unse­ren Newsletter, erhal­ten Sie als Dankeschön unsere Hausbau-Checkliste oder kön­nen an mei­nem Webinar “Freude beim Bauen” teilnehmen:

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DFH Haus GmbH muss Strafe zahlen: Deshalb lohnt sich die nachträgliche Vertragsprüfung

DFH Haus GmbH muss Strafe zahlen: Deshalb lohnt sich die nachträgliche Vertragsprüfung

Selbst wenn die Verträge bereits unter­schrie­ben sind, ist es noch nicht zu spät. Klauseln kön­nen auch nach­träg­lich noch für unwirk­sam erklärt werden. Dies zeigt sich an fol­gen­dem Fall:

DFH Haus (Massa, Okal, Allkauf) verstößt gegen eine gerichtlich festgesetzte Unterlassungsverfügung und muss nun eine Strafe von 60.000 Euro zahlen!

Die meis­ten Bauherren benötigen für ihr Vorhaben ein Darlehen von der Bank. Wurde ein ent­spre­chen­der Darlehensvertrag mit der Bank geschlos­sen, hat der Bauherr einen Darlehensauszahlungsanspruch gegen diese. Kurz gesagt: Er kann auf­grund des Vertrages das ver­ein­barte Geld von der Bank ver­lan­gen. Dieses Geld benö­tigt er um spä­ter die von ihm beauf­tragte Baufirma zu bezahlen.

Diese Bezahlung ist aber grund­sätz­lich erst nach man­gel­freier Leistung, Fertigstellung und Abnahme des Bauwerkes fällig.

Die DFH Haus GmbH, wel­che nach eige­nen Angaben das größte Fertighausunternehmen Deutschlands ist, ver­wen­dete nun in ihren Verträgen Klauseln, durch wel­che der Bauherr ver­pflich­tet wurde die­sen Darlehensauszahlungsanspruch an die DFH Haus als Sicherheit unwi­der­ruf­lich und in vol­ler Höhe abzutreten.

Kommt es nun zum Streit, ist es für den Bauherren unmög­lich an sein eige­nes Darlehen zu gelan­gen, denn den Anspruch, von der Bank das Geld aus dem Darlehen zu ver­lan­gen, hat ja inzwi­schen DFH Haus. Deshalb müs­sen hohe Bereitstellungszinsen gezahlt werden, wenn die Darlehenssumme wegen Mängeln oder Bauverzuges noch nicht abge­ru­fen werden kön­nen und auch für den Fall einer Kündigung hat der Bauherr man­gels Geldes meist keine Möglichkeit, ein ande­res Unternehmen mit der Mängelbeseitigung oder dem Weiterbau zu beauf­tra­gen. (Ein wei­te­res Darlehen wird er in der Regel nicht bekom­men) Das Ergebnis kann dann ein Baustopp über die Dauer des Rechtsstreits sein, wel­cher sich Jahre hin­zie­hen kann.

 

Vor einem solchen sofortigen Zugriff auf die Sicherheit […] muss der (private) Bauherr geschützt werden.“

Dies ent­schied das OLG Koblenz bereits im März 2017, wes­halb es eine Unterlassungsverpflichtung gegen die DFH Haus GmbH hin­sicht­lich die­ser oder inhalts­glei­cher Klauseln ver­hängte. Der Bundesgerichtshof hat dies im Jahr 2020 bestä­tigt. Leider hält sich die DFH Haus GmbH nicht an das Urteil son­dern hält es für richtig, das Urteil zu umgehen!

Umgehungsversuch der DFH Haus GmbH

Anstatt der unter­sag­ten Klauseln ver­langte die DFH Haus nun eine selbst­schuld­ne­ri­sche Bankbürgschaft über 20 Prozent des Gesamtwerklohns von den Bauherren. Nach Vertragsschluss eröff­nete DFH Haus eben die­sen jedoch die Möglichkeit ersatz­weise 😉 für die Bankbürgschaft eine Zusatzvereinbarung zum Vertrag abzu­schlie­ßen. Diese hatte jedoch wie­der die Abtretung des Darlehensauszahlungsanspruchs zum Inhalt.

 

Eine Entscheidung zu Gunsten der Verbraucher

Diesbezüglich stellte das OLG Koblenz am 5.1.2022 fest, dass DFH Haus mit die­sem Vorgehen eine Klausel ver­wen­det hat, die inhalts­gleich zu der bereits unter­sag­ten Klausel ist. Und dies ist auch sach­ge­recht. Denn die Bauherren den­ken häu­fig, dass es für sie mit einem grö­ße­ren Aufwand ver­bun­den ist, eine Bankbürgschaft abzu­schlie­ßen. Und da man sich wäh­rend des Bauens ohne­hin um so viele Dinge küm­mern muss, ent­schei­den sich viele Bauherren für den aus ihrer Sicht ver­meint­lich leich­te­ren Weg der Abtretung.

 

So laufen Bauherren in die Abtretungsfalle

Viel zu spät bemer­ken die Bauherren dann, dass sie sich bes­ser nicht auf die­sen unmo­ra­li­schen Deal ein­ge­las­sen hät­ten. Der Zugriff auf das Geld ist ver­ge­ben. Die DFH lacht sich ins Fäustchen.

Im Ergebnis wurde DFH Haus zur Zahlung eines Ordnungsgeldes in Höhe von 10.000€ pro Verstoß ver­ur­teilt, wobei sich ins­ge­samt sechs Verstöße nach­ge­wie­sen werden konnte. Demnach betrug das Ordnungsgeld ins­ge­samt 60.000€.

Viele Bauherren in Deutschland sind von der Unwirksamkeit der Abtretungsklausel betroffen!

Der Bauherrenschutzbund wird nun wei­tere Verstöße prüfen und gege­be­nen­falls gegen die DFH Haus vor­ge­hen. Sie sind unsi­cher, ob bei Ihrem Vertrag ein Verstoß vor­liegt? Gern lei­ten wir Ihr Anliegen an den BSB wei­ter. Schreiben Sie mir bitte eine E‑Mail.

Unwirksamkeit der Abtretungsklauseln

Alle betrof­fe­nen Bauherren kön­nen sich nun nach­träg­lich auf die Unwirksamkeit der Abtretungsklausel beru­fen. Dies führt im Übrigen auch nicht dazu, dass DFH Haus die Bankbürgschaft ver­lan­gen kann, denn DFH Haus kann sich nicht zu ihren eige­nen Gunsten auf die Unwirksamkeit der Klauseln berufen.

Gut zu wissen: Ihr Bauvertrag ist nicht immer in Stein gemeißelt

Ist der Vertrag unter­schrie­ben sind grund­sätz­lich beide Parteien an die­sen gebun­den. Dennoch kann in bestimm­ten Fällen eine Vertragsanpassung vor­ge­nom­men werden.

Diese Möglichkeit besteht vor allem bei Verbraucherbauverträgen, denn hier­bei unter­liegt der Unternehmer (z.B. DFH Haus) beson­de­ren gesetz­li­chen Restriktionen zum Schutz der Verbraucher (vor­lie­gend dann die Bauherren). Insbesondere ste­hen dem Verbraucher weit­rei­chende Rücktrittsrechte zu. Aber auch ein­zelne Vereinbarungen kön­nen unwirk­sam sein.

Wird der Bauherr durch AGB in rechts­wid­ri­ger Weise unan­ge­mes­sen benach­tei­ligt, sind die ent­spre­chen­den Klauseln unwirksam.

Ändern sich nach­träg­lich beson­dere Umstände, die zur Grundlage des Vertrages gewor­den sind, ist eine Vertragsanpassung oder –auf­lö­sung möglich.

Letztlich ist auch ein sit­ten­wid­ri­ger Vertrag (z.B. auf­grund von Wucher) nichtig.

Wie Sie sehen gibt es auch noch nach Vertragsschluss zahl­rei­che Möglichkeiten etwas zu unter­neh­men. Eine Vertragsprüfung lohnt sich auch in die­sem Falle.

Fordern Sie des­halb jeder­zeit bei mir Ihre unver­bind­li­che und kos­ten­freie Ersteinschätzung ihres Bauvertrages an.

Noch vor Ihrem Bauvertrag steht: Ihre eigene Vorbereitung auf Ihr gro­ßes Bauprojekt. Ich emp­fehle Ihnen des­halb auch mei­nen Selbstlernkurs Bauherrenführerschein der Sie bei Ihrem Bauvorhaben auf den rich­ti­gen Weg bringt und Sie vor unaus­ge­wo­ge­nen Verträgen, Ärger, Mehrkosten, Verzug und Mängeln auf Ihrer Baustelle schützt:

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Baupfusch macht das Haus unbewohnbar — ZDF Hallo Deutschland

Baupfusch macht das Haus unbewohnbar — ZDF Hallo Deutschland

Baupfusch und Baumängel füh­ren die Bauprojekte von Familien oft in eine tiefe Krise. So auch das Haus der Familie Aust. 

Die Familie wohnt noch immer in Leipzig zur Miete, weil ihr neu gebau­tes Holzhaus in der Nähe durch Baupfusch nicht bewohn­bar ist. 

Manuela Reibold-Rolinger erklärt als juris­ti­sche Expertin in dem ZDF Hallo Deutschland Beitrag, wie es zu solch tief­grei­fen­den Baukrisen kommt.

Seit ges­tern kön­nen Sie den TV Beitrag über das Holzhaus der Familie Aust in der ZDF Mediathek ansehen.

Als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Baufamilien vor genau die­sen Baukrisen, wie Familie Aust sie erlebt, zu bewahren.

Aus die­sem Grund habe ich im Laufe der Jahre ein umfang­rei­ches, prä­ven­ti­ves Angebot für ange­hende Baufamilien zusammengestellt.

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TV-Beitrag in Plusminus: Fertighäuser nicht immer die erste Wahl

TV-Beitrag in Plusminus: Fertighäuser nicht immer die erste Wahl

Nicht immer schneller und günstiger:

In Deutschland ver­wirk­li­chen viele Menschen den Traum vom Eigenheim. Vermeintlich güns­tig und schnell klappt die Erfüllung mit einem Fertighaus. Gegenüber Massivhäusern und Kataloghäusern sind Fertighäuser aller­dings nicht immer besser…

Der TV Beitrag von Plusminus zeigt deut­lich, wie wich­tig es ist, sich vor der Unterschrift eines Bauvertrages inten­siv mit dem Thema Hausbau aus­ein­an­der zu set­zen und sich die rich­ti­gen Experten zur Seite zu holen, die Sie im Vorfeld unab­hän­gig bera­ten und Ihren Bauvertrag überprüfen. 

Sie pla­nen Ihren Hausbau und wis­sen nicht so richtig, wie Sie anfan­gen sol­len? Wie wäre es mit unse­ren kos­ten­freien Angeboten:

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Deshalb sollten Sie unbedingt ihren Bauvertrag prüfen lassen:

Deshalb sollten Sie unbedingt ihren Bauvertrag prüfen lassen:

Deshalb raten wir Ihnen, dass Sie Ihren Bauvertrag unbedingt von Profis überprüfen lassen sollten: 

Über 87 % aller Bauverträge sind schlicht NICHT unterschrifts­reif und Laien kön­nen das nicht erkennen.

Werden Vertragslücken und Fallstricke in Hausbauverträgen nicht erkannt, kön­nen Ihnen als pri­vate Bauende sehr hohe, zusätz­li­che Baukosten und Risiken entstehen.

Hand aufs Herz:

Verstehen Sie all diese Klauseln in Schriftgröße 5 auf der Rückseite Ihres Bauvertrages, die so ganz unschein­bar als „Allgemeine Vertragsbedingungen“ bezeich­net werden?

Es würde mich ehr­lich gesagt wun­dern, denn die meis­ten Bauherren sind keine Juristen und ver­ken­nen, dass sich hin­ter unzu­läng­li­chen oder unkla­ren Regelungen fast immer Nachteile und Mehrkosten für die Verbraucherbauherren verbergen.

Das ist ein Mustervertrag, die Kosten für eine Vertragsprüfung sind herausgeworfenes Geld“

Ich weiß, dass viele Bauherren den Versprechungen der Vertriebsmitarbeiter der Haushersteller ver­trauen und wirk­lich glau­ben (wol­len), dass das ein „Mustervertrag ist, den schon viele Bauherren ohne Beanstandung unter­schrie­ben haben“.

Das mag sein, doch meist sind das genau jene Bauherren, die am Ende aber Bauverzug, Mehrkosten, Bauverzug und teure Rechtsstreitigkeiten auf sich neh­men muss­ten, um über­haupt in ihr Haus ein­zie­hen zu können.

 „Das Geld für die Vertragsprüfung spare ich mir“

So ist die Denkweise vie­ler Bauherren, die zuge­ge­be­ner­ma­ßen an allen Ecken und Enden ihr Budget bei­sam­men hal­ten müs­sen — doch in die­sem Fall spa­ren Sie am fal­schen Ende. Ich kann Ihnen ver­si­chern, dass man selbst mit den bes­ten Bauanwälten Deutschlands kei­nen Prozess gewin­nen kann, wenn man einen unaus­ge­wo­ge­nen Vertrag unter­schrie­ben hat. Häufig werden die Bauherren dann von den Richterinnen und Richtern dar­auf hin­ge­wie­sen, dass man das doch unter­schrie­ben habe und sie davon aus­ge­hen, dass dann auch alles ver­stan­den wurde. So ist es aber lei­der nicht, und meist ist es dann zu spät.

Blindes Vertrauen: Kennen Sie die Schlange Kaa aus dem Dschungelbuch? 

Das ist einer mei­ner Lieblingsfilme aus mei­ner Kindheit, übri­gens. Aber zurück zum Dschungelbuch und Mogli: Mogli ist durch blin­des Vertrauen in eine Falle der Schlange Kaa getappt und konnte nur durch gro­ßes Glück von Shir Kahn, dem Tiger, geret­tet werden. Leider haben wir aber in den sel­tens­ten Fällen einen Shir Khan an unse­rer Seite.

Deshalb möchte ich Ihnen folgende Ratschläge für die Erstellung Ihres Bauvertrag geben:

  • Vertrauen Sie nicht blind den Aussagen der Hausbaufirmen, denn Sie ste­hen als Laie immer dem Profi der Baufirma gegenüber.
  • Kennen Sie Ihre Rechte!
  • Lassen Sie sich nicht einlullen.
  • Unterschätzen Sie nicht das Risiko eines schlech­ten und gege­be­nen­falls nich­ti­gen Bauvertrages.
  • Lassen Sie Ihren Vertrag auf jeden Fall von einer/einem Fachanwalt/Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht, der/die sich im VERBRAUCHERBAURECHT aus­kennt und in die­sem spe­zi­el­len Rechtsgebiet ver­siert ist, prüfen.
  • Lösen Sie sich von dem Gedanken, dass die Vertragsprüfung teuer ist — das Geld ist wirk­lich gut inves­tiert und erspart Ihnen um ein Vielfaches höhere Kosten, falls etwas schief geht.

Wenn Sie dann noch den Bauherrenführerschein absol­vie­ren und sich schon in der Planungsphase durch einen baubegleitenden Qualitätskontrolleur beglei­ten las­sen, machen Sie alles richtig und Sie werden schon bald sicher und ohne grö­ßere Probleme in Ihr Traumhaus ein­zie­hen können.

Der Königsweg für Ihr Bauprojekt sieht des­halb mei­nes Erachtens so aus:

> Absolvieren Sie den Bauherrenführerschein > wei­tere Informationen zu mei­nem Online-Kurs fin­den Sie hier.

> Lassen Sie Ihren Bauvertrag prüfen > Manuela Reibold-Rolinger und Ihr Team in der Fachanwaltskanzlei Reibold-Rolinger erstel­len eine kos­ten­freie Ersteinschätzung Ihres Bauvertrages und ein unver­bind­li­ches Angebot zur Prüfung des Vertrages.. Hier kön­nen Sie Ihre kos­ten­freie Ersteinschätzung anfordern. 

>Ziehen Sie schon in der Planungsphase Ihres Hausbauprojektes eine bau­be­glei­tende Qualitätskontrolle hinzu. Als Teilnehmer:in des Bauherrenführerscheines emp­feh­len wir Ihnen einen Experten ganz in der Nähe Ihres Bauvorhabens.

Urteil zu Abhängigkeit von Bauvertrag und Grundstückskaufvertrag:

Weshalb Sie sich nicht auf Musterverträge ver­las­sen soll­ten und wieso die Vertragsprüfung durch eine/n juris­ti­schen Experten so wich­tig ist, schil­dere ich Ihnen in die­sem aktu­el­len Urteil:

Viele Bauherren las­sen sich von Baufirmen ködern, die gleich­zei­tig ein Grundstück versprechen.

Wenn die bei­den Verträge von­ein­an­der anhän­gig sind, müs­sen beide Verträge beim Notar beur­kun­det werden. Viele Verbraucher wis­sen das nicht.

Das Kammergericht Berlin hat jüngst ent­schie­den, dass ein Bauvertrag, der eine recht­li­che Einheit mit einem Grundstückskaufvertrag bil­det, eben­falls nota­ri­ell beur­kun­det werden muss. Geschieht das nicht, sind im Zweifel beide Verträge nichtig.

Ob tat­säch­lich eine Verbindung zwi­schen dem Bauvertrag und dem Grundstückskaufvertrag besteht, muss im Einzelfall geprüft werden. Den Sachverhalt sollte man auf jeden Fall von einer/einem Verbraucherbaurechtsexpertin/Verbraucherbaurechtsexperten prüfen las­sen, denn die­ser ist häu­fig nicht klar und die Prüfung gehört auf jeden Fall in die Hände juris­ti­scher Experten.

Die Abhängigkeit des Bauvertrages vom Kaufvertrag reicht manch­mal nicht aus, um von einer Beurkundungspflicht des Bauvertrages auszugehen.

Das Risiko für Verbraucher liegt auf der Hand, da diese häu­fig auch die Hinweise des Notars miss­ver­ste­hen. So war es auch in dem Fall, den das Kammergericht Berlin zu ent­schei­den hatte:

Hier hatte ein Verbraucher die Bebauung sei­nes Grundstücks geplant. Ein Bauherr erwarb darin ein Grundstück mit nota­ri­el­lem Kaufvertrag und bestellte geson­dert mit einem nicht beur­kun­de­ten Bauvertrag die Herstellung eines Gebäudes von einem Generalunternehmer.

Nachdem beide Parteien in Streit gerie­ten, lan­dete der Fall vor Gericht. Das stellte fest, dass der Kaufvertrag nich­tig ist, weil der Bauvertrag nicht beur­kun­det wurde. Der Bauherr ver­lor daher das Grundstück und den Bauvertrag!

Das klingt lei­der wie „Gehen Sie zurück auf Los“ und war in die­sem beschrie­be­nen Fall auch mit erheb­li­chem Zeitverlust und Mehrkosten ver­bun­den. Jede Partei kann sich näm­lich auf die Nichtigkeit berufen.

Deshalb noch­mals mein Hinweis: Die Prüfung eines Bauvertrages gehört in die Hände von Profis. Zu glau­ben, dass man das schon selbst kann, ist unrealistisch.

Fordern Sie des­halb hier eine unver­bind­li­che und kos­ten­freie Ersteinschätzung Ihres Bauvertrages an.

Das sind die Top Five der Punkte, die in Bauverträgen oft gar nicht oder nur unzulänglich geregelt sind:

  1. Fehlende Einbindung des Grundstückes
  2. Unzureichende Baubeschreibung
  3. Unausgewogene Bauherrenpflichten
  4. Intransparente Bauzeitenregelung
  5. Schlechte Zahlungspläne

 

Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

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Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

So machen Sie Hausangebote ver­gleich­bar:

Auf der Suche nach einem Baugrundstück ist Ihre Fantasie gefragt.

Auf der Suche nach einem Baugrundstück ist Ihre Fantasie gefragt.

Wie Sie Ihr Traumgrundstück finden können:

Gerade hat mir eine Baufamilie einen Erbpachtvertrag zur Prüfung vor­ge­legt, da wurde mir noch­mals klar, wie wich­tig das Thema Baugrundstück ist und dass die Bauplätze vor allen Dingen in Ballungsräumen rar gesät sind und man gege­be­nen­falls auf Alternativen aus­wei­chen muss, wie zum Beispiel über eine Erbpacht nach­zu­den­ken. Ich werde dazu sicher auch noch einen eige­nen Blogbeitrag schreiben.

Mein eige­nes Grundstück liegt in Rheinhessen und wir haben es vor vie­len Jahren von einer Winzerin zu einem fai­ren Preis erwor­ben. Gestern erhielt ich die Info, dass die Grundstücke in unse­rer Nähe mitt­ler­weile das vier­fa­che von dem kos­ten, was wir 2003 gezahlt haben. Das ist der Wahnsinn!

Fast täg­lich werde ich von Bauherren nach Tipps für Grundstücke gefragt. Neben der Möglichkeit sich bei der jewei­li­gen Gemeinde nach Baulücken zu infor­mie­ren gibt es auch die Möglichkeit, ein soge­nann­tes Hinterlieger-Grundstück zu bebauen, also in 2. Reihe.

Die Fahrt durch etwas abge­le­ge­nere Gegenden ist in die­sen Fällen sehr hilf­reich. Häufig gibt es auf wun­der­schö­nen Grundstücken eine abriss­reife Bausubstanz, das kann die Chance sein, trotz zusätz­li­cher Abrisskosten, ein Traumgrundstück zu fin­den. Die Bereitschaft ein wenig „um die Ecke zu den­ken“ bringt Sie hier einen großen Schritt weiter.

 

Weg aus dem Ballungsgebiet — die Chance auf ein Traumgrundstück

Weg vom Frust all derer, die in Ballungsgebieten wir Frankfurt, Köln, München oder Berlin bauen wol­len und noch nicht mal im soge­nann­ten „Speckgürtel“ fün­dig werden. Die Neubaugebiete sind schlicht und ergrei­fend viel zu teuer oder „abge­grast“.

Ich kann Ihnen daher nur die Empfehlung geben, dar­über nach­zu­den­ken ein Grundstück MIT einem alten Gebäude oder eine Baulücke oder ein Hinterlieger-Grundstück zu suchen, denn von denen gibt es auch in den Ballungsgebieten und im Speckgürtel noch einige.

Wenn Sie mit offe­nen Augen durch die Landschaft fährt, ob mit dem PKW oder noch bes­ser mit dem Fahrrad, ent­de­cken Sie sicher sehr span­nende Flächen, auf denen Bauruinen, Gartenhäuser oder auch große Werbetafeln ste­hen, die durch­aus bebau­bar sind.

Wenn Sie sich dann noch die Topographie der Grundstücke anschauen und große Flächen hin­ter Bestandsgebäuden ent­de­cken, lohnt es sich auch mal bei den Eigentümern zu klin­geln und zu fra­gen, ob sie schon mal an den Teilverkauf ihres großen Gartengrundstücks gedacht haben.

 

Es gibt Grundstücke, die bisher niemand als Baugrund wahrgenommen hat

Rechtlich kann man das alles sehr gut regeln, Wegerechte, Dienstbarkeiten und nach­bar­schaft­li­che Vereinbarungen kön­nen so dazu füh­ren, dass Sie ein Grundstück fin­den, das bis­her kei­ner als Baugrundstück wahr­ge­nom­men hat.

Es lohnt sich immer „um die Ecke zu denken“.

Muss es tat­säch­lich das Neubaugebiet sein, in dem der qm Bauland über 1000 Euro kos­tet oder kann es auch das Grundstück in 2. Reihe sein, mit gewach­se­ner Struktur und einer Nachbarschaft, die es schon viele Jahre gibt und die man sich selbst aus­su­chen kann? Klingt doch span­nend, fin­den Sie nicht?

Natürlich muss es auch pla­nungs­recht­lich mög­lich sein, in der 2. Reihe zu bauen. Sie werden jedoch fest­stel­len, dass das häu­fig sogar gewünscht wird und die Behörden und Kommunen hier sehr ent­ge­gen­kom­mend sind, weil die Verdichtung aus­drück­lich gewünscht ist!

 

Bei Baulücken überwiegen die Vorteile

Baulücken oder Restgrundstücke sind nicht für jeden pas­send, den­noch finde ich, über­wie­gen die Vorteile, denn diese Grundstücke sind oft in den schö­nen Wohngegenden ver­füg­bar und zwar klei­ner als ein typi­sches Neubaugebiets-Grundstück, was jedoch die Kosten erheb­lich ver­rin­gert. Weniger ist mehr und viel­leicht kom­men Sie ja auch mit weni­ger Fläche aus oder wol­len ohne­hin ein Tiny- oder Modul-Haus bauen.

Na? Macht es lang­sam Spaß „um die Ecke zu denken“?

Spüren Sie schon die Lust auf ihr Rad zu stei­gen und die Gegend zu erkun­den. Mit offe­nen Augen durch die Landschaft zu fah­ren, anzu­hal­ten, inne­zu­hal­ten und sich zu fra­gen, könnte das ein Ort für uns sein, an dem wir uns wohl fühlen?

Google Maps wäre für die­je­ni­gen eine Alternative, die nicht so gern mit dem Zweirad unter­wegs sind.

Statten Sie dem ört­li­chen Bauamt in den Sprechzeiten einen Besuch ab. Dort kennt man die Gegend gut und kann gege­be­nen­falls schon sagen, ob es zur Umwidmung von Flächen gekom­men ist, die nun als Brachfläche auf die Bebauung war­ten. Auch so kann man span­nen­den Lagen ent­de­cken und hat bei die­ser Gelegenheit bereits die Person ken­nen­ge­lernt, die spä­ter auch über Ihren Bauantrag ent­schei­den wird.

 

Unterschätzen Sie nicht das persönliche Gespräch

Natürlich kann man auch online im Baulückenkataster der jewei­li­gen Wunschregion schauen. Jedes Amt hat im Übrigen ein Liegenschaftskataster oder ein Geoportal, in dem man sich schlau machen kann. Nichts geht jedoch über das per­sön­li­che Gespräch zum Beispiel vor dem Kindergarten oder der Schule, immer wie­der ent­ste­hen so die span­nends­ten Geschichten. So war es auch bei uns.

Dass die Winzerin, von der wir das Grundstück gekauft haben, über­haupt ver­kauft, habe ich nach dem Elternabend in der Klasse mei­ner Tochter erfah­ren. Gleich am nächs­ten Morgen war ich mit ihr am Grundstück und war sofort sicher: Hier möchte ich bauen.

Unterschätzen Sie daher, wie immer, nicht das per­sön­li­che Gespräch. Es tun sich häu­fig Wege auf, an die man zuvor nicht gedacht hat.

Spätestens wenn Sie dann ihr Grundstück gefun­den haben, macht es Sinn, den Bauherrenführerschein zu absol­vie­ren. Dort ler­nen Sie: Wie Sie den Bebauungsplan richtig lesen und ver­ste­hen, was Ihre nächs­ten Schritte sind, wen Sie als Experten zu Rate zie­hen sollten.

5 Tipps, wie Sie Ihr Traumgrundstück finden:

  1. Um die Ecke den­ken” und nicht auf Neubaugebiete fixieren.
  2. Die Gegend erkun­den, nach­fra­gen, das Gespräch suchen.
  3. Das Bauamt befragen.
  4. Das Baulückenkataster durchstöbern
  5. Meinen Online-Kurs Bauherrenführerschein  🙂 absolvieren

Für die recht­li­chen Fragen zur Bebaubarkeit erhal­ten Sie über Bauglück die rich­ti­gen Rechstexperten, wenn Sie Absolvent:in mei­nes Online-Kurses Bauherrenführerschein sind.

Hier erhal­ten Sie noch mehr Infos, wor­auf Sie bei der Grundstücksuche ach­ten müssen: 

https://www.bauglueck.de/grundstucksuche-mit-diesen-tipps-zum-grundstueck-fur-ihr-traumhaus/

https://www.bauglueck.de/grundstueckskauf-traumgrundstueck-nicht-uebereilen-essentielle-tipps/

https://www.bauglueck.de/bauvertrag-ohne-grundstueck-nicht-unterschreiben/

https://www.bauglueck.de/din-18205-bedarfsplanung-fuer-ihr-traumhaus-noch-eine-norm/

 

 

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Die 10 größten Mängel bei privaten Hausbau-Projekten

Die 10 größten Mängel bei privaten Hausbau-Projekten

Je später bei Ihrem Bauprojekt ein Mangel erkannt wird, umso teurer wird die Mängelbeseitigung.

Deshalb ist es für Sie so wich­tig zu wis­sen, wie Sie Mängel beim Hausbau erken­nen und ver­hin­dern können.

Mängel am Bau sind voll­kom­men nor­mal, denn es sind Menschen, die das Haus mit ihren Händen bauen. Da das so ist, soll­ten Sie Ihr Bauvorhaben vor allen Dingen gut pla­nen und über­wa­chen, um Ausführungsfehler zu vermeiden, damit Sie am Ende nicht das Nachsehen haben und auch noch die Schadenskosten oder Kosten für die Mängelbeseitigung tra­gen müssen.

Fast jede 2. Baufamilie hat mit Mängeln auf ihrer Baustelle zu kämpfen. Das hat eine Erhebung des Bauherrenschutzbundes e.V. ergeben.

Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

Das sind meine 5 ulti­ma­ti­ven Tipps zur Vermeidung von Mängeln am Bau:

1. Prüfen Sie Ihre/n Vertragspartner. Zum Beispiel ist es sehr inter­es­sant zu wis­sen, wie lange er schon als Bauunternehmer tätig ist und wie­viele Häuser diese Firma im Jahr baut?

2. Lassen Sie Ihren Bauvertrag und die Leistungsbeschreibung prüfen.
Checken Sie auch vorab, ob die Vertragsunterlagen voll­stän­dig sind.

3. Lassen Sie Ihre Planung über­prü­fen —  ist sie plausibel?

4. Lassen Sie Ihren Bau von Ihrem eige­nen, baubegleitenden Qualitätskontrolleur über­prü­fen, damit Ausführungsmängel früh­zei­tig erkannt werden können.

5. Rügen Sie einen auf­tre­ten­den Mangel schrift­lich und mit einer Fristsetzung.

___________________

Das ist der größte Fehler, den Sie als pri­va­ter Bauherr bege­hen könnten:

Wie sich aus der Statistik oben ergibt, soll­ten Sie als Bauende sehr früh und auch sehr gründ­lich mit­den­ken. Den größ­ten Fehler bege­hen Sie aber, wenn Sie die Verantwortung abge­ben oder Sie sich über den Mund fah­ren las­sen, sobald Sie einen Mangel gerügt haben und die­ser zurück­ge­wie­sen wird.

Das kön­nen Sie als Bauherr tun, wenn Sie einen Mangel rügen und der Unternehmer behaup­tet, dass kein Mangel vor­liegt oder er den Mangel nicht fach­ge­recht besei­ti­gen möchte: 

VOR DER ABNAHMEalso im Prozess der Erfüllung des Bauvertrages, haben Sie  fol­gende Möglichkeiten:

>Schwere Mängel (z.B. an der Gründung, Statik, Abdichtung des Gebäudes) müs­sen Sie schrift­lich rügen und eine Frist zur Beseitigung set­zen.

>Bestreitet der Unternehmer den Mangel, so muss er bewei­sen, dass kein Mangel vor­liegt, denn vorder Abnahme ist er in der Beweislast für die Mängelfreiheit.

>Weigert sich der Unternehmer den Mangel zu besei­ti­gen, kön­nen Sie den Mangel nicht ein­fach selbst besei­ti­gen, das ist erst nach der Abnahme mög­lich

>Sie kön­nen dann jedoch von Ihrem Zurückbehaltungsrecht Gebrauch machen und die dop­pelte Höhe der vom eige­nen BBQ geschätz­ten Kosten bis zur Beseitigung der Mängel einbehalten.

>Weigert sich der Unternehmer die Mängel zu besei­ti­gen, ist ein Gespräch mit der Fachanwältin oder dem Fachanwalt nötig. Nur die Juristen kön­nen prüfen, ob gege­be­nen­falls eine außer­or­dent­li­che Kündigung des Bauvertrages im Einzelfall mög­lich ist.

>Beseitigen Sie nie­mals vor der Abnahme die Mängel selbst, denn auf die­sen Kosten werden Sie aller Voraussicht nach sit­zen bleiben.

NACH DER ABNAHMEAuch hier gibt es Regeln, die Sie beim Auftreten von Baumängeln ein­hal­ten sollten:

>Rügen Sie Mängel schrift­lich und mit einer ange­mes­se­nen Frist zur Mängelbeseitigung.

>Holen Sie einen Kostenvoranschlag zur Mängelbeseitigung ein. 

> Fordern Sie die Kosten aus dem Kostenvoranschlag vom Unternehmer  — Ebenfalls mit einer Frist.
Läuft diese Frist ab, muss wie­der die Fachanwältin zu Rate gezo­gen werden. Hier kön­nen Sie einen Termin zur Onlineberatung mit Manuela Reibold-Rolinger vereinbaren.

 

Was ist los auf Deutschlands Baustellen im Jahr 2021?

Die meis­ten Mängel lie­gen in der Planung, Koordination, Bauüberwachung und vor allem aber bei der Bauausführung.

Selbstverständlich haben Sie einen Anspruch auf ein man­gel­freies Haus und somit auch auf die Mangelbeseitigung, soll­ten Mängel auftreten.

Außerdem muss die Bauausführung den aner­kann­ten Regeln der Technik ent­spre­chen und funk­ti­ons­taug­lich sein.

Mangelfolgeschäden müssen unbedingt vermieden werden!

Zu einem Problem entwickelt sich ein Mangel dann, wenn der Mangel über die Abnahme hin­aus bestehen bleibt. Werden die Mängel nicht recht­zei­tig erkannt und Folgeschäden erst nach der Abnahme oder im schlimms­ten Fall nach der Gewährleistung bemerkt, kön­nen Sie als Bauende lei­der auf hohen  Schadenskosten sit­zen bleiben.

Daher ist der beste Weg, wenn Sie den Baufortschritt mit einer unab­hän­gi­gen Baubegleitung kon­trol­lie­ren. Ein exter­ner Sachverständiger prüft dabei zu ein­zel­nen Abschnitten die Bauausführung auf Mängel. 

TIPP:

Teilnehmer:innen des Bauherrenführerscheines emp­feh­len wir aus unse­rem Expertennetzwerk unab­hän­gige Sachverständige (in der Nähe ihres Bauprojektes) mit nach­ge­wie­se­nen Qualifikation. » Hier erfah­ren Sie mehr über den Bauherrenführerschein.

 

 

Das sind die 10 typi­schen Mängel beim Bau, die immer wie­der vor­kom­men und auf die Sie als Bauherr ein beson­de­res Augenmerk legen sollten:

Top Ten der Maengel beim Hausbau

Ein Beispiel aus meinem Kanzleialltag:

Letzte Woche war ich auf einer Baustelle, bei der der sehr aner­kannte Fertighaushersteller, trotz Bedenken der Baufamilie, dass die Abdichtung in den Bädern gege­be­nen­falls nicht richtig aus­ge­führt wurde, behaup­tet hatte, dass die Bäder hin­ter den Fliesen fach­ge­recht abge­dich­tet sei. 

Die Bauherren habe dar­auf bestan­den, dass dies im Rahmen der Bauabnahme durch Bauteilöffnung nach­ge­wie­sen wird. Und siehe da:

Keines der 3 Bäder war fach­ge­recht abgedichtet!

Gut, wenn man beharr­lich bleibt, denn gerade bei einer Holzständerbauweise, was bei Fertighäusern immer der Fall ist, führt eine Undichtigkeit in den Bädern zu zum Teil irrepa­ra­blen Schäden am Holz, die man häu­fig erst viele Jahre nach Ablauf der Gewährleistungsfrist fest­stellt. Das hat zur Folge, dass Sie auf den Kosten der Mängelbeseitigung sit­zen und diese lie­gen in der Regel bei meh­re­ren 10.000 Euro.

Sie möch­ten mehr über den Umgang mit Mängeln erfah­ren? Dann könnte die­ser Blogbeitrag noch inter­es­sant für Sie sein:

https://www.bauglueck.de/maengelbeseitigungsrecht-des-unternehmers-die-heilige-kuh-des-baurechts/

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Meine Geling-Tipps zur guten Kommunikation auf Ihrer Baustelle

Meine Geling-Tipps zur guten Kommunikation auf Ihrer Baustelle

Da ich nicht nur Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht bin, son­dern auch Schlichterin nach der Schiedsordnung Bau, ist das Thema Kommunikation auf der Baustelle ein sehr wich­ti­ges Thema für mich.

Gerade in der heu­ti­gen Zeit, in der die Unternehmer volle Auftragsbücher haben, ist es mir sehr wich­tig, dass pri­vate Baufamilien nicht nur recht­lich, son­dern auch kom­mu­ni­ka­tiv gut auf­ge­stellt sind.

Deshalb beschäf­tige ich mich inten­siv damit, wie gute und kon­struk­tive Kommunikation eigent­lich funk­tio­niert und wie Sie als Bauende Ihren Bauvertrag gut ver­han­deln und auf­tre­tende Konflikte auf der Baustelle lösen können.

Das Recht auf eine faire Vertragsgestaltung

Immerhin sind Sie keine Bittsteller, son­dern Kundinnen und Kunden, die ein Recht auf eine faire Vertragsgestaltung und fai­ren Umgang mit­ein­an­der haben.

Häufig erlebe ich jedoch, dass eine Bevormundung durch die Unternehmer erfolgt, oder über­haupt gar nicht gewünscht ist, dass man mit­ein­an­der spricht:

Wir wol­len Häuser bauen und nicht stän­dig reden…“

Das ist eine schlechte Voraussetzung für ein Dauerschuldverhältnis von 12 Monaten, fin­den Sie nicht auch?

Woran das liegt, kann ich nicht wirk­lich sagen, ich weiß nur, dass sich alle Probleme auf Baustellen in der Regel bes­ser durch Sprechen als durch Schweigen lösen lassen.

Gute Baukultur

Nach mei­ner Meinung gehört zu einer guten Baukultur auch ein fai­res und zuge­wand­tes Miteinander vor und auf den Baustellen!

Erfahren Sie des­halb in die­sem Blogbeitrag mehr über diese Themen:

  • Worüber gibt es die meis­ten Auseinandersetzungen?
  • Wie kön­nen Bauherren Konflikten auf der Baustelle vorbeugen?
  • Darf ein Unternehmen den Bauherren Leistungsänderungen mit Mehrkosten in Rechnung stellen?
  • Ein häu­fi­ges Ärgernis sind auf­tre­tende Baumängel. Was müs­sen Bauherren beachten?
  • Und wenn tat­säch­lich nichts passiert?
  • Was ist zu tun, wenn sich die Bauzeit ver­zö­gert oder auf der Baustelle nichts mehr passiert?
  • Den Vertrag kündigen?
  • Meine 10 wich­tigs­ten Baustellen-Kommunikationstipps

 

Die Absolvent*innen des von mir ent­wi­ckel­ten Bauherrenführerscheines“ wis­sen das zu gut, denn das ist einer der Kernpunkte in mei­nem Kurs, mit dem jede*r Bauende wich­tige und hilf­rei­che Tipps, Checklisten und Vordrucke erhält, mit denen garan­tiert Mehrkosten, Bauverzug und teure Rechtsstreitigkeiten ver­mie­den werden kön­nen. 

 

 

Sie wis­sen, das ist mein Herzensthema: Prävention am Bau!

Wenn Sie mehr über mei­nen Online-Kurs Bauherrenführerschein erfah­ren möch­ten, kli­cken Sie hier »> https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/

Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

Darüber gibt es die meisten Auseinandersetzungen auf einer Baustelle: 

Die häu­figs­ten Konfliktthemen sind Mehrkosten, Zeitverzug beim Bauen, schlep­pende oder ver­wei­gerte Mängelbeseitigung und Streit dar­über, was eigent­lich ver­trag­lich geschul­det ist. Ihnen als Bauende sollte bewusst sein, dass es keine Baustelle ohne Bauablaufstörungen gibt. Dennoch las­sen sich Probleme aus dem Weg räumen.

Ich habe mit der lei­der noch zu sel­ten prak­ti­zier­ten Schlichtung erstaun­lich gute Erfahrungen gemacht. Sitzen auf den Baustellen alle an einem Tisch, kommt man oft zu einem schnel­len Ergebnis, das bei­den Parteien gerecht wird und eine kos­ten­in­ten­sive lange gericht­li­che Auseinandersetzung erspart.

 

Wie können Bauherren Konflikten auf der Baustelle vorbeugen? 

Zunächst müs­sen sie sich ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass der Bau eines Eigenheims kein Spaziergang ist. Voraussetzung für einen rei­bungs­losen Bauablauf ist gute Vorbereitung, kom­pe­tente Baubegleitung und das Handeln in eige­ner Sache. Ein aus­ge­wo­ge­ner Bauvertrag samt detail­lier­ter Leistungsbeschreibung, die beide den Pflichten des Bauunternehmers und den Rechten des Bauherrn ent­spre­chen, bil­den die Basis.

 

Darf ein Unternehmen den Bauherren Leistungsänderungen mit Mehrkosten in Rechnung stellen? 

Einseitig darf ein Unternehmen die Leistung nicht ein­sei­tig ändern, son­dern nur in Absprache mit den Bauherren. Und das Unternehmen muss auch die zu erwar­ten­den Mehrkosten bezif­fern. Was Bauherren zuge­mu­tet werden kann, ist vom Einzelfall abhän­gig. Oft ent­ste­hen Mehrkosten durch Kalkulationsfehler oder Zeitverzug soll durch ein ande­res ‑teu­re­res ‑Verfahren auf­ge­holt werden. Das muss der Bauherr nicht zahlen.

Gerade in der aktu­el­len Zeit wird sehr schnell auf die erheb­lich gestie­ge­nen Rohstoffkosten hin­ge­wie­sen und ein­fach ein­sei­tig der Festpreis ange­passt. Dass das nicht geht, dürfte jedem klar sein, der einen Festpreisvertrag unter­schrie­ben hat. Auf jeden Fall muss der Unternehmer Nachweise vor­le­gen und beim Festpreisvertrag sind Mehrkosten ohne­hin ausgeschlossen.

 

Ein häufiges Ärgernis sind auftretende Baumängel. Was müssen Bauherren beachten? 

Sofort han­deln, nicht abwar­ten! Nicht nur anru­fen, son­dern schrei­ben! Mängel müs­sen gegen­über dem Unternehmer schrift­lich ange­zeigt werden. Diese sind deut­lich zu benen­nen, wobei eine sym­pto­ma­ti­sche Beschreibung wie “der Keller ist feucht” reicht. Vor der Abnahme ist die Beseitigung der Mängel durch Ersatzunternehmer pro­ble­ma­tisch, nach der Abnahme sieht es da anders aus. Grundsätzlich sollte man früh­zei­tig sowohl eine:n Fachanwält:in für Verbraucherbaurecht als auch einen kom­pe­ten­ten Bausachverständigen kontaktieren.

 

Was ist, wenn Frist und Nachfrist ablaufen und tatsächlich nichts passiert? 

Ist die Frist, even­tu­ell auch eine Nachfrist, abge­lau­fen, kann der Bauherr das Unternehmen für spä­tere Mängelbeseitigungskosten in Anspruch neh­men. Klug ist, wenn er bis dahin die Abschlagzahlungen nur nach Baufortschritt geleis­tet hat. Dann hilft ihm sein gesetz­li­ches Zurückbehaltungsrecht. Zusätzlich sollte ein Sachverständiger den Umfang der Mängelbeseitigung doku­men­tie­ren und die Kosten bezif­fern. Die dop­pelte Höhe der zu erwar­ten­den Beseitigungskosten darf ein­be­hal­ten werden.

 

Was ist zu tun, wenn sich die Bauzeit verzögert oder auf der Baustelle nichts mehr passiert? Den Vertrag kündigen?

Auch hier gilt: Wenn der Bau ein­ge­stellt wird, schrift­lich zur Fortsetzung der Arbeiten auf­for­dern und diese auch zulas­sen. Auf kei­nen Fall sollte ein Bauvertrag vor­schnell gekün­digt werden! Zwar ist die Auflösung des Bauvertrages häu­fig das letzte Mittel. Bauherren müs­sen sich jedoch dar­über im Klaren sein, dass sich die Konflikte danach fort­set­zen kön­nen. Der Bauvertrag kann auch durch ein­ver­nehm­li­che Vertragsaufhebung been­det werden. Sie ist die ele­gan­tere Lösung und schließt Überraschungen in der Zukunft aus. Immer jedoch soll­ten Bauherren das Beenden eines Vertragsverhältnisses sorg­fäl­tig abwä­gen und unbe­dingt anwalt­lich beglei­ten las­sen. Denn bei einer so genann­ten „freien“ Kündigung bege­ben sich Bauherren in die Gefahr, erheb­li­chen Schadenersatz an den Bauunternehmer zah­len zu müssen.

 

FAZIT:

  1. Vermeiden Sie Konflikte durch eigene Kompetenz. https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/
  2. Prävention statt teu­rer Gerichtsstreitigkeiten: Lassen Sie Ihren Bauvertrag vor Vertragsunterzeichnung recht­lich prüfen.
    Tipp: Teilnehmer*innen des Bauherrenführerscheins spa­ren hier 100 Euro 😊 
  3. Nur mit bau­be­glei­ten­der Qualitätskontrolle bauen.
  4. Stets auf klare und gute Kommunikation ach­ten. Auch das ler­nen Sie im Bauherrenführerschein.

 

Das sind meine 10 Baustellen-Kommunikationstipps, mit denen
Ihnen jedes Gespräch gelingt:

  1. Bleiben Sie authen­tisch und immer bei sich selbst. Sie müs­sen nicht jedem Unternehmer gefal­len. Hören Sie auf Ihr Baugefühl. Wenn sich etwas „schräg“ anfühlt: Weitersuchen, es gibt viele Unternehmer, die schöne Häuser bauen.

  2. In den Verhandlungen nicht über den Mund fah­ren las­sen. Achten Sie auf einen Redeanteil von 50/50. Stehen Sie für Ihre Vorstellungen ein!

  3. Eine gute Atmosphäre ist wich­tig! Achten Sie auf Ihren Gesprächspartner und hören auf­merk­sam zu!

  4. Nehmen Sie posi­tive Dinge wahr und benen­nen sie diese. Man neigt dazu im Streitgespräch nur das Negative her­vor­zu­he­ben. Um zu einem Ziel zu kom­men, sollte man immer mit dem Positiven beginnen.

  5. Wer nicht fragt bleibt dumm“ …. Stellen Sie viele Fragen, offene Fragen, Verständnisfragen, klare Fragen.

  6. Sein Sie respekt­voll und akzep­tie­ren Sie andere Meinungen, blei­ben Sie jedoch kri­tisch und hell­wach, um die „Ausreden am Bau“ zu hinterfragen.

  7. Loben Sie den Unternehmer für Dinge, die gut gelau­fen sind und „gewin­nen“ Sie ihn. Meist stimmt der Satz: „Gewinne den Menschen und du gewinnst auch in der Sache“.

  8. Laden Sie den Unternehmer ein, sich mit Ihren Ansichten zu befas­sen. Lassen Sie ihn die Perspektive wech­seln, Ihren Platz ein­neh­men. Ich ver­spre­che Ihnen: Es werden Wunder gesche­hen. Belehren Sie nicht!

  9. Verhandlen Sie Ergebnisoffen, ohne zu sehr auf den eige­nen Vorteil zu fokus­sie­ren, manch­mal erge­ben sich span­nende neue Ideen der Problemlösung, versprochen!

  10. Achten Sie auf eine offene und freund­li­che Körpersprache. Stehen Sie nicht mit ver­schränk­ten Armen auf der Baustelle, son­dern schaf­fen eine ange­nehme, zuge­wandte und freund­li­che Atmosphäre.

 

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    Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

    Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

    Checkliste:
    So machen Sie Hausangebote ver­gleich­bar

    DIN 18205: Bedarfsplanung — Eine Norm, die ich allen Bauenden empfehle

    DIN 18205: Bedarfsplanung — Eine Norm, die ich allen Bauenden empfehle

    So wenden Sie die DIN zur Bedarfsplanung auf Ihr privates Bauprojekt an:

    In die­sem Blogbeitrag möchte ich Ihnen erklä­ren, wie eine ganz bestimmte DIN beson­ders hilf­reich für Ihr Taumhausprojekt sein kann.

    Die DIN 18205 Bedarfsplanung — Ja, dafür gibt es eine DIN. Verrückt, oder? 😊

    Nutzen Sie diese Leitlinien für die Umsetzung Ihres Traumhauses, kön­nen Ihnen einige unan­ge­nehme Dinge wäh­rend Ihres Hausbaus erspart bleiben.

    Heutzutage sind die Anforderungen an die Planung und Errichtung eines Bauvorhabens sehr komplex und umfangreich:

    • Planen und Bauen wird immer komplexer.
    • Die Anzahl der am Bau Beteiligten steigt.
    • Die tech­ni­schen Möglichkeiten neh­men zu.
    • Wenn es beim Bauen Probleme gibt, liegt das oft an einer unge­nü­gen­den Bedarfsplanung und einer schlech­ten und unzu­rei­chen­den ver­trag­li­chen Grundlage.

    Eines sollte Ihnen des­halb unbe­dingt klar sein: Ohne Bedarfsplanung gelan­gen Sie zu kei­ner soli­den Vertragsgrundlage. Aus Erfahrung als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht mit Schwerpunkt Verbraucherbaurecht kann ich die­sen Punkt unterstreichen.

    Daher berei­ten wir in unsere Teilnehmer:innen mei­nes Online-Kurses Bauführerschein am Anfang Ihrer Planung genau auf diese Schritte vor. So haben Sie nicht nur Vorteile durch die Aneignung grund­le­gen­den Wissens für einen rei­bungs­losen Bauablauf, son­dern die Bauenden ler­nen zusätz­lich, wie sie den Bedarf für ihr eige­nes Traumhaus selbst und ohne Kosten ermit­teln können.

    Hier kön­nen Sie mehr über den Bauführerschein erfah­ren: https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/

    Kommen wir also zurück zur DIN 18205, die sich an der inter­na­tio­na­len Norm ISO 9699: 1994 „Performancestandards in Building – Checklist for brie­fing – Content of brief for buil­ding­de­sign“, orientiert.

    Norm ist übertragbar auf alle privaten Bauprojekte:

    Ganz beson­ders beim Bauen mit dem Architekten sollte diese Norm allen am Bauprojekt betei­lig­ten bekannt sein. Ein guter Architekt sollte mit Ihnen als Bauende den Bedarf auf Basis der DIN 18205 ermit­teln. Leider wird das immer wie­der sowohl bei den Planer:innen und Bauenden nicht berück­sich­tig, dabei ist das, neben der Grundlagenermittlung einer der wich­tigs­ten Meilensteine beim Bauen.

    Ich sehe die Bedarfsplanung im Bauwesen als grund­le­gende Voraussetzung der Planungsarbeit, sowohl für die Planenden als auch für die Baufirmen.

    Vor der Grundlagenermittlung jedes Bauvorhabens muss die­ser Ausgangspunkt der Planung, mit den Bauenden unter Zuhilfenahme von Beratern (Architekten, Ingenieure, BBQ) ermit­telt und exakt for­mu­liert werden:

    • Was ist das Ziel und die Planungsaufgabe?
    • Was wol­len die Bauherr:innen über­haupt bauen?
    • Was sind die Randbedingungen und Grundlagen?
    • Was sind die Voraussetzungen und Bedürfnisse?

    Konkretisierung Ihres Bedarfs schützt Sie vor kostenintensiven Änderungen auf der Baustelle

    Nur wenn Sie sich kon­kret mit dem Bedarf befas­sen, kön­nen spä­tere, sehr kos­ten­in­ten­sive Änderungen auf der Baustelle ver­mie­den werden. Das klingt noch ein biss­chen abs­trakt bedeu­tet aber für Sie als Bauende übersetzt:

    • Wie hoch ist Ihr Budget?
    • Welches Grundstück werden Sie bebauen?
    • Wie kann und darf die­ses Grundstück bebaut werden?
    • Wie soll das Gebäude gestal­tet werden?
      (z.B. räum­li­che Gliederung, sta­ti­sches System, Art der Fassade ….)

    All Ihre Wünsche und rea­lis­ti­schen Rahmenbedingungen werden abge­fragt bzw. soll­ten unbe­dingt abge­fragt werden. Durch die Auseinandersetzung mit die­sen Fragen ent­ste­hen kon­krete Definitionen, die allen am Bauprojekt betei­lig­ten den Einstieg in eine ziel­ge­rich­tete Projektplanung für Ihr Traumhaus ermöglichen.

    Was bringt Ihnen als private Bauende also diese DIN?

    Letzten Endes bringt die Norm vor allem erheb­li­che finan­zi­elle Einsparungen, denn Umplanungen, län­gere Bauzeiten und Änderungen sind zeit‑, material- und somit kostenintensiv.

    Wie die DIN 18205 kon­kret aus­sieht und wie man damit umgeht, das zei­gen wir des­halb allen Teilnehmer:innen anhand einer umfang­rei­chen Checkliste im Online-Kurs Bauherrenführerschein.

    Mein Tipp: Lieber Vordenken als Nachzahlen!

    Fordern Sie von Ihrer Baufirma eine kon­krete und inten­sive Auseinandersetzung und Anwendung der DIN 18205, denn so haben Sie die Möglichkeit, durch einen früh­zei­ti­gen Einstieg in Ihre eigene Bedarfsplanung, Nachträge, Mehrkosten und unvoll­stän­dige Leistungsgrundlagen zu vermeiden.

    Der/die kluge Bauende berei­tet sich vor, ermit­telt und ana­ly­siert den eige­nen Bedarf und schafft so die Grundlage für einen rei­bungs­losen Bauablauf — versprochen!

    Als Baufamilie wird man vor allem am Anfang stark gefor­dert. Das ist mei­ner Meinung nach gut so und macht, das ver­spre­che ich, richtig viel Spaß!

    Das ist ein kleiner Einblick in die Bedarfsplanung:

    Was sol­len die wesent­li­chen Eigenschaften des Bauvorhabens sein?

    • der Standort,
    • das Raum- und Funktionsprogramm,
    • die Grundrisse oder
    • die Technischen Anlagen…….

    Die Notwendigkeit der Entscheidung reicht wei­ter als die Fähigkeit der Erkenntnis.“
    (Immanuel Kant (1724 – 1804))

    Besser kann man das Problem der Entscheidungen in der Bauplanung nicht aus­drü­cken, denn:

    Oft werden Planungsentscheidungen intui­tiv und viel zu emo­tio­nal getrof­fen oder man ori­en­tiert sich an den Nachbarn oder an den Gegebenheiten der aktu­el­len Wohnimmobilie.
    Viele Bauende sind zudem unsi­cher und geben des­halb zu viel Verantwortung an Dritte (Bauunternehmer, Architekt,..) ab.

    Die meis­ten Entscheidungen aber müs­sen die Baufamilien selbst tref­fen. Wir hel­fen Ihnen mit dem Bauherrenführerschein genau diese Entscheidungen selbst­si­cher tref­fen zu kön­nen und laden Sie des­halb ein, Ihr Bauvorhaben pro­fes­sio­nell und lücken­los vorzubereiten.

    Die Schritte der Bedarfsermittlung für Ihr Traumhausprojekt in einer Grafik:

     

    Pfeil zum Bauherrenführerschein

    Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

    Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

    Checkliste: Hausangebote ver­gleich­bar machen:

    Kostenexplosion auf der Baustelle? Alles zu Sowiesokosten, Nachtrag, Massenmehrung

    Kostenexplosion auf der Baustelle? Alles zu Sowiesokosten, Nachtrag, Massenmehrung

    Nachtrag, Bausoll, Massenmehrung und Sowiesokosten

    Das sind Begriffe, die Ihnen in Zeiten des Baubooms und damit ver­bun­de­nen Baukosten unter­kom­men kön­nen. Was es bedeu­tet, wenn Ihr Baupartner mit die­sen Bezeichnungen für Mehrkosten auf Sie zukommt und wie Sie damit umge­hen, erkläre ich Ihnen in die­sem Blogbeitrag.

    Bauboom in Coronazeiten sorgt für steigende Rohstoffpreise

    Ein Exkurs am Beispiel Holzbau: Weil der Hausbau in Coronazeiten welt­weit boomt, steigt die Nachfrage nach Holz seit Mitte 2020 im In-und Ausland enorm an. In Deutschland spre­chen wir von Preissteigerungen von bis zu 40% für Bauholz. Zimmereien sind damit vor große Herausforderungen gestellt, da die Nachfrage stär­ker wächst als das Angebot. Zimmereien, die ver­bind­li­che Angebote bei ihren Kund:innen abge­ge­ben haben, haben nun ein Problem. Und wie sol­len die Zimmereien Baustellen abwi­ckeln, wenn das Holz dazu fehlt?

    Die Kehrseite der Medaille ist, dass Sie als Bauende mit Nachträgen kon­fron­tiert werden kön­nen, die Sie in die­ser Höhe nicht kal­ku­liert hatten.

    Und: Wie sol­len Sie als pri­vate Bauherr:in damit umge­hen? Am unse­rem obi­gen Beispiel fest­ge­macht, kön­nen in der aktu­el­len Situation bei einem durch­schnitt­li­chen Bauprojekt schnell Mehrkosten von rund 10.000 Euro auf Sie zukom­men — und das bei einem Gewerk. 

    In Zeiten der Kostenexplosion auf Deutschlands Baustellen ist es deshalb umso wichtiger, dass:

    1. Sie einen Festpreis ver­ein­bart haben.
      » Lesen Sie dazu auch die­sen Blogbeitrag.
    2. Sie wis­sen, was im Leistungsverzeichnis steht und es voll­stän­dig ist. 
    3. Sie sich nicht beir­ren las­sen und Nachforderungen nicht ein­fach akzeptieren

    Wenn keine kla­ren Vertragsregelungen vor­lie­gen, müs­sen Bauende lei­der häu­fig mit dem Bauunternehmer über Geld streiten.

    Worte wie:

    1. Nachtrag
    2. Massenmehrung
    3. Sowiesokosten

    tau­chen da immer wie­der auf und schaf­fen Verwirrung. Deshalb bringe ich ein wenig Licht ins Dunkel:

     

    Zunächst zu den Definitionen:

    Nachtrag:

    Ein Nachtrag ist eine zusätz­li­che und neue Leistung, die nicht im ursprüng­li­chen Vertrag und der Baubeschreibung enthalten war. Nachträge müs­sen schrift­lich ver­ein­bart werden. Experten spre­chen bei einem Nachtrag auch vom Abweichen des „Bausoll“. Klingt komisch, stimmt. Zeigt aber auch genau, was gemeint ist.

    Das Bausoll „soll“ im Sinne von „muss“ der Unternehmer für den ver­ein­bar­ten Preis liefern. 

    Alles was vom Bausoll abweicht ist in der Regel ein Nachtrag, der auch nach­träg­lich etwas kostet- es sei denn, er war bereits im Bausoll enthalten. 😊

    Bei Nachträgen gilt: Vor dem Zuschlag bitte mit einem Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht sprechen!

    Tipp: Niemals vor­schnell zah­len. Was in der Baubeschreibung enthalten war (Bausoll) kann nie­mals ein Nachtrag sein!

     

    Massenmehrung:

    Von Massenmehrung spricht man, wenn die Massen auf der Baustelle grö­ßer sind als ange­nom­men. Viele nen­nen es auch das „Unwort“ zur Rechtfertigung eines Nachtrages. Häufig ist es so, dass es keine tat­säch­li­che Massenmehrung gibt, son­dern der Unternehmer bei sei­nem Angebot und dem Aufmaß vor dem Angebot, nicht gründ­lich genug war und falsch gerech­net oder geplant hat. Von Mehrmengen spre­chen die Baujuristen häu­fig dann, wenn es zu einer 10 % Steigerung des Leistungsumfangs kommt, obwohl das nicht immer richtig ist. Sie bemer­ken: Das Thema ist kom­plex und genau des­halb ist es für die pri­va­ten Bauherren auch so schwer das alles nach­zu­voll­zie­hen, was der Unternehmer als Mehrkosten vor­rech­net und nachfordert.

    Mein Tipp: Niemals vor­schnell zah­len. Die Massenmehrung vor­rech­nen las­sen und dabei das ursprüng­li­che Angebot hin­zu­zie­hen — sowie einen Bauexperten!

     

    Sowiesokosten:

    Zu guter Letzt: Die Sowiesokosten. Hierzu gibt es in den Baulexika immer wie­der inter­es­sante Erklärungen, mir gefällt diese am bes­ten: Nachzulesen beim Bauprofessor:

    Sowieso-Kosten sind recht­lich im Zusammenhang mit einer Mängelbeseitigung und einem even­tu­el­len Schadenersatz zu aus­ge­führ­ten Bauleistungen zu sehen. Sie umfas­sen all­ge­mein jene Kosten, die dem Bauherrn bzw. Auftraggeber auch ent­stan­den wären, wenn die Bauleistung män­gel­frei erbracht wor­den wäre.“

    Alles klar? Hmm. Wohl eher nicht….

    Daher mal ein Beispiel aus dem Leben einer Bauretterin 😉

    Wenn der Architekt, der die Bodenplatte und die Gründung nicht richtig geplant hat ‑und es zu Schäden kommt- sich damit ver­tei­digt, dass die Mehrkosten für die Gründung kein Schaden sind, son­dern Sowiesokosten sind. Begründung: Hätte er, der Architekt, von Anfang an richtig geplant, wären die Mehrkosten auch – im Sinne von – „sowieso“ entstanden. 

    Sie kön­nen sich vor­stel­len, dass es zu die­sen Themen viele gericht­li­che Entscheidungen gibt und hier stelle ich eine recht aktu­elle Entscheidung vor, die man ken­nen sollte:

    OLG Dresden, Urteil vom 02.04.2020 — 12 U 44618

    Die Richter hat­ten einen ähn­li­chen Fall zu ent­schei­den und kamen zu fol­gen­dem Ergebnis:

    1. Ist die Leistung detail­liert in einem Leistungsverzeichnis beschrie­ben, umfasst der ver­ein­barte Preis die Leistung nur in ihrer jeweils ange­ge­be­nen Größe, Güte und Herstellungsart. Übersetzt heißt das: Man bekommt nur das, was tat­säch­lich im Vertrag steht. So sieht das der Bundesgerichtshof auch nach­zu­le­sen in (BGH, NJW 1984, 2457)
    2. Erweist sich die ver­ein­barte Ausführungsart nach­träg­lich als unzureichend und werden Zusatzleistungen erfor­der­lich, kann der Auftragnehmer eine Nachtragsforderung in Höhe der Kosten gel­tend machen, um die das Werk bei ord­nungs­ge­mä­ßer Ausführung von vor­ne­her­ein teu­rer gewe­sen wäre ( Sowieso-Kosten).
    3. Der bis zur Abnahme der Leistung vor­leis­tungs­pflich­tige Unternehmer kann aller­dings die Ausführung not­wen­di­ger Zusatzleistungen nicht von der Annahme sei­nes Nachtragsangebots abhän­gig machen. Bei einem Streit über etwa erfor­der­li­che Mehrkosten muss der Unternehmer die Leistung zunächst erbrin­gen und eine seine Ansprüche ggf. gericht­lich durchsetzen.

    Was zeigt uns das Urteil:

    Vertragsklarheit ist das Zauberwort — „Hex,Hex“

    Das Leistungsverzeichnis muss nicht nur voll­stän­dig, son­dern auch richtig sein, um Nachträge und Sowiesokosten zu vermeiden.

    Daher muss das Leistungsverzeichnis als Herzstück Ihres Vertrages ver­stan­den werden. Nur wenn das Leistungsverzeichnis richtig und voll­stän­dig ist und die AGBs des GU nebst Bauvertrag fach­an­walt­lich  über­prüft sind, kann man sicher sein, dass man nicht von Nachträgen, Massenmehrungen und Sowieso-Kosten über­rascht wird.

    Ich rate Ihnen: Bereiten Sie sich als Bauherr:in von Anfang an gut auf Ihr Bauprojekt vor. Das geht mit mei­nem Online-Kurs Bauführerschein. In mei­nem Online-Kurs befas­sen wir uns auch mit dem not­wen­di­gen Inhalt des Leistungsverzeichnisses und wie Sie die­ses genau über­prü­fen können.

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    Bauvertrag zum Einheitspreis, Festpreis oder Pauschalpreis vereinbaren?

    Bauvertrag zum Einheitspreis, Festpreis oder Pauschalpreis vereinbaren?

    Damit Sie vor Preisanpassungen geschützt sind, sollten Sie die Unterschiede kennen:

    In Ihren Bauvertrag gehört ein Preis — das ist klar und so weit bekannt. Wie genau die­ser Preis ver­ein­bart werden muss, das ist lei­der vie­len Bauherr:innen nicht klar. Worin der Unterschied zwischen

    • Einheitspreis
    • Pauschalpreis
    • Festpreis

    liegt und wie Sie sich vor Preisanpassungen schüt­zen kön­nen, beschreibt die­ser Blogbeitrag.

    Diese Informationen gel­ten sowohl für Fertighausverträge als auch für Verträge für Massivhäuseer als auch für Bauverträge bei einer Sanierung:

    Der Preis ist heiß. Deshalb dürfen Sie sich bitte niemals auf einen Einheitspreis einlassen:

    Es ist gerade beim Bauen so wich­tig zu wis­sen, wie­viel für die Maßnahme gezahlt werden muss. Leider kann man das bei einem Einheitspreisvertrag nicht von vorne her­ein wis­sen. In einem Einheitspreisvertrag tra­gen näm­lich Sie als Auftraggeber:in grund­sätz­lich das Risiko, dass es am Ende viel teu­rer werden kann, als ursprüng­lich angeboten.

    In der Regel wird für ein Gewerk (zum Beispiel den Rohbau) ein Angebot vor­ge­legt, am Ende steht dann dort, ein Preis und ein Hinweis auf die VOB/B.

    Wenn man zum Beispiel durch einen “O.K.-Vermerk” oder eine „…ich nehme das Angebot an Rückmail”, einen Vertrag ein­geht, begibt man sich auf eine unvor­her­seh­bare Reise und lan­det spä­tes­tens dann beim Anwalt, wenn sich aus der Schlussrechnung des Unternehmers eine Kostenmehrung von mehr als 30 % der ursprüng­lich ange­bo­te­nen Summe ergibt.

     

    Wie können diese Probleme bei einem Einheitspreisvertrag entstehen?

    Die Bauherr:in trägt das Risiko der Mehrkosten:

    Im Angebot enthalten ist nur eine vor­läu­fige Gesamtvergütung mit geschätz­ten Mengen. Abgerechnet wird am Ende mit den tat­säch­li­chen Mengen und Massen nach Fertigstellung und Aufmaß:

    Menge x Einheitspreis = end­gül­ti­ger Werklohn. Das bedeu­tet in fast allen Fällen, dass es nicht beim Angebotspreis bleibt, son­dern merk­lich teu­rer wird, denn: Das Mengenermittlungsrisiko trägt voll und ganz der/die Auftraggeber:in.

    Hierzu hatte ich kürz­lich in der Kanzlei fol­gende Anfrage, nach­dem ich das Angebot gesich­tet und dem Bauherren abge­ra­ten habe, die­sen wegen der oben genann­ten Risiken zu unter­schrei­ben. Ich schrieb mei­nem Mandanten:

    ……die vor­ge­leg­ten Angebote habe ich gesich­tet. Ich möchte Ihnen dringend davon abra­ten diese Verträge in die­ser Form ein­zu­ge­hen. Lassen Sie sich vom GU einen Verbraucherbauvertrag vor­le­gen, §§ 650 i BGB ff.
    Es ist unab­ding­bar, dass Sie kei­nen (wie vor­ge­leg­ten) Einheitspreisvertrag, son­dern einen Verbraucherbauvertrag eingehen..“

    Daraufhin schrieb mein Mandant folgendes:

    …vie­len Dank für die Rückmeldung. Gilt ihre Aussage dann auch wenn ich von der Firma nur einen Rohbau in Eigenregie (wie in die­sem Fall) beauf­tra­gen möchte? Weitere Gewerke beauf­trage ich alle selbst.“

    Ich glaube Ihnen ist schon klar, was ich geant­wor­tet habe:

    …auch wenn Sie nur den Rohbau beauf­tra­gen rate ich Ihnen von einem Einheitspreisvertrag, so wie vor­ge­legt, aus­drück­lich ab. Sie benötigen neben einem Festpreis, eine Regelung zur Bauzeit, Sicherheiten, Vertragsstrafen pp. Die VOB/B kommt bei Verbrauchern nicht zur Anwendung. Dafür gibt es seit dem 1.1.2018 das Bauvertragsrecht….“

    Fazit: Hände weg vom Einheitspreisvertrag.

     

    Bringt Ihnen ein Pauschalpreisvertrag mehr Kostensicherheit?

    Vor allen Dingen für Sie als Verbraucher:innen ist das eine wich­tige Frage.

    Die Besonderheit bei Pauschalpreisvertrag ist, dass die Leistungsbeschreibung und die genann­ten Preise fest­ge­legt werden, jedoch kommt es auch hier auf die tat­säch­lich erbrachte Leistung am Ende der Bauphase an.

    Das hat zur Folge, dass auch beim Pauschalpreisvertrag Sie als Bauherr:in das “Risiko von Mengenmehrungen” trifft. So kann es zu Mehrkosten kom­men kann, mit denen man nicht gerech­net hat.

    Eins ist klar, ein Pauschalpreis ist kein Festpreis und daher auch nicht für Sie als Verbraucher:innen zu empfehlen.

     

    Was unterscheidet einen Pauschalpreis von einem Festpreis?

    Zur Erklärung möchte ich ein aktu­el­les Urteil heranziehen:

    Das OLG Brandenburg, Urteil vom 18.02.2021 — 12 U 11419, hatte dar­über zu ent­schei­den, was ein Pauschalpreis von einem Festpreis unter­schei­det und kam zu fol­gen­dem Ergebnis:

    1. Die Vereinbarung einer Festvergütung ist nicht mit der Vereinbarung einer Pauschalvergütung gleich­zu­set­zen. Eine Festvergütung kann auch in dem Sinne ver­stan­den werden, dass der Auftragnehmer selbst bei uner­war­te­ten Preissteigerungen an die ver­ein­bar­ten Preise gebun­den ist.
    2. Rechnet der Auftragnehmer seine Leistung nach Einheitspreisen ab und beruft sich der Auftraggeber auf die Vereinbarung einer gerin­ge­ren Pauschalvergütung, muss der Auftragnehmer die Vereinbarung einer Abrechnung nach Einheitspreisen dar­le­gen und beweisen.

      Was bedeu­tet das nun?

      Vertragsklarheit ist wich­tig. Ein Pauschalpreis ist nun mal kein Festpreis.  Ich rate Ihnen dringend, das bei Ihrer Vertragsgestaltung zu beachten. Es geht buch­stäb­lich um die geschrie­bene Bezeichnung im Vertrag.

      Das Wort Festpreis muss des­halb in Ihrem Vertrag enthalten sein.

      Sie möch­ten mehr über die rechts­si­chere Gestaltung Ihres Bauvertrages erfah­ren? Dann lesen Sie meine kos­ten­freien Bautipps und lesen zunächst die­sen Blogbeitrag:

      https://www.bauglueck.de/3‑wichtige-quick-tipps-fuer-ihren-bauvertrag/

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      Ihr Bauvertrag: Das sind meine 3 Quick-Tipps für einen ausgewogenen Bauvertrag

      Ihr Bauvertrag: Das sind meine 3 Quick-Tipps für einen ausgewogenen Bauvertrag

      Mit der Qualität ihres Bauvertrages steht und fällt Ihr Bauglück.

      Fast alle unse­rer Bauglück-Bautipps han­deln davon und ich werde nicht müde, pri­vate Bauherren dar­auf hin­zu­wei­sen, dass sie mit der Prüfung Ihres Bauvertrages einen der wich­tigs­ten Schritte für ein ent­spann­tes Bauprojekt tun.

      Wenn Sie Ihr pri­va­tes Bauprojekt starten wol­len, emp­fehle ich Ihnen des­halb, sich mit Ihrem Bauvertrag inten­siv aus­ein­an­der zu set­zen und recht­li­che Unterstützung in Anspruch zu neh­men, denn das kann Ihnen viel Ärger und Geld erspa­ren.

      Deshalb kom­men nun meine 3 Quick-Tipps, die Sie bei Ihrem Bauvertrag beachten sollten:

      1. Welche Vertragsart liegt vor und wer ist Ihr Vertragspartner?

      Je nach Art der Umsetzung Ihres Bauprojektes haben Sie unter­schied­li­che Vertragspartner. Von einem Generalunternehmer über einen Bauträger bis hin zu einem Architektenhaus sind auch die Verträge unterschiedlich.

      Allen gemein ist, dass Sie Ihren Bauvertrag vor Ihrer Vertragsunterzeichnung, einer juris­ti­schen Überprüfung durch eine Expertin / Experten für Verbraucherbaurecht unter­zie­hen sollten.

      Mehr über die ver­schie­de­nen Vertragspartner am Bau kön­nen Sie in die­sem Blogartikel nach­le­sen:
      https://www.bauglueck.de/vertragspartner-beim-bauen/

      Mein Tipp:

      Lassen Sie sich bei der Überprüfung Ihres Bauvertrages nicht von der Baufirma unter Druck set­zen, bei­spiels­weise durch “angeb­li­che, anste­hende Preiserhöhungen”. Ein unzu­rei­chen­der Vertrag kann Sie sehr viel teu­rer zu ste­hen kommen.

      1. Unterziehen Sie Ihren Baupartner vor der Vertragsunterzeichnung einer Überprüfung.

      Glauben Sie bitte nicht alles, was in den schö­nen Werbeprospekten steht. Eine sichere und ehr­li­che Auskunft über die Leistungsfähigkeit Ihres Baupartners erhal­ten Sie von ehe­ma­li­gen pri­va­ten Baupartnern in der glei­chen Region. Fragen Sie des­halb Ihren zukünf­ti­gen Baupartner nach kon­rek­ten Referenzobjekten und nut­zen Sie diese Auskunftsmöglichkeit. Darüber nut­zen Sie bitte unbe­dingt die Möglichkeit, eine Wirtschaftsauskunft über Ihre/Ihren Fachanwalt für Bau-und Architektenreccht über Ihren zukünf­ti­gen Baupartner ein­zu­ho­len. Ob ein Baupartner kurz vor der Insolvenz steht, sieht man ihm nicht an.

      1. Mehr als 90 % aller mir in der Kanzlei (www.reibold-rolinger.de) vor­ge­leg­ten Bauverträge sind nicht unterschrifts­reif und enthalten immer noch unwirk­same Klauseln.

      Dabei man­gelt es oft­mals an einer umfas­sen­den Bau-und Leistungsbeschreibung, Angaben zum Baubeginn und der Bauzeit sowie Fertigstellungszeitpunkt, einem aus­ge­wo­ge­nen Zahlungsplan und Preissicherheiten.

      Darüber hin­aus sind Bauverträge u.a. auf Angaben zu

      • Vertragsstrafen,
      • Übergabe tech­ni­scher Unterlagen,
      • Gewährleistungsbürgschaften und
      • Verjährungsfristen zu überprüfen.

      Mein Tipp: Fehlt in Ihrem Bauvertrag eine Widerrufsbelehrung oder ist diese man­gel­haft ange­ge­ben, ver­län­gert sich die Widerrufsfrist des Auftraggebers. Doch Vorsicht: Ohne Anwalt soll­ten Sie nie­mals einen Bauvertrag widerrufen.

      Lesen Sie auch diesen Blogbeitrag:

      So fin­den Sie den rich­ti­gen Baupartner für Ihr Bauprojekt > https://www.bauglueck.de/richtigen-baupartner-finden-hausangebote-vergleichen/

       

      Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten einer Vertragsprüfung

      und nut­zen Sie mein Angebot der kos­ten­freien Ersteinschätzung: https://www.bauglueck.de/vertragspruefung/

      Viel Erfolg mit Ihrem Bauprojekt wünscht Ihnen Ihre Manuela Reibold-Rolinger.

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      Die 10 häufigsten Mängel am Bau

      Die 10 häufigsten Mängel am Bau

      22,6 Mängel kommen im Schnitt bei der Errichtung von Ein-und Zweifamilienhäusern vor.

      So die gemein­same Kurzstudie des Institutes für Bauforschung e.V. und des Bauherrenschutzbundes e.V.

      Welche Mängel das sind, und wie man als private:r Bauherr:in damit umgeht, zei­gen wir in die­sem Blogbeitrag auf. Denn:

      Die durschnitt­li­che Mängelanzahl ist im Vergleich zu 2015 leicht zurück­ge­gan­gen, die Mangelkosten aber stei­gen auf­grund der Komplexität und Kostenintensität der Mangelbeseitigung indes deut­lich an.

      Welche Bedeutung hat das für Sie als Bauende und wie gehen Sie mit einem entstandenen Mangel am besten um?

      Als pri­vate Bauende haben Sie das Recht auf ein man­gel­freies Bauwerk, das ist klar. Doch Mängel pas­sie­ren und sind mensch­lich. Wichtig ist, dass der Mangel recht­zei­tig erkannt und fach­ge­recht besei­tigt wird.

      Sie als Bauende möch­ten am liebs­ten kei­nen Gedanken daran ver­schwen­den müs­sen, son­dern fie­bern dem Einzug in (man­gel­freie) Ihr eige­nes Traumhaus ent­ge­gen, das für die meis­ten unter Ihnen die größte Investition Ihres Lebens blei­ben wird.

      Unterscheidung zwischen Mangel und Schaden wichtig

      Ob es sich bei der Ihnen bemän­gel­ten Leistung um einen Mangel und Schaden han­delt ist des­halb so wich­tig zu wis­sen, da sich dar­aus in der Definition so wich­tig, weil sich dar­aus der rich­tige Umgang damit ablei­ten lässt.

      Per recht­li­cher Definition han­delt es sich um einen Mangel an Ihrem Bauwerk, wenn es sich um eine Leistung han­delt, die Sie mit der Baufirma ver­trag­lich ver­ein­bart haben. Ein Schaden liegt vor, wenn es sich nicht um ein ver­trag­lich geschul­de­tes Werk, son­dern um einen “ande­ren Gegenstand” handelt.

      Ein Beispiel aus der Praxis:

      Der Fensterbauer baut die Fenster nicht fach­ge­recht ein und sie bestehen den Blower-Door-Test nicht » Es han­delt sich um einen Mangel.

      Der Maler beschä­digt die neu ein­ge­bau­ten Fenster mit Lack-oder Putzspritzern » Es han­delt sich um einen Schaden.

      Der richtige Umgang — je nachdem, ob Mangel oder Schaden

      Für die Beseitigung eines Mangels ist die beauf­tragte Firma des zutref­fen­des Gewerkes zustän­dig und Sie als Bauherr:in haben immer einen Anspruch darauf.

      Bei einem Schaden ver­hält es sich anders, denn hier muss die ver­ur­sa­chende Firma den Schaden in Geld erset­zen. Der Schadensersatzanspruch kann jedoch dann gel­tend gemacht werden, wenn die Baufirma den Schaden “schuld­haft” ver­ur­sacht hat.

      Wie Sie Mängel bzw. Schäden bei Ihrem Eigenheimprojekt richtig erken­nen und damit umge­hen, zeigt Ihnen Manuela Reibold-Rolinger in ihrem Online-Kurs Bauherrenführerschein. Denn ganz so ein­fach, wie oben beschrie­ben, ist es nicht immer.

      Wir raten Ihnen neben Ihrer eige­nen guten Vorbereitung auf Ihr Traumhausprojekt übri­gens immer, sich von Anfang an einen baubegleitenden Qualitätskontrolleur als Schutzengel für Ihr Bauprojekt zur Seite zu holen, da Sie als Baulaie nicht immer in der Lage sind, einen Mangel zu identifizieren.

      Das ist die Liste der häufigsten Mängel, die bei der Errichtung von Ein-und Zweifamilienhäusern entstehen.

      (Quelle: Institut für Bauforschung e.V. und Bauherrenschutzbund e.V.)

      1. Mangel: Kellerabdichtung

      2. Mangel: Luftdichtheitsebene

      3. Mangel: Schallbrücken

      4. Mangel: Estrichfeuchtigkeit

      5. Mangel: Ringanker

      6. Mangel: Fußbodenheizung

      7. Mangel: Wärmedämm-Verbundsystem

      8. Mangel: Sockelabdichtung

      9. Mangel: Trinkwasserhygiene

      10. Mangel: Badabdichtung

      Alle genann­ten Mängel zie­hen in der Regel hohe Mangelfolgekosten sowie Mangelbeseitigungskosten nach sich, werden sie nicht recht­zei­tig oder gar nicht erkannt.

       

      Lesen Sie hierzu auch meine weiteren Blogbeiträge zu Mängeln am Bau,…

      denn dafür bin ich mit Bauglück und mei­nem Online-Kurs ange­tre­ten: Dass Sie als pri­vate Bauherr:in ohne Mängel, Bauzeitverzögerung und teure Rechtstreitigkeiten in Ihr Traumhaus ein­zie­hen können!

      Baumängel und ihre Folgen:

      https://www.bauglueck.de/baumaengel-und-ihre-folgen/

       

      Pfusch am Bau:

      https://www.bauglueck.de/pfusch-am-bau/

       

      Baumängel in Eigenleistung beheben:

      https://www.bauglueck.de/mangel-in-eigenleistung-beheben-der-wert-ihrer-arbeitszeit‑2/

       

      Das Mangelbeseitigugungsrecht des Unternehmers:

      https://www.bauglueck.de/maengelbeseitigungsrecht-des-unternehmers-die-heilige-kuh-des-baurechts/

       

       

       

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      Vertragserfüllungssicherheit — das sollten Sie als private Bauherr:in dazu wissen

      Vertragserfüllungssicherheit — das sollten Sie als private Bauherr:in dazu wissen

      Kennen Sie die Vertragserfüllungssicherheit und was das für Sie als private:r Bauherr:in bedeutet?

      Viele pri­vate Bauherr:innen wis­sen nicht, dass es sie gibt und was sie regelt, obwohl sie bereits seit 2009 exis­tiert: Die Vertragserfüllungssicherheit.
      Dabei bringt Sie für Sie als Bauende nur Vorteile, des­halb soll­ten Sie unbe­dingt wis­sen, wie Sie zu die­ser Sicherheit kommen:

      Vertragsgemäße Ausführung der in Auftrag gegebenen Arbeiten steht Ihnen zu

      Als private:r Bauherr:in haben Sie einen Anspruch auf eine Sicherheit für die ver­trags­ge­mäße Ausführung der von Ihnen in Auftrag gege­be­nen Bauleistungen. Das bedeu­tet konkret:

      Sie erhal­ten vom Auftragnehmer eine Absicherung in Höhe von min­des­tens 5% der Auftragssumme > Sollte bei Ihrem Bauprojekt etwas schief lau­fen, dür­fen Sie sich an die­ser Summe “bedie­nen”.

      Ein Beispiel:
      Wenn Sie ein Haus für 400.000 Euro bauen, erhal­ten Sie vom Auftragnehmer 20.000 Euro als Vertragserfüllungssicherheit, bevor Sie das erste Mal Geld an den Unternehmer zahlen.

       

      Ihr Vertragspartner kann die Vertragserfüllungssicherheit auf zwei Wegen leisten:

      1. Sie kön­nen die Summe ent­we­der von der ers­ten Baurate abzie­hen, »> das ist die beste Lösung, oder
      2. der Unternehmer gibt Ihnen eine Bürgschaft über die Vertragserfüllungssicherheit.

      Eine Bürgschaft ist nicht ganz so opti­mal, wie das ein­be­hal­tene Geld. Sollte der Fall ein­tre­ten, dass Sie die Vertragserfüllungssicherheit in Anspruch neh­men müs­sen, ist das Risiko hoch, dass Sie sich mit den Banken her­um­är­gern, die die Bürgschaft für den Bauunternehmer leisten.

      Wichtig: Ihr Bauunternehmer ist gesetz­lich dazu ver­pflich­tet, Ihnen diese Vertragserfüllungssicherheit vor­zu­le­gen. Das soll ein gewis­ses Risiko abfan­gen, so der Gesetzgeber. Das ist voll­kom­men richtig und es ist sehr wich­tig, dass Sie als Bauherr:in die Vertragserfüllungssicherheit von Ihrem Vertragspartner ein­for­dern, sollte die­ser Ihnen die Sicherheit nicht auto­ma­tisch gewähren. 

      In die­sen Fällen kön­nen Sie bei­spiels­weise die Vertragserfüllungssicherheit in Anspruch nehmen:

      Doch Vorsicht: Ohne eige­nes, fun­dier­tes Wissen oder Rücksprache mit Ihrem Baurechtsexperten oder Bausachverständigen soll­ten Sie sich nie­mals ein­fach an die­ser Summe bedienen.

      Sie wol­len 2021 Ihr Eigenheimprojekt umset­zen? Dann starten Sie am bes­ten mit unse­ren Gratis-Angeboten, denn eine gute, eigene Vorbereitung stellt Ihre wohl größte Investition, die Sie je täti­gen werden, von Anfang an auf ein sta­bi­les Fundament. Wir beglei­ten Sie in Ihr Bauglück:

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      Insolvenz Ihres Baupartners » So erkennen Sie eine drohende Pleite und das müssen Sie tun:

      Insolvenz Ihres Baupartners » So erkennen Sie eine drohende Pleite und das müssen Sie tun:

      Es wäre Ihr Alptraum, oder? Auf Ihrer Baustelle kommt es zur Insolvenz Ihres Vertragspartners.

      Die Folge » Sie ver­lie­ren als Bauherr:innen viel Geld und blei­ben auf dem unfer­ti­gen Gebäude sit­zen. Niemand wünscht sich die­ses Szenario! Deshalb beant­wor­ten wir in die­sem Blogbeitrag diese Fragen und geben Tipps zum Umgang mit die­ser Situation:

      1. Was bedeu­tet eine Bauinsolvenz für Sie als Bauherr*innen?
      2. Welche Komplikationen kön­nen auf­tre­ten?
      3. Was geschieht mit den Nachunternehmern, mit den Arbeiten, die sie aus­füh­ren?
      4. Was ist mit den ent­ste­hen­den Kosten?
      5. Gibt es Insolvenzen mit Vorsatz?
      6. Wie kann man eine dro­hende Insolvenz erken­nen und was müs­sen Sie zu tun, wenn der Insolvenzfall ein­tritt?
      7. Wie kön­nen Sie sich schüt­zen und was kos­tet das?

      _______________________________________

      1.Was bedeutet eine Bauinsolvenz für Sie als Bauherr*innen?

      Für Sie als Bauherr:innen bedeu­tet die Insolvenz Ihres Baupartners der Verlust von Geld, sehr viel Zeit und noch mehr Nerven. Nichts geht mehr, wenn das Insolvenzverfahren ins Rollen gerät.

       

      2.Welche Komplikationen können auftreten?

      Die Baustelle ruht, der Bautenstand darf nicht ver­än­dert werden. Das Insolvenzverfahren bedeu­tet min­des­tens 3 Monate Stillstand, bis durch einen vor­läu­fi­gen Insolvenzverwalter ent­schie­den wurde, ob das Verfahren durch­ge­führt wurde oder man­gels Masse (Geldmittel) das Verfahren nicht ein­ge­lei­tet wird.
      Die Baustelle ist in die­ser Phase oft schon vor dem Kenntnis der Bauherren geräumt, die Nachunternehmer kom­men auf Sie zu, wol­len Geld und Material zurück, weil sie nicht bezahlt wur­den. Neue Unternehmer zu fin­den, die den Bau für einen akzep­ta­blen Preis fort­set­zen, ist schier unmög­lich. Existenzangst steigt auf, denn meist ist das Bauvorhaben zu die­sem Zeitpunkt bereits über­zahlt und an Gewährleistung ist nicht zu denken.

       

      3. Was geschieht mit den Nachunternehmern und mit den Arbeiten, die sie ausführen?

      Die Nachunternehmer ver­lie­ren meist auch viel Geld und werden mit in die Insolvenz gerissen.

       

      4. Was ist mit den entstehenden Kosten?

      Es wird teuer, das kann ich ver­spre­chen, denn neben der zu befürch­ten­den Überzahlung müs­sen Sie auch noch Gutachter für die Feststellung des Bautenstandes und Anwält:innen für die Rechtsberatung bezah­len. Diese Kosten kann man zwar spä­ter, falls das Verfahren eröff­net wird, zur Insolvenztabelle anmel­den, lei­der kommt dabei meist jedoch nichts her­aus. Zu hoch sind die Verbindlichkeiten und die Anzahl der Gläubiger. In der Regel geht man dann lei­der leer aus.

       

      5. Gibt es Insolvenzen mit Vorsatz?

      Es gibt auch Insolvenzen mit Vorsatz. Diese sind straf­recht­lich rele­vant. Das Strafgesetzbuch hat dafür sogar einen Straftatbestand: Insolvenzverschleppung. Das bedeu­tet – ver­ein­facht gesagt- dass die Baufirma den Kunden gegen­über ver­schlei­ert, dass sie zah­lungs­un­fä­hig sind. Es wird, obwohl erfor­der­lich, bewusst kein Insolvenzantrag gestellt oder, falls doch, dann zu spät.

       

      6. Wie kann man eine drohende Insolvenz erkennen?

      Das sind Kennzeichen für eine dro­hende Insolvenz und Ihre „roten Lampen“ 🚨 soll­ten unbe­dingt ange­hen, wenn sich Folgendes ereignet:

      🚨 Es kommt zu häu­fi­gen Baustopps und Bauzeitverzögerungen.

      🚨 Der Bauunternehmer bit­tet um einen Vorschuss oder ver­langt über­höhte Zahlungen.

      🚨 Die Werklöhne der Nachunternehmer werden nicht bezahlt.

      🚨 Auf die Baustelle wird kein neues Material mehr gelie­fert oder wie­der abgeholt.

      🚨 Der Auftragnehmer ist plötz­lich nicht mehr oder nur noch schwer erreichbar.

      🚨 Die Nachunternehmer bie­ten dem Bauherrn an, bei Direktzahlung die Arbeit fortzuführen.

      7. Wie können Sie sich schützen? Was ist zu tun und wieviel Euro kostet das?

      Unter www.insolvenzbekanntmachungen.de kön­nen Sie sich zunächst infor­mie­ren, ob das Bauunternehmen bereits einen Insolvenzantrag gestellt hat. Sie soll­ten auf kei­nen Fall wei­tere Zahlungen leis­ten und der Bautenstand sollte unver­züg­lich geprüft werden. Bewertet werden hier­bei nur die Leistungen, die bereits durch Einbau in Ihr Eigentum über­ge­gan­gen sind. Nutzen Sie die Zeit bis zur Klärung, ob das Verfahren durch­ge­führt wird oder nicht.

      Der Gang zur Fachanwältin/zum Fachanwalt für Bau-und Architektenrecht ist jetzt unumgänglich:

      Dann ist der Gang zur Fachanwältin für Baurecht unum­gäng­lich. Diese prüft, ob der Werkvertrag noch vor der Insolvenzeröffnung gekün­digt werden kann. Sobald das Verfahren eröff­net wurde, kann der Insolvenzverwalter ent­schei­den, ob er den Vertrag wei­ter erfüllt oder nicht. Und bis zur Ausübung sei­nes Wahlrechts steht die Baustelle still. Das kann meh­rere Monate dau­ern. Kündigungsgrund ist in der Regel die Leistungseinstellung, also der Stillstand der Bautätigkeit, sowie der Verzug des Werkunternehmers mit sei­ner Leistungserbringung.

      Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass das Bauvorhaben in Zusammenarbeit mit dem Baupartner fort­ge­führt und eine Insolvenz ver­mie­den werden kann. Vorsicht! Ohne Anwältin kön­nen Formfehler began­gen werden, die nicht zu hei­len sind!

      UND: Erst, wenn die ver­trag­li­che Situation mit der zah­lungs­un­fä­hi­gen Baufirma geklärt ist, kann ein neue Firma für die Fertigstellung beauf­tragt werden!

      Wenn das Insolvenz-Verfahren eröff­net ist, ist nur noch der Insolvenzverwalter und nicht mehr die Baufirma Ihr Ansprechpartner. Der Insolvenzverwalter wird dann nach Prüfung der Unterlagen ent­schei­den, ob er das Bauvorhaben fort­setzt, also den Vertrag erfüllt (Was lei­der in den sel­tens­ten Fällen ein­tritt), oder das Bauvorhaben end­gül­tig gestoppt wird. Spätestens dann, bes­ser aber vor­her, muss der Bautenstand fest­ge­stellt sein.

      Nicht sel­ten werden pri­vate Bauherren in die­sen Phasen von unbe­rech­tig­ten Forderungen des Insolvenzverwalters respek­tive des ehe­ma­li­gen Baupartners kon­fron­tiert. Das ist gar nicht so sel­ten und wird Sie ver­un­si­chern. Daher suchen Sie auch in die­sen Fällen so schnell wie mög­lich eine:n Fachanwalt/Fachanwältin für Baurecht auf, diese wird Ihnen dabei hel­fen unbe­rech­tigte Forderungen abzu­weh­ren und eine ein­ver­nehm­li­che Lösung mit den Parteien zu finden.

      ACHTUNG: Achten Sie dar­auf, sobald es zu unge­wöh­li­chen Zahlungsaufforderungen durch den Baupartner kommt, wenn das Insolvenzverfahren bereits bean­tragt ist, kei­nes­falls etwas zu zah­len. Diese Zahlungen kön­nen spä­ter vom Insolvenzverwalter ange­foch­ten werden. Dann ist auch die­ses Geld ver­lo­ren und Sie müs­sen gege­be­nen­falls noch­mals zahlen.

      Sie werden Zeit ver­lie­ren, denn die Prüfung durch den Insolvenzverwalter, der sich alle Geschäftsabläufe anschauen muss, kann zwi­schen 3 und 12 Monaten dauern.

      Diese Zeit wird Ihnen wie eine Ewigkeit vor­kom­men, der Bau steht still in die­ser Zeit. Das ist eine große Belastungsprobe für die Familie!

      Deshalb sollte man bei den ers­ten Anzeichen nicht zögern, eine:n Fachanwält:in für Baurecht zu beauf­tra­gen, sie kennt die Abläufe und hilft Ihnen, die Krise cle­ver zu meis­tern. Die Fachanwältin kann dem Insolvenzverwalter eine Frist zur Ausübung sei­nes Wahlrechts (s.o.) set­zen und so die Voraussetzung schaf­fen, den Bauvertrag außer­or­dent­lich zu kün­di­gen. ACHTUNG! Vor der Ausübung des Wahlrechts ist eine Kündigung in der Regel nicht mög­lich. Nutzen Sie daher die Möglichkeit mit dem Insolvenzverwalter und Ihrer Fachanwältin einen schnel­len und ein­ver­nehm­li­chen Weg zu fin­den, der es Ihnen ermög­licht, das Bauvorhaben mög­lichst schnell fortzuführen.

      Auf kei­nen Fall dür­fen Sie ohne fach­an­walt­li­chen Rat selbst kün­di­gen! Das kann sehr teuer werden, da an die Voraussetzungen zur außer­or­dent­li­chen Kündigung hohe Anforderungen zu stel­len sind.

      So schützen Sie sich vor einer Insolvenz und die Folgen Ihres Baupartners:

      Ich will die­sen Blogbeitrag natür­lich nicht schlie­ßen, bevor ich Ihnen keine wir­kungs­vol­len Tipps an die Hand gege­ben habe, die Sie vor den Folgen der Insolvenz schüt­zen kön­nen:

      >Zahlen Sie auf kei­nen Fall Vorkasse.

      >Informieren Sie sich vor Vertragsunterzeichnung über die finan­zi­elle Situation des Baupartners.

      >Zahlen Sie die erste Baurate erst nach Vorlage der gesetz­lich ver­pflich­ten­den Fertigstellungssicherheit in Höhe von 5% der Bausumme ein. 

      >Verhandeln Sie auf eine Gewährleistungssicherheit in Hohe von fünf Prozent der Bausumme für die Zeit nach Abnahme und hal­ten Sie diese im Bauvertrag fest.

      Bauherren haben immer einen gesetz­li­chen Anspruch auf eine Fertigstellungssicherheit in Höhe von fünf Prozent der Bausumme (§ 650m Abs. 2 BGB). Sie dient der pünkt­li­chen Fertigstellung des Gebäudes ohne wesent­li­che Mängel. Diese Sicherheit hilft Bauherren auch im Falle einer Insolvenz des Unternehmens. Mit Hilfe der ein­be­hal­te­nen Summe kön­nen sie ent­stan­dene Zusatzkosten zumin­dest abmil­dern.

      Die Gewährleistungssicherheit für die Zeit nach Abnahme ist nicht gesetz­lich ver­an­kert und sollte ver­trag­lich ver­han­delt werden, denn was bringt Ihnen die Gewährleistungszeit von 5 Jahren ab Abnahme, wenn die Firma nach 3 Jahren in die Insolvenz fällt?

      In Ihr Bauglück kom­men Sie sicher und ent­spannt mit mei­ner Strategie der eige­nen, per­fek­ten Vorbereitung auf Ihr Bauprojekt und den rich­ti­gen Partnern an Ihrer Seite:

      > Nutzen Sie das kos­ten­freie Bauglück-Angebot und besu­chen Sie unsere Webinare für pri­vate Bauherr:innen.

      > Werden Sie Teil der Facebook-Gruppe “Bauglück und Freude beim Bauen” und pro­fi­tie­ren so von einer großen Community aus Bauherren und Bauexperten.

      > Eignen Sie sich eige­nes Wissen an und machen Sie den Online-Kurs Bauherrenführerschein. » wei­tere Informationen: https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/

      > Lassen Sie Ihren Bauvertrag vor Vertragsabschluss prüfen und einen aus­ge­wo­ge­nen Zahlungsplan vorlegen.

      > Lassen Sie Ihr Bauvorhaben durch einen baubegleitenden Qualitätskontrolleur beglei­ten. Im Rahmen der Teilnahme an unse­rem Online-Kurs Bauherrenführerschein ver­mit­teln wir Ihnen einen Sachverständigen ganz in Ihrer Nähe bzw. dem Postleitzahlengebiet Ihres Bauvorhabens.

      Fazit:
      Sie hal­ten Ihr Bauglück selbst in der Hand. Durch eigene Kompetenz und prä­ven­tive Beratung werden Sie sicher bau­glück­lich. Viel Spaß bei Ihrem Eigenheimprojekt.

       

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      Bauen mit Kindern — 8 wichtige Tipps für den entspannten Hausbau

      Bauen mit Kindern — 8 wichtige Tipps für den entspannten Hausbau

      Sie planen ein Haus für Ihre junge Familie zu bauen?
      In diesem Blogbeitrag erkläre ich Ihnen, was Sie vor, während und nach der Bauphase bei Ihrem Familien-Bauprojekt beachten sollten.

      So gelingt Ihnen ein stress­freier Hausbau, den Sie gut mit Ihrem Job und der Familie ver­ein­ba­ren können.

      Vor dem Hausbau mit Kindern:

      1. Denken Sie an die Beantragung der mög­li­chen Fördermittel für Familien mit Kindern.

      Mein Tipp ist: Lassen Sie sich dabei von Ihrem Finanzierungsberater bera­ten. Holen Sie mög­lichst meh­rere Finanzierungsangebote ein.

      Das Wichtigste für 2021 ist, dass für das Baukindergeld 2021 eine Frist läuft, die Sie nicht ver­pas­sen soll­ten, wenn Sie Baukindergeld bean­tra­gen möch­ten. Die Bundesregierung hat ein soge­nann­tes Baukindergeld als staat­li­che Förderung beim Hausbau und Hauskauf eingeführt.

      Familien mit Wohneigentum kön­nen dabei bis zu 1.200 € pro Kind und Jahr für einen Zeitraum von 10 Jahren erhal­ten. Das Baukindergeld ist ein staat­li­cher Zuschuss, den Sie nicht zurück­zah­len müs­sen. Der Zuschuss soll es Familien mit Kindern und Alleinerziehenden leich­ter machen, ein eige­nes Haus oder eine Eigentumswohnung zu finan­zie­ren. Pro Kind erhal­ten Sie also bis zu 12.000 Euro, aus­ge­zahlt in 10 jähr­li­chen Raten zu je 1.200 Euro.
      Diese Frist endet am 31. März 2021. Bis dahin muss ent­we­der der Kaufvertrag unter­schrie­ben oder die Baugenehmigung/Freistellung erhal­ten sein. Diese Frist zur Beantragung des Baukindergeldes wurde bereits ein­mal um 3 Monate ver­län­gert. Daher ist es rat­sam, dass Sie schnell mit Ihrem Finanzierungsberater Kontakt auf­neh­men damit Sie die Anträge recht­zei­tig stel­len kön­nen.

      2. Durchdenken Sie Ihre Raumplanung auch für die Zeit, wenn die Kinder her­an­wach­sen oder aus dem Haus ausziehen.

      • Brauchen Sie wirk­lich so viel Fläche?
      • Reicht Ihnen 1 Bad, um des­sen “Belegung” Sie sich mit her­an­wach­sen­den Teenagern spä­ter strei­ten müssen?
      • Oder ist es etwa klü­ger, die Gästetoilette um eine zusätz­li­che Dusche zu erwei­tern, um Stress zu verhindern?
      • Wie könnte sinn­volle Raumaufteilung aus­se­hen, damit Sie Räume spä­ter z.B. als Einliegerwohnung abtren­nen und ver­mie­ten können?

      All die­sen indi­vi­du­el­len und teils abs­trak­ten Fragestellungen soll­ten Sie sich stel­len. Auch wenn es ver­mut­lich noch etwas dau­ert, bis Sie sich mit dem Thema “Auszug der Kinder” beschäf­ti­gen müs­sen, emp­fehle ich Ihnen,  früh­zei­tig, also bereits in der Planungsphase Ihres Hauses, all diese Gedanken in Ihre Planung ein­flies­sen zu lassen.

      Nehmen Sie sich des­halb Zeit für die Raumplanung und zie­hen Sie früh­zei­tig eine:n Planer:in und Expert:in hinzu, der Ihnen eine sinn­volle Raumaufteilung erstellt, die Sie ohne viel Aufwand an Ihre unter­schied­li­che Lebensphasen anpas­sen können.

      3. Bereiten Sie sich gut auf Ihr Hausbauprojekt vor.

      Wie soll das gehen?”, werden Sie fra­gen. “Keine Zeit,…schon gar nicht mit Kindern,…”

      Stimmt, für lange, zeit­rau­bende Recherchen soll­ten Sie keine Zeit ver­lie­ren. Denn jede freie Minute, die Ihnen zur Verfügung steht, wird ohne­hin bereits in Ihren Hausbau fließen.

      Gleichzeitig möch­ten Sie stress­frei bauen und den­noch genug Zeit für Ihre Kinder haben, in der Sie wirk­lich ent­spannt sind.

      Mit mei­nem erprob­ten Online-Kurs Bauherrenführerschein geht das, denn darin bereite ich Sie in zusam­men gerech­net nur 4 Stunden per­fekt auf Ihr gro­ßes Projekt vor. Die Inhalte sind so auf­ein­an­der abge­stimmt, dass Sie früh­zei­tig alle wich­ti­gen Informationen direkt zur Hand haben. Der Bauherrenführerschein ver­mit­telt Ihnen zudem, wie Sie die rich­ti­gen Prioritäten set­zen und was der opti­male Bauablauf bei Ihrem Projekt ist. Was die wei­te­ren Vorteile im Bauherrenführerschein sind, erfah­ren Sie » hier.

      Deshalb setze ich als Verbraucherbaurechtsexpertin auf Ihre gute Vorbereitung, damit Sie nicht vor­schnell und ohne Plan han­deln. Denn wenn Ihnen das eigene Wissen fehlt, kann das fatale Folgen haben, die sich auch auf Ihr fami­liä­res Miteinander aus­wir­ken können.

       

      Während der Bauzeit mit Kindern…ist das das normale Szenario:

      Der Bau beginnt end­lich und am Anfang ist noch alles span­nend: Das Grundstück ist aus­ge­sucht und gekauft und das Bodengutachten (hof­fent­lich) ein­ge­holt. Die Kinder spie­len auf dem Grundstück, Sie span­nen wahr­schein­lich ein Schnurgerüst und träu­men sich schon ein­mal ins neue Zuhause.

      Dann kom­men end­lich die Bagger und alle schauen gebannt zu, wenn die Baugrube aus­ge­ho­ben wird »Endlich geht es “richtig” los.

      Eine ganz beson­dere Lebensphase beginnt spä­tes­tens jetzt — denn Sie fan­gen spä­tes­tens jetzt an zu rea­li­sie­ren, dass es kein Zurück mehr gibt.

      Ich finde, dass spä­tes­tens jetzt Kinder auf der Baustelle nichts mehr ver­lo­ren haben. Das ist mei­nes Erachtens der Fall, wenn die Baustelle gesi­chert werden muss, die Bodenplatte gegos­sen und die Bewehrungseisen aus der Bodenplatte schauen. Aber keine Bange, bald dür­fen Sie sie wie­der mit ins neue Haus neh­men. Oder bes­ser gesagt: In den Rohbau. Und der steht schnel­ler, als Sie den­ken. Sowohl mit einem Fertighaus, als auch mit einem Massivhaus.

      Was mehr Ihrer Geduld und Zeit in Anspruch nimmt, sind die Ausbauphasen. Sollten Sie Eigenleistungen ein­ge­plant haben, kommt jetzt Ihre Zeit. Eigenleistungen soll­ten Sie bereits in der Planungsphase klug und rea­lis­tisch ein­pla­nen. Auch hier berät Sie ein seriö­ser Finanzierungsexperte indi­vi­du­ell und sicher.

      Mein Tipp: Planen Sie sich jetzt eigene Auszeiten mit Ihren Kindern ein. Mit einer guten Vorbereitung und dem rich­ti­gen Plan, funk­tio­niert das prima.

      Geht es hin­ge­gen nicht plan­mä­ßig wei­ter oder werden die Terminpläne nicht ein­ge­hal­ten, kommt es schnell zu unvor­her­ge­se­he­nen Mehrkosten. Wenn dann tech­ni­sche oder recht­li­che Fragen geklärt werden müs­sen, ste­hen Kinder oft im Weg und Ihre Nerven werden stark stra­pa­ziert. Ein schlech­tes Gewissen ist dann vor­pro­gram­miert und Sie werden das Gefühl haben, dass Ihnen die Zeit fehlt, allen Anforderungen (Job, Kinder, Baustelle) gerecht zu werden. Das habe ich lei­der schon unzäh­lige Male genau so erlebt. Und aus eige­ner Erfahrung weiß ich: Alle Kinder spü­ren die Unsicherheiten und Stress der Eltern.

      Deshalb ist es mei­nes Erachtens sehr wich­tig, dass Sie sich von Anfang gut vor­be­rei­ten und die rich­ti­gen Partner an Ihre Seite holen. Es lohnt sich in jeder Hinsicht.

      Und sehen Sie es doch ein­mal so: Die gewon­nene Zeit kön­nen Sie in die schö­nen Dinge des Hausbaus inves­tie­ren, wie zum Beispiel die Küchenplanung.

       

      Nach dem Bauen…kann es endlich an die Möblierung gehen:

      Ich finde, es gibt nur 3 Dinge, mit denen Sie sich in Sachen Möblierung bereits wäh­rend der Bauphase inten­siv beschäf­ti­gen müs­sen. Das ist die Küchen- und Badplanung und wenn Sie Einbaumöbel von einem Schreiner pla­nen. (Neben der Tatsache, dass Sie ohne­hin noch so Vieles Bemustern müs­sen. Badobjekte, Türen, Böden, Fenster,…)

      Deshalb und aus einem ande­ren Grund emp­fehle ich Ihnen, die Auswahl neuer Möbel, wie Sofa, Bett, Teppiche, Lampen usw. auf die Zeit nach dem Einzug zu ver­le­gen. Warum? Weil Sie dann bereits einige Tage im Haus leben und bereits Erfahrungen mit Ihrer indi­vi­du­el­len Raumnutzung gesam­melt haben.

      Wenn Sie diese Geduld auf­brin­gen, wird die rest­li­che Einrichtung ein „Kinder“spiel sein.

      Und: Mit dem Geld, das Sie mit dem Absolvieren mei­nes Online-Kurses Bauherrenführerschein ein­spa­ren, kön­nen Sie sich für das Einrichten eine:n Expert:in leis­ten, der Sie bei der Planung und der Umsetzung Ihrer Wunsch-Einrichtung unterstützt.

      Hier kom­men noch­mal meine 8 wich­tigs­ten Tipps für den Hausbau mit Kindern:

      TIPP Nr. 1
      Eigenes Fachwissen anei­ge­nen, Präsenz auf der Baustelle zei­gen, fach­lich kom­pe­tent und klar mit den Baupartnern austauschen.

      Partnerschaftlich aber pro­fes­sio­nell mit den Handwerkern umzu­ge­hen bringt viele Vorteile. Nicht nur, aber gern immer mal wie­der: Kaffee, Kuchen und Leckeres zum Snacken vor­bei­brin­gen, Präsenz zei­gen und offen kom­mu­ni­zie­ren. So werden Sie viel­leicht die Lieblingsbauherren und bekommt bes­sere Leistungen. Die Stimmung ist gut und die Handwerker:innen arbei­ten so ein­fach mit mehr Freude und Motivation für Sie.
      Aber Achtung: Seien Sie nicht zu kum­pel­haft, sonst errei­chen Sie dass Gegenteil und die Handwerker neh­men Sie nicht ernst.

      TIPP Nr. 2
      Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

      Ohne bau­be­glei­tende Qualitätskontrolle geht nichts! Die Arbeiten müs­sen regel­mä­ßig von einem unab­hän­gi­gen Experten kon­trol­liert werden, denn nur so kön­nen grö­ßere Mängel ver­hin­dert werden. Fast 50 % der Baumängel ent­ste­hen wäh­rend der Bauphase. Bezahlt wird erst nach Kontrolle durch den baubegleitenden Qualitätskontrolleur. Die Vermittlung eines zuver­läs­si­gen und fach­lich her­aus­ra­gen­den Experten in Ihrer Nähe gehört übri­gens zu unse­rem Service für jeden Teilnehmer:in mei­nes Online-Kurses.

      TIPP Nr. 3
      Lesen, ver­ste­hen und Verantwortung über­neh­men
      Keine Angst vor Ämtern. Den Bauantrag emp­fehle ich, per­sön­lich beim Bauamt abzu­ge­ben. Das ist ein Termin, den man übri­gens sehr gut mit den Kindern erle­di­gen kann. So wird der Bauantrag Nr. XYZ ein­fach greif­ba­rer und nah­ba­rer für die Entscheidungsträger beim Bauamt.

      TIPP Nr. 4
      Referenzen ein­ho­len und ein Netzwerk auf­bauen.
      Sprechen Sie mit ande­ren Bauherren über deren Erfahrungen und nut­zen Sie Netzwerke. Es ist nicht nur gut sich mit Gleichgesinnten zu unter­hal­ten, son­dern sich auch gegen­sei­tig zu unter­stüt­zen, wenn man bei­spiels­weise einen Termin auf der Baustelle ohne die Kinder wahr­neh­men muss.

      TIPP Nr. 5
      Frühzeitig Förderanträge stel­len und mit dem Finanzierungsberater und dem Energieberater spre­chen, sonst ver­schenkt man Geld.

      Tipp Nr. 6
      Frühzeitig Raumplanung/Interieur beginnen

      Anregungen gibt es bei Pinterest, Instagram und vie­len Plattformen und eben auch bei den Innenarchitekten und Interieurexperten. Bauglück ver­mit­telt dir die rich­tige Expertin

      Tipp Nr.7
      Bauvertrag prüfen las­sen
      Wer sei­nen Bauvertrag nicht prüfen lässt, scha­det nicht nur sich und sei­nem Geldbeutel, son­dern auch sei­nen Kindern, denn exis­ten­ti­el­ler Stress kommt auch bei den Kindern an.
      Das Urvertrauen der Kinder steht und fällt mit dem Vertrauen in Sie als Eltern. Ich glaube, dass weiß jede Mama und jeder Papa.

       

      Sie pla­nen Ihr Eigenheimprojekt und wol­len es von Anfang an richtig ange­hen?
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      Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

      Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

      Checkliste: Hausangebote ver­gleich­bar machen:

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      Baufinanzierung 2021 — So finden Sie das passende Angebot

      Baufinanzierung 2021 — So finden Sie das passende Angebot

      Banken versenden in den vergangenen Wochen oftmals diese Nachrichten an ihre Kund:innen:

      …für Ihre Immobilienpläne gibt es viele gute Nachrichten. Die Bauzinsen sind wei­ter­hin sehr nied­rig. Das Baukindergeld wurde bis Ende März 2021 ver­län­gert. Von der ver­bes­ser­ten Wohnungsbauprämie kön­nen mehr Menschen pro­fi­tie­ren. Für fast alle ist der Solidaritätszuschlag abge­schafft, den erspar­ten Betrag kann man nun bei­spiels­weise für die Vorsorge der eige­nen vier Wände nut­zen. Diese und wei­tere Vorteile haben wir für Sie zusam­men­ge­stellt. Von der güns­ti­gen Finanzierung über Vorsorgen und Absichern bis hin zum Immobilienverkauf. Mit der …. und ihren Partnern ……, …… und ……… haben Sie für Ihre Immobilienpläne erfah­rene Experten an Ihrer Seite.“

      Als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht ist das Thema Baufinanzierung nicht meine Paradediziplin. Dennoch halte ich die Baufinanzierung Ihres pri­va­ten Eigenheimprojektes für eine der wich­tigs­ten Säulen Ihres Bauvorhabens, die in der Planungsphase einen großen und wich­ti­gen Raum einnimmt.

      Aus die­sem Grund habe ich mir für die­sen Blogbeitrag den Finanzierungsexperten Matthias Dörsam an meine Seite geholt. Gemeinsam haben wir Ihnen unsere wich­tigs­ten Tipps, die Sie zu einer soli­den und pass­ge­nauen Finanzierung für Ihr Traumhaus brin­gen, zusammengestellt:

      So prüfen Sie, ob das Angebot Ihrer Bank gut ist:

      Eine ungüns­tige Finanzierung kann schnell einige tau­send Euro kos­ten. Wir wol­len, dass Sie den pas­sen­den Finanzierungspartner für Ihr Eigenheimprojekt fin­den und richtig abschät­zen kön­nen, ob das Angebot Ihrer Bank gut ist. Lesen Sie hier, wie Sie…

      1. Realistisch rech­nen und Varianten vergleichen
      2. Budget auf Laufzeit und Lebensumstände festlegen
      3. Frühzeitig einen Finanzierungsexperten hinzuziehen
      4. Ihren Finanzierungspartner, der zu Ihnen passt, finden.
      5. Klarheit über Bereitstellungszins und Prüfung von Förderprogrammen erhalten

        Realistisch rechnen und Varianten vergleichen

      Viele Bauherr:innen machen sich vor allem zu Beginn ihres Eigenheimprojektes sehr viele Gedanken über die gestal­te­ri­sche Umsetzung ihres Bauprojekts. Dabei gerät das Thema Finanzierung oft in den Hintergrund. Zu wis­sen, wie man sein Traumhaus in ein pas­sen­des Finanzierungskonzept gießt, gehört jedoch zum A und O Ihres Hausbauprojektes.

      Schließlich müs­sen Sie ein­schät­zen kön­nen, ob das WIE tat­säch­lich zu Ihrem vor­han­de­nen Budget passt.

      Verlieren Sie sich nicht in gestal­te­ri­schen Themen und ver­lie­ren so schnell den Blick für das wich­tige Thema Finanzierung.

      Wir raten Ihnen dazu, sich aus­führ­lich mit der Finanzierung Ihres Haustraumes zu beschäf­ti­gen, rea­lis­tisch zu rech­nen und ver­schie­dene Angebote zu ver­glei­chen.

      Begehen Sie nicht den Fehler und den­ken leicht­fer­tig, Sie könn­ten sich ein Haus ohne Weiteres leis­ten, weil “das Geld gerade so güns­tig ist”. Wie Ihr Haus, sollte die Finanzierung indi­vi­du­ell gestal­tet werden und muss unbe­dingt pas­sen. 

      Baufi-Experte Matthias Dörsam rät:

      Wichtige Bausteine neben den Konditionen sind Tilgungsvariantenwechsel, Möglichkeiten zur kos­ten­freien Sondertilgung und die Einbindung von KfW Programmen. Auch sollte, wenn der Zinssatz wei­ter­hin attrak­tiv ist, eine Zinsbindung von 15 Jahren oder län­ger ange­strebt werden.

      Auch wenn die Zinsbindung 15 Jahre oder län­ger beträgt, kann man trotz­dem nach 10 Jahren mit einer Frist von 6 Monaten kos­ten­frei kün­di­gen (soll­ten die Konditionen zur Neufinanzierung zu die­sem Zeitpunkt güns­ti­ger sein als die bestehende Baufinanzierung). 

      Budget und Laufzeit auf Lebensumstände festlegen

      Die Laufzeit des Baukredits ist des­halb so wich­tig, weil die meis­ten Menschen im Alter weni­ger Einkommen als wäh­rend der Erwerbsphase haben. Deshalb ist es sinn­voll, damit zu kal­ku­lie­ren, dass das Haus mit Eintritt in das Rentenalter abge­zahlt ist. 

      Das Budget muss von einem Experten geprüft und rea­lis­tisch bewer­tet werden.

      Überlegen Sie sich gleich von Anfang an, wie hoch die Monatsrate maxi­mal sein darf. Wenn Sie es dann schaf­fen, weni­ger Geld aus­zu­ge­ben, als viel­leicht bei der ers­ten Kalkulation geplant wurde und Sie die­ses Geld zur Sondertilgung ein­set­zen kön­nen, sind Sie umso schnel­ler wie­der schul­den­frei. Ein guter Indikator: Geld für einen Urlaub muss immer im Budget drin sein.

      Baufinanzierungsexperte Matthias Dörsam:
      In der Regel sollte die Monatsrate für das Darlehen nicht mehr als 35–40% des Nettoeinkommens betra­gen. Zu den Darlehenskosten kom­men zusätz­lich noch die mtl. Nebenkosten, die ja nach Lage des Hauses ca. 2,50 € pro qm aus­ma­chen. Diese Kosten werden bei einer knapp kal­ku­lier­ten Baufinanzierung oft ver­ges­sen oder die mtl. Belastung wird „schön gerech­net“.  

      Banken wer­ben häu­fig mit beein­dru­ckend nied­ri­gen Zinsen. Allerdings steht hin­ter die­ser Angabe immer eine hoch­ge­stellte Zahl, die auf eine Erläuterung ver­weist. Dort erklärt der Anbieter dann, dass diese Konditionen nur jene Kunden erhal­ten, die zum Beispiel höchs­tens 60 Prozent des Immobilienwerts als Baukredit benötigen und auch die Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklerkosten als Eigenkapital mitbringen.

      Für eine Immobilie im Wert von 250.000 Euro muss man also “nur” etwa 110.000 Euro Eigenkapital mit­brin­gen. Wenn Sie so viel nicht gespart haben, was oft vor­kommt, zah­len Sie einen höhe­ren Zins. Welche Bank den bes­ten Zins hat, erfah­ren Sie nicht aus dem Internet oder der Werbung, son­dern indem Sie mit einem Experten die Angebote vergleichen.

      Matthias Dörsam:

      Banken machen eine soge­nannte Lebensphasenplanung, d.h. wie­viel Restschuld ist bei Eintritt des Rentenalters noch vor­han­den? Wie hoch ist die pro­gnos­ti­zierte Rente? Reicht die­ser Betrag, um auch im Rentenalter das Darlehen wei­ter zu bedienen?

      Frühzeitig einen Experten hinzuziehen

      Von der Kopplung eines Bauvertrages mit einer Finanzierung rate ich Ihnen unbe­dingt ab. Häufig haben Bauträger, Architekten oder Makler mit den Objektunterlagen ein Finanzierungskonzept im Gepäck. Allerdings kal­ku­lie­ren diese die Finanzierung meist so, dass die Tilgung des Kredits über einen lan­gen Zeitraum  gestreckt wird.

      Das klingt erst ein­mal ver­lo­ckend, ist in vie­len Fällen aber gar nicht gut.  Als Bauherr:in soll­ten Sie dar­auf ach­ten,  dass Ihre Baufinanzierung an die  per­sön­li­che Lebensplanung und Ihre finan­zi­el­len Möglichkeiten ange­passt ist. Wichtigste Eckdaten sind das Lebensalter und der Zeitpunkt, zu dem Sie wie­der schul­den­frei sein wol­len. Beim Gestalten der Baufinanzierung hilft der Finanzierungsexperte.

      Baufi Experte Matthias Dörsam dazu:

      Sinnvoll für Kunden ist es, die Baufinanzierung als Gesamtkonzept zu rea­li­sie­ren. Gibt es: staat­li­che Förderungen die man nut­zen kann? Bestehen bereits Verträge (Bausparer etc.), die sinn­voll in die Finanzierung mit ein­ge­bun­den werden kön­nen? Wieviel Eigenkapital sollte ein­ge­setzt werden, um best­mög­li­che Konditionen von der Bank zu erhalten?

      In der Regel sollte die Monatsrate für das Darlehen nicht mehr als 35–40% des Nettoeinkommens betra­gen. Zu den Darlehenskosten kom­men zusätz­lich noch die mtl. Nebenkosten, die ja nach Lage des Hauses ca. 2,50 € pro qm aus­ma­chen. Diese Kosten werden bei einer knapp kal­ku­lier­ten Baufinanzierung oft ver­ges­sen oder die mtl. Belastung wird „schön gerechnet“. 

      Den richtigen Experten und Vermittler finden 

      Günstige  Zinsen kön­nen Bauherr:innen über einen regis­trier­ten Vermittler von Baufinanzierungen fin­den, da diese Zugang zu Plattformen haben, auf denen Banken ihre aktu­el­len Konditionen hin­ter­le­gen. Welchen Zins Sie bekom­men, ent­schei­det eine Bank erst, wenn die Angaben zum Einkommen, Vermögen, Ihre beruf­li­che Situation und finan­zi­elle Verpflichtungen gemacht wur­den. Darüber hin­aus spielt die Bewertung der Immobilie eine wich­tige Rolle. 

      Grundsätzlich gibt es klei­nere und grö­ßere Unternehmen, die Baufinanzierungen ver­mit­teln. Beide nut­zen die sel­ben Vergleichsplattformen. Auch ein klei­ner, regio­na­ler Vermittler kann also eine Baufinanzierung kom­pe­tent beglei­ten. Allerdings ist es häu­fig schwer, die Kompetenz eines klei­ne­ren Vermittlers bei die­sem Thema einzuschätzen.

      Auch die Hausbank oder Sparkasse kann Angebote vor­le­gen. Das sollte jedoch erst dann anfor­dern, wenn man zuvor mit einem Vermittler gespro­chen hat und kon­kur­renz­fä­hige Angebote vorliegen.

      Der Tipp von Matthias Dörsam:

      Ein guter Vermittler nimmt im Vorfeld alle rele­van­ten Daten der Interessenten auf, damit die Banken zügig und mit so wenig Rückfragen wie mög­lich ein Angebot erstel­len kön­nen. Er bie­tet den Interessenten auch meh­rere Option in Bezug auf Tilgungsrate, Laufzeit und staat­li­che Förderprogramme an. 

      Klarheit bei Bereitstellungszins und Prüfung von Förderpgrogrammen:

      Oft läuft das Bauvorhaben nicht nach Plan. Wie Sie Ihr Bauvorhaben von Anfang an auf das rich­tige Fundament stel­len, erfah­ren Sie hier in mei­nem Online-Kurs » Bauherrenführerschein.

      Die Bank geht in der Regel davon aus, dass Sie Ihren Darlehensbetrag mög­lichst bald abru­fen. Schließlich muss sie die­sen Betrag zur Auszahlung bereithalten.

      Nach eini­gen Monaten ver­langt die Bank dann Bereitstellungszinsen auf den nicht abge­ru­fe­nen Betrag. Diese Zinsen lie­gen weit höher als der aktu­elle Darlehenszins.

      Matthias Dörsam: Aktuell lie­gen die Bereitstellungszinsen (auf das noch nicht aus­ge­zahlte Geld) im Schnitt bei 0,3% pro Monat, sprich 3,6% p.a. Im Vorfeld sollte zusam­men mit dem Vermittler geprüft werden, wann wel­che Gelder fäl­lig sind, um dadurch eine zu lange bereit­stel­lungs­freie Zeit zu vermeiden.

      Kommunen, Bundesländer und die staat­li­che Förderbank KfW unter­stüt­zen bestimmte Gruppen mit unter­schied­li­chen Programmen beim Kauf oder Bau einer Immobilie. Bei kom­mu­na­len Förderprogrammen ist das Ziel meis­tens, junge Familien in die jewei­lige Stadt oder Region zu locken oder sie dort zu hal­ten, indem ihnen das Bauen erleich­tert wird.

      Für die Förderprogramme (z.B. Baukindergeld) gel­ten fast immer Einkommens- und Altershöchstgrenzen. Auch hier­bei kann der Finanzierungsexperte helfen.

      Matthias Dörsam:
      Förderungen der KfW oder Programme auf Länder- bzw. kom­mu­na­ler Ebene sind oft­mals ein Universum für sich, wel­che sich zusätz­lich im oft ste­ti­gen Wandel befin­den. Von daher ist es wich­tig, dass der Vermittler hier einen guten Überblick hat, damit alle zuste­hen­den Förderungen auch opti­mal genutzt werden kön­nen »> und damit den Kunden bares Geld einsparen. 

      Banken versenden in den vergangenen Wochen oftmals diese Nachrichten an ihre Kund:innen:

      …für Ihre Immobilienplöne gibt es viele gute Nachrichten. Die Bauzinsen sind wei­ter­hin sehr nied­rig.” Das Baukindergeld wurde bis Ende März 2021 ver­län­gert. Von der ver­bes­ser­ten Wohnungsbauprämie kön­nen mehr Menschen pro­fi­tie­ren. Für fast alle ist der Solidaritätszuschlag abge­schafft, den erspar­ten Betrag kann man nun bei­spiels­weise für die Vorsorge der eige­nen vier Wände nut­zen. Diese und wei­tere Vorteile haben wir für Sie zusam­men­ge­stellt. Von der güns­ti­gen Finanzierung über Vorsorgen und Absichern bis hin zum Immobilienverkauf. Mit der …. und ihren Partnern ……, …… und ……… haben Sie für Ihre Immobilienpläne erfah­rene Experten an Ihrer Seite.“

      Als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht ist das Thema Baufinanzierung nicht meine Paradedisziplin. Dennoch halte ich die Baufinanzierung Ihres pri­va­ten Eigenheimprojektes für eine der wich­tigs­ten Säulen Ihres Bauvorhabens, die in der Planungsphase einen großen und wich­ti­gen Raum einnimmt.

      Gemeinsam haben wir Ihnen unsere wich­tigs­ten Tipps, die Sie zu einer soli­den und pass­ge­nauen Finanzierung für Ihr Traumhaus brin­gen, zusammengestellt:

      So prüfen Sie, ob das Angebot Ihrer Bank gut ist:

      Eine ungüns­tige Finanzierung kann schnell einige tau­send Euro kos­ten. Wir wol­len, dass Sie den pas­sen­den Finanzierunspartner für Ihr Eigenheimprojekt fin­den und richtig abschät­zen kön­nen, ob das Angebot Ihrer Bank gut ist. Lesen Sie hier, wie Sie…

      1. Realistisch rech­nen und Varianten vergleichen
      2. Budget auf Laufzeit und Lebensumstände festlegen
      3. Frühzeitig einen Finanzierungsexperten hinzuziehen
      4. Ihren Finanzierungspartner, der zu Ihnen passt, finden.
      5. Klarheit über Bereitstellungszins und Prüfung von Förderprogrammen erhalten

        Realistisch rechnen und Varianten vergleichen

        Viele Bauherren machen sich vor allem zu Beginn ihres Eigenheimprojektes sehr viele Gedanken über die gestal­te­ri­sche Umsetzung ihres Bauprojekts, ver­ges­sen dabei aber zu prüfen, ob die Finanzierung zu ihren Gestaltungsideen passt. Das Thema Finanzierung gerät dabei oft in den Hintergrund.

        Zu wis­sen, wie man seine Traumhaus finan­zi­ell umset­zen möchte ist aber sehr sehr wich­tig. Schließlich muss man ein­schät­zen kön­nen, ob das WIE tat­säch­lich zum vor­han­de­nen Budget passt und wel­che Stellschrauben es gibt, das Budget im Rahmen zu hal­ten, der für Sie mach­bar ist.

      Verlieren Sie sich nicht in gestal­te­ri­schen Themen, denn so ver­lie­ren Sie schnell den Blick für das wich­tige Thema Finanzierung.

      Wir raten Ihnen dazu, sich aus­führ­lich mit der Finanzierung Ihres Haustraumes zu beschäf­ti­gen, rea­lis­tisch zu rech­nen und ver­schie­dene Angebote zu ver­glei­chen.

      Begehen Sie nicht den Fehler und den­ken leicht­fer­tig, Sie könn­ten sich ein Haus ohne Weiteres leis­ten, weil “das Geld gerade so güns­tig ist”.

      Wie Ihr Haus, sollte die Finanzierung indi­vi­du­ell gestal­tet werden und muss unbe­dingt pas­sen. 

      Baufi-Experte Matthias Dörsam rät:

      Wichtige Bausteine neben den Konditionen sind Tilgungsvariantenwechsel, Möglichkeiten zur kos­ten­freien Sondertilgung und die Einbindung von KfW Programmen. Auch sollte, wenn der Zinssatz wei­ter­hin attrak­tiv ist, eine Zinsbindung von 15 Jahren oder län­ger ange­strebt werden.

      Auch wenn die Zinsbindung 15 Jahre oder län­ger beträgt, kann man trotz­dem nach 10 Jahren mit einer Frist von 6 Monaten kos­ten­frei kün­di­gen (soll­ten die Konditionen zur Neufinanzierung zu die­sem Zeitpunkt güns­ti­ger sein als die bestehende Baufinanzierung).

      Budget und Laufzeit auf Lebensumstände festlegen

      Die Laufzeit des Baukredits ist des­halb so wich­tig, weil die meis­ten Menschen im Alter weni­ger Einkommen als wäh­rend der Erwerbsphase haben. Deshalb ist es sinn­voll, damit zu kal­ku­lie­ren, dass das Haus mit Eintritt in das Rentenalter abge­zahlt ist. 

      Das Budget muss von einem Experten geprüft und rea­lis­tisch bewer­tet werden.

      Überlegen Sie sich gleich von Anfang an, wie hoch die Monatsrate maxi­mal sein darf. Wenn Sie es dann schaf­fen, weni­ger Geld aus­zu­ge­ben, als viel­leicht bei der ers­ten Kalkulation geplant wurde und Sie die­ses Geld zur Sondertilgung ein­set­zen kön­nen, sind Sie umso schnel­ler wie­der schuldenfrei.

      Ein guter Indikator: Geld für einen Urlaub muss immer im Budget drin sein.

      Baufinanzierungsexperte Matthias Dörsam:
      In der Regel sollte die Monatsrate für das Darlehen nicht mehr als 35–40% des Nettoeinkommens betra­gen. Zu den Darlehenskosten kom­men zusätz­lich noch die mtl. Nebenkosten, die ja nach Lage des Hauses ca. 2,50 € pro qm aus­ma­chen. Diese Kosten werden bei einer knapp kal­ku­lier­ten Baufinanzierung oft ver­ges­sen oder die mtl. Belastung wird „schön gerech­net“.

      Banken wer­ben häu­fig mit beein­dru­ckend nied­ri­gen Zinsen. Allerdings steht hin­ter die­ser Angabe immer eine hoch­ge­stellte Zahl, die auf eine Erläuterung ver­weist. Dort erklärt der Anbieter dann, dass diese Konditionen nur jene Kunden erhal­ten, die zum Beispiel höchs­tens 60 Prozent des Immobilienwerts als Baukredit benötigen und auch die Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklerkosten als Eigenkapital mitbringen.

      Für eine Immobilie im Wert von 250.000 Euro muss man also “nur” etwa 110.000 Euro Eigenkapital mit­brin­gen. Wenn Sie so viel nicht gespart haben, was oft vor­kommt, zah­len Sie einen höhe­ren Zins. Welche Bank den bes­ten Zins hat, erfah­ren Sie nicht aus dem Internet oder der Werbung, son­dern indem Sie mit einem Experten die Angebote vergleichen. 

      Matthias Dörsam:

      Banken machen eine soge­nannte Lebensphasenplanung, d.h. wie­viel Restschuld ist bei Eintritt des Rentenalters noch vor­han­den? Wie hoch ist die pro­gnos­ti­zierte Rente? Reicht die­ser Betrag, um auch im Rentenalter das Darlehen wei­ter zu bedienen?

      Frühzeitig einen Experten hinzuziehen

      Von der Kopplung eines Bauvertrages mit einer Finanzierung rate ich Ihnen unbe­dingt ab. Häufig haben Bauträger, Architekten oder Makler mit den Objektunterlagen ein Finanzierungskonzept im Gepäck. Allerdings kal­ku­lie­ren diese die Finanzierung meist so, dass die Tilgung des Kredits über einen lan­gen Zeitraum  gestreckt wird.

      Das klingt erst ein­mal ver­lo­ckend, ist in vie­len Fällen aber gar nicht gut.  Als Bauherr:in soll­ten Sie dar­auf ach­ten,  dass Ihre Baufinanzierung an die  per­sön­li­che Lebensplanung und Ihre finan­zi­el­len Möglichkeiten ange­passt ist. Wichtigste Eckdaten sind das Lebensalter und der Zeitpunkt, zu dem Sie wie­der schul­den­frei sein wol­len. Beim Gestalten der Baufinanzierung hilft der Finanzierungsexperte.

      Baufi Experte Matthias Dörsam dazu:

      Sinnvoll für Kunden ist es, die Baufinanzierung als Gesamtkonzept zu rea­li­sie­ren. Gibt es: staat­li­che Förderungen die man nut­zen kann? Bestehen bereits Verträge (Bausparer etc.), die sinn­voll in die Finanzierung mit ein­ge­bun­den werden kön­nen? Wieviel Eigenkapital sollte ein­ge­setzt werden, um best­mög­li­che Konditionen von der Bank zu erhalten?

      In der Regel sollte die Monatsrate für das Darlehen nicht mehr als 35–40% des Nettoeinkommens betra­gen. Zu den Darlehenskosten kom­men zusätz­lich noch die mtl. Nebenkosten, die ja nach Lage des Hauses ca. 2,50 € pro qm aus­ma­chen. Diese Kosten werden bei einer knapp kal­ku­lier­ten Baufinanzierung oft ver­ges­sen oder die mtl. Belastung wird „schön gerechnet“.

      Den richtigen Experten und Vermittler finden 

      Günstige  Zinsen kön­nen Bauherr:innen über einen regis­trier­ten Vermittler von Baufinanzierungen fin­den, da diese Zugang zu Plattformen haben, auf denen Banken ihre aktu­el­len Konditionen hin­ter­le­gen. Welchen Zins Sie bekom­men, ent­schei­det eine Bank erst, wenn die Angaben zum Einkommen, Vermögen, Ihre beruf­li­che Situation und finan­zi­elle Verpflichtungen gemacht wur­den. Darüber hin­aus spielt die Bewertung der Immobilie eine wich­tige Rolle. 

      Grundsätzlich gibt es klei­nere und grö­ßere Unternehmen, die Baufinanzierungen ver­mit­teln. Beide nut­zen die­sel­ben Vergleichsplattformen. Auch ein klei­ner, regio­na­ler Vermittler kann also eine Baufinanzierung kom­pe­tent beglei­ten. Allerdings ist es häu­fig schwer, die Kompetenz eines klei­ne­ren Vermittlers bei die­sem Thema einzuschätzen.

      Auch die Hausbank oder Sparkasse kann Angebote vor­le­gen. Das soll­ten Sie jedoch erst dann anfor­dern, wenn Sie zuvor mit einem Vermittler gespro­chen haben und kon­kur­renz­fä­hige Angebote vorliegen.

      Der Tipp von Matthias Dörsam:

      Ein guter Vermittler nimmt im Vorfeld alle rele­van­ten Daten der Interessenten auf, damit die Banken zügig und mit so wenig Rückfragen wie mög­lich ein Angebot erstel­len kön­nen. Er bie­tet den Interessenten auch meh­rere Option in Bezug auf Tilgungsrate, Laufzeit und staat­li­che Förderprogramme an.

      Klarheit bei Bereitstellungszins und Prüfung von Förderprogrammen:

      Oft läuft das Bauvorhaben nicht nach Plan. Wie Sie Ihr Bauvorhaben von Anfang an auf das rich­tige Fundament stel­len, erfah­ren Sie hier in mei­nem Online-Kurs » Bauherrenführerschein.

      Die Bank geht in der Regel davon aus, dass Sie Ihren Darlehensbetrag mög­lichst bald abru­fen. Schließlich muss sie die­sen Betrag zur Auszahlung bereithalten.

      Nach eini­gen Monaten ver­langt die Bank dann Bereitstellungszinsen auf den nicht abge­ru­fe­nen Betrag. Diese Zinsen lie­gen weit höher als der aktu­elle Darlehenszins.

      Matthias Dörsam: Aktuell lie­gen die Bereitstellungszinsen (auf das noch nicht aus­ge­zahlte Geld) im Schnitt bei 0,3% pro Monat, sprich 3,6% p.a. Im Vorfeld sollte zusam­men mit dem Vermittler geprüft werden, wann wel­che Gelder fäl­lig sind, um dadurch eine zu lange bereit­stel­lungs­freie Zeit zu vermeiden.

      Kommunen, Bundesländer und die staat­li­che Förderbank KfW unter­stüt­zen bestimmte Gruppen mit unter­schied­li­chen Programmen beim Kauf oder Bau einer Immobilie. Bei kom­mu­na­len Förderprogrammen ist das Ziel meis­tens, junge Familien in die jewei­lige Stadt oder Region zu locken oder sie dort zu hal­ten, indem ihnen das Bauen erleich­tert wird. Für die Förderprogramme gel­ten fast immer Einkommens- und Altershöchstgrenzen. Auch hier­bei kann der Finanzierungsexperte helfen.

      Matthias Dörsam:
      Förderungen der KfW oder Programme auf Länder- bzw. kom­mu­na­ler Ebene sind oft­mals ein Universum für sich, wel­che sich zusätz­lich im oft ste­ti­gen Wandel befin­den. Von daher ist es wich­tig, dass der Vermittler hier einen guten Überblick hat, damit alle zuste­hen­den Förderungen auch opti­mal genutzt werden kön­nen »> und damit den Kunden bares Geld einsparen.

      Sie pla­nen Ihr Eigenheimprojekt und wol­len es von Anfang an richtig ange­hen? Dann starten Sie direkt mit mei­nen  Kostenfreien Webinaren:

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      Das sind die wichtigsten Versicherungen für private Bauherren

      Das sind die wichtigsten Versicherungen für private Bauherren

      Müssen Sie sich als Bauherr:in versichern? Falls ja, welche Versicherungen werden benötigt?

      Wir brin­gen Licht ins Dunkel und geben Ihnen hier eine erste Übersicht, wel­che Versicherungen abge­schlos­sen werden soll­ten.

      1. Bauleistungsversicherung
      2. Bauherrenhaftpflichtversicherung
      3. Berufshaftpflichtversicherung des Architekten
      4. Bauhelferversicherung
      5. Feuerversicherung
      6. ggf. Versicherung für die Photovoltaik-Anlage, falls Sie diese planen.

      Diese Versicherungen für Ihre Baustelle sind für Sie verpflichtend:

      • Bauherrenhaftpflichtversicherung
      • Feuerversicherung

      Fordern Sie bitte diese beiden Versicherungen von Ihren Baupartnern:

      Die Bauleistungsversicherung soll­ten Sie unbe­dingt von Ihrem Unternehmer for­dern. Er muss diese Versicherung abschlie­ßen und nach­wei­sen können.

      Ebenso ver­hält es sich mit der Berufshaftpflichtversicherung des Architekten. Lassen Sie sich diese Versicherung von Ihrem Architekten bitte nachweisen.

       

      Vernachlässigen Sie den Versicherungsschutz für Ihre Baustelle nicht:

      Warum mir Ihr rich­ti­ger Versicherungsschutz für Ihr Hausprojekt so wich­tig ist?
      Anbei ein Beispiel. Es beant­wor­tet die Frage, WER eigent­lich haf­tet, wenn es auf Ihrer Baustelle zu einem Unfall kommt — und wel­che Versicherung dann eintritt:

      Kommt es bei­spiels­weise wäh­rend der Bauausführung auf Ihrer Baustelle zu einem Unfall eines Handwerkers, so haf­tet der Bauunternehmer für den Arbeitsschutz sei­nes Mitarbeiters. Denn: Arbeitsschutz ist Aufgabe des Bauunternehmers.

      Aber Achtung — für Unfälle ande­rer Art, bei­spiels­weise wegen:

      • einer feh­len­den oder schlech­ten Sicherung Ihrer Baustelle,
      • Schmutz auf den Gehwegen,
      • einer unge­nü­gen­den Beleuchtung am Neubau
      • und bei Verletzung von Passanten wegen unge­nü­gen­der Absperrung

      haf­ten Sie, der/die Bauherr:in!

      Daher ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung so wichtig.

      Fazit: Als Bauherr und Grundstückseigentümer müs­sen Sie dafür sor­gen, dass von Ihrer Baustelle keine Gefahren ausgehen.

      Das nennt man Bauherrenhaftung. Ansprechpartner für geschä­digte Nachbarn, Passanten oder sons­tige Dritte ist immer der Bauherr, daher ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung so wich­tig. Der Bauherr hat übri­gens auch die Verkehrssicherungspflicht.

      Die Bauherrenhaftpflichtversicherung sollte spä­tes­tens mit Baubeginn abge­schlos­sen werden.

       

      Eltern haften für Ihre Kinder“ — Diese Aufschrift auf den gelben Baustellenschildern kennt jeder

      Auf jeder Baustelle gilt jedoch: Alle poten­zi­el­len Gefahrenquellen — bei­spiels­weise Gerüste, Schächte, Dächer, Gruben und Gräben — müs­sen so gesi­chert sein, dass nie­mand hinein- oder hin­un­ter­fal­len kann. Dafür haf­tet näm­lich Sie als Bauherr.

      Bauhelfer:innen auf Ihrer Baustelle müssen unbedingt versichert werden:

      Wenn Sie auf Ihrer Baustelle die Hilfe von Freunden und Familienmitgliedern ein­pla­nen, müs­sen Sie für diese unbe­dingt eine Bauhelferversicherung abschlie­ßen, quasi als Unfallversicherung.

      Es geht dabei um den Versicherungsschutz Ihrer Verwandten, Freunde und Bekannte, die die Bauherren beim Bau unterstützen.

      Deshalb besteht für jeden Bauherr oder Bauherrin die Pflicht, Helferinnen und Helfer bei der BG Bau zu mel­den und Beiträge zu ent­rich­ten. Zudem liegt es in Ihrer Verantwortung, diese Baubeteiligten vor Gefährdungen zu schüt­zen und Unfälle zu melden.

      Die Bauhelferversicherung ist neben der Meldung bei der Bau BG eine sehr wich­tige Absicherung.

      Keine zwin­gende, aber wich­tige Versicherung bei Eigenleistungen:

      Denkbar ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Risiko-Lebensversicherung, wenn Sie selbst sehr viel am Bau erle­di­gen möchten.

      Weitere Versicherungen sind die Rohbau- und Feuerversicherung.
      Die Rohbauversicherung schützt im Brandfall, nicht aber bei Schäden, die durch Naturereignisse entstehen.

      Die Bauleistungsversicherung oder auch Bauwesenversicherung genannt, ver­si­chert Sie in der Bauphase gegen unvor­her­ge­se­hene Schäden an der Bauleistung sowie am Baumaterial und tritt auch bei Diebstahl fest ein­ge­bau­ter Teile ein.

      Beschädigungen und Zerstörungen durch Vandalismus oder ein­drin­gen­des Regenwasser bei extre­men Starkniederschlägen sind ebenso abge­deckt wie Schäden durch Ausführungs- und Konstruktionsfehler.

      Zusammenfassend: Dies sind die wich­tigs­ten Versicherungen und Policen für Ihre Baustelle:

      • Rohbau- oder Feuerversicherung
      • Bauherrenhaftpflicht
      • Unfallschutz für Helfer und Eigentümer
      • Hausratversicherung

      Umso wich­ti­ger ist der Versicherungsschutz durch den Abschluss der nöti­gen und für Sie pas­sen­den Versicherung, denn: 

      Der Weg ins eigene Traumhaus kann durch­aus gefähr­lich und scha­den­träch­tig sein, und sollte etwas pas­sie­ren — immense Kosten ver­ur­sa­chen, wenn es nicht aus­rei­chend  durch eine Versicherung abge­deckt werden kann.

      Ihre viel­leicht wich­tigste Investition Ihres Lebens soll­ten Sie von Anfang an auf ein siche­res Fundament stellen.

       

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      Vorsicht: Die Kündigung des Bauvertrages kann teuer werden

      Vorsicht: Die Kündigung des Bauvertrages kann teuer werden

      Können Sie als private Bauende ohne Weiteres Ihren Bauvertrag kündigen? So vermeiden Sie, “Federn zu lassen”:

      Ich kann mich sehr gut in die Situation von pri­va­ten Baufamilien ein­füh­len. Vor eini­gen Jahren war ich selbst Bauherrin und weiß, wie Sie sich füh­len, wenn Sie Ihren Hausbau planen.

      Eigentlich sollte alles nach Plan lau­fen:
      Es wurde ver­spro­chen, dass man “Weihnachten im neuen Haus fei­ern kann”. Im August ist jedoch noch nicht ein­mal die Bodenplatte gegossen.

      Ein Blick in den Vertrag zeigt: Leider ist die Vertragsgrundlage schlecht, der Unternehmer hat sich ver­kal­ku­liert, die Bauherren haben nicht erfasst, dass die Leistungsbeschreibung nicht alle Leistungen ent­hält und es kommt zu Nachträgen, die von der Bank nicht mehr finan­ziert werden…..Es gibt so viele Fehler, die pas­sie­ren kön­nen, vor allen Dingen den Baufamilien, die als Laien die Tragweite eines Bauvertrags ein­fach nicht erfas­sen kön­nen und hof­fen, das „alles gut geht“…

      Bauverträge sind bindend und zum Vertragen da.

      Es gibt jedoch ver­schie­dene Gründe, die die Kündigung Ihres Bauvertrages für Ihr “Lebenswerk Hausbau” nötig machen und recht­fer­ti­gen. Diese Fälle habe ich bereits mehr­fach betreut:

      • Der Unternehmer ver­langt Vorschuss.
      • Der Unternehmer legt die Arbeit nieder.
      • Der Unternehmer ver­hält sich gegen den Vertrag.
      • Der Unternehmer erpresst den Bauherren.
      • Der Unternehmer kon­stru­iert Nachträge.
      • Der Unternehmer belei­digt Bauherren.
      • Der Unternehmer ver­langt Geld und ver­schwin­det ohne Leistung.
      • Der Unternehmer stellt die Arbeiten ein­fach ein, nach­dem Sie einen Mangel gerügt haben.

      Ich könnte diese Liste noch wei­ter­füh­ren. All diese Handlungen machen nicht nur Sie als Bauherr:in ner­vös, trau­rig und sauer, sie füh­ren auch dazu, dass es zumin­dest recht­lich kom­pli­ziert wird.

      Sie sind deshalb aber Ihren Vertragspartnern nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

      Das Gesetz sieht vor, dass Sie als Bauherr:in umfas­sende Rechte haben, sich aus Ihrem Bauvertrag zu lösen. In den oben genann­ten Fällen kann man sich gege­be­nen­falls durch eine außer­or­dent­li­che Kündigung, 648a BGB vom Vertrag lösen. Wichtig ist, dass dies nie­mals ohne fach­an­walt­li­che Beratung erfol­gen sollte.

      Es besteht jedoch auch eine andere Möglichkeit, sich jeder­zeit vom Vertrag zu lösen.

      Das nennt man dann freie Kündigung, § 648 BGB.

      Wenn Sie „frei“ kün­di­gen, was für Sie als Verbraucher jeder­zeit mög­lich ist, kann es teuer werden.

      Dem Bauunternehmen als Auftragnehmer steht bei der freien Kündigung des Bauvertrags durch den Auftraggeber die ver­ein­barte Vergütung zu. Das gilt für alle Vertragsarten, egal, ob VOB/B Vertrag, Bauvertrag nach BGB oder Verbraucherbauvertrag nach § 650 i BGB.

      Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

      Wer mag, kann sich den Gesetzestext mal zu Gemüte füh­ren: § 648

      Kündigungsrecht des Bestellers

      Der Besteller kann bis zur Vollendung des Werkes jeder­zeit den Vertrag kün­di­gen. Kündigt der Besteller, so ist der Unternehmer berech­tigt, die ver­ein­barte Vergütung zu ver­lan­gen; er muss sich jedoch das­je­nige anrech­nen las­sen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Aufwendungen erspart oder durch ander­wei­tige Verwendung sei­ner Arbeitskraft erwirbt oder zu erwer­ben bös­wil­lig unter­lässt. Es wird ver­mu­tet, dass danach dem Unternehmer 5 vom Hundert der auf den noch nicht erbrach­ten Teil der Werkleistung ent­fal­len­den ver­ein­bar­ten Vergütung zustehen.

      Na, ver­stan­den?

      Auf jeden Fall kann der Unternehmer die gesamte Vergütung ver­lan­gen, er muss sich jedoch anrech­nen las­sen, was es an Kosten erspart, was er ander­wei­tig erwirbt und was es bös­wil­lig zu erwer­ben unter­lässt. Damit sind alle Aufwendungen zu ver­ste­hen sind, die ursprüng­lich für die Leistungserbringung not­wen­dig waren und bei Wegfall die­ser Leistungen nun erspart werden.

      Der Unternehmer muss seinen Vergütungsanspruch genau belegen.

      Die Abrechnung eines gekün­dig­ten Bauvertrags ist kom­pli­ziert und der Bundesgerichtshof stellt hier hohe Anforderung an die Abrechnung des Unternehmers.

      Dennoch, die Ihnen vor­ge­legte Schlussrechnung des Unternehmers müs­sen Sie auf jeden Fall von einem:r Fachanwalt:in für Baurecht prüfen lassen.

      Der sicherste Weg ist die ein­ver­nehm­li­che Vertragsaufhebung, bei der man in der Regel jedoch lei­der auch „Federn lässt“.

      Damit es bei Ihrem Bauvorhaben nicht dazu kommt, emp­fehle ich wirk­lich ein­drin­gend sich eige­nes Wissen anzu­eig­nen, den Bauvertrag prüfen zu las­sen, sich bau­tech­nisch beglei­ten zu las­sen und wäh­rend der Bauphase den Rat einer:s Verbraucherbaurechtler:in ein­zu­ho­len.

      In mei­nem Online-Kurs Bauherrenführerschein habe ich auf eine smar­ten Plattform mein gan­zes Wissen zusam­men­ge­fasst, das Sie als Bauherr benötigen, um nicht wie ein „gerupf­tes Huhn“ zu enden.

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      18 unwirksame Klauseln in einem Bauvertrag — Entscheidung des OLG Frankfurt

      18 unwirksame Klauseln in einem Bauvertrag — Entscheidung des OLG Frankfurt

      Justitia hat gesprochen. 18 Klauseln eines Bauvertrages für unwirksam erklärt.

      Das OLG Frankfurt hat ent­schie­den: Urteil vom 28.10.2020 — 29 U 14619.

      Es freut mich sehr, dass die Gerichte immer mehr auf die Rechte der Verbraucher schauen. Demnach sind zahl­rei­che Klauseln nach dem neuem Bauvertragsrecht unwirk­sam. Am 28. November 2020 hat das Oberlandesgericht Frankfurt ganze 18 (!!!) Klauseln eines Bauvertrages, der unzäh­lige Bauherren zur Unterzeichnung vor­ge­legt wurde, für unwirk­sam erklärt.

      Bereits die Vorinstanz hatte 11 Klauseln bean­stan­det, das Oberlandesgericht hielt dar­auf in 2. Instanz sogar 18 Klauseln für unwirk­sam.

      Die Revision vor dem Bundesgerichtshof wurde zwar zuge­las­sen, die Erfolgsaussichten in der 3. Instanz sind jedoch auf­grund der Rechtsprechung des BGH vom März 2020 als gering einzustufen.

       

      Traurige Realität: Nach wie vor sind 90 Prozent der Bauverträge, die Bauherren vorgelegt werden, NICHT unterschriftsreif, da sie die Bauherren in ihren Rechten unrechtmäßig einschränken.

      In die­sem Blogbeitrag erkläre ich Ihnen rechts­si­cher, wel­che Klauseln das Gericht ange­grif­fen hat. Ich kann hier nur einige her­aus­he­ben. Eine voll­stän­dige Urteilsbesprechung wird Live bei Facebook erfolgen. 

      » Werden Sie jetzt Teil unse­rer Facebook Gruppe Bauglück und Freude beim Bauen und ver­pas­sen keine Tipps und Tricks mehr.

      Geklagt hatte ein gemein­nüt­zi­ger Verein, der sich für den Verbraucherschutz im Bauwesen ein­setzt. Denn nur diese Vereine haben das Recht sol­che Klagen zu erheben.

      Die Beklagte ist ein Bauunternehmen, die schlüs­sel­fer­tige Häuser für Verbraucher erstellt. Das Bauunternehmen ver­wen­det einen Mustervertrag für eine Vielzahl von Fällen und nennt die­sen “Planungs- und Bauvertrag”. Diesen Vertrag greift die Klage an. Hier ist das Ergebnis:

      Schon die Vorinstanz, das Landgericht, hat der Klage hin­sicht­lich von 11 Klauseln statt­ge­ge­ben. Gegen das Urteil des Landgerichts haben sowohl Kläger als auch die Beklagte Berufung ein­ge­legtIn der Berufung hat die Klägerin wei­te­ren Erfolg und die Berufung der Bauunternehmerin wird zurückgewiesen.

       

      Folgende Klauseln des Bauvertrages hält das OLG Frankfurt für unwirksam:

       

      1. Klausel zur Annahme übli­cher Grundstücksgegebenheiten unwirksam.

      Das OLG unter­sagte der Beklagten die Verwendung einer Klausel, wonach die Parteien davon aus­ge­hen, dass “keine unüb­li­chen Grundstücksgegebenheiten bestehen”. Diese Klausel sei, so das OLG, „für einen durch­schnitt­li­chen Verbraucher unver­ständ­lich und somit intrans­pa­rent. Dem Kunden sei voll­kom­men unklar, wann ein Grundstück noch üblich und wann es unüb­lich beschaf­fen sei.“ “Es gibt kein ‘Baugrundstück von der Stange’ ”, so das Oberlandesgericht Frankfurt.

       

      1. Klausel über Nachtragsvereinbarung bei wesent­li­chen Änderungen unwirksam.

      Ebenfalls unwirk­sam ist nach Ansicht des OLG die Bestimmung, wonach, „wenn der Auftraggeber statt der vor­ge­leg­ten Ausführungsplanung wesent­li­che Änderungen for­dert, die Vertragsparteien “ver­han­deln und eine ent­spre­chende Nachtragsvereinbarung abschlie­ßen”.

      Diese Klausel lasse, so der Senat, das neue Bauvertragsrechts außer Acht. Der Gesetzgeber hat im Jahr 2018 im Bauvertragsrecht ver­an­kert, dass den Bauherren aus­drück­lich ein ein­sei­ti­ges Anordnungs- bzw. Änderungsrecht zuge­bil­ligt, wenn keine güt­li­che Einigung zwi­schen den Parteien zu Stande kommt. Mit der Klausel werde — zu Unrecht, so das OLG — der Eindruck erweckt, dass der Kunde unbe­dingt eine Nachtragsvereinbarung benö­tige. Das Gesetz sieht dies jedoch aus­drück­lich nicht so.

       

      1. Klausel zu Baufahrzeugen unwirksam.

      Unwirksam sei zudem eine Klausel, wonach der Bauherr zusi­chern muss, dass das Grundstück “mit schwe­ren Baufahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von 40 Tonnen befah­ren werden kann”.

      Diese Klausel ist in zahl­rei­chen Bauverträgen vor­han­den und betrifft daher eine Vielzahl von Bauherren.

      Ein durch­schnitt­li­cher Verbraucher, so das OLG wei­ter, könne nicht beur­tei­len, ob sein Baugrundstück mit der­ar­ti­gen Baufahrzeugen befah­ren werden könne. Dies hänge von der Beschaffenheit sei­nes Grundstücks ins­be­son­dere den Bodenverhältnissen ab sowie von der Beschaffenheit des Baufahrzeugs. Beides sei dem Kunden nicht bekannt. Genau des­halb ist ja die Einholung eines Bodengutachtens erforderlich.

       

      1. Klausel über Fiktion der Abnahme unwirksam

      Nicht wirk­sam ist nach Ansicht des Gerichts auch die Klausel, wonach das Bauwerk als abge­nom­men gilt, wenn eine Frist zur Abnahme gesetzt wurde “und der Auftraggeber die Abnahme nicht inner­halb die­ser Frist unter Angabe wesent­li­cher Mängel ver­wei­gert hat”.

      Auch das ist gegen das Gesetz, denn, einer­seits müs­sen die Baufirmen einen Verbraucher in Textform auf die Folgen einer nicht erklär­ten oder ohne Angabe von Mängeln ver­wei­ger­ten Abnahme hin­wei­sen. Andererseits ist nach dem Gesetz bereits dann nicht von einer Abnahme aus­zu­ge­hen, wenn der Besteller wegen eines Mangels — nicht meh­re­rer Mängel — die Abnahme ver­wei­gert hat.

      Ob der Mangel wesent­lich oder unwe­sent­lich ist, spiele nach den gesetz­li­chen Regelungen eben­falls keine Rolle.

       

      Mein Fazit zum Urteil des OLG Frankfurt:

      Wieder ein­mal zeigt sich, dass man­che Baufirmen die gesetz­li­chen Vorgaben ein­fach über­ge­hen, igno­rie­ren und sich nach dem Motto: „Die Verbraucher ver­ste­hen ohne­hin nix.“ über das Gesetz hinwegsetzen.

      2020 ist ein Jahr des Wandels und der Änderungen. Bereits die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 11.3.2020 (BGH, 11.03.2020 — VII ZR 6417zu Beginn des Jahres hat gezeigt, dass den schwar­zen Schafen unter den Baufirmen nicht wei­ter Narrenfreiheit gewährt wird. Das Urteil des OLG Frankfurt bestä­tigt diese Tendenz. Darüber bin ich sehr froh.

      Nur wenn wir alle auf­merk­sam sind und gegen diese unlau­te­ren Mittel vor­ge­hen, schaf­fen wir eine Verbesserung der Baukultur in Deutschland, die zu mehr Fairness und Nachhaltigkeit auf Deutschlands Baustellen führt. Deshalb biete ich Ihnen an, dass Sie mir Ihre Verträge zuschi­cken und ich diese an den Verein zur Abmahnung ver­brau­cher­find­li­cher Klauseln wei­ter­gebe. Senden Sie mir diese bitte direkt in meine Rechtsanwaltkanzlei Reibold-Rolinger:
      info@kanzlei-reibold-rolinger.de

      Gemeinsam kön­nen wir es schaf­fen, das Leid vie­ler Bauherren zu verhindern.

      Lassen Sie sich des­halb nicht län­ger mit die­sen Floskeln ver­schau­keln und ein­schüch­tern oder gar zu einer vor­ei­li­gen Unterschrift hinreißen:

      • Das ist ein MUSTERVERTRAG, den haben schon tau­sende von Bauherren geschrieben“.

      • Diesen Vertrag kann man nicht ändern, der bleibt so“.

      • Dieser Vertrag ist von unse­ren Fachleuten erstellt und ent­spricht dem Gesetz“.

      In den aller­meis­ten Fällen sind diese Aussagen ganz ein­fach nur unwahr!
      Es wird Zeit, dass sich etwas ändert. Jede:r die/der baut, kann sei­nen Beitrag leisten. 

      »Fortsetzung folgt. In einem unse­rer nächs­ten Blogbeiträge stel­len wir Ihnen wei­tere unwirk­sa­men Klauseln vor. Bleiben Sie dran, denn… es bleibt spannend!

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        Mängel in Eigenleistung beseitigen. Lohnt sich das?

        Mängelbeseitigung — Wieviel ist IHRE Arbeitszeit wert?

        Mängelbeseitigung in Eigenleistung. So viel ist Ihre Arbeitszeit wert:

        Manchmal kommt es vor, dass Unternehmer nach Abnahme oder Kündigung des Bauvertrages Mängel oder Folgeschäden nicht besei­ti­gen. Für Sie als Bauherr:in besteht dann die Möglichkeit, den Mangel ent­we­der durch einen ande­ren Bauunternehmer besei­ti­gen zu las­sen, oder aber selbst Hand anzulegen.

        Viele Bauherr:innen sind handwerklich geschickt und trauen sich die Beseitigung der Mängel deshalb in Eigenleistung zu.

        Wenn Sie sich vor­her richtig ver­hal­ten haben, dann haben Sie noch nicht den gesam­ten Werklohn an den Unternehmer gezahlt. Das eröff­net Ihnen die Möglichkeit, Ihren eige­nen Arbeitsaufwand mit dem Restwerklohn aufzurechnen.

        Wir beant­wor­ten Ihnen in die­sem Blogbeitrag die Frage:

        • wie Sie den Aufwand für eige­nes Tätigwerden berech­nen und
        • was Sie als Stundenaufwand berech­nen können.

        Einen solchen Fall hatte das OLG Frankfurt zu entscheiden:

        Die Bauherr:innen woll­ten für ihre eige­nen Arbeitszeit einen Stundensatz von 35 Euro/Stunde in Ansatz bringen.

        Der Sachverhalt war wie folgt:

        Ein Bauunternehmer wurde mit der Errichtung eines Reihenhauses beauftragt.

        Es kam zum Streit wegen Mängeln. Nach Fristsetzung der Mängelbeseitigung und Abnahme unter Vorbehalt besei­tig­ten die Bauherren die Mängel selbst und setzte dabei einen Stundenlohn von 35,00 Euro an.
        Mit der Restwerklohforderung wurde die Aufrechnung erklärt: Der Bauunternehmer ver­klagte die Bauherren auf Zahlung des Restwerklohns.

        Das Gericht der ers­ten Instanz gab dem Unternehmer Recht und ver­ur­teilte die Bauherren auf Zahlung.

        Das OLG Frankfurt stellte dazu klar, dass der Ansatz von 35,00 Euro pro Stunde für die Eigenleistungen des Bauherrn bei ein­fa­chen hand­werk­li­chen Leistungen unan­ge­mes­sen hoch sei.

        In Anlehnung an eine Entscheidung des  OLG Düsseldorf vom 30.04.2015 (Az.: I — 21 U 7114) schätzte der Senat in Ansehung der Art der durch­ge­führ­ten Arbeiten für die Eigenleistung einen Stundensatz von etwa 15 Euro als ange­mes­se­nen Betrag.

        Danach könne der Besteller  — wenn der Auftragnehmer sei­ner Verpflichtung zur Beseitigung von (Rest-)Mängeln inner­halb einer ihm vom Auftraggeber gesetz­ten ange­mes­se­nen Frist nicht nach­komme, die Mängel selbst besei­ti­gen und Aufwendungsersatz für sei­nen Arbeits- und Zeitaufwand verlangen.

        Bei ein­fa­chen hand­werk­li­chen Tätigkeiten jedoch nicht mehr als 15 Euro/Stunde.   

        (OLG Frankfurt, Urteil vom 23.11.2017 — 22 U 2316)

        Das ist kein emp­feh­lens­wer­tes Rechenexempel. Lesen Sie hierzu auch mei­nen Blogbeitrag zum Thema Eigenleistungen beim Eigenheimprojekt.

        Lassen Sie es bei Ihrer Baustelle erst gar nicht dazu kom­men, dass Sie Mängel selbst besei­ti­gen müs­sen und Sie vom Unternehmer auf Zahlung des Werklohns trotz Mängeln ver­klagt werden. Wie das am bes­ten funk­tio­niert? Am bes­ten starten Sie mit der Teilnahme an einem unse­rer Gratis-Webinare: 

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        Ohne Baugrundstück kein Traumhaus — Meine Tipps für Ihre Grundstücksuche

        Ohne Baugrundstück kein Traumhaus — Meine Tipps für Ihre Grundstücksuche

        Die Grundstücksuche bremst viele Bauherren bei ihrem Bauprojekt aus

        Das weiß jeder, der ein Haus bauen will: In der heu­ti­gen Zeit ist es sehr schwer, ein Grundstück zu fin­den. Entweder sind die Grundstücke bereits an finanz­starke Immobilienentwickler ver­kauft, rar und des­halb: ein­fach zu teuer. In wei­ten Teilen Deutschlands lie­gen die Preise bereits bei über 1000 Euro/qm und mehr. Viele Baufamilien werden bei ihrem großen Projekt des­halb jäh ausgebremst.

        Für viele Baufamilien sind dies die wichtigsten Fragen bei Ihrer Grundstücksuche:

         

        1. Wo finde ich ein Grundstück?
        2. Ist der ange­bo­tene Grundstückspreis angemessen?
        3. Muss ich wirk­lich das Grundstück neh­men, das der Unternehmer mir anbietet?

        Mehrmals in der Woche errei­chen mich Anrufe pri­va­ter Bauherren, die Fragen rund um ihren Grundstückskauf haben. Einige ste­hen noch ganz am Anfang und sind auf der Suche nach einem Grundstück, andere haben im Vertrauen dar­auf, dass die Baufirma das ver­spro­chene Grundstück lie­fert, bereits einen Bauvertrag unter­schrie­ben und wol­len das ange­bo­tene Grundstück nicht anneh­men und aus dem Vertrag aus­stei­gen, doch dazu später.

        Typische Fragen und Probleme bei der Suche nach Baugrund:

        Zunächst möchte ich hier die typi­schen Fragen und Probleme derer auf­zei­gen, die auf der Suche nach einem Grundstück sind:

        Grundstücke sind rar und werden hoch gehan­delt. In man­chen Gebieten, wie dem Rhein-Main Gebiet, wird der Grundstückspreis gera­dezu in die Höhe getrie­ben, weil eben die Nachfrage so groß ist.

        Wie findet man ein Grundstück?

        Natürlich ist das Internet in der Regel der erste Anknüpfungspunkt. Es gibt zahl­rei­che Internetprotale, die freie Grundstücke anbie­ten. Die Preise sind dort jedoch in der Regel sehr hoch, weil eben jeder zunächst die­sen Weg wählt, ein Grundstück zu suchen.

        Eine wei­tere Möglichkeit ist, sich in dem Wunschwohnort an einen Makler zu wen­den, der den Markt gut kennt und über pro­jek­tierte Projekte infor­miert ist. Hier muss jedoch zum Grundstückspreis auch noch die Maklercourtage ein­kal­ku­liert werden.

        Es macht auch Sinn, sich im Rahmen der Bürgersprechstunde an den Bürgermeister zu wen­den, um zu erfra­gen, ob Baugebiet erschlos­sen werden und es eine Grundstücksbörse vor Ort gibt.

        Manchmal ist es aber auch cle­ver, ein­fach durch den Wunschwohnort zu spa­zie­ren, und dort nach freien Grundstücken Ausschau zu hal­ten, Nachbarn anzu­spre­chen oder mit den Eigentümern direkt Kontakt auf­zu­neh­men. Mehr als eine Absage kann es nicht geben.

        Nicht nur in Neubaugebieten, son­dern auch in alten Ortskernen oder am Stadtrand gibt es oft noch span­nende Baugrundstücke, die es zu ent­de­cken gibt. Es ist daher klug, ein wenig über den „Tellerrand“ zu schauen und gege­be­nen­falls einen etwas wei­te­ren Weg zur Arbeit, zur Schule und zum Einkaufen in Kauf zu nehmen.

        Geht man etwas wei­ter ins Umland, dann macht es auch Sinn im „Ortsblatt“ eine eigene Zeitungsannonce aufzugeben.

        Schlau ist häu­fig auch der Kauf eines Abrissgebäudes auf einem Grundstück. Achtung: Hier sollte zuvor genau berech­net werden, wel­che Abrisskosten ein­zu­kal­ku­lie­ren sind. Viele Bauherren kom­men tat­säch­lich so zu ihrem Baugrundstück. Überhaupt sollte man aus Gründen der Nachhaltigkeit durch­aus in Erwägung zie­hen eine Bestandsimmobilie zu erwer­ben und diese umzu­bauen und zu modernisieren.

        Ist der Preis für das Grundstück angemessen?

        Antwort auf diese Frage gibt der Bodenrichtwert, den Sie hier für Ihr Wunschgrundstück ermit­teln können:

        www.bodenrichtwerte-boris.de

        Soll ich ein Grundstück vom Hausanbieter annehmen?

        Da die Haushersteller beson­ders gute Netzwerke haben und mit Maklern koope­rie­ren, sit­zen sie in Sachen Grundstück ein­deu­tig am län­ge­ren Hebel. Bauherren kön­nen bei seriö­sen Anbietern durch­aus davon pro­fi­tie­ren Haus und Grundstück zusam­men erwerben.

        Auch wenn der Preis dann höher ist, ist das für einige Bauherren eine Möglichkeit. Wichtig ist, dass in die­sem Fall der Grundstückskaufvertrag und der Bauvertrag nota­ri­ell beur­kun­det werden müs­sen, da die bei­den Verträge „mit­ein­an­der ste­hen und fal­len“. Das bedeu­tet, das Haus gibt es nicht ohne das Grundstück und das Grundstück gibt es nicht ohne das Haus der Anbieters.

        Falls Ihnen das Grundstück zusagt, Sie es vor oder zeit­gleich mit dem Bauvertrag ver­trag­lich absi­chern kön­nen, kann dies durch­aus eine Option sein.

         

        Welche Gefahren lauern?

        Handelt es sich NICHT um einen seriö­sen Anbieter, werden Grundstücke ver­spro­chen, die es noch gar nicht gibt oder der Grundstückskauf vom vor­he­ri­gen Unterzeichnen des Bauvertrages abhän­gig gemacht. Spätestens dann müs­sen bei Ihnen alle roten Lampen ange­hen. Denn diese Varianten sind immer ein sehr schlech­ter Deal.

        Vergangene Woche hat sich bei mir eine Baufamilie gemel­det, die genau so einen Bauvertrag mit einem ver­spro­che­nen Grundstück ange­bo­ten bekam. Erst jetzt stellte sich her­aus, dass unmit­tel­bar neben dem geplan­ten Bauvorhaben ein Schweinemastbetrieb gebaut wird — was vor­her natür­lich nicht kom­mu­ni­ziert wurde. Schnell und kos­ten­frei aus den Verträgen her­aus­zu­kom­men, wenn der Bauvertrag bereits unter­schrie­ben wurde, ist sehr schwer!

        Es gibt auch die Variante, dass ein Grundstück ver­spro­chen wird, was es gar nicht gibt, um die Unterschrift auf dem Bauvertrag zu erschlei­chen.

        Auch hier ist es in der Regel schwer, kos­ten­frei aus dem Vertrag zu kom­men. Bauherren mel­den sich in die­sen Fällen erst nach etwa 1 Jahr in mei­ner Kanzlei mit einem Schreiben der Baufirma, die dann lei­der “auf­grund des Zeitablaufs den 1 Jahr gül­ti­gen Festpreis” erhö­hen will. Da wird also ganz bewusst auf Zeit gespielt, um genau diese Preiserhöhung durchzusetzen.

        Leider fal­len viel zu viele Bauherren auf diese unse­riö­sen Spielchen her­ein und nicht wenige neh­men die Preiserhöhung in Kauf.

        In den (meist nicht geprüf­ten Verträgen) steht, dass der Bauherr das Grundstück “lie­fert”. Diese Klausel wird den Bauherren dann zum Verhängnis und macht viele Bauvorhaben nicht mehr durch­führ­bar und der Traum platzt, bevor er begon­nen hat.

        Als Fachanwältin für Baurecht möchte ich Sie abschlie­ßend noch auf die­ses Urteil des OLG Frankfurt hin­wei­sen, das Ihnen gege­be­nen­falls die Möglichkeit schafft, kos­ten­frei aus dem Vertrag zu kommen:

        Ist im Bauvertrag keine Angabe zum Baugrundstück zu fin­den, so fehlt es an einer wesent­li­chen Voraussetzung für die Durchführung des Vertrages und der Vertrag kommt gar nicht zu Stande. ==» Ob das bei Ihnen der Fall ist, kann durch meine Kanzlei kos­ten­frei geprüft werden.

        FAZIT:

        1. Unterschreiben Sie nie einen Bauvertrag ohne Grundstück und im bes­ten Fall Bodengutachten und Genehmigung.

        2. Wenn Grundstücke vom Hausanbieter ange­bo­ten werden, kaufen Sie die Grundstücke immer erst nota­ri­ell und erzeich­nen erst dann den Bauvertrag.immer erst die Grundstücke nota­ri­ell kaufen und dann erst den Bauvertrag unter­zeich­nen. Ein Bauvertrag ohne Grundstückshinweis kann unvoll­stän­dig sein und eine kos­ten­freie Rückabwicklung kann mög­lich sein.

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        Lesen Sie hier die Entscheidung des OLG Frankfurt:

        Sehen die Vertragsunterlagen eines Fertighausunternehmens Ausstattungsdetails und Regelungen zum Grundstück vor, ist der Vertrag im Zweifel nicht geschlos­sen, wenn eine Einigung hierüber nicht statt­ge­fun­den hat.

        OLG Frankfurt, Urteil vom 23.10.2006 — 16 U 9106

        Auszüge aus dem Urteil:

        ……Der Klägerin steht gegen die Beklagten kein Anspruch auf Werklohn gemäß § 649 Satz 2 BGB zu, da ein wirk­sa­mer Werkvertrag zwi­schen den Parteien nicht geschlos­sen wor­den ist.

        …..Ein Vertrag über die Errichtung eines Fertighauses ist bereits des­halb nicht zustande gekom­men, weil die Parteien sich nicht über alle Punkte geei­nigt haben. Nach § 154 Abs. 1 BGB muss eine Einigung über alle Punkte vor­lie­gen, über die nach Erklärung auch nur einer der Parteien eine Vereinbarung getrof­fen werden soll. Ob der zu regelnde Punkt wesent­lich oder unwe­sent­lich ist, spielt keine Rolle (Amberger/Roth/Eckert BGB § 154 Rdz. 5, Palandt-Heinrichs, § 154 Rdz. 1, Münchener Kommentar, § 154 Rdz. 4). Selbst wenn eine Aufzeichnung über die Einigung statt­ge­fun­den hat, ist die Einigung über Einzelpunkte nicht bin­dend (§ 154 Abs. 1 Satz 2 BGB)….

        ……So wurde nicht nur die “Erklärung der Bauherren zum Bauantrag”, die nicht nur Name und Anschrift des Bauherrn, son­dern auch den Bauort mit Adresse, katastermäßiger Bezeichnung und Grundstücksgröße enthalten soll und auch Angaben über Baumbestand, Ortsatzung und Bebauungsplan…. nicht ausgefüllt.

        Es fehlt die Angabe des Baugrundstücks, auf dem das Fertighaus errich­tet werden soll…..

        …..Die Klägerin schul­det nämlich nicht nur die Lieferung eines Fertighauses, son­dern auch die Anpassung die­ses Hauses an das jewei­lige Grundstück, …….. Fehlt aber eine Einigung über das Grundstück, auf dem das Haus errich­tet werden soll, so ist die Einigung nicht über alle Punkte getrof­fen wor­den…..

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        ZDF-Reportage: Pfusch am Bau — Abenteuer Hausbau

        ZDF-Reportage: Pfusch am Bau — Abenteuer Hausbau

        Pfusch am Bau — Wenn Eigenheimprojekte in Schieflage geraten

        Keine Frage: Der Bauboom ist unge­bro­chen. Die Gründe, ein Eigenheimprojekt anzu­ge­hen, sind viel­fäl­tig. Einer von ihnen: Die Mieten vor allem in Ballungsgebieten sind hor­rend. So drän­gen immer mehr Häuslebauer in die Peripherie, um sich dort ihren Traum vom Eigenheim leis­ten zu kön­nen. Doch ihnen fehlt oft jede Erfahrung und die meis­ten sind abso­lute Baulaien.

        So auch die Baufamilien, die vom ZDF für die ZDF-Reportage “Pfusch am Bau — Abenteuer Eigenheim” beglei­tet wur­den und deren Traum von eige­nen Haus jäh zerplatze.

        Abenteuer Eigenheim

        In der ZDF-Reportage von Oliver Koytek und Jochen Schulze wird deut­lich, wie schnell man mit sei­nem Eigenheimprojekt durch man­gelnde Vorbereitung und Erfahrung in exis­tenz­be­dro­hende Baukrisen gera­ten kann, weil bei­spiels­weise Mängel und Murks zu spät erkannt werden.

        Manuela Reibold-Rolinger, Fachanwältin für Baurecht, kennt die in der ZDF-Reportage beschrie­be­nen Fälle — und viele mehr. In der Reportage beschreibt sie tref­fend, wes­halb Eigenheimprojekte in Schieflage gera­ten: Die Bau-Auftraggeber:innen haben oft ein knap­pes Budget und spa­ren des­halb an der fal­schen Stelle, näm­lich der Unterstützung durch erfah­rene Ratgeber, Sachverständige, die einen durch die gesamte Bauphase beglei­ten und nicht zuletzt.…an ihrer eige­nen Vorbereitung. Dabei ist die Finanzierung eines eige­nen Hauses oder einer eige­nen Wohnung die größte Investition, die man im Leben tätigt.

        »Hier geht es zur ZDF-Reportage
        “Pfusch am Bau — Abenteuer Eigenheim”«

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        Ich bin sauer…über Bullshit-Behauptungen im Musterhaus-Park

        Ich bin sauer…über Bullshit-Behauptungen im Musterhaus-Park

        Es gibt Bauherren-Posts in den sozialen Netzwerken, die mich richtig wütend machen.

        Kürzlich war es ein­mal wie­der so weit. Die Wut stieg in mir hoch, und ich wollte sofort zu die­sem Thema auf Facebook live gehen…, um meine Wut her­aus­zu­las­sen, aber auch, um zu kor­ri­gie­ren und gerade zu rücken, was mei­ner Meinung nach in die­sem Fall völ­lig falsch lief.

        Meine Kritiker nen­nen das “Verbraucherschutz an der fal­schen Stelle”, böse Zungen auch “Klugscheisserei”. Ich nenne es: Prävention und Fürsorge für pri­vate Bauherren.

        Also: Wieder ein­mal stan­den mir die Haare zu Berge und diese Geschichte geht so:

        Ein Bauherr schreibt auf Facebook in einer Gruppe:

        Wir sind lei­der etwas unter Druck ein neues Zuhause zu fin­den, des­we­gen haben wir letzte Woche bei einem Fertighausaussteller einen Werkvertrag unter­schrie­ben, damit uns auch der Grundstückservice ange­bo­ten werden kann.“

        Wiiieee, bitte? Was für eine unfassbare Lüge des Verkäufers! Tief durchatmen, Manuela. Ich lese weiter:

        Der Vertrag kam heute per Post. Es ist ein “Rücktrittsrecht Grundstück” bei­gelegt und der Herr hatte uns letzte Woche hierzu gesagt, wir wür­den mit dem Vertrag abso­lut kein Risiko ein­ge­hen, denn wenn kein pas­sen­des Grundstück über die­sen gefun­den würde, dann sind wir ja auch nicht an die­sen Fertighausaussteller gebun­den… Jetzt steht im Vertrag dazu aber nichts weiter….“

        Ich denke: Ja, das war leider genauso zu erwarten.….aber es kommt noch viel schlimmer:

        Morgen haben wir bei einem wei­te­ren Fertighausaussteller einen Termin, der ähn­lich ver­fährt, dies wis­sen wir von einem ande­ren Paar, das mit denen baut. Gehen wir ein Risiko (ins­be­son­dere finan­zi­el­ler Art) ein, wenn wir somit zwei Werkverträge unter­schrie­ben haben? Letztendlich kön­nen wir ja jeden Grundstücks-Vorschlag ableh­nen und somit kön­nen wir ja prak­tisch dann auch nicht bauen…  Getreu dem Motto: “Der, der uns ein gutes Grundstück anbie­ten kann, hat den Zuschlag für den Hausbau”…

        …das Schlimmste ist, dass die Bauherren tatsächlich glauben, dass das rechtlich so einfach ist. Es wird ihnen aktuell von vielen Herstellern so (FALSCH!) verkauft. 

        Der Markt gibt es her und bringt so ganz viele Baufamilien in echte finanzielle und existentielle Notlagen!

        Mir feh­len ein­mal mehr die Worte — und das kommt sel­ten vor, glau­ben Sie mir.

        Der Typ im Fertighaus” (bitte ent­schul­di­gen Sie diese lapi­dare Bezeichnung des Vertriebsexperten) ver­spricht, dass man ohne Probleme und kos­ten­frei aus jedem Bauvertrag aus­stei­gen kann.

        Als Profi weiß ich aber, dass das tota­ler Quatsch ist! 

        Ich sollte den Post ein­fach nicht beachten, denn mich bei mei­nen Followern dar­über auf­zu­re­gen bringt genau.…nichts. Es ist ja so, dass wir uns in den sozia­len Medien ohne­hin nur in unse­rer Blase bewe­gen (wol­len). Wir las­sen viel zu gerne nur die Meinungen zu, die wir hören wol­len.

        Also könnte ich nun sagen, dass es mir egal ist, was den Bauherren erzählt wird, sie wol­len es ja nicht anders. Wer hört schon gerne, dass etwas mit aller Wahrscheinlichkeit schief geht…

        Statt aber mein Ego zu bedie­nen und mich auf­zu­re­gen über die Bullshit-Behauptung die­ses Vertriebs“experten“ im Fertighauspark, könnte ich zei­gen, wie Vertragssicherheit richtig funk­tio­niert und warum es nicht so ein­fach ist, wie es die Verkäufer immer behaupten.

        Fazit für mich nach der Aufregung:

        Weniger “Ego-Content” und weni­ger über Facebook-Posts auf­re­gen, als es in etwas sinn­vol­les umzu­set­zen — also: 

        Ich zeige, wie was geht” — Content:

        Darum spre­che ich in mei­nem neuen Webinar FIT FÜR IHR FERTIGHAUS und in mei­nen Facebook-Lives dar­über, wie man sei­nen Fertighausvertrag richtig angeht und ohne Stress und Krisen bauen kann, ohne, dass zehn­tau­sende von Euro mehr aus­ge­ben werden müs­sen und das Fertighaus zu spät fer­tig wird.

        Klicken Sie hier, um sich zu mei­nem kos­ten­freien Webinar anzu­mel­den und brin­gen Sie Ihre Fragen zum Bauen mit in meine Lives. Ich kün­dige sie meis­tens mit genug Vorlauf an :-).

         

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        Mängelbeseitigungsrecht des Unternehmers — die heilige Kuh im Baurecht

        Mängelbeseitigungsrecht des Unternehmers — die heilige Kuh im Baurecht

        Je später ein Mangel entdeckt wird, umso teurer wird es.

        Die Kosten der Mangelbeseitigung und die Kosten der Beseitigung eines Mangelfolgeschadens kön­nen so hoch sein, dass der ver­ant­wort­li­che Unternehmer ver­sucht, sich her­aus­zu­re­den, um die Mangelbeseitung zu umge­hen. Sätze wie:

        • Das guckt sich weg
        • Dieser Mangel hat mit uns nichts zu tun
        • Die Mangelbeseitigung ist uns nicht zumut­bar,…“

        sind lei­der keine Seltenheit und viele pri­vate Bauherren, die zu mir in die Kanzlei kom­men, fra­gen mich:

        Ist es tatsächlich so, dass es dem Unternehmer nicht zumutbar ist, den Mangel zu beseitigen und kann ich als private:r Bauherr:in nicht genau vorgeben, wie der Mangel zu beseitigen ist? 

        Anhand eines Fallbeispieles erkläre ich Ihnen in die­sem Blogbeitrag die Fragen…:

        • OB der Unternehmer den Mangel besei­ti­gen kann, wie er will
        • WIE Mängel besei­tigt werden müs­sen und
        • WANN eine Mängelbeseitigung dem Unternehmer zumut­bar ist und wann nicht

        Nun, es kommt immer auf den Einzelfall an. Für Sie als private:r Bauherr:in ist es aber gut, wenn Sie von dem nun folgenden Urteil des OLG Düsseldorf zumindest schon einmal gehört haben, denn:

        Weigert sich der Unternehmer bei einem erheb­li­chen Mangel ein Sanierungskonzept vor­zu­le­gen oder behaup­tet sogar, die Mangelbeseitigung sei ihm nicht zumut­bar, dann sollte man diese Entscheidung parat haben:

        OLG Düsseldorf, Urteil vom 9.11.2018 — 22 U 91 I 14

        In die­sem Fall wurde nach Einzug in ein Reihenhaus ein ekla­tan­ter Schallschutzmangel ent­deckt. Die Mängelbeseitigung war sehr auf­wän­dig. Der Kläger war mit dem Ergebnis der Mangelbeseitigung nicht zufrie­den und zog vor Gericht:

        Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat hier ent­schie­den, dass gerade bei auf­wän­di­gen Mängelbeseitigungen dem Unternehmer zuge­mu­tet werden kann, sogar ein Sanierungskonzept vorzulegen.

        Nach die­ser Entscheidung, so die Richter, trägt zwar der Unternehmer das Risiko der Mängelbeseitigung und kann daher grund­sätz­lich allein dar­über ent­schei­den, wie er die Mängel dau­er­haft besei­ti­gen will. Das gilt, so dir Richter aber nicht, wenn der Auftragnehmer eine völ­lig unzu­rei­chende Mängelbeseitigung plant, bezie­hungs­weise von vor­ne­her­ein abzu­se­hen ist, dass die vom Unternehmer geplan­ten Maßnahmen nicht zu einer voll­stän­di­gen, nach­hal­ti­gen und den aner­kann­ten Regeln der Technik ent­spre­chen­den Beseitigung der Mängel füh­ren kann.

        Für die Beurteilung, ob eine durch den Werkunternehmer angebotene Mängelbeseitigungsmaßnahme geeignet ist, kommt es auf objektive Maßstäbe an.

        Daher, so die Richter, müs­sen Bauherr:innen Mängelbeseitigungen nicht akzep­tie­ren, die den ver­trag­lich geschul­de­ten Erfolg nicht voll­stän­dig her­bei­füh­ren, sol­che Mängelbeseitigungsmaßnahmen dür­fen sie sogar zurückweisen.

        Bei einer auf­wän­di­gen Sanierungsmaßnahme kann es — auch im Lichte bau­ver­trag­li­cher Kooperationspflichten — erfor­der­lich sein, dass der Unternehmer dem Bauherrn ein Sanierungskonzept vor­legt, das die­sem die Prüfung ermög­licht, ob eine ange­bo­tene Teilsanierung von Decken, wie in dem in Düsseldorf ent­schie­de­nen Fall, den ver­trag­lich geschul­de­ten Erfolg (hier: einen “erhöh­ten Schallschutz”) über­haupt errei­chen kann.

        Es gibt — erst recht im Rahmen eines bereits bezo­ge­nen Objekts — kein Recht des Unternehmers, sich durch suk­zes­sive Mängelbeseitigungsversuche an den von ihm ver­trag­lich geschul­de­ten “erhöh­ten Schallschutz” schritt­weise (und für ihn kos­ten­spa­rend) quasi heranzutasten.

        Manuela Reibold-Rolinger: “Ich finde diese Entscheidung richtig und gut!”

        Dieses pra­xis­nahe Urteil liegt im Interesse bei­der Parteien, die Eignung einer umfang­rei­chen Sanierungsmaßnahme im Vorfeld zu klä­ren. So kön­nen unge­eig­nete Mängelbeseitigungsversuche, die den Bauablauf nach­hal­tig ver­zö­gern kön­nen, ver­mie­den werden.

        Es ist aber zu beto­nen, dass die recht­li­che Verpflichtung zur Vorlage eines Sanierungskonzepts und die Pflicht zur koope­ra­ti­ven Klärung vor Ausführung im Einzelfall zu prüfen sind. Grundsätzlich bleibt es dabei, dass der Auftragnehmer auf­grund der Risikoverteilung die Art der Mängelbeseitigung allein bestim­men kann. Sind diese aller­dings unge­eig­net oder unvoll­stän­dig, so muss sie nicht akzep­tiert werden!

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        Druck ist kein guter Partner bei Ihrem Hausbauprojekt

        Druck ist kein guter Partner bei Ihrem Hausbauprojekt

        Die Maxime beim Bau oder Kauf Ihrer Traumimmobilie: Lassen Sie sich von nichts und niemandem unter Druck setzen

        Welcher Bauherr kennt das nicht: Wer sich zum Bau sei­ner Traumimmobilie ent­schie­den hat, lan­det frü­her oder spä­ter in einem Musterhauspark, sta­pelt Hausbauprospekte oder ver­bringt Stunden um Stunden im Internet, um ein Gefühl dafür zu bekom­men, wel­ches Haus man bauen möchte und kann. Das ist auch gut und richtig, denn mit der Konkretisierung sei­ner eige­nen Wünsche beginnt die schöne Reise zu sei­nem Traumhaus.

        Dabei kann es sehr zeit­au­f­rei­bend sein, sich in diese kom­plexe und wirk­lich schwie­rige Materien ein­zu­ar­bei­ten, denn es sind ein­fach viel zu viele wich­ti­gen Dinge zu beachten, von denen man als pri­va­ter Bauherr und Baulaie schlicht keine Ahnung hat.

        Bei der Umsetzung sei­ner Ziele und Vorstellungen kommt man des­halb schnell auf die Idee, sich an jeman­den zu wen­den, der einem diese Arbeit abnimmt.

         

        Hex Hex und das Haus ist fertig — wäre das nicht schön,  wenn man sich sein Traumhaus von einer guten Fee wünschen könnte?

        Genau in die­ser Hoffnung las­sen sich (zu) viele Bauherren von den Hochglanzprospekten, bild­star­ken Internetseiten und den blu­mi­gen Versprechungen man­cher Vertriebsprofis ver­füh­ren.

        Das sind die gän­gigs­ten Versprechen, denen Sie kei­nen Glauben schen­ken dür­fen, ohne genauer hinzuschauen:

        1. Das Haus bauen wir genau so, wie heute versprochen!
        2. Weihnachten kön­nen Sie schon im neuen Haus feiern!
        3. Sie kön­nen sich auf unsere ange­ge­bene Bauzeit verlassen!
        4. Wir sind die Profis — ver­las­sen Sie sich auf uns!
        5. Sie müs­sen nur noch einziehen!
        6. Der Preis ist sicher!

        Leider tritt (noch) viel zu oft genau das Gegenteil ein, wenn Bauherren nicht genau hin­schauen und sich von unse­riö­sen Baupartnern unter Druck set­zen las­sen. Denn eines kann ich Ihnen aus mei­ner lang­jäh­ri­gen Erfahrung als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht bestätigen:

         

        Unseriöse Baupartnern geht es in erster Linie nur darum, dass Sie Ihre Unterschrift unter den Bauvertrag setzen.

        Mit Ihrer Unterschrift ver­die­nen die Vertriebsmitarbeiter ihre Provision und ver­schwin­den dann meist schnell als Ihre Ansprechpartner von der Bildfläche, denn es geht dabei nur um eines:

        Sie, als Kunde müs­sen vom Markt, damit Sie nicht bei der Konkurrenz unterschreiben.

        Durch unter Druck gefällte Kaufentscheidungen ent­ste­hen dann oft die nach­fol­gend auf­ge­führ­ten Probleme, die eine mäch­tige “Druck-Spirale” aus­lö­sen und Sie in eine miss­li­che Lage brin­gen können:

        • Sie haben noch gar kein Grundstück.
        • Der ange­bo­tene Vertrag für das “Musterhaus” passt so nicht auf das Grundstück.
        • Die Angebote gehen in der Regel von Ihrem Maximalbudget als Bauherr aus.
        • Nach der „tech­ni­schen Prüfung“ wird klar, dass das Haus teu­rer wird.

        Die Folge: Alles wird teu­rer, die Bauzeit kann nicht ein­ge­hal­ten werden und der Vertragspartner ver­sucht, sich über unwirk­same Klauseln das “Hintertürchen” offen zu halten.

         

        Coolness und eigenverantwortliches Handeln ist gefragt

        • Lassen Sie sich von nie­man­dem “ein­lul­len”.
        • Handeln Sie klar und selbst­be­wusst gegen­über Ihrem zukünf­ti­gen Vertragspartner.
        • Handeln Sie nicht vor­schnell und vor allem: Lassen Sie sich nicht von einem der oben genann­ten Argumente unter Druck set­zen und leis­ten eine über­eilte Unterschrift unter einem Bauvertrag!
        • Seien Sie hell­hö­rig, denn wenn ein Baupartner “Druck macht” ist meist etwas faul und ein schlech­tes Zeichen.

        Denn: Sie sind Bauherr, Sie ent­schei­den, Sie sind kein Bittsteller und…Sie zah­len alles.

         

        Der Druck wird zu groß? Das sollten Sie tun:

        Lösen Sie sich früh­zei­tig von die­sen Vertragspartnern und schauen Sie sich wei­ter auf dem Markt um. Es gibt viele, tolle und seriöse Baupartner, die Ihr Traumhaus sicher, pünkt­lich und nach Ihren Plänen und Vorstellungen umset­zen kön­nen.

        Sie allein haben es in der Hand — denn Feen haben nur im Traum Zauberkraft.
        Wir unter­stüt­zen Sie gerne dabei!

        Übrigens: Dieser Blogartikel könnte Sie auch inter­es­sie­ren: 
        »Hausangebote ver­glei­chen und den rich­ti­gen Baupartner finden

         

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        Expert:in Ihres Bauprojektes werden — aber richtig

        Expert:in Ihres Bauprojektes werden — aber richtig

        Sie wollen Expert:in Ihres eigenen Bauprojektes werden? So gehen Sie es richtig an:

        In ver­schie­de­nen Internet-Foren und unse­rer eige­nen Facebook-Gruppe “Freude beim Bauen” erle­ben wir immer wie­der, dass pri­vate Bauherren (m/w) offen­sicht­lich der Überzeugung sind, zum/zur bau­tech­ni­schen Expert:in ihres Eigenheimprojektes werden zu müs­sen. Sie ver­su­chen dabei, sich tief in Themen wie  Bauwerksabdichtungen, Entwässerungsplanungen oder Heizsysteme ein­zu­ar­bei­ten. Dabei ver­brin­gen Sie oft sehr viel wert­volle Zeit damit, im Internet zu recher­chie­ren, oder sich aus ande­ren Quellen die nöti­gen Informationen anzu­le­sen. Auch in Bezug auf Bauverträge oder die Finanzierung meint der ein oder andere Häuslebauer, zum Baurechtsexperten bzw. Finanzierungsexperten werden zu müssen. 

        Die Folge: “Verzetteln” und Überforderung

        Das Gegenteil ist aber der Fall, denn oft über­for­dern sich die Bauherren (m/w) mit Expertenwissen, aber auch mit Eigenleistungen (»hier geht es zum Blogbeitrag über die Eigenleistungen am Bau).

        Beides kann Sie am Ende in eine echte Sackgasse brin­gen! In mei­nem Buch “Das war im Plan nicht eigen­zeich­net” schil­dere ich eine ein­drucks­volle und wahre Geschichte dazu.

        Entscheidend für Sie als private:r Bauherr:in: ist das richtige Mindset

        Darunter ver­stehe ich, dass es viel wich­ti­ger ist, ein gutes Gefühl für die Auswahl Ihrer Vertragspartner, ein gutes Zeitmanagement und Geduld zu ent­wi­ckeln, als knie­tief in Expertenthemen ein­zu­stei­gen, die sie ver­mut­lich nicht alle glei­cher­ma­ßen gut abde­cken kön­nen. Diese vie­len Expertenthemen füh­ren schnell zu einer Überforderung.

        Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin davon überzeugt, dass Sie eigen­ver­ant­wort­lich han­deln soll­ten. Sich ein beson­de­res, bau­tech­ni­sches Know-How anzu­eig­nen gehört in mei­nen Augen nicht dazu. Dagegen halte ich das Erkennen, was Sie als pri­vate Bauherren eigen­ver­ant­wort­lich leis­ten kön­nen und wann die Hinzuziehung von Experten gefragt ist, für einen der wich­tigs­ten Bausteine, der zum Gelingen Ihres Eigenheimprojektes beiträgt.

        Eigenverantwortliches Handeln ist gefragt

        Eigenverantwortung für Ihr Bauprojekt ist die Eigenschaft, die Sie sich als pri­vate Bauherr:in des­halb maß­geb­lich zu eigen machen soll­ten. Verlassen Sie sich nicht dar­auf, dass es “andere schon regeln werden”, son­dern werden Sie selbst aktiv. Das gilt bei der Suche und dem Erwerb eines Grundstücks, der Sichtung des Baubauungsplanes und Gespräche beim Bauamt vor Baubeginn, das Anfordern eines Mustervertrages, die Einholung eines Bodengutachtens und vie­les mehr. Für die rich­tige Deutung der Verträge, Pläne und Abläufe sowie Gutachten soll­ten Sie sich die pas­sen­den Experten hin­zu­zie­hen, denn hier tief in die Materie ein­zu­stei­gen kann Sie sogar viel Geld, Zeit und Nerven kosten.

        Ein wesent­li­cher Aspekt: Mit dem Blick aufs grosse Ganze bewah­ren Sie sich wert­volle Zeit und Freiräume für Hobbies, Familie, Freunde und Aktivitäten. Diese las­sen Sie die Bauphase ent­spannt und mit Vorfreude auf Ihr neues, eige­nes Zuhause überstehen.

        Klarheit, Stärke und Kompetenz in eigener Sache

        In eige­ner Sache klar, stark und kom­pe­tent zu sein, ist das, was Ihr eige­nes Bauvorhaben in ein ruhi­ges Fahrwasser bringt. Sie werden sehen, dass Sie ein posi­ti­ves Gefühl für Ihr Bauprojekt ent­wi­ckeln, nicht unter Zeitdruck ste­hen und in den ent­schei­de­nen Situationen die rich­tige Entscheidung treffen. 

        Besonders gut gelingt das, wenn der Bauherr das Bauen als ein Teamwork ver­steht und zwar zwi­schen dem Bauunternehmer und sei­nem Team auf der einen Seite und der “Task Force des Bauherren” auf der ande­ren Seite.

        Für alle bau­tech­ni­schen Fragen soll­ten Sie sich des­halb einen baubegleitenden Experten zur Seite neh­men, der die Bau- und Leistungsbeschreibung, die Tragweite des Bodengutachtens, die Plausibilität der Planung und die Art der Bauausführung bewer­ten und über­prü­fen kann.

        Auf der ande­ren Seite einen / eine juris­ti­sche Expert:in, mit deren Unterstützung Sie einen lücken- und risi­ko­lo­sen Vertrag unter­zeich­nen, der alle Verbaucherrechte wahrt und Streit ver­mei­det. So werden keine kos­ten­in­ten­si­ven Rechtsteitigkeiten erfor­der­lich und die Nerven der Baufamilie geschont. 

        Fazit:

        Folgende Aufgaben gehö­ren bei Ihrem Hausbau von der Planung bis zur Abnahme in die Hand eines Experten:

        • Unabhängige, kom­pe­tente Baufinanzierungsberatung
        • Vertragsprüfung und juris­ti­sche Baubegleitung vor Unterzeichnung des Bauvertrages
        • Baubegleitende Qualitätskontrolle
        • Bodengutachten
        • Planung
        • Bauausführung

        Folgende Aufgabe gehö­ren unbe­dingt in Ihre eigene Hand:

        • Eigenes Wissen / Grundgerüst für den Gesamtüberblick aneignen
        • Zeitmanagement und Kommunikation
        • Verhandlungsgeschick und Wissen um die rich­tige Reihenfolge im Projektablauf
        • Kostenkontrolle
        • Bautagebuch und Dokumentation

        Starten Sie noch heute eigenverantwortlich
        in Ihr Eigenheimprojekt:

         

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        Auswirkungen der Mehrwertsteuersenkung auf Ihren Bauvertrag

        Auswirkungen der Mehrwertsteuersenkung auf Ihren Bauvertrag

        Diese Auswirkungen kann die Mehrwertsteuersenkung auf Ihren Bauvertrag haben.

        Am 01.07.2020 war es so weit. Die Mehrwertsteuer wurde von 19% auf 16% gesenkt. Ob und wel­che Auswirkungen diese Senkung der Mehrwertsteuer auf Ihren Bauvertrag haben kann, erklä­ren wir Ihnen in die­sem Blogartikel anhand ver­schie­de­ner Beispiele.

        Inhalt die­ses Blogbeitrages:

        • Zeitpunkt der Leistungserbringung ist wichtig.
        • Mehrwertsteuersenkung bei Architektenverträgen
        • Wie kön­nen sich Nachzahlungen oder Minderungen ergeben?
        • Senkung der Mehrwertsteuer bei Pauschalverträgen

        In Bauangelegenheiten ist immer der Zeitpunkt der Leistung wichtig:

        Bei der Frage, wel­cher Mehrwertsteuersatz für die Zahlung der Abschlagsrechnungen gilt, ori­en­tiert sich dies in Bauangelegenheiten immer am Zeitpunkt der Leistung.

        Beispiel:
        Wenn Sie am 1. Juli 2020 einen Bauvertrag unter­schrie­ben haben, dann sind dort 16% Mehrwertsteuer enthalten. Wird die Leistung aber erst im März 2021 erbracht und die Mehrwertsteuer bis dahin wie­der auf 19% ange­ho­ben, so gilt der Zeitpunkt der Leistung am 1.3.2021.

        Somit müs­sen Sie, obwohl Sie im Juli 2020 16% Mehrwertsteuer ver­ein­bart haben dann 19% Mehrwertsteuer zahlen.

        Planen Sie bei­spiels­weise ein Haus für € 500.000, sind das immer­hin € 15.000, die Sie bei der Finanzierung im Juli 2020 bereits berück­sich­tigt haben sollten.

        Achten Sie des­halb dringend dar­auf, dass es nicht auf den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder den Zeitpunkt des Rechnungsdatums ankommt, son­dern ein­zig und allein auf den Zeitpunkt der Leistungserbringung, bezie­hungs­weise der Leistungsabnahme.

         

        Ist die Mehrwertsteuersenkung auch auf Architektenleistungen anzusetzen?

        Ja, die Senkung der Mehrwertsteuer gilt selbst­ver­ständ­lich auch für die Leistung eines Architekten.

        Beispiel:

        Wenn der Architekt bei einem Vertragsabschluss im Jahr am 01.07.2020 eine Planungsleistung inner­halb des Zeitraums Juli 2020 bis Oktober 2020 erbringt, so ist diese Leistung mit 16% zu versehen.

        Wenn der glei­che Architekt dann seine Bauüberwachungsleistung im März 2021 erbringt, so ist diese Leistung mit 19% zu versteuern.

         

        So ergibt sich für pri­vate Bauherren eine Verminderung oder Nachzahlung des Zahlbetrages:

        Kompliziert wird es, wenn eine Planungsleistung aus dem Jahr 2018 erst im Dezember 2020 voll­endet wird und für diese Leistung bereits Abschlagszahlungen geleis­tet wur­den. Wenn dann am 3. Juli 2020 die Schlussrechnung erstellt wird, gilt für die erbrachte Leistung der Mehrwertsteuersatz von 16%.

        In die­sem Fall werden nach­träg­lich auch die zuvor mit 19% per Abschlag abge­rech­ne­ten Leistungsanteile in der Schlussrechnung mit 16% ange­setzt. Insofern kommt es hier zu einer Verminderung des Zahlbetrages.

        ACHTUNG:

        Wenn diese Leistung jedoch bereits im Juni aus­ge­führt wurde und damit voll­stän­dig erbracht ist, und nur die Rechnungsstellung erst nach dem 01.07.2020 erfolgt, rich­tet sich der Mehrwertsteuersatz nach dem Zeitpunkt der Vollendung der erbrach­ten Leistung, d.h. zu die­sem Zeitpunkt wären 19% anzusetzen.

        Im umge­kehr­ten Fall, wenn man also zwi­schen dem 01.07.2020 und 31.12.2020 eine Abschlagszahlung mit 16% Mehrwertsteuer ver­sieht und die Werkleistung im Frühjahr 2021 voll­endet ist, wird sich mit der Schlussrechnung und einem Schlussrechnungsbetrag von 19% eine Nachzahlung für den Bauherren ergeben.

        Sie haben einen Pauschalpreis vereinbart?

        Diese Frage wird mir häu­fig gestellt. Zunächst ein­mal ist dar­auf hin­zu­wei­sen, dass ein Pauschalpreis nicht bedeu­tet, dass es damit egal ist, ob es sich um einen Brutto- oder Nettopauschalpreis han­delt. Sicher ist, dass, wenn man einen Pauschalpreis ohne Mehrwertsteuer aus­han­delt, hier­auf die ent­spre­chende Mehrwertsteuer anzu­set­zen ist, die zum aktu­el­len Stand her­an­zu­zie­hen ist. Bei einem Bruttobetrag dürfte dies nicht der Fall sein. Hierbei ist es egal, wie die Leistung zu ver­gü­ten ist. Es bleibt beim Bruttobetrag incl. MwSt.

        So vermeiden Sie Probleme bei der Festsetzung des Pauschalpreises:

        Um Probleme zu vermeiden, soll­ten Sie auf jeden Fall ver­trag­lich fest­schrei­ben las­sen, dass die gesetz­li­che Mehrwertsteuer anfällt. Es ergibt Sinn, den Mehrwertsteuerbetrag und die Mehrwertsteuer Regelung in Ihrem Bauvertrag durch den Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht und den Steuerberater prüfen zu lassen.

        Fazit:

        Es kommt also auf den Einzelfall und Ihren Bauvertrag an. Und: Auf den Zeitpunkt der Leistungserbringung.

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        Klischee Adé — Ich bin keine typische, unnahbare Juristin.

        Es gibt viele Klischees zu Jurist:innen. Von der Art des Kleidens über dir Art zu Reden, bis zur stän­di­gen Rechthaberei ver­bin­det man mit Jurist:innen oft­mals unnah­bare, bis Angst ein­flö­ßende, all­wis­sende Persönlichkeiten, die stän­dig mit eige­nen Wortkreationen um sich werfen. 

        Nichts von dem ist bei mir der Fall, zumin­dest, wenn man mei­nen Mandant:innen Glauben schen­ken darf. Zum Glück ist das so, denn wenn eines nicht pas­sie­ren darf, so ist es, dass Bauherr:innen erst gar kei­nen Kontakt zu einem Fachanwalt für Bau-und Architektenrecht auf­neh­men, weil sie Vorbehalte oder gar Angst vor ihm / ihr haben. Deshalb plau­dere ich in die­sem Blogbeitrag “aus dem Nähkästchen” warum meine Mandanten mich wirk­lich beauf­tra­gen und was Sie davon für Ihr pri­va­tes Bauvorhaben nut­zen können:

         1) „Sie sind ja wie im Fernsehen!”

        Ich habe im Fernsehen gese­hen, wie toll Sie sich dort für Ihre Mandanten ein­set­zen, des­halb habe ich mich bei Ihnen gemel­det. Findet dann ein ers­tes Gespräch in der Kanzlei oder via Video-Konferenz statt, sagen die Mandanten oft­mals: “Sie sind wirk­lich genau, wie im Fernsehen!”.
        Und ja, das stimmt. Ich nehme jeden Fall so, wie er ist und setze mich für Bauherren ein. Für mich gibt es nichts Wichtigeres als die Interessen von pri­va­ten Bauherren zu ver­tre­ten und zwar mit Kompetenz und Know How. Schauspielerin bin ich näm­lich nicht 😉 Das kön­nen pro­fes­sio­nelle Schauspieler viel bes­ser als ich.

        Das in letz­ter Zeit oft gebrauchte Wort AUTHENTIZITÄT, spielt natür­lich auch bei Anwält:innen eine große Rolle, um eine gute Beziehung zu Mandant:innen auf­bauen zu kön­nen.  Dass ich zum Beispiel so authen­tisch sein kann, wenn die Kamera läuft, liegt daran, dass ich zu 100 % in mei­nem Element bin und nie­man­dem etwas vor­ma­chen muss.

        Gute Freunde von mir bestä­ti­gen mir das übri­gens auch. Wenn Sie mich ein­mal zufäl­lig beim Programm-Hopping im Fernsehen sehen und mich anschlie­ßend pri­vat tref­fen, höre ich immer wie­der: „Du bist im Fernsehen genau die Person, wie ich sie kenne.“

        Auch wenn ich spon­tan live auf Facebook, Instagram oder YouTube unter­wegs bin, habe ich kein Drehbuch, ich ver­has­pele mich, bin so, wie ich bin und gebe auch manch­mal zu, wenn ich auf­ge­regt bin. Manchmal, wenn ich mir das danach noch­mals anschaue, muss ich selbst lachen, weil ich mich wie­der so auf­ge­regt habe 😊.

        Aber die Aufregung ist echt und in dem Moment genau das, was ich emp­finde, wenn ich mal wie­der erlebe, dass pri­vate Bauherren über­vor­teilt wurden.

        Es gibt auch einige nega­tive Reaktionen, Versuche mich klein zu hal­ten, lächer­lich zu machen oder zu bedro­hen. Mir wur­den auch schon die Reifen mei­nes Autos platt gesto­chen und ein Bauunternehmer hat eine Drohung auf dem Anrufbeantworter der Kanzlei hin­ter­las­sen. Anfangs hat mir das Angst gemacht. Heute ist das nicht mehr so. Ich weiß, es lohnt sich immer, für die Schwächeren ein­zu­ste­hen. Das ist mir eine echte Herzensangelegenheit!

        Tipp: Was Sie dar­auf für Ihr gro­ßes Projekt Hausbau mit­neh­men können:

        Machen Sie ihr Hausbauprojekt oder Wohneigentumsprojekt wirk­lich und wahr­haf­tig zu Ihrem Projekt. Geben Sie die Zügel nie­mals aus der Hand, indem Sie sich zu sehr auf andere ver­las­sen. Setzen Sie sich mit Klarheit für Ihre Wünsche ein, las­sen Sie sich von kei­nem Vertragspartner klein machen und neh­men Sie den Umstand an, dass Ihr Eigenheimprojekt für eine lange Zeit fast ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste ste­hen sollte. (Dass Ihre Gesundheit und Familie immer wich­ti­ger sind, dar­über müs­sen wir hier glaube ich nicht sprechen :-))

        2) „Bei Ihnen weiß ich einfach, dass Sie sich gut auskennen.”

        Ein typi­scher Satz mei­ner Kunden: „Bei Ihnen weiß ich, dass ich eine fach­lich hoch­wer­tige Beratung erhalte!“

        Woher sie das wuss­ten?: Weil sie schon lange mei­nen kos­ten­lo­sen Inhalte kon­su­mie­ren. Sei es durch

        • Blogposts und Newsletter
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        • YouTube-Videos, Facebook Live-Sessions,
        • im Fernsehen, als Expertin der Sendung der BAURETTER oder
        • als Verbraucher-Expertin in ARD und ZDF

        Dabei habe ich oft daran gezwei­felt, ob es sinn­voll ist, so viele kos­ten­freien Inhalte für pri­vate Bauherr:innen preis­zu­ge­ben. Schließlich bin ich eine exzel­lent aus­ge­bil­dete Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht und muss meine Rechtsanwaltskanzlei am Laufen hal­ten. Kommt dann über­haupt noch jemand zu mir in die Kanzlei und braucht mei­nen Rat?

        Heute weiß ich: Mein Wissen zu tei­len und prä­ven­tiv zu agie­ren ist die beste Werbung. Es sorgt dafür, dass poten­ti­elle Mandanten mich ken­nen­ler­nen kön­nen – und mich und mein Expertenwissen zu schät­zen wissen.

        Mein Tipp an Sie: Setzen Sie Ihr Eigenheimprojekt nur mit wirk­li­chen Experten um. Gibt der zukünf­tige Vertragspartner Inhalte über das nor­male Maß hin­aus Preis? Wie stellt er seine fach­li­chen Kenntnisse unter Beweis? Steht er Ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite und ist ihm kein Weg, kein Telefonat, keine Frage zu viel?

        Ihr rich­ti­ger Baupartner ist genau der, der diese Eigenschaften erfüllt. Drängt man Sie schnell zu Unterschriften und Entscheidungen und haben Sie das Gefühl, dass Ihr Gegenüber keine rich­ti­gen Fachkenntnisse besitzt? Lassen Sie die Finger weg!

        3) “Ihr Newsletter ist der einzige, den ich immer öffne!”

        Sicher erhal­ten auch Sie, wie ich, täg­lich viele Newsletter. Da ist es schwer, den Überblick zu behal­ten. Mit mei­nen Newslettern möchte ich Sie als pri­vate Bauherren direkt und per­sön­lich anspre­chen und umfas­send infor­mie­ren, indem ich Sie auf meine neu­este Blogbeiträge, Gerichtsentscheidungen u.v.m. auf­merk­sam mache. Ich bilde mir ein, dass meine Newsletter Ihr Grundstein für siche­res Bauen sind. Es lohnt sich daher immer unsere BAUGLÜCK-NEWSLETTER zu öff­nen. Sie sind nütz­lich, unter­halt­sam, über­sicht­lich, per­sön­lich und zu 100 % aus dem Herzen der Bauretterin.

        Tipp für Sie: Informieren Sie sich im Netz, mel­den Sie sich zu Newslettern an, schauen Sie Webinare, kurz: Machen Sie sich über alle mög­li­chen Kanäle schlau, damit Sie fit für Ihr Eigenheimprojekt werden, ABER: Selektieren Sie gut, kon­su­mie­ren nicht wahl­los und ver­su­chen Sie, sich auf die für Sie rich­ti­gen und wich­ti­gen Informationen zu beschrän­ken, damit Sie sich nicht ver­zet­teln und in die Zeitfresser-Falle zu geraten.

        4) „Sie bringen die Dinge immer auf den Punkt und sind verständlich!“

        Ja, das ist so. Komplexe Abläufe so her­un­ter­zu­bre­chen, dass jeder nach­voll­zie­hen kann, was zu tun ist —  kom­plexe Bauthemen ein­fach zu glie­dern, um sie ver­ständ­lich zu machen, dar­auf kommt es an!

        Mir fällt es so schwer, das alles zu ver­ste­hen!“ – die­sen Satz höre ich häu­fig. Für mich dage­gen ist genau das Routine, ich kenne mich aus und weiß in der Regel immer, was zu tun ist.

        Gerade jetzt für den Online-Kurs Bauherrenführerschein merke ich, wie wert­voll die­ses Talent ist. Meine Newsletter bei­spiels­weise haben immer ein bestimm­tes Thema, auf das ich rou­ti­niert hin­schreibe und in mei­nen Live-Videos erkläre ich juris­ti­sche Prozesse so ein­fach wie möglich.

        Anfangs war es schwer für mich, die Dinge zu struk­tu­rie­ren und Baulaien ver­ständ­lich zu erklä­ren, inzwi­schen fällt mir auch das leicht. Und: In allem, was ich tue ist mir Qualität, Transparenz, Persönlichkeit, Klarheit und Fairness das Wichtigste.

        Mein Tipp: Sie ver­ste­hen einen Passus in Ihrem Bauvertrag nicht? Sie haben über­haupt kei­nen Plan, was in der Baufibel Ihrer Gemeinde steht? Sie kön­nen mit den vie­len ver­schie­de­nen Paragraphen nichts anfangen?

        Dann machen Sie sich recht­zei­tig vor Beginn Ihres Projektes “fit für Ihr Projekt”, berei­ten Sie sich gut vor (der Bauherrenführerschein ist per­fekt geeignet) und stel­len Sie sich Ihr eige­nes, Mini-Expertennetzwerk zusam­men, auf das Sie sich 100 %-ig ver­las­sen kön­nen. Denn: Fachanwält:innen für Bau-und Architektenrecht und unab­hän­gige Bausachverständige sind Ihre Schutzengel am Bau.

        Meine Mission ist, Sie vor Baukrisen zu bewah­ren und Ihnen wäh­rend Ihres Eigenheimprojektes zur Seite zu stehen!

        Jetzt sind Sie an der Reihe: 

        Vieles, von dem, was ich hier genannt habe, hat damit zu tun:

        - Qualität

        - Eigeninitiative

        - Offenheit, Hilfe anzunehmen

        - Persönlichkeit

        Ich bin davon überzeugt, dass Sie das Gelingen Ihres Eigenheimprojektes aufs Spiel set­zen, wenn Sie in die­sen Bereichen nicht gut auf­ge­stellt sind.

        Also: Was werden Sie tun, damit Ihnen das nicht passiert?

         

        Klischee Adé — Ich bin keine typische, unnahbare Juristin.

        Es gibt viele Klischees zu Jurist:innen. Von der Art des Kleidens über dir Art zu Reden, bis zur stän­di­gen Rechthaberei ver­bin­det man mit Jurist:innen oft­mals unnah­bare, bis Angst ein­flö­ßende, all­wis­sende Persönlichkeiten, die stän­dig mit eige­nen Wortkreationen um sich werfen.

        Nichts von dem ist bei mir der Fall, zumin­dest, wenn man mei­nen Mandant:innen Glauben schen­ken darf. Zum Glück ist das so, denn wenn eines nicht pas­sie­ren darf, so ist es, dass Bauherr:innen erst gar kei­nen Kontakt zu einem Fachanwalt für Bau-und Architektenrecht auf­neh­men, weil sie Vorbehalte oder gar Angst vor ihm / ihr haben. Deshalb plau­dere ich in die­sem Blogbeitrag “aus dem Nähkästchen” warum meine Mandanten mich wirk­lich beauf­tra­gen und was Sie davon für Ihr pri­va­tes Bauvorhaben nut­zen können:

        1) „Sie sind ja wie im Fernsehen!”

        Ich habe im Fernsehen gese­hen, wie toll Sie sich dort für Ihre Mandanten ein­set­zen, des­halb habe ich mich bei Ihnen gemel­det. Findet dann ein ers­tes Gespräch in der Kanzlei oder via Video-Konferenz statt, sagen die Mandanten oft­mals: “Sie sind wirk­lich genau, wie im Fernsehen!”.
        Und ja, das stimmt. Ich nehme jeden Fall so, wie er ist und setze mich für Bauherren ein. Für mich gibt es nichts Wichtigeres als die Interessen von pri­va­ten Bauherren zu ver­tre­ten und zwar mit Kompetenz und Know How. Schauspielerin bin ich näm­lich nicht 😉 Das kön­nen pro­fes­sio­nelle Schauspieler viel bes­ser als ich.

        Das in letz­ter Zeit oft gebrauchte Wort AUTHENTIZITÄT, spielt natür­lich auch bei Anwält:innen eine große Rolle, um eine gute Beziehung zu Mandant:innen auf­bauen zu kön­nen.  Dass ich zum Beispiel so authen­tisch sein kann, wenn die Kamera läuft, liegt daran, dass ich zu 100 % in mei­nem Element bin und nie­man­dem etwas vor­ma­chen muss.

        Gute Freunde von mir bestä­ti­gen mir das übri­gens auch. Wenn Sie mich ein­mal zufäl­lig beim Programm-Hopping im Fernsehen sehen und mich anschlie­ßend pri­vat tref­fen, höre ich immer wie­der: „Du bist im Fernsehen genau die Person, wie ich sie kenne.“

        Auch wenn ich spon­tan live auf Facebook, Instagram oder YouTube unter­wegs bin, habe ich kein Drehbuch, ich ver­has­pele mich, bin so, wie ich bin und gebe auch manch­mal zu, wenn ich auf­ge­regt bin. Manchmal, wenn ich mir das danach noch­mals anschaue, muss ich selbst lachen, weil ich mich wie­der so auf­ge­regt habe 😊.

        Aber die Aufregung ist echt und in dem Moment genau das, was ich emp­finde, wenn ich mal wie­der erlebe, dass pri­vate Bauherren über­vor­teilt wurden.

        Es gibt auch einige nega­tive Reaktionen, Versuche mich klein zu hal­ten, lächer­lich zu machen oder zu bedro­hen. Mir wur­den auch schon die Reifen mei­nes Autos platt gesto­chen und ein Bauunternehmer hat eine Drohung auf dem Anrufbeantworter der Kanzlei hin­ter­las­sen. Anfangs hat mir das Angst gemacht. Heute ist das nicht mehr so. Ich weiß, es lohnt sich immer, für die Schwächeren ein­zu­ste­hen. Das ist mir eine echte Herzensangelegenheit!

        Tipp: Was Sie dar­auf für Ihr gro­ßes Projekt Hausbau mit­neh­men können:

        Machen Sie ihr Hausbauprojekt oder Wohneigentumsprojekt wirk­lich und wahr­haf­tig zu Ihrem Projekt. Geben Sie die Zügel nie­mals aus der Hand, indem Sie sich zu sehr auf andere ver­las­sen. Setzen Sie sich mit Klarheit für Ihre Wünsche ein, las­sen Sie sich von kei­nem Vertragspartner klein machen und neh­men Sie den Umstand an, dass Ihr Eigenheimprojekt für eine lange Zeit fast ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste ste­hen sollte. (Dass Ihre Gesundheit und Familie immer wich­ti­ger sind, dar­über müs­sen wir hier glaube ich nicht sprechen :-))

        2) „Bei Ihnen weiß ich einfach, dass Sie sich gut auskennen.”

        Ein typi­scher Satz mei­ner Kunden: „Bei Ihnen weiß ich, dass ich eine fach­lich hoch­wer­tige Beratung erhalte!“

        Woher sie das wuss­ten?: Weil sie schon lange mei­nen kos­ten­lo­sen Inhalte kon­su­mie­ren. Sei es durch

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        • im Fernsehen, als Expertin der Sendung der BAURETTER oder
        • als Verbraucher-Expertin in ARD und ZDF

        Dabei habe ich oft daran gezwei­felt, ob es sinn­voll ist, so viele kos­ten­freien Inhalte für pri­vate Bauherr:innen preis­zu­ge­ben. Schließlich bin ich eine exzel­lent aus­ge­bil­dete Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht und muss meine Rechtsanwaltskanzlei am Laufen hal­ten. Kommt dann über­haupt noch jemand zu mir in die Kanzlei und braucht mei­nen Rat?

        Heute weiß ich: Mein Wissen zu tei­len und prä­ven­tiv zu agie­ren ist die beste Werbung. Es sorgt dafür, dass poten­ti­elle Mandanten mich ken­nen­ler­nen kön­nen – und mich und mein Expertenwissen zu schät­zen wissen.

        Mein Tipp an Sie: Setzen Sie Ihr Eigenheimprojekt nur mit wirk­li­chen Experten um. Gibt der zukünf­tige Vertragspartner Inhalte über das nor­male Maß hin­aus Preis? Wie stellt er seine fach­li­chen Kenntnisse unter Beweis? Steht er Ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite und ist ihm kein Weg, kein Telefonat, keine Frage zu viel?

        Ihr rich­ti­ger Baupartner ist genau der, der diese Eigenschaften erfüllt. Drängt man Sie schnell zu Unterschriften und Entscheidungen und haben Sie das Gefühl, dass Ihr Gegenüber keine rich­ti­gen Fachkenntnisse besitzt? Lassen Sie die Finger weg!

        3) “Ihr Newsletter ist der einzige, den ich immer öffne!”

        Sicher erhal­ten auch Sie, wie ich, täg­lich viele Newsletter. Da ist es schwer, den Überblick zu behal­ten. Mit mei­nen Newslettern möchte ich Sie als pri­vate Bauherren direkt und per­sön­lich anspre­chen und umfas­send infor­mie­ren, indem ich Sie auf meine neu­este Blogbeiträge, Gerichtsentscheidungen u.v.m. auf­merk­sam mache. Ich bilde mir ein, dass meine Newsletter Ihr Grundstein für siche­res Bauen sind. Es lohnt sich daher immer unsere BAUGLÜCK-NEWSLETTER zu öff­nen. Sie sind nütz­lich, unter­halt­sam, über­sicht­lich, per­sön­lich und zu 100 % aus dem Herzen der Bauretterin.

        Tipp für Sie: Informieren Sie sich im Netz, mel­den Sie sich zu Newslettern an, schauen Sie Webinare, kurz: Machen Sie sich über alle mög­li­chen Kanäle schlau, damit Sie fit für Ihr Eigenheimprojekt werden, ABER: Selektieren Sie gut, kon­su­mie­ren nicht wahl­los und ver­su­chen Sie, sich auf die für Sie rich­ti­gen und wich­ti­gen Informationen zu beschrän­ken, damit Sie sich nicht ver­zet­teln und in die Zeitfresser-Falle zu geraten.

        4) „Sie bringen die Dinge immer auf den Punkt und sind verständlich!“

        Ja, das ist so. Komplexe Abläufe so her­un­ter­zu­bre­chen, dass jeder nach­voll­zie­hen kann, was zu tun ist —  kom­plexe Bauthemen ein­fach zu glie­dern, um sie ver­ständ­lich zu machen, dar­auf kommt es an!

        Mir fällt es so schwer, das alles zu ver­ste­hen!“ – die­sen Satz höre ich häu­fig. Für mich dage­gen ist genau das Routine, ich kenne mich aus und weiß in der Regel immer, was zu tun ist.

        Gerade jetzt für den Online-Kurs Bauherrenführerschein merke ich, wie wert­voll die­ses Talent ist. Meine Newsletter bei­spiels­weise haben immer ein bestimm­tes Thema, auf das ich rou­ti­niert hin­schreibe und in mei­nen Live-Videos erkläre ich juris­ti­sche Prozesse so ein­fach wie möglich.

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        Meine Mission ist, Sie vor Baukrisen zu bewah­ren und Ihnen wäh­rend Ihres Eigenheimprojektes zur Seite zu stehen!

        Jetzt sind Sie an der Reihe: 

        Vieles, von dem, was ich hier genannt habe, hat damit zu tun:

        - Qualität

        - Eigeninitiative

        - Offenheit, Hilfe anzunehmen

        - Persönlichkeit

        Ich bin davon überzeugt, dass Sie das Gelingen Ihres Eigenheimprojektes aufs Spiel set­zen, wenn Sie in die­sen Bereichen nicht gut auf­ge­stellt sind.

        Also: Was werden Sie tun, damit Ihnen das nicht passiert?

         

        Die Krux mit der Bau-und Leistungsbeschreibung

        Die Krux mit der Bau-und Leistungsbeschreibung

        Die Bau-und Leistungsbeschreibung ist das Herzstück Ihres Bauvertrages

        Die Bau-und Leistungsbeschreibung ist das Herzstück und Bestandteil eines jeden Eigenheim Projektes, sei es beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses von einem Bauträger oder beim Bau eines Hauses mit einem Generalunternehmer oder der Errichtung eines Fertighauses.

        Eine unvoll­stän­dige und falsch ver­stan­dene Bau-und Leistungsbeschreibung kann Ihr Bauvorhaben in eine tiefe Krise stür­zen und lässt nicht wenige Bauherren zahl­rei­che schlaf­lose Nächte verbringen.

        In mei­ner Kanzlei erlebe ich fast täg­lich hilf­lose Bauherren, deren Eigenheimprojekt ins Wanken gera­ten ist, weil der Bau-und Leistungsbeschreibung nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

        Deshalb habe ich hier meine Kurzübersicht zur Bau-und Leistungsbeschreibung für Sie zusammengestellt. 

        Nicht blind auf den zukünftigen Vertragspartner verlassen

        Bauherren sind in der Regel Baulaien, und soll­ten sich nicht blind dar­auf ver­las­sen, dass die Bau-und Leistungsbeschreibung alles ent­hält, was mit dem Vertragspartner bespro­chen wurde.

        Lassen Sie des­halb die Bau-und Leistungsbeschreibung immer durch einen unab­hän­gi­gen Bausachverständigen genau prüfen und zwar bevor der Bauvertrag unter­schrie­ben wird.

        Wie Sie einen her­vor­ra­gen­den Bausachverständigen fin­den? Als Teilnehmer unse­res Online-Kurses Bauherrenführerschein emp­fehle ich Ihnen von mir hand­ver­le­sene Experten zur baubegleitenden Qualitätskontrolle in der Nähe Ihres Bauprojektes. Der / Die Sachverständige prüft Ihre Bau-und Leistungsbeschreibung auf Herz und Nieren. Und das direkt in der Nähe Ihrer Baustelle.

        Keine Unterschrift ohne vorherigen Check der Bau-und Leistungsbeschreibung

        Unterschreiben Sie kei­nen Bauvertrag, wenn Ihr unab­hän­gi­ger Sachverständiger die Bau-und Leistungsbeschreibung noch nicht über­prüft hat. Sie erhal­ten näm­lich für den fest­ge­leg­ten Preis (in der Regel Festpreis bei Fertighausprojekten) nur genau das, was in der Bau-und Leistungsbeschreibung drin steht. Auf münd­li­che Vereinbarungen kann und darf man sich nicht ver­las­sen. Es gilt nur das, was im Vertrag steht!

        Je kür­zer die Bau-und Leistungsbeschreibung, umso genauer soll­ten Sie hin­schauen. Meist sind viele Leistungen, von denen Sie den­ken, dass der Vertragspartner sie Ihnen schul­det, nicht enthalten. Die Folge sind oftmals: 

        • Mehrkosten in 5‑stelliger Höhe, die Sie nicht ein­kal­ku­liert haben.
        • Zeitraubende und psy­chisch belas­tende Diskussionen.

        Wenn Sie hier als Bauherr nicht Eigenverantwortlich han­deln, zie­hen Sie in jeder Hinsicht den Kürzeren. So weit muss es nicht kommen.

        Was der Begriff “bau­seits” damit zu tun hat, fasst die­ser Blogartikel zusam­men (»Klick).

        Risiken einer unzureichenden Bau-und Leistungsbeschreibung kennen

        Die Krux der Bau-und Leistungsbeschreibung liegt also nicht nur in den Positionen, die nicht enthalten sind. Im Gegenteil: Eine umfang­rei­che Bau-und Leistungsbeschreibung bedeu­tet nicht gleich­zei­tig abso­lute Sicherheit für Sie als Bauherren. Sollte es trotz­dem zu Mängeln auf Ihrer Baustelle kom­men, kön­nen Sie sich mit einem rechts­si­che­ren Vertrag und einer exak­ten Bau-und Leistungsbeschreibung auf ein­deu­tige Regelungen beru­fen, mit denen Sie und Ihr Eigenheimprojekt nicht angreif­bar sind.

        Sie kom­men also um die Überprüfung Ihrer Bau-und Leistungsbeschreibung und die juris­ti­sche Prüfung Ihres Bauvertrages nicht herum. Wenn die Baubeschreibung weder gele­sen, noch ver­stan­den wurde, birgt das Risiken und kann sehr teuer werden.

        Wollen Sie erfah­ren, wie Sie sich als pri­va­ter Bauherr per­fekt auf Ihr geplan­tes Eigenheimprojekt vor­be­rei­ten kön­nen? Dann neh­men Sie an mei­nen kos­ten­freien Webinaren teil. Darin zeige ich Ihnen, wel­che Fehler Sie als Bauherr vermeiden kön­nen und wie Sie sich als Bauherr:in gut aufstellen!

        Die Bau-und Leistungsbeschreibung ist das Herzstück Ihres Bauvertrages

        Die Bau-und Leistungsbeschreibung ist das Herzstück und Bestandteil eines jeden Eigenheim Projektes, sei es beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses von einem Bauträger oder beim Bau eines Hauses mit einem Generalunternehmer oder der Errichtung eines Fertighauses.

        Eine unvoll­stän­dige und falsch ver­stan­dene Bau-und Leistungsbeschreibung kann Ihr Bauvorhaben in eine tiefe Krise stür­zen und lässt nicht wenige Bauherren zahl­rei­che schlaf­lose Nächte verbringen.

        In mei­ner Kanzlei erlebe ich fast täg­lich hilf­lose Bauherren, deren Eigenheimprojekt ins Wanken gera­ten ist, weil der Bau-und Leistungsbeschreibung nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

        Deshalb habe ich hier meine Kurzübersicht zur Bau-und Leistungsbeschreibung für Sie zusammengestellt. 

        Nicht blind auf den zukünftigen Vertragspartner verlassen

        Bauherren sind in der Regel Baulaien, und soll­ten sich nicht blind dar­auf ver­las­sen, dass die Bau-und Leistungsbeschreibung alles ent­hält, was mit dem Vertragspartner bespro­chen wurde. Lassen Sie des­halb die Bau-und Leistungsbeschreibung immer durch einen unab­hän­gi­gen Bausachferständigen genau prüfen und zwar bevor der Bauvertrag unter­schrie­ben wird.