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Kann sich der Bauunternehmer oder Bauträger pauschal auf eine Behinderung durch die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine berufen?

Kann sich der Bauunternehmer oder Bauträger pauschal auf eine Behinderung durch die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine berufen?

Kann sich der Bauunternehmer oder Bauträger pau­schal auf eine Behinderung durch die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine berufen?

Diese Frage hatte das Kammergericht Berlin in sei­nem Urteil vom 24.05.2022  zu klä­ren. Für Bauunternehmer ist diese Behauptung natür­lich eine bequeme Sache. Jeglicher Verzug wäh­rend des Bestehens von Corona-Beschränkungen wird ein­fach auf die Pandemie oder auf den Krieg in der Ukraine gescho­ben. Der Unternehmer könne dafür ja nichts. Die Verbraucher aber auch nicht! 

Das zustän­dige Gericht hat nun gezeigt, dass es so ein­fach nicht geht. Das Wichtigste vorweg:

Grundsätzlich kann sich ein Unternehmer auf Behinderungen durch die Corona-Pandemie beru­fen. Aber: Dafür muss er kon­kret dar­le­gen, wie sich die­ser Umstand im Einzelfall genau aus­ge­wirkt hat.

 

In dem zu ent­schei­den­den Fall ging es um fol­gen­den Sachverhalt:

Ein Bauträger ver­pflich­tete sich durch nota­ri­el­len Vertrag bis zum 30.06.2018 eine Wohneinheit her­zu­stel­len und an die Erwerber der Neubauwohnung zu über­eig­nen. Tatsächlich wurde die Wohnung erst am 06.07.2020 über­ge­ben. Daraufhin nah­men die Käufer der Eigentumswohnung die Bauträgerin auf Schadensersatz wegen Verzuges u.a. für die ange­fal­le­nen Mietkosten hin­sicht­lich einer Ersatzwohnung sowie für zusätz­lich ent­stan­de­ner Bereitstellungszinsen in Anspruch. Die Beklagte ver­tei­digte sich mit der Behauptung, dass ihr die ver­spä­tete Fertigstellung zumin­dest teil­weise nicht ange­las­tet werden könne, weil auf­grund der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie Arbeitet nicht nach Deutschland ein­rei­sen und dar­über hin­aus Baumaterialien nicht gelie­fert werden konnten.

Das Kammergericht urteilte folgendermaßen:

Grundsätzlich könne es sein, dass ein Bauunternehmer eine Verzögerung der Leistung nicht zu ver­ant­wor­ten habe, wenn sie auf eine schwer­wie­gende und nicht vor­her­seh­bare Änderung der wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Rahmenbedingungen zurück­zu­füh­ren sei. Allerdings müsse der Unternehmer dies anhand einer kon­kre­ten bau­ab­lauf­be­zo­ge­nen Darstellung erklären.

Der Unternehmer hat vor­zu­tra­gen, wel­cher sei­ner Arbeitsabläufe durch einen sol­chen Umstand wann gestört wurde, wie lange die Störung andau­erte und wie dies kon­kret die Fertigstellung der Arbeiten beein­flusst hat. Dabei ist zu beachten, dass die Störung eines ein­zel­nen Ablaufs nicht zwangs­läu­fig zur Verzögerung des Gesamtablaufs füh­ren muss, näm­lich dann nicht, wenn andere Abläufe, die von der Störung nicht betrof­fen sind, vor­ge­zo­gen und der gestörte Ablauf nach­ge­holt werden kann, ohne dass sich die Gesamtfertigstellungszeit hier­durch ver­län­gert.“ (Kammergericht Berlin, Urteil vom 24.05.2022 – 21 U 15621)

Dieser Beweis- und Darlegungslast habe die Beklagte nicht genüge getan, wes­halb den Klägern der gel­tend gemachte Schaden im Ergebnis der Höhe nach ersetzt wurde.

 

 

Was bedeu­tet diese Entscheidung nun für den Verbraucher?

So ein­fach, wie sich Unternehmer auf die Corona-Pandemie, Lieferengpässe oder jüngst auch auf den Krieg in der Ukraine beru­fen, geht es nicht. Die Entscheidung gilt übri­gens nicht nur für Bauträgerverträge son­dern auch für andere Bauverträge zum Beispiel Fertighausverträge.

 

Diese 4 Punkte MUSS ein Auftragnehmer oder Bauträger kon­kret schrift­lich nach­wei­sen, bevor er sich bei Lieferengpässen oder Verzug auf die Pandemie oder den Ukrainekrieg beru­fen kann:

1. Schwere, unab­wend­bare und unvor­her­seh­bare Umstände

2. Konkrete Bauablaufbezogene Darstellung

3. Keine Möglichkeit des Ausgleichs durch das Vorziehen von nicht gestör­ten Abläufen

4. Im Zweifel wird gemäß § 286 Abs. 4 BGB ein Verschulden des Bauunternehmers vermutet

 

Übrigens: Bei einem Vertrag, der nach dem Eintritt die­ser schwe­ren Umstände geschlos­sen wurden- also nach März 2020 oder Februar 2022- kann sich der Unternehmer ohne­hin nicht auf die Pandemie oder den Krieg in der Ukraine beru­fen, denn zum Zeitpunkt der Unterzeichnung waren diese Umstände bekannt und damit vor­her­seh­bar. 

Sodann muss der Unternehmer dies bei sei­nen ver­trag­li­chen Versprechungen berück­sich­ti­gen. Bei einem Vertrag vom 01.05.2022 wird es dem Unternehmer also nur schwer mög­lich sein sich bei­spiels­weise auf Lieferengpässe zu beru­fen. 

 

Letzter Tipp: Häufig gibt es in Verträgen mitt­ler­weile soge­nannte „Corona-Klauseln“. Dies Unterliegen in der Regel der AGB Kontrolle gemäß der §§ 305 ff. BGB und kön­nen für nich­tig erklärt werden, wenn sie den Verbraucher unan­ge­mes­sen benach­tei­li­gen. Eine recht­li­che Überprüfung lohnt sich hier meis­tens! Preisgleitklauseln gegen­über Verbrauchern sind in der Regel unwirksam!

Wir von der Kanzlei Reibold-Rolinger che­cken Ihren Vertrag.

 

Die 10 größten Mängel bei privaten Hausbau-Projekten

Die 10 größten Mängel bei privaten Hausbau-Projekten

Je später bei Ihrem Bauprojekt ein Mangel erkannt wird, umso teurer wird die Mängelbeseitigung.

Deshalb ist es für Sie so wich­tig zu wis­sen, wie Sie Mängel beim Hausbau erken­nen und ver­hin­dern können.

Mängel am Bau sind voll­kom­men nor­mal, denn es sind Menschen, die das Haus mit ihren Händen bauen. Da das so ist, soll­ten Sie Ihr Bauvorhaben vor allen Dingen gut pla­nen und über­wa­chen, um Ausführungsfehler zu vermeiden, damit Sie am Ende nicht das Nachsehen haben und auch noch die Schadenskosten oder Kosten für die Mängelbeseitigung tra­gen müssen.

Fast jede 2. Baufamilie hat mit Mängeln auf ihrer Baustelle zu kämpfen. Das hat eine Erhebung des Bauherrenschutzbundes e.V. ergeben.

Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

Das sind meine 5 ulti­ma­ti­ven Tipps zur Vermeidung von Mängeln am Bau:

1. Prüfen Sie Ihre/n Vertragspartner. Zum Beispiel ist es sehr inter­es­sant zu wis­sen, wie lange er schon als Bauunternehmer tätig ist und wie­viele Häuser diese Firma im Jahr baut?

2. Lassen Sie Ihren Bauvertrag und die Leistungsbeschreibung prüfen.
Checken Sie auch vorab, ob die Vertragsunterlagen voll­stän­dig sind.

3. Lassen Sie Ihre Planung über­prü­fen —  ist sie plausibel?

4. Lassen Sie Ihren Bau von Ihrem eige­nen, baubegleitenden Qualitätskontrolleur über­prü­fen, damit Ausführungsmängel früh­zei­tig erkannt werden können.

5. Rügen Sie einen auf­tre­ten­den Mangel schrift­lich und mit einer Fristsetzung.

___________________

Das ist der größte Fehler, den Sie als pri­va­ter Bauherr bege­hen könnten:

Wie sich aus der Statistik oben ergibt, soll­ten Sie als Bauende sehr früh und auch sehr gründ­lich mit­den­ken. Den größ­ten Fehler bege­hen Sie aber, wenn Sie die Verantwortung abge­ben oder Sie sich über den Mund fah­ren las­sen, sobald Sie einen Mangel gerügt haben und die­ser zurück­ge­wie­sen wird.

Das kön­nen Sie als Bauherr tun, wenn Sie einen Mangel rügen und der Unternehmer behaup­tet, dass kein Mangel vor­liegt oder er den Mangel nicht fach­ge­recht besei­ti­gen möchte: 

VOR DER ABNAHMEalso im Prozess der Erfüllung des Bauvertrages, haben Sie  fol­gende Möglichkeiten:

>Schwere Mängel (z.B. an der Gründung, Statik, Abdichtung des Gebäudes) müs­sen Sie schrift­lich rügen und eine Frist zur Beseitigung set­zen.

>Bestreitet der Unternehmer den Mangel, so muss er bewei­sen, dass kein Mangel vor­liegt, denn vorder Abnahme ist er in der Beweislast für die Mängelfreiheit.

>Weigert sich der Unternehmer den Mangel zu besei­ti­gen, kön­nen Sie den Mangel nicht ein­fach selbst besei­ti­gen, das ist erst nach der Abnahme mög­lich

>Sie kön­nen dann jedoch von Ihrem Zurückbehaltungsrecht Gebrauch machen und die dop­pelte Höhe der vom eige­nen BBQ geschätz­ten Kosten bis zur Beseitigung der Mängel einbehalten.

>Weigert sich der Unternehmer die Mängel zu besei­ti­gen, ist ein Gespräch mit der Fachanwältin oder dem Fachanwalt nötig. Nur die Juristen kön­nen prüfen, ob gege­be­nen­falls eine außer­or­dent­li­che Kündigung des Bauvertrages im Einzelfall mög­lich ist.

>Beseitigen Sie nie­mals vor der Abnahme die Mängel selbst, denn auf die­sen Kosten werden Sie aller Voraussicht nach sit­zen bleiben.

NACH DER ABNAHMEAuch hier gibt es Regeln, die Sie beim Auftreten von Baumängeln ein­hal­ten sollten:

>Rügen Sie Mängel schrift­lich und mit einer ange­mes­se­nen Frist zur Mängelbeseitigung.

>Holen Sie einen Kostenvoranschlag zur Mängelbeseitigung ein. 

> Fordern Sie die Kosten aus dem Kostenvoranschlag vom Unternehmer  — Ebenfalls mit einer Frist.
Läuft diese Frist ab, muss wie­der die Fachanwältin zu Rate gezo­gen werden. Hier kön­nen Sie einen Termin zur Onlineberatung mit Manuela Reibold-Rolinger vereinbaren.

 

Was ist los auf Deutschlands Baustellen im Jahr 2021?

Die meis­ten Mängel lie­gen in der Planung, Koordination, Bauüberwachung und vor allem aber bei der Bauausführung.

Selbstverständlich haben Sie einen Anspruch auf ein man­gel­freies Haus und somit auch auf die Mangelbeseitigung, soll­ten Mängel auftreten.

Außerdem muss die Bauausführung den aner­kann­ten Regeln der Technik ent­spre­chen und funk­ti­ons­taug­lich sein.

Mangelfolgeschäden müssen unbedingt vermieden werden!

Zu einem Problem entwickelt sich ein Mangel dann, wenn der Mangel über die Abnahme hin­aus bestehen bleibt. Werden die Mängel nicht recht­zei­tig erkannt und Folgeschäden erst nach der Abnahme oder im schlimms­ten Fall nach der Gewährleistung bemerkt, kön­nen Sie als Bauende lei­der auf hohen  Schadenskosten sit­zen bleiben.

Daher ist der beste Weg, wenn Sie den Baufortschritt mit einer unab­hän­gi­gen Baubegleitung kon­trol­lie­ren. Ein exter­ner Sachverständiger prüft dabei zu ein­zel­nen Abschnitten die Bauausführung auf Mängel. 

TIPP:

Teilnehmer:innen des Bauherrenführerscheines emp­feh­len wir aus unse­rem Expertennetzwerk unab­hän­gige Sachverständige (in der Nähe ihres Bauprojektes) mit nach­ge­wie­se­nen Qualifikation. » Hier erfah­ren Sie mehr über den Bauherrenführerschein.

 

 

Das sind die 10 typi­schen Mängel beim Bau, die immer wie­der vor­kom­men und auf die Sie als Bauherr ein beson­de­res Augenmerk legen sollten:

Top Ten der Maengel beim Hausbau

Ein Beispiel aus meinem Kanzleialltag:

Letzte Woche war ich auf einer Baustelle, bei der der sehr aner­kannte Fertighaushersteller, trotz Bedenken der Baufamilie, dass die Abdichtung in den Bädern gege­be­nen­falls nicht richtig aus­ge­führt wurde, behaup­tet hatte, dass die Bäder hin­ter den Fliesen fach­ge­recht abge­dich­tet sei. 

Die Bauherren habe dar­auf bestan­den, dass dies im Rahmen der Bauabnahme durch Bauteilöffnung nach­ge­wie­sen wird. Und siehe da:

Keines der 3 Bäder war fach­ge­recht abgedichtet!

Gut, wenn man beharr­lich bleibt, denn gerade bei einer Holzständerbauweise, was bei Fertighäusern immer der Fall ist, führt eine Undichtigkeit in den Bädern zu zum Teil irrepa­ra­blen Schäden am Holz, die man häu­fig erst viele Jahre nach Ablauf der Gewährleistungsfrist fest­stellt. Das hat zur Folge, dass Sie auf den Kosten der Mängelbeseitigung sit­zen und diese lie­gen in der Regel bei meh­re­ren 10.000 Euro.

Sie möch­ten mehr über den Umgang mit Mängeln erfah­ren? Dann könnte die­ser Blogbeitrag noch inter­es­sant für Sie sein:

https://www.bauglueck.de/maengelbeseitigungsrecht-des-unternehmers-die-heilige-kuh-des-baurechts/

Sie ste­hen noch am Anfang Ihres Projektes? Dann starten Sie am bes­ten hiermit:

Pfeil zum Bauherrenführerschein

Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

Checkliste:
So machen Sie Hausangebote ver­gleich­bar

Meine Geling-Tipps zur guten Kommunikation auf Ihrer Baustelle

Meine Geling-Tipps zur guten Kommunikation auf Ihrer Baustelle

Da ich nicht nur Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht bin, son­dern auch Schlichterin nach der Schiedsordnung Bau, ist das Thema Kommunikation auf der Baustelle ein sehr wich­ti­ges Thema für mich.

Gerade in der heu­ti­gen Zeit, in der die Unternehmer volle Auftragsbücher haben, ist es mir sehr wich­tig, dass pri­vate Baufamilien nicht nur recht­lich, son­dern auch kom­mu­ni­ka­tiv gut auf­ge­stellt sind.

Deshalb beschäf­tige ich mich inten­siv damit, wie gute und kon­struk­tive Kommunikation eigent­lich funk­tio­niert und wie Sie als Bauende Ihren Bauvertrag gut ver­han­deln und auf­tre­tende Konflikte auf der Baustelle lösen können.

Das Recht auf eine faire Vertragsgestaltung

Immerhin sind Sie keine Bittsteller, son­dern Kundinnen und Kunden, die ein Recht auf eine faire Vertragsgestaltung und fai­ren Umgang mit­ein­an­der haben.

Häufig erlebe ich jedoch, dass eine Bevormundung durch die Unternehmer erfolgt, oder über­haupt gar nicht gewünscht ist, dass man mit­ein­an­der spricht:

Wir wol­len Häuser bauen und nicht stän­dig reden…“

Das ist eine schlechte Voraussetzung für ein Dauerschuldverhältnis von 12 Monaten, fin­den Sie nicht auch?

Woran das liegt, kann ich nicht wirk­lich sagen, ich weiß nur, dass sich alle Probleme auf Baustellen in der Regel bes­ser durch Sprechen als durch Schweigen lösen lassen.

Gute Baukultur

Nach mei­ner Meinung gehört zu einer guten Baukultur auch ein fai­res und zuge­wand­tes Miteinander vor und auf den Baustellen!

Erfahren Sie des­halb in die­sem Blogbeitrag mehr über diese Themen:

  • Worüber gibt es die meis­ten Auseinandersetzungen?
  • Wie kön­nen Bauherren Konflikten auf der Baustelle vorbeugen?
  • Darf ein Unternehmen den Bauherren Leistungsänderungen mit Mehrkosten in Rechnung stellen?
  • Ein häu­fi­ges Ärgernis sind auf­tre­tende Baumängel. Was müs­sen Bauherren beachten?
  • Und wenn tat­säch­lich nichts passiert?
  • Was ist zu tun, wenn sich die Bauzeit ver­zö­gert oder auf der Baustelle nichts mehr passiert?
  • Den Vertrag kündigen?
  • Meine 10 wich­tigs­ten Baustellen-Kommunikationstipps

 

Die Absolvent*innen des von mir ent­wi­ckel­ten Bauherrenführerscheines“ wis­sen das zu gut, denn das ist einer der Kernpunkte in mei­nem Kurs, mit dem jede*r Bauende wich­tige und hilf­rei­che Tipps, Checklisten und Vordrucke erhält, mit denen garan­tiert Mehrkosten, Bauverzug und teure Rechtsstreitigkeiten ver­mie­den werden kön­nen. 

 

 

Sie wis­sen, das ist mein Herzensthema: Prävention am Bau!

Wenn Sie mehr über mei­nen Online-Kurs Bauherrenführerschein erfah­ren möch­ten, kli­cken Sie hier »> https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/

Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

Darüber gibt es die meisten Auseinandersetzungen auf einer Baustelle: 

Die häu­figs­ten Konfliktthemen sind Mehrkosten, Zeitverzug beim Bauen, schlep­pende oder ver­wei­gerte Mängelbeseitigung und Streit dar­über, was eigent­lich ver­trag­lich geschul­det ist. Ihnen als Bauende sollte bewusst sein, dass es keine Baustelle ohne Bauablaufstörungen gibt. Dennoch las­sen sich Probleme aus dem Weg räumen.

Ich habe mit der lei­der noch zu sel­ten prak­ti­zier­ten Schlichtung erstaun­lich gute Erfahrungen gemacht. Sitzen auf den Baustellen alle an einem Tisch, kommt man oft zu einem schnel­len Ergebnis, das bei­den Parteien gerecht wird und eine kos­ten­in­ten­sive lange gericht­li­che Auseinandersetzung erspart.

 

Wie können Bauherren Konflikten auf der Baustelle vorbeugen? 

Zunächst müs­sen sie sich ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass der Bau eines Eigenheims kein Spaziergang ist. Voraussetzung für einen rei­bungs­losen Bauablauf ist gute Vorbereitung, kom­pe­tente Baubegleitung und das Handeln in eige­ner Sache. Ein aus­ge­wo­ge­ner Bauvertrag samt detail­lier­ter Leistungsbeschreibung, die beide den Pflichten des Bauunternehmers und den Rechten des Bauherrn ent­spre­chen, bil­den die Basis.

 

Darf ein Unternehmen den Bauherren Leistungsänderungen mit Mehrkosten in Rechnung stellen? 

Einseitig darf ein Unternehmen die Leistung nicht ein­sei­tig ändern, son­dern nur in Absprache mit den Bauherren. Und das Unternehmen muss auch die zu erwar­ten­den Mehrkosten bezif­fern. Was Bauherren zuge­mu­tet werden kann, ist vom Einzelfall abhän­gig. Oft ent­ste­hen Mehrkosten durch Kalkulationsfehler oder Zeitverzug soll durch ein ande­res ‑teu­re­res ‑Verfahren auf­ge­holt werden. Das muss der Bauherr nicht zahlen.

Gerade in der aktu­el­len Zeit wird sehr schnell auf die erheb­lich gestie­ge­nen Rohstoffkosten hin­ge­wie­sen und ein­fach ein­sei­tig der Festpreis ange­passt. Dass das nicht geht, dürfte jedem klar sein, der einen Festpreisvertrag unter­schrie­ben hat. Auf jeden Fall muss der Unternehmer Nachweise vor­le­gen und beim Festpreisvertrag sind Mehrkosten ohne­hin ausgeschlossen.

 

Ein häufiges Ärgernis sind auftretende Baumängel. Was müssen Bauherren beachten? 

Sofort han­deln, nicht abwar­ten! Nicht nur anru­fen, son­dern schrei­ben! Mängel müs­sen gegen­über dem Unternehmer schrift­lich ange­zeigt werden. Diese sind deut­lich zu benen­nen, wobei eine sym­pto­ma­ti­sche Beschreibung wie “der Keller ist feucht” reicht. Vor der Abnahme ist die Beseitigung der Mängel durch Ersatzunternehmer pro­ble­ma­tisch, nach der Abnahme sieht es da anders aus. Grundsätzlich sollte man früh­zei­tig sowohl eine:n Fachanwält:in für Verbraucherbaurecht als auch einen kom­pe­ten­ten Bausachverständigen kontaktieren.

 

Was ist, wenn Frist und Nachfrist ablaufen und tatsächlich nichts passiert? 

Ist die Frist, even­tu­ell auch eine Nachfrist, abge­lau­fen, kann der Bauherr das Unternehmen für spä­tere Mängelbeseitigungskosten in Anspruch neh­men. Klug ist, wenn er bis dahin die Abschlagzahlungen nur nach Baufortschritt geleis­tet hat. Dann hilft ihm sein gesetz­li­ches Zurückbehaltungsrecht. Zusätzlich sollte ein Sachverständiger den Umfang der Mängelbeseitigung doku­men­tie­ren und die Kosten bezif­fern. Die dop­pelte Höhe der zu erwar­ten­den Beseitigungskosten darf ein­be­hal­ten werden.

 

Was ist zu tun, wenn sich die Bauzeit verzögert oder auf der Baustelle nichts mehr passiert? Den Vertrag kündigen?

Auch hier gilt: Wenn der Bau ein­ge­stellt wird, schrift­lich zur Fortsetzung der Arbeiten auf­for­dern und diese auch zulas­sen. Auf kei­nen Fall sollte ein Bauvertrag vor­schnell gekün­digt werden! Zwar ist die Auflösung des Bauvertrages häu­fig das letzte Mittel. Bauherren müs­sen sich jedoch dar­über im Klaren sein, dass sich die Konflikte danach fort­set­zen kön­nen. Der Bauvertrag kann auch durch ein­ver­nehm­li­che Vertragsaufhebung been­det werden. Sie ist die ele­gan­tere Lösung und schließt Überraschungen in der Zukunft aus. Immer jedoch soll­ten Bauherren das Beenden eines Vertragsverhältnisses sorg­fäl­tig abwä­gen und unbe­dingt anwalt­lich beglei­ten las­sen. Denn bei einer so genann­ten „freien“ Kündigung bege­ben sich Bauherren in die Gefahr, erheb­li­chen Schadenersatz an den Bauunternehmer zah­len zu müssen.

 

FAZIT:

  1. Vermeiden Sie Konflikte durch eigene Kompetenz. https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/
  2. Prävention statt teu­rer Gerichtsstreitigkeiten: Lassen Sie Ihren Bauvertrag vor Vertragsunterzeichnung recht­lich prüfen.
    Tipp: Teilnehmer*innen des Bauherrenführerscheins spa­ren hier 100 Euro 😊 
  3. Nur mit bau­be­glei­ten­der Qualitätskontrolle bauen.
  4. Stets auf klare und gute Kommunikation ach­ten. Auch das ler­nen Sie im Bauherrenführerschein.

 

Das sind meine 10 Baustellen-Kommunikationstipps, mit denen
Ihnen jedes Gespräch gelingt:

  1. Bleiben Sie authen­tisch und immer bei sich selbst. Sie müs­sen nicht jedem Unternehmer gefal­len. Hören Sie auf Ihr Baugefühl. Wenn sich etwas „schräg“ anfühlt: Weitersuchen, es gibt viele Unternehmer, die schöne Häuser bauen.

  2. In den Verhandlungen nicht über den Mund fah­ren las­sen. Achten Sie auf einen Redeanteil von 50/50. Stehen Sie für Ihre Vorstellungen ein!

  3. Eine gute Atmosphäre ist wich­tig! Achten Sie auf Ihren Gesprächspartner und hören auf­merk­sam zu!

  4. Nehmen Sie posi­tive Dinge wahr und benen­nen sie diese. Man neigt dazu im Streitgespräch nur das Negative her­vor­zu­he­ben. Um zu einem Ziel zu kom­men, sollte man immer mit dem Positiven beginnen.

  5. Wer nicht fragt bleibt dumm“ …. Stellen Sie viele Fragen, offene Fragen, Verständnisfragen, klare Fragen.

  6. Sein Sie respekt­voll und akzep­tie­ren Sie andere Meinungen, blei­ben Sie jedoch kri­tisch und hell­wach, um die „Ausreden am Bau“ zu hinterfragen.

  7. Loben Sie den Unternehmer für Dinge, die gut gelau­fen sind und „gewin­nen“ Sie ihn. Meist stimmt der Satz: „Gewinne den Menschen und du gewinnst auch in der Sache“.

  8. Laden Sie den Unternehmer ein, sich mit Ihren Ansichten zu befas­sen. Lassen Sie ihn die Perspektive wech­seln, Ihren Platz ein­neh­men. Ich ver­spre­che Ihnen: Es werden Wunder gesche­hen. Belehren Sie nicht!

  9. Verhandlen Sie Ergebnisoffen, ohne zu sehr auf den eige­nen Vorteil zu fokus­sie­ren, manch­mal erge­ben sich span­nende neue Ideen der Problemlösung, versprochen!

  10. Achten Sie auf eine offene und freund­li­che Körpersprache. Stehen Sie nicht mit ver­schränk­ten Armen auf der Baustelle, son­dern schaf­fen eine ange­nehme, zuge­wandte und freund­li­che Atmosphäre.

 

    Sie ste­hen noch am Anfang Ihres Projektes? Dann starten Sie am bes­ten hiermit:

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    Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

    Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

    Checkliste:
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    Schlüsselfertig bauen — bedeutet das bezugsfertig bauen? Unsere Tipps

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    Fast fertig ist das neue schüsselfertig.

    Die meis­ten Bauherren träu­men davon, mög­lichst ohne Stress in ihr Eigenheim zu kom­men. Wie schön und ver­lo­ckend klingt dabei die Lösung vie­ler Hausanbieter, schlüs­sel­fer­tig bauen zu können.

    In die­sem Blogbeitrag erklärt Ihnen Manuela Reibold-Rolinger, was alles hin­ter dem Begriff ste­cken kann und wor­auf Sie beson­ders ach­ten sollten: 

    Seit eini­ger Zeit nut­zen Haushersteller alter­an­tive Begrifflichkeiten zu der Bezeichnung “schlüs­sel­fer­tig. Dabei werden die Marketingabteilungen der Haushersteller immer ein­falls­rei­cher. Deshalb ist es wich­tig, dass Sie wis­sen, wel­che Bedeutung sich hin­ter all die­sen Begriffen ver­steckt und wel­che Erwartungen Sie daran knüp­fen kön­nen, wenn Sie “schlüs­sel­fer­tig” bauen möchten.

    Gehen Sie mit diesen Bezeichnungen ebenso vorsichtig um:

    • Fast fer­tig
    • Freizeit-Paket
    • Wohnkomplett
    • Sofort ein­zie­hen und wohlfühlen
    • Fix und fertig

    Diese Begriffe wecken in Ihnen als Bauherren eine Erwartung, die der Hersteller mög­li­cher­weise so gar nicht erfül­len kann oder möchte. 

    Sogar der Duden macht den Fehler, das Adjektiv “schlüsselfertig” mit bezugsfertig zu beschreiben. Das ist aber leider falsch.

    Oftmals werden Fertighäuser als schlüs­sel­fer­tig ange­bo­ten, doch Massivhäuser kön­nen ebenso schlüs­sel­fer­tig erbaut werden. Ihre Vertragspartner sind dann Bauträger, Generalunternehmer oder Generalübernehmer und Sie als pri­vate Bauherren ver­bin­den damit, ein bezugs­fer­ti­ges Haus zu erhal­ten, des­sen Gewerke durch Ihren Baupartner koor­di­niert und durch­ge­führt werden. 

    Allerdings sind diese Begriffe so unspe­zi­fisch, dass Sie ein beson­de­res Augenmerk die Bau-und Leistungsbeschreibung Ihres Vertrages ach­ten müs­sen. Nur was dort gere­gelt ist, hat Gültigkeit.

    Insbesondere rate ich Ihnen auf den soge­nann­ten Fertigstellungsgrad zu ach­ten

    Ein Bauherr, der unter dem Begriff fast fer­tig etwas ande­res ver­stan­den hat als der Unternehmer ist nun Mandant mei­ner Kanzlei. Es wird schwer werden, aus den ver­trag­li­chen Grundlagen das her­aus­zu­ar­bei­ten, was der Bauherr unter fast fer­tig ver­ste­hen wollte. In sei­nem vor­lie­gen­den Leistungsverzeichnis sind viele, sehr wich­ti­gen Bestandteile einer voll­stän­di­gen Baubeschreibung nicht enthalten.

    Nun strei­ten die Parteien über den Vertragsinhalt, der Bau ruht und es werden Mehrkosten gefor­dert. Hinzu kom­men die Kosten für die Anwälte. So ste­hen Zusatzkosten von rund 25.000 Euro für den Mandanten an.

    Begriff “schlüsselfertig” ist nicht rechtlich geschützt

    Der Begriff „schlüs­sel­fer­tig bauen“ ist nicht recht­lich geschützt. Das bedeu­tet, dass jedes Bauunternehmen selbst fest­le­gen kann, was es unter schlüs­sel­fer­tig ver­steht. Achten Sie des­halb auch auf die oben beschrie­be­nen alter­na­ti­ven Begriffe zu schlüs­sel­fer­tig. Lassen Sie sich von unge­nauen Begrifflichkeiten nicht blen­den und legen ein beson­de­res Augenmerk auf Ihren Vertragsinhalt. So kommt es bei Ihrem Bauvorhaben nicht zu unvor­her­ge­se­he­nen Baukrisen.

    Was Sie noch tun kön­nen, um bereit für Ihr Eigenheimprojekt zu sein? Melden Sie sich zu einem mei­ner Gratis-Webinare an. Darin erkläre ich Ihnen als ange­hende Bauherren, was die typi­schen Fehler bei pri­va­ten Eigenheimprojekten sind und wie Sie diese selbst ver­hin­dern. So werden Sie bauglücklich.

    Kostenlos für Sie:

    Kostenlos für Sie:

    Nicht von Begriffen wie schlüsselfertig oder sofort einziehen blenden lassen

    Nicht von Begriffen wie schlüsselfertig oder sofort einziehen blenden lassen

    Fast fertig ist das neue schüsselfertig — nicht blenden lassen:

    Die Marketingabteilungen der Haushersteller werden immer ein­falls­rei­cher: Viele Bauherren wis­sen inzwi­schen, dass man mit der Baubeschreibung schlüs­sel­fer­tig nicht viel beschrei­ben kann. Vielmehr kommt es auf den ver­ein­bar­ten Vertragsinhalt an. Aus die­sem Grund werden immer mehr ein­falls­rei­che Begriffe ver­wen­det. Mit die­sen Formulierungen soll­ten Sie ebenso vor­sich­tig umgehen:

    • Fast fer­tig
    • Freizeit-Paket
    • Freitzeit-Paket-Plus
    • Sofort ein­zie­hen und wohlfühlen
    • Fix und fertig

    Diese Begriffe las­sen etwas erwar­ten, das der Hersteller mög­li­cher­weise so gar nicht erfül­len kann oder möchte. 

    Sogar der Duden macht den Fehler, das Adjektiv schlüsselfertig mit bezugsfertig zu beschreiben. Das ist aber leider falsch:

    Warum das Leistungsverzeichnis so wichtig ist, zeigt ein Beispiel:

    Ein Bauherr, der unter dem Begriff fast fer­tig etwas ande­res ver­stan­den hat als der Unternehmer ist nun Mandant mei­ner Fachanwaltskanzlei für Bau-und Architektenrecht. Es wird schwer werden, aus den ver­trag­li­chen Grundlagen das her­aus­zu­ar­bei­ten, was der Bauherr unter fast fer­tig ver­ste­hen wollte. In sei­nem vor­lie­gen­den Leistungsverzeichnis sind viele, sehr wich­ti­gen Bestandteile einer voll­stän­di­gen Baubeschreibung nicht enthalten.

    Nun strei­ten die Parteien über den Vertragsinhalt, der Bau ruht und es werden Mehrkosten gefor­dert. Hinzu kom­men die Kosten für die Anwälte. Es ste­hen Zusatzkosten von rund 25.000 Euro für den Mandanten an.

    Sicher vertrete ich jeden Bauherren auch vor Gericht — ich bin Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht — ich appelliere dennoch an die Eigenverantwortung.

    Damit das klar wird: Ich ver­trete selbst­ver­ständ­lich jeden Bauherren auch vor Gericht, wenn das nötig ist. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass man sein Eigenprojekt mit Eigenverantwortung ange­hen sollte. Konkret bedeu­tet das, dass jeder Bauherr mit einer Teilnahme am Online-Kurs Bauherrenführerschein und einer Prüfung sei­nes Bauvertrages sehr viel Geld, Zeit und Nerven spa­ren kann.

    Jeder Bauherr kann selbst ent­schei­den, wie er sei­nen Bauablauf gestal­ten will. Sie haben die Wahl und sind für Ihr Projekt verantwortlich.

    Hier geht es zu einem weiteren Blogartikel, der sich mit dem Thema schlüsselfertig bauen beschäftigt.

    Sie wollen auch Eigenverantwortung für Ihr Eigenheimprojekt übernehmen? Hier gibt es weitere Infos zum Online-Kurs:

    Lernen Sie in diesem Online-Kurs:

    • die Tricks der Baufirmen zu entlarven,
    • das Know How, wie man mit einem Unternehmer auf Augenhöhe verhandelt,
    • die Regelungen ken­nen, die man für einen frist­ge­mä­ßen Einzug benötigt
    • Alles, was man als Bauherr/Bauherrin wis­sen muss, egal ob man einen Neubau errich­tet, eine Eigentumswohnung kauft oder im Bestand saniert

    Jeder Bauherr spart dadurch Zeit und Geld, denn wir haben in unse­rem Bauherrenführerschein alles struk­tu­riert und zusam­men­ge­fasst, was man als Bauherr wirk­lich wis­sen muss.

    Anhand der Checklisten wird auf­ge­zeigt, woran man den­ken muss.

    Als BONUS für jeden Teilnehmer des Online-Kurses BAUHERRENFÜRHERSCHEIN, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

    Somit kann man mit dem Bauherrenführerschein nur gewinnen.

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    Ortstermin auf der Baustelle: Aus dem Leben der Baurechtsexpertin Manuela Reibold-Rolinger

    Ortstermin auf der Baustelle: Aus dem Leben der Baurechtsexpertin Manuela Reibold-Rolinger

    Letzte Woche hatte ich einen Ortstermin auf einer Baustelle.
    Ein vom Gericht 
    bestellter Sachverständiger lud zum Ortstermin ein.

    Manuela Reibold-Rolinger hat schon Vieles auf Baustellen erlebt. Heute berich­tet sie von einem beson­de­ren Schauspiel:

     

    Die Darsteller:

    • Mandanten der Baurechtsexpertin Manuela Reibold-Rolinger

    • Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht Manuela Reibold-Rolinger

    • Mandaten der Gegenseite

    • Anwalt der Gegenseite

    • Sachverständiger

    ” Meine Mandanten müssen diesen Prozess führen, weil der Unternehmer Mängel nicht beseitigen will.”

    Die Parteien waren alle anwe­send. Auch der Anwalt der Gegenseite. 

    Wir stan­den zusam­men und dann begann das Schauspiel auf der Baustelle: 

    Der Kollege unter­brach den Sachverständigen bei sei­nen Ausführungen. Der Anwalt der Gegenseite wurde laut und unsach­lich und unter­stellte dem Sachverständigen Befangenheit, da er mich per­sön­lich ken­nen würde. Er fuch­telte rum, wollte die Erhebung von Beweisen ver­ei­teln und ver­wei­gerte die Vorlage wich­ti­ger Dokumente. 

    Warum er das machte ist klar:

    Er hat eine schlechte Rechtsposition und will davon ablen­ken. Sicher weiß das der Kollege, hat sei­nem Mandanten ggf. zu viel Hoffnung gemacht und will nun sein „Gesicht“ wahren. 

    Mit allen Tricks lenkt er von der Sache ab und will den Gutachter verunsichern.

    Zum Glück: Es ist ihm nicht gelungen 🙂 

    Auch, weil sich meine Mandanten sehr sou­ve­rän ver­hal­ten haben. 

    Schade, dass viele mei­ner Kollegen die anwalt­li­che Pflicht zur Vermeidung von Konflikten nicht ernst neh­men, obwohl das so in unse­rer Berufsordnung steht.….

    Diesen Prozess werden meine Mandanten gewin­nen, da sie nach mei­ner Beratung einen guten Vertrag mit kla­ren Vertragspflichten unter­schrie­ben haben. 

    Man kann nicht jeden Rechtsstreit verhindern. Aber:

    Man kann sich jedoch durch einenaus­ge­wo­ge­nen Bauvertrag in einem Prozess eine sou­ve­rä­ner Position verschaffen.”

     

     

    ONLINE-KURS

    In diesem Online-Kurs lernen Sie:

    • die Tricks der Baufirmen zu entlarven,
    • das Know How, wie man mit einem Unternehmer auf Augenhöhe verhandelt,
    • die Regelungen ken­nen, die man für einen frist­ge­mä­ßen Einzug benötigt
    • Alles, was man als Bauherr/Bauherrin wis­sen muss, egal ob man einen Neubau errich­tet, eine Eigentumswohnung kauft oder im Bestand saniert

    Jeder Bauherr spart dadurch Zeit und Geld, denn wir haben im Bauherrenführerschein alles struk­tu­riert und zusam­men­ge­fasst, was man als Bauherr wis­sen muss.

    Wichtige Checklisten zei­gen auf, an was man alles den­ken muss und als BONUS für jeden, der den BAUHERRENFÜRHERSCHEIN absol­viert hat, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

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    Die Deutschen brauchen Nachhilfe in Streitkultur: Rechtsanwältin und Schlichterin Manuela Reibold-Rolinger im Podcast

    Die Deutschen brauchen Nachhilfe in Streitkultur: Rechtsanwältin und Schlichterin Manuela Reibold-Rolinger im Podcast

    Nachhilfe in Streitkultur

    In einem Interview mit Deutschlands Experten-Podcast “FRAGEN WIR DOCH!” für RTL Radio Deutschland und 105’5 Spreeradio sagt Manuela Reibold-Rolinger: “Die Deutschen und die SPD brau­chen Nachhilfe in Streitkultur!” 

    Im Gespräch mit “FRAGEN WIR DOCH!” kri­ti­siert die Autorin des Buches “Kein Grund zur Klage! Wie Sie ohne Richter zu Ihrem Recht kom­men”: “Das Bashing gegen SPD-Parteichefin Andrea Nahles war unsäg­lich. Es wäre schön, wenn sich die Politik etwas von Mediation und Schlichtung abschauen würde.” Reibold-Rolinger arbei­tet seit mehr als zehn Jahren als Schlichterin und ist überzeugt, dass Nahles das Opfer von alten Rechnungen gewe­sen sei: “Eine Schlichtung könnte das Unausgesprochene an die Oberfläche brin­gen. Diese Chance hat die SPD lei­der verpasst.”

    Das voll­stän­dige Gespräch mit Manuela Reibold-Rolinger in Deutschlands Experten-Podcast “FRAGEN WIR DOCH!” für RTL Radio Deutschland und 105’5 Spreeradio kön­nen Sie auf www.spreeradio.dewww.rtlradio.dewww.maasgenau.de sowie über Apple Podcasts, Spotify, SoundCloud und AUDIO NOW hören.

    https://www.presseportal.de/pm/122267/4291263

     

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