fbpx
Die 10 häufigsten Mängel am Bau

Die 10 häufigsten Mängel am Bau

22,6 Mängel kommen im Schnitt bei der Errichtung von Ein-und Zweifamilienhäusern vor.

So die gemein­same Kurzstudie des Institutes für Bauforschung e.V. und des Bauherrenschutzbundes e.V.

Welche Mängel das sind, und wie man als private:r Bauherr:in damit umgeht, zei­gen wir in die­sem Blogbeitrag auf. Denn:

Die durschnitt­li­che Mängelanzahl ist im Vergleich zu 2015 leicht zurück­ge­gan­gen, die Mangelkosten aber stei­gen auf­grund der Komplexität und Kostenintensität der Mangelbeseitigung indes deut­lich an.

Welche Bedeutung hat das für Sie als Bauende und wie gehen Sie mit einem entstandenen Mangel am besten um?

Als pri­vate Bauende haben Sie das Recht auf ein man­gel­freies Bauwerk, das ist klar. Doch Mängel pas­sie­ren und sind mensch­lich. Wichtig ist, dass der Mangel recht­zei­tig erkannt und fach­ge­recht besei­tigt wird.

Sie als Bauende möch­ten am liebs­ten kei­nen Gedanken daran ver­schwen­den müs­sen, son­dern fie­bern dem Einzug in (man­gel­freie) Ihr eige­nes Traumhaus ent­ge­gen, das für die meis­ten unter Ihnen die größte Investition Ihres Lebens blei­ben wird.

Unterscheidung zwischen Mangel und Schaden wichtig

Ob es sich bei der Ihnen bemän­gel­ten Leistung um einen Mangel und Schaden han­delt ist des­halb so wich­tig zu wis­sen, da sich dar­aus in der Definition so wich­tig, weil sich dar­aus der rich­tige Umgang damit ablei­ten lässt.

Per recht­li­cher Definition han­delt es sich um einen Mangel an Ihrem Bauwerk, wenn es sich um eine Leistung han­delt, die Sie mit der Baufirma ver­trag­lich ver­ein­bart haben. Ein Schaden liegt vor, wenn es sich nicht um ein ver­trag­lich geschul­de­tes Werk, son­dern um einen “ande­ren Gegenstand” handelt.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Der Fensterbauer baut die Fenster nicht fach­ge­recht ein und sie bestehen den Blower-Door-Test nicht » Es han­delt sich um einen Mangel.

Der Maler beschä­digt die neu ein­ge­bau­ten Fenster mit Lack-oder Putzspritzern » Es han­delt sich um einen Schaden.

Der richtige Umgang — je nachdem, ob Mangel oder Schaden

Für die Beseitigung eines Mangels ist die beauf­tragte Firma des zutref­fen­des Gewerkes zustän­dig und Sie als Bauherr:in haben immer einen Anspruch darauf.

Bei einem Schaden ver­hält es sich anders, denn hier muss die ver­ur­sa­chende Firma den Schaden in Geld erset­zen. Der Schadensersatzanspruch kann jedoch dann gel­tend gemacht werden, wenn die Baufirma den Schaden “schuld­haft” ver­ur­sacht hat.

Wie Sie Mängel bzw. Schäden bei Ihrem Eigenheimprojekt richtig erken­nen und damit umge­hen, zeigt Ihnen Manuela Reibold-Rolinger in ihrem Online-Kurs Bauherrenführerschein. Denn ganz so ein­fach, wie oben beschrie­ben, ist es nicht immer.

Wir raten Ihnen neben Ihrer eige­nen guten Vorbereitung auf Ihr Traumhausprojekt übri­gens immer, sich von Anfang an einen baubegleitenden Qualitätskontrolleur als Schutzengel für Ihr Bauprojekt zur Seite zu holen, da Sie als Baulaie nicht immer in der Lage sind, einen Mangel zu identifizieren.

Das ist die Liste der häufigsten Mängel, die bei der Errichtung von Ein-und Zweifamilienhäusern entstehen.

(Quelle: Institut für Bauforschung e.V. und Bauherrenschutzbund e.V.)

1. Mangel: Kellerabdichtung

2. Mangel: Luftdichtheitsebene

3. Mangel: Schallbrücken

4. Mangel: Estrichfeuchtigkeit

5. Mangel: Ringanker

6. Mangel: Fußbodenheizung

7. Mangel: Wärmedämm-Verbundsystem

8. Mangel: Sockelabdichtung

9. Mangel: Trinkwasserhygiene

10. Mangel: Badabdichtung

Alle genann­ten Mängel zie­hen in der Regel hohe Mangelfolgekosten sowie Mangelbeseitigungskosten nach sich, werden sie nicht recht­zei­tig oder gar nicht erkannt.

 

Lesen Sie hierzu auch meine weiteren Blogbeiträge zu Mängeln am Bau,…

denn dafür bin ich mit Bauglück und mei­nem Online-Kurs ange­tre­ten: Dass Sie als pri­vate Bauherr:in ohne Mängel, Bauzeitverzögerung und teure Rechtstreitigkeiten in Ihr Traumhaus ein­zie­hen können!

Baumängel und ihre Folgen:

https://www.bauglueck.de/baumaengel-und-ihre-folgen/

 

Pfusch am Bau:

https://www.bauglueck.de/pfusch-am-bau/

 

Baumängel in Eigenleistung beheben:

https://www.bauglueck.de/mangel-in-eigenleistung-beheben-der-wert-ihrer-arbeitszeit‑2/

 

Das Mangelbeseitigugungsrecht des Unternehmers:

https://www.bauglueck.de/maengelbeseitigungsrecht-des-unternehmers-die-heilige-kuh-des-baurechts/

 

 

 

Sie pla­nen Ihr Eigenheimprojekt und wol­len es von Anfang an richtig ange­hen?
Dann starten Sie direkt mit mei­nen Webinaren:

SIND SIE AUCH BALD TEIL MEINER BAUGLÜCK-COMMUNITY?

Über 1.000 zufrie­dene Kunden haben bereits
an mei­nen Onlinekursen und Coachings teilgenommen!

Insolvenz Ihres Baupartners » So erkennen Sie eine drohende Pleite und das müssen Sie tun:

Insolvenz Ihres Baupartners » So erkennen Sie eine drohende Pleite und das müssen Sie tun:

Es wäre Ihr Alptraum, oder? Auf Ihrer Baustelle kommt es zur Insolvenz Ihres Vertragspartners.

Die Folge » Sie ver­lie­ren als Bauherr:innen viel Geld und blei­ben auf dem unfer­ti­gen Gebäude sit­zen. Niemand wünscht sich die­ses Szenario! Deshalb beant­wor­ten wir in die­sem Blogbeitrag diese Fragen und geben Tipps zum Umgang mit die­ser Situation:

1. Was bedeu­tet eine Bauinsolvenz für Sie als Bauherr*innen?
2. Welche Komplikationen kön­nen auf­tre­ten?
3. Was geschieht mit den Nachunternehmern, mit den Arbeiten, die sie aus­füh­ren?
4. Was ist mit den ent­ste­hen­den Kosten?
5. Gibt es Insolvenzen mit Vorsatz?
6. Wie kann man eine dro­hende Insolvenz erken­nen und was müs­sen Sie zu tun, wenn der Insolvenzfall ein­tritt?
7. Wie kön­nen Sie sich schüt­zen und was kos­tet das?

_______________________________________

1.Was bedeutet eine Bauinsolvenz für Sie als Bauherr*innen?

Für Sie als Bauherr:innen bedeu­tet die Insolvenz Ihres Baupartners der Verlust von Geld, sehr viel Zeit und noch mehr Nerven. Nichts geht mehr, wenn das Insolvenzverfahren ins Rollen gerät.

 

2.Welche Komplikationen können auftreten?

Die Baustelle ruht, der Bautenstand darf nicht ver­än­dert werden. Das Insolvenzverfahren bedeu­tet min­des­tens 3 Monate Stillstand, bis durch einen vor­läu­fi­gen Insolvenzverwalter ent­schie­den wurde, ob das Verfahren durch­ge­führt wurde oder man­gels Masse (Geldmittel) das Verfahren nicht ein­ge­lei­tet wird.
Die Baustelle ist in die­ser Phase oft schon vor dem Kenntnis der Bauherren geräumt, die Nachunternehmer kom­men auf Sie zu, wol­len Geld und Material zurück, weil sie nicht bezahlt wur­den. Neue Unternehmer zu fin­den, die den Bau für einen akzep­ta­blen Preis fort­set­zen, ist schier unmög­lich. Existenzangst steigt auf, denn meist ist das Bauvorhaben zu die­sem Zeitpunkt bereits über­zahlt und an Gewährleistung ist nicht zu denken.

 

3. Was geschieht mit den Nachunternehmern und mit den Arbeiten, die sie ausführen?

Die Nachunternehmer ver­lie­ren meist auch viel Geld und werden mit in die Insolvenz gerissen.

 

4. Was ist mit den entstehenden Kosten?

Es wird teuer, das kann ich ver­spre­chen, denn neben der zu befürch­ten­den Überzahlung müs­sen Sie auch noch Gutachter für die Feststellung des Bautenstandes und Anwält:innen für die Rechtsberatung bezah­len. Diese Kosten kann man zwar spä­ter, falls das Verfahren eröff­net wird, zur Insolvenztabelle anmel­den, lei­der kommt dabei meist jedoch nichts her­aus. Zu hoch sind die Verbindlichkeiten und die Anzahl der Gläubiger. In der Regel geht man dann lei­der leer aus.

 

5. Gibt es Insolvenzen mit Vorsatz?

Es gibt auch Insolvenzen mit Vorsatz. Diese sind straf­recht­lich rele­vant. Das Strafgesetzbuch hat dafür sogar einen Straftatbestand: Insolvenzverschleppung. Das bedeu­tet – ver­ein­facht gesagt- dass die Baufirma den Kunden gegen­über ver­schlei­ert, dass sie zah­lungs­un­fä­hig sind. Es wird, obwohl erfor­der­lich, bewusst kein Insolvenzantrag gestellt oder, falls doch, dann zu spät.

 

6. Wie kann man eine drohende Insolvenz erkennen?

Das sind Kennzeichen für eine dro­hende Insolvenz und Ihre „roten Lampen“ 🚨 soll­ten unbe­dingt ange­hen, wenn sich Folgendes ereignet:

🚨 Es kommt zu häu­fi­gen Baustopps und Bauzeitverzögerungen.

🚨 Der Bauunternehmer bit­tet um einen Vorschuss oder ver­langt über­höhte Zahlungen.

🚨 Die Werklöhne der Nachunternehmer werden nicht bezahlt.

🚨 Auf die Baustelle wird kein neues Material mehr gelie­fert oder wie­der abgeholt.

🚨 Der Auftragnehmer ist plötz­lich nicht mehr oder nur noch schwer erreichbar.

🚨 Die Nachunternehmer bie­ten dem Bauherrn an, bei Direktzahlung die Arbeit fortzuführen.

7. Wie können Sie sich schützen? Was ist zu tun und wieviel Euro kostet das?

Unter www.insolvenzbekanntmachungen.de kön­nen Sie sich zunächst infor­mie­ren, ob das Bauunternehmen bereits einen Insolvenzantrag gestellt hat. Sie soll­ten auf kei­nen Fall wei­tere Zahlungen leis­ten und der Bautenstand sollte unver­züg­lich geprüft werden. Bewertet werden hier­bei nur die Leistungen, die bereits durch Einbau in Ihr Eigentum über­ge­gan­gen sind. Nutzen Sie die Zeit bis zur Klärung, ob das Verfahren durch­ge­führt wird oder nicht.

Der Gang zur Fachanwältin/zum Fachanwalt für Bau-und Architektenrecht ist jetzt unumgänglich:

Dann ist der Gang zur Fachanwältin für Baurecht unum­gäng­lich. Diese prüft, ob der Werkvertrag noch vor der Insolvenzeröffnung gekün­digt werden kann. Sobald das Verfahren eröff­net wurde, kann der Insolvenzverwalter ent­schei­den, ob er den Vertrag wei­ter erfüllt oder nicht. Und bis zur Ausübung sei­nes Wahlrechts steht die Baustelle still. Das kann meh­rere Monate dau­ern. Kündigungsgrund ist in der Regel die Leistungseinstellung, also der Stillstand der Bautätigkeit, sowie der Verzug des Werkunternehmers mit sei­ner Leistungserbringung.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass das Bauvorhaben in Zusammenarbeit mit dem Baupartner fort­ge­führt und eine Insolvenz ver­mie­den werden kann. Vorsicht! Ohne Anwältin kön­nen Formfehler began­gen werden, die nicht zu hei­len sind!

UND: Erst, wenn die ver­trag­li­che Situation mit der zah­lungs­un­fä­hi­gen Baufirma geklärt ist, kann ein neue Firma für die Fertigstellung beauf­tragt werden!

Wenn das Insolvenz-Verfahren eröff­net ist, ist nur noch der Insolvenzverwalter und nicht mehr die Baufirma Ihr Ansprechpartner. Der Insolvenzverwalter wird dann nach Prüfung der Unterlagen ent­schei­den, ob er das Bauvorhaben fort­setzt, also den Vertrag erfüllt (Was lei­der in den sel­tens­ten Fällen ein­tritt), oder das Bauvorhaben end­gül­tig gestoppt wird. Spätestens dann, bes­ser aber vor­her, muss der Bautenstand fest­ge­stellt sein.

Nicht sel­ten werden pri­vate Bauherren in die­sen Phasen von unbe­rech­tig­ten Forderungen des Insolvenzverwalters respek­tive des ehe­ma­li­gen Baupartners kon­fron­tiert. Das ist gar nicht so sel­ten und wird Sie ver­un­si­chern. Daher suchen Sie auch in die­sen Fällen so schnell wie mög­lich eine:n Fachanwalt/Fachanwältin für Baurecht auf, diese wird Ihnen dabei hel­fen unbe­rech­tigte Forderungen abzu­weh­ren und eine ein­ver­nehm­li­che Lösung mit den Parteien zu finden.

ACHTUNG: Achten Sie dar­auf, sobald es zu unge­wöh­li­chen Zahlungsaufforderungen durch den Baupartner kommt, wenn das Insolvenzverfahren bereits bean­tragt ist, kei­nes­falls etwas zu zah­len. Diese Zahlungen kön­nen spä­ter vom Insolvenzverwalter ange­foch­ten werden. Dann ist auch die­ses Geld ver­lo­ren und Sie müs­sen gege­be­nen­falls noch­mals zahlen.

Sie werden Zeit ver­lie­ren, denn die Prüfung durch den Insolvenzverwalter, der sich alle Geschäftsabläufe anschauen muss, kann zwi­schen 3 und 12 Monaten dauern.

Diese Zeit wird Ihnen wie eine Ewigkeit vor­kom­men, der Bau steht still in die­ser Zeit. Das ist eine große Belastungsprobe für die Familie!

Deshalb sollte man bei den ers­ten Anzeichen nicht zögern, eine:n Fachanwält:in für Baurecht zu beauf­tra­gen, sie kennt die Abläufe und hilft Ihnen, die Krise cle­ver zu meis­tern. Die Fachanwältin kann dem Insolvenzverwalter eine Frist zur Ausübung sei­nes Wahlrechts (s.o.) set­zen und so die Voraussetzung schaf­fen, den Bauvertrag außer­or­dent­lich zu kün­di­gen. ACHTUNG! Vor der Ausübung des Wahlrechts ist eine Kündigung in der Regel nicht mög­lich. Nutzen Sie daher die Möglichkeit mit dem Insolvenzverwalter und Ihrer Fachanwältin einen schnel­len und ein­ver­nehm­li­chen Weg zu fin­den, der es Ihnen ermög­licht, das Bauvorhaben mög­lichst schnell fortzuführen.

Auf kei­nen Fall dür­fen Sie ohne fach­an­walt­li­chen Rat selbst kün­di­gen! Das kann sehr teuer werden, da an die Voraussetzungen zur außer­or­dent­li­chen Kündigung hohe Anforderungen zu stel­len sind.

So schützen Sie sich vor einer Insolvenz und die Folgen Ihres Baupartners:

Ich will die­sen Blogbeitrag natür­lich nicht schlie­ßen, bevor ich Ihnen keine wir­kungs­vol­len Tipps an die Hand gege­ben habe, die Sie vor den Folgen der Insolvenz schüt­zen kön­nen:

>Zahlen Sie auf kei­nen Fall Vorkasse.

>Informieren Sie sich vor Vertragsunterzeichnung über die finan­zi­elle Situation des Baupartners.

>Zahlen Sie die erste Baurate erst nach Vorlage der gesetz­lich ver­pflich­ten­den Fertigstellungssicherheit in Höhe von 5% der Bausumme ein. 

>Verhandeln Sie auf eine Gewährleistungssicherheit in Hohe von fünf Prozent der Bausumme für die Zeit nach Abnahme und hal­ten Sie diese im Bauvertrag fest.

Bauherren haben immer einen gesetz­li­chen Anspruch auf eine Fertigstellungssicherheit in Höhe von fünf Prozent der Bausumme (§ 650m Abs. 2 BGB). Sie dient der pünkt­li­chen Fertigstellung des Gebäudes ohne wesent­li­che Mängel. Diese Sicherheit hilft Bauherren auch im Falle einer Insolvenz des Unternehmens. Mit Hilfe der ein­be­hal­te­nen Summe kön­nen sie ent­stan­dene Zusatzkosten zumin­dest abmil­dern.

Die Gewährleistungssicherheit für die Zeit nach Abnahme ist nicht gesetz­lich ver­an­kert und sollte ver­trag­lich ver­han­delt werden, denn was bringt Ihnen die Gewährleistungszeit von 5 Jahren ab Abnahme, wenn die Firma nach 3 Jahren in die Insolvenz fällt?

In Ihr Bauglück kom­men Sie sicher und ent­spannt mit mei­ner Strategie der eige­nen, per­fek­ten Vorbereitung auf Ihr Bauprojekt und den rich­ti­gen Partnern an Ihrer Seite:

> Nutzen Sie das kos­ten­freie Bauglück-Angebot und besu­chen Sie unsere Webinare für pri­vate Bauherr:innen.

> Werden Sie Teil der Facebook-Gruppe “Bauglück und Freude beim Bauen” und pro­fi­tie­ren so von einer großen Community aus Bauherren und Bauexperten.

> Eignen Sie sich eige­nes Wissen an und machen Sie den Online-Kurs Bauherrenführerschein. » wei­tere Informationen: https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/

> Lassen Sie Ihren Bauvertrag vor Vertragsabschluss prüfen und einen aus­ge­wo­ge­nen Zahlungsplan vorlegen.

> Lassen Sie Ihr Bauvorhaben durch einen baubegleitenden Qualitätskontrolleur beglei­ten. Im Rahmen der Teilnahme an unse­rem Online-Kurs Bauherrenführerschein ver­mit­teln wir Ihnen einen Sachverständigen ganz in Ihrer Nähe bzw. dem Postleitzahlengebiet Ihres Bauvorhabens.

Fazit:
Sie hal­ten Ihr Bauglück selbst in der Hand. Durch eigene Kompetenz und prä­ven­tive Beratung werden Sie sicher bau­glück­lich. Viel Spaß bei Ihrem Eigenheimprojekt.

 

Sie pla­nen Ihr Eigenheimprojekt und wol­len es von Anfang an richtig ange­hen?
Dann starten Sie direkt mit mei­nen Webinaren:

SIND SIE AUCH BALD TEIL MEINER BAUGLÜCK-COMMUNITY?

Über 1.000 zufrie­dene Kunden haben bereits
an mei­nen Onlinekursen und Coachings teilgenommen!

Baufinanzierung 2021 — So finden Sie das passende Angebot

Baufinanzierung 2021 — So finden Sie das passende Angebot

Banken versenden in den vergangenen Wochen oftmals diese Nachrichten an ihre Kund:innen:

…für Ihre Immobilienpläne gibt es viele gute Nachrichten. Die Bauzinsen sind wei­ter­hin sehr nied­rig. Das Baukindergeld wurde bis Ende März 2021 ver­län­gert. Von der ver­bes­ser­ten Wohnungsbauprämie kön­nen mehr Menschen pro­fi­tie­ren. Für fast alle ist der Solidaritätszuschlag abge­schafft, den erspar­ten Betrag kann man nun bei­spiels­weise für die Vorsorge der eige­nen vier Wände nut­zen. Diese und wei­tere Vorteile haben wir für Sie zusam­men­ge­stellt. Von der güns­ti­gen Finanzierung über Vorsorgen und Absichern bis hin zum Immobilienverkauf. Mit der …. und ihren Partnern ……, …… und ……… haben Sie für Ihre Immobilienpläne erfah­rene Experten an Ihrer Seite.“

Als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht ist das Thema Baufinanzierung nicht meine Paradediziplin. Dennoch halte ich die Baufinanzierung Ihres pri­va­ten Eigenheimprojektes für eine der wich­tigs­ten Säulen Ihres Bauvorhabens, die in der Planungsphase einen großen und wich­ti­gen Raum einnimmt.

Aus die­sem Grund habe ich mir für die­sen Blogbeitrag den Finanzierungsexperten Matthias Dörsam an meine Seite geholt. Gemeinsam haben wir Ihnen unsere wich­tigs­ten Tipps, die Sie zu einer soli­den und pass­ge­nauen Finanzierung für Ihr Traumhaus brin­gen, zusammengestellt:

So prüfen Sie, ob das Angebot Ihrer Bank gut ist:

Eine ungüns­tige Finanzierung kann schnell einige tau­send Euro kos­ten. Wir wol­len, dass Sie den pas­sen­den Finanzierungspartner für Ihr Eigenheimprojekt fin­den und richtig abschät­zen kön­nen, ob das Angebot Ihrer Bank gut ist. Lesen Sie hier, wie Sie…

  1. Realistisch rech­nen und Varianten vergleichen
  2. Budget auf Laufzeit und Lebensumstände festlegen
  3. Frühzeitig einen Finanzierungsexperten hinzuziehen
  4. Ihren Finanzierungspartner, der zu Ihnen passt, finden.
  5. Klarheit über Bereitstellungszins und Prüfung von Förderprogrammen erhalten

    Realistisch rechnen und Varianten vergleichen

Viele Bauherr:innen machen sich vor allem zu Beginn ihres Eigenheimprojektes sehr viele Gedanken über die gestal­te­ri­sche Umsetzung ihres Bauprojekts. Dabei gerät das Thema Finanzierung oft in den Hintergrund. Zu wis­sen, wie man sein Traumhaus in ein pas­sen­des Finanzierungskonzept gießt, gehört jedoch zum A und O Ihres Hausbauprojektes.

Schließlich müs­sen Sie ein­schät­zen kön­nen, ob das WIE tat­säch­lich zu Ihrem vor­han­de­nen Budget passt.

Verlieren Sie sich nicht in gestal­te­ri­schen Themen und ver­lie­ren so schnell den Blick für das wich­tige Thema Finanzierung.

Wir raten Ihnen dazu, sich aus­führ­lich mit der Finanzierung Ihres Haustraumes zu beschäf­ti­gen, rea­lis­tisch zu rech­nen und ver­schie­dene Angebote zu ver­glei­chen.

Begehen Sie nicht den Fehler und den­ken leicht­fer­tig, Sie könn­ten sich ein Haus ohne Weiteres leis­ten, weil “das Geld gerade so güns­tig ist”. Wie Ihr Haus, sollte die Finanzierung indi­vi­du­ell gestal­tet werden und muss unbe­dingt pas­sen. 

Baufi-Experte Matthias Dörsam rät:

Wichtige Bausteine neben den Konditionen sind Tilgungsvariantenwechsel, Möglichkeiten zur kos­ten­freien Sondertilgung und die Einbindung von KfW Programmen. Auch sollte, wenn der Zinssatz wei­ter­hin attrak­tiv ist, eine Zinsbindung von 15 Jahren oder län­ger ange­strebt werden.

Auch wenn die Zinsbindung 15 Jahre oder län­ger beträgt, kann man trotz­dem nach 10 Jahren mit einer Frist von 6 Monaten kos­ten­frei kün­di­gen (soll­ten die Konditionen zur Neufinanzierung zu die­sem Zeitpunkt güns­ti­ger sein als die bestehende Baufinanzierung). 

Budget und Laufzeit auf Lebensumstände festlegen

Die Laufzeit des Baukredits ist des­halb so wich­tig, weil die meis­ten Menschen im Alter weni­ger Einkommen als wäh­rend der Erwerbsphase haben. Deshalb ist es sinn­voll, damit zu kal­ku­lie­ren, dass das Haus mit Eintritt in das Rentenalter abge­zahlt ist. 

Das Budget muss von einem Experten geprüft und rea­lis­tisch bewer­tet werden.

Überlegen Sie sich gleich von Anfang an, wie hoch die Monatsrate maxi­mal sein darf. Wenn Sie es dann schaf­fen, weni­ger Geld aus­zu­ge­ben, als viel­leicht bei der ers­ten Kalkulation geplant wurde und Sie die­ses Geld zur Sondertilgung ein­set­zen kön­nen, sind Sie umso schnel­ler wie­der schul­den­frei. Ein guter Indikator: Geld für einen Urlaub muss immer im Budget drin sein.

Baufinanzierungsexperte Matthias Dörsam:
In der Regel sollte die Monatsrate für das Darlehen nicht mehr als 35–40% des Nettoeinkommens betra­gen. Zu den Darlehenskosten kom­men zusätz­lich noch die mtl. Nebenkosten, die ja nach Lage des Hauses ca. 2,50 € pro qm aus­ma­chen. Diese Kosten werden bei einer knapp kal­ku­lier­ten Baufinanzierung oft ver­ges­sen oder die mtl. Belastung wird „schön gerech­net“.  

Banken wer­ben häu­fig mit beein­dru­ckend nied­ri­gen Zinsen. Allerdings steht hin­ter die­ser Angabe immer eine hoch­ge­stellte Zahl, die auf eine Erläuterung ver­weist. Dort erklärt der Anbieter dann, dass diese Konditionen nur jene Kunden erhal­ten, die zum Beispiel höchs­tens 60 Prozent des Immobilienwerts als Baukredit benötigen und auch die Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklerkosten als Eigenkapital mitbringen.

Für eine Immobilie im Wert von 250.000 Euro muss man also “nur” etwa 110.000 Euro Eigenkapital mit­brin­gen. Wenn Sie so viel nicht gespart haben, was oft vor­kommt, zah­len Sie einen höhe­ren Zins. Welche Bank den bes­ten Zins hat, erfah­ren Sie nicht aus dem Internet oder der Werbung, son­dern indem Sie mit einem Experten die Angebote vergleichen.

Matthias Dörsam:

Banken machen eine soge­nannte Lebensphasenplanung, d.h. wie­viel Restschuld ist bei Eintritt des Rentenalters noch vor­han­den? Wie hoch ist die pro­gnos­ti­zierte Rente? Reicht die­ser Betrag, um auch im Rentenalter das Darlehen wei­ter zu bedienen?

Frühzeitig einen Experten hinzuziehen

Von der Kopplung eines Bauvertrages mit einer Finanzierung rate ich Ihnen unbe­dingt ab. Häufig haben Bauträger, Architekten oder Makler mit den Objektunterlagen ein Finanzierungskonzept im Gepäck. Allerdings kal­ku­lie­ren diese die Finanzierung meist so, dass die Tilgung des Kredits über einen lan­gen Zeitraum  gestreckt wird.

Das klingt erst ein­mal ver­lo­ckend, ist in vie­len Fällen aber gar nicht gut.  Als Bauherr:in soll­ten Sie dar­auf ach­ten,  dass Ihre Baufinanzierung an die  per­sön­li­che Lebensplanung und Ihre finan­zi­el­len Möglichkeiten ange­passt ist. Wichtigste Eckdaten sind das Lebensalter und der Zeitpunkt, zu dem Sie wie­der schul­den­frei sein wol­len. Beim Gestalten der Baufinanzierung hilft der Finanzierungsexperte.

Baufi Experte Matthias Dörsam dazu:

Sinnvoll für Kunden ist es, die Baufinanzierung als Gesamtkonzept zu rea­li­sie­ren. Gibt es: staat­li­che Förderungen die man nut­zen kann? Bestehen bereits Verträge (Bausparer etc.), die sinn­voll in die Finanzierung mit ein­ge­bun­den werden kön­nen? Wieviel Eigenkapital sollte ein­ge­setzt werden, um best­mög­li­che Konditionen von der Bank zu erhalten?

In der Regel sollte die Monatsrate für das Darlehen nicht mehr als 35–40% des Nettoeinkommens betra­gen. Zu den Darlehenskosten kom­men zusätz­lich noch die mtl. Nebenkosten, die ja nach Lage des Hauses ca. 2,50 € pro qm aus­ma­chen. Diese Kosten werden bei einer knapp kal­ku­lier­ten Baufinanzierung oft ver­ges­sen oder die mtl. Belastung wird „schön gerechnet“. 

Den richtigen Experten und Vermittler finden 

Günstige  Zinsen kön­nen Bauherr:innen über einen regis­trier­ten Vermittler von Baufinanzierungen fin­den, da diese Zugang zu Plattformen haben, auf denen Banken ihre aktu­el­len Konditionen hin­ter­le­gen. Welchen Zins Sie bekom­men, ent­schei­det eine Bank erst, wenn die Angaben zum Einkommen, Vermögen, Ihre beruf­li­che Situation und finan­zi­elle Verpflichtungen gemacht wur­den. Darüber hin­aus spielt die Bewertung der Immobilie eine wich­tige Rolle. 

Grundsätzlich gibt es klei­nere und grö­ßere Unternehmen, die Baufinanzierungen ver­mit­teln. Beide nut­zen die sel­ben Vergleichsplattformen. Auch ein klei­ner, regio­na­ler Vermittler kann also eine Baufinanzierung kom­pe­tent beglei­ten. Allerdings ist es häu­fig schwer, die Kompetenz eines klei­ne­ren Vermittlers bei die­sem Thema einzuschätzen.

Auch die Hausbank oder Sparkasse kann Angebote vor­le­gen. Das sollte jedoch erst dann anfor­dern, wenn man zuvor mit einem Vermittler gespro­chen hat und kon­kur­renz­fä­hige Angebote vorliegen.

Der Tipp von Matthias Dörsam:

Ein guter Vermittler nimmt im Vorfeld alle rele­van­ten Daten der Interessenten auf, damit die Banken zügig und mit so wenig Rückfragen wie mög­lich ein Angebot erstel­len kön­nen. Er bie­tet den Interessenten auch meh­rere Option in Bezug auf Tilgungsrate, Laufzeit und staat­li­che Förderprogramme an. 

Klarheit bei Bereitstellungszins und Prüfung von Förderpgrogrammen:

Oft läuft das Bauvorhaben nicht nach Plan. Wie Sie Ihr Bauvorhaben von Anfang an auf das rich­tige Fundament stel­len, erfah­ren Sie hier in mei­nem Online-Kurs » Bauherrenführerschein.

Die Bank geht in der Regel davon aus, dass Sie Ihren Darlehensbetrag mög­lichst bald abru­fen. Schließlich muss sie die­sen Betrag zur Auszahlung bereithalten.

Nach eini­gen Monaten ver­langt die Bank dann Bereitstellungszinsen auf den nicht abge­ru­fe­nen Betrag. Diese Zinsen lie­gen weit höher als der aktu­elle Darlehenszins.

Matthias Dörsam: Aktuell lie­gen die Bereitstellungszinsen (auf das noch nicht aus­ge­zahlte Geld) im Schnitt bei 0,3% pro Monat, sprich 3,6% p.a. Im Vorfeld sollte zusam­men mit dem Vermittler geprüft werden, wann wel­che Gelder fäl­lig sind, um dadurch eine zu lange bereit­stel­lungs­freie Zeit zu vermeiden.

Kommunen, Bundesländer und die staat­li­che Förderbank KfW unter­stüt­zen bestimmte Gruppen mit unter­schied­li­chen Programmen beim Kauf oder Bau einer Immobilie. Bei kom­mu­na­len Förderprogrammen ist das Ziel meis­tens, junge Familien in die jewei­lige Stadt oder Region zu locken oder sie dort zu hal­ten, indem ihnen das Bauen erleich­tert wird.

Für die Förderprogramme (z.B. Baukindergeld) gel­ten fast immer Einkommens- und Altershöchstgrenzen. Auch hier­bei kann der Finanzierungsexperte helfen.

Matthias Dörsam:
Förderungen der KfW oder Programme auf Länder- bzw. kom­mu­na­ler Ebene sind oft­mals ein Universum für sich, wel­che sich zusätz­lich im oft ste­ti­gen Wandel befin­den. Von daher ist es wich­tig, dass der Vermittler hier einen guten Überblick hat, damit alle zuste­hen­den Förderungen auch opti­mal genutzt werden kön­nen »> und damit den Kunden bares Geld einsparen. 

Banken versenden in den vergangenen Wochen oftmals diese Nachrichten an ihre Kund:innen:

…für Ihre Immobilienplöne gibt es viele gute Nachrichten. Die Bauzinsen sind wei­ter­hin sehr nied­rig.” Das Baukindergeld wurde bis Ende März 2021 ver­län­gert. Von der ver­bes­ser­ten Wohnungsbauprämie kön­nen mehr Menschen pro­fi­tie­ren. Für fast alle ist der Solidaritätszuschlag abge­schafft, den erspar­ten Betrag kann man nun bei­spiels­weise für die Vorsorge der eige­nen vier Wände nut­zen. Diese und wei­tere Vorteile haben wir für Sie zusam­men­ge­stellt. Von der güns­ti­gen Finanzierung über Vorsorgen und Absichern bis hin zum Immobilienverkauf. Mit der …. und ihren Partnern ……, …… und ……… haben Sie für Ihre Immobilienpläne erfah­rene Experten an Ihrer Seite.“

Als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht ist das Thema Baufinanzierung nicht meine Paradedisziplin. Dennoch halte ich die Baufinanzierung Ihres pri­va­ten Eigenheimprojektes für eine der wich­tigs­ten Säulen Ihres Bauvorhabens, die in der Planungsphase einen großen und wich­ti­gen Raum einnimmt.

Gemeinsam haben wir Ihnen unsere wich­tigs­ten Tipps, die Sie zu einer soli­den und pass­ge­nauen Finanzierung für Ihr Traumhaus brin­gen, zusammengestellt:

So prüfen Sie, ob das Angebot Ihrer Bank gut ist:

Eine ungüns­tige Finanzierung kann schnell einige tau­send Euro kos­ten. Wir wol­len, dass Sie den pas­sen­den Finanzierunspartner für Ihr Eigenheimprojekt fin­den und richtig abschät­zen kön­nen, ob das Angebot Ihrer Bank gut ist. Lesen Sie hier, wie Sie…

  1. Realistisch rech­nen und Varianten vergleichen
  2. Budget auf Laufzeit und Lebensumstände festlegen
  3. Frühzeitig einen Finanzierungsexperten hinzuziehen
  4. Ihren Finanzierungspartner, der zu Ihnen passt, finden.
  5. Klarheit über Bereitstellungszins und Prüfung von Förderprogrammen erhalten

    Realistisch rechnen und Varianten vergleichen

    Viele Bauherren machen sich vor allem zu Beginn ihres Eigenheimprojektes sehr viele Gedanken über die gestal­te­ri­sche Umsetzung ihres Bauprojekts, ver­ges­sen dabei aber zu prüfen, ob die Finanzierung zu ihren Gestaltungsideen passt. Das Thema Finanzierung gerät dabei oft in den Hintergrund.

    Zu wis­sen, wie man seine Traumhaus finan­zi­ell umset­zen möchte ist aber sehr sehr wich­tig. Schließlich muss man ein­schät­zen kön­nen, ob das WIE tat­säch­lich zum vor­han­de­nen Budget passt und wel­che Stellschrauben es gibt, das Budget im Rahmen zu hal­ten, der für Sie mach­bar ist.

Verlieren Sie sich nicht in gestal­te­ri­schen Themen, denn so ver­lie­ren Sie schnell den Blick für das wich­tige Thema Finanzierung.

Wir raten Ihnen dazu, sich aus­führ­lich mit der Finanzierung Ihres Haustraumes zu beschäf­ti­gen, rea­lis­tisch zu rech­nen und ver­schie­dene Angebote zu ver­glei­chen.

Begehen Sie nicht den Fehler und den­ken leicht­fer­tig, Sie könn­ten sich ein Haus ohne Weiteres leis­ten, weil “das Geld gerade so güns­tig ist”.

Wie Ihr Haus, sollte die Finanzierung indi­vi­du­ell gestal­tet werden und muss unbe­dingt pas­sen. 

Baufi-Experte Matthias Dörsam rät:

Wichtige Bausteine neben den Konditionen sind Tilgungsvariantenwechsel, Möglichkeiten zur kos­ten­freien Sondertilgung und die Einbindung von KfW Programmen. Auch sollte, wenn der Zinssatz wei­ter­hin attrak­tiv ist, eine Zinsbindung von 15 Jahren oder län­ger ange­strebt werden.

Auch wenn die Zinsbindung 15 Jahre oder län­ger beträgt, kann man trotz­dem nach 10 Jahren mit einer Frist von 6 Monaten kos­ten­frei kün­di­gen (soll­ten die Konditionen zur Neufinanzierung zu die­sem Zeitpunkt güns­ti­ger sein als die bestehende Baufinanzierung).

Budget und Laufzeit auf Lebensumstände festlegen

Die Laufzeit des Baukredits ist des­halb so wich­tig, weil die meis­ten Menschen im Alter weni­ger Einkommen als wäh­rend der Erwerbsphase haben. Deshalb ist es sinn­voll, damit zu kal­ku­lie­ren, dass das Haus mit Eintritt in das Rentenalter abge­zahlt ist. 

Das Budget muss von einem Experten geprüft und rea­lis­tisch bewer­tet werden.

Überlegen Sie sich gleich von Anfang an, wie hoch die Monatsrate maxi­mal sein darf. Wenn Sie es dann schaf­fen, weni­ger Geld aus­zu­ge­ben, als viel­leicht bei der ers­ten Kalkulation geplant wurde und Sie die­ses Geld zur Sondertilgung ein­set­zen kön­nen, sind Sie umso schnel­ler wie­der schuldenfrei.

Ein guter Indikator: Geld für einen Urlaub muss immer im Budget drin sein.

Baufinanzierungsexperte Matthias Dörsam:
In der Regel sollte die Monatsrate für das Darlehen nicht mehr als 35–40% des Nettoeinkommens betra­gen. Zu den Darlehenskosten kom­men zusätz­lich noch die mtl. Nebenkosten, die ja nach Lage des Hauses ca. 2,50 € pro qm aus­ma­chen. Diese Kosten werden bei einer knapp kal­ku­lier­ten Baufinanzierung oft ver­ges­sen oder die mtl. Belastung wird „schön gerech­net“.

Banken wer­ben häu­fig mit beein­dru­ckend nied­ri­gen Zinsen. Allerdings steht hin­ter die­ser Angabe immer eine hoch­ge­stellte Zahl, die auf eine Erläuterung ver­weist. Dort erklärt der Anbieter dann, dass diese Konditionen nur jene Kunden erhal­ten, die zum Beispiel höchs­tens 60 Prozent des Immobilienwerts als Baukredit benötigen und auch die Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklerkosten als Eigenkapital mitbringen.

Für eine Immobilie im Wert von 250.000 Euro muss man also “nur” etwa 110.000 Euro Eigenkapital mit­brin­gen. Wenn Sie so viel nicht gespart haben, was oft vor­kommt, zah­len Sie einen höhe­ren Zins. Welche Bank den bes­ten Zins hat, erfah­ren Sie nicht aus dem Internet oder der Werbung, son­dern indem Sie mit einem Experten die Angebote vergleichen. 

Matthias Dörsam:

Banken machen eine soge­nannte Lebensphasenplanung, d.h. wie­viel Restschuld ist bei Eintritt des Rentenalters noch vor­han­den? Wie hoch ist die pro­gnos­ti­zierte Rente? Reicht die­ser Betrag, um auch im Rentenalter das Darlehen wei­ter zu bedienen?

Frühzeitig einen Experten hinzuziehen

Von der Kopplung eines Bauvertrages mit einer Finanzierung rate ich Ihnen unbe­dingt ab. Häufig haben Bauträger, Architekten oder Makler mit den Objektunterlagen ein Finanzierungskonzept im Gepäck. Allerdings kal­ku­lie­ren diese die Finanzierung meist so, dass die Tilgung des Kredits über einen lan­gen Zeitraum  gestreckt wird.

Das klingt erst ein­mal ver­lo­ckend, ist in vie­len Fällen aber gar nicht gut.  Als Bauherr:in soll­ten Sie dar­auf ach­ten,  dass Ihre Baufinanzierung an die  per­sön­li­che Lebensplanung und Ihre finan­zi­el­len Möglichkeiten ange­passt ist. Wichtigste Eckdaten sind das Lebensalter und der Zeitpunkt, zu dem Sie wie­der schul­den­frei sein wol­len. Beim Gestalten der Baufinanzierung hilft der Finanzierungsexperte.

Baufi Experte Matthias Dörsam dazu:

Sinnvoll für Kunden ist es, die Baufinanzierung als Gesamtkonzept zu rea­li­sie­ren. Gibt es: staat­li­che Förderungen die man nut­zen kann? Bestehen bereits Verträge (Bausparer etc.), die sinn­voll in die Finanzierung mit ein­ge­bun­den werden kön­nen? Wieviel Eigenkapital sollte ein­ge­setzt werden, um best­mög­li­che Konditionen von der Bank zu erhalten?

In der Regel sollte die Monatsrate für das Darlehen nicht mehr als 35–40% des Nettoeinkommens betra­gen. Zu den Darlehenskosten kom­men zusätz­lich noch die mtl. Nebenkosten, die ja nach Lage des Hauses ca. 2,50 € pro qm aus­ma­chen. Diese Kosten werden bei einer knapp kal­ku­lier­ten Baufinanzierung oft ver­ges­sen oder die mtl. Belastung wird „schön gerechnet“.

Den richtigen Experten und Vermittler finden 

Günstige  Zinsen kön­nen Bauherr:innen über einen regis­trier­ten Vermittler von Baufinanzierungen fin­den, da diese Zugang zu Plattformen haben, auf denen Banken ihre aktu­el­len Konditionen hin­ter­le­gen. Welchen Zins Sie bekom­men, ent­schei­det eine Bank erst, wenn die Angaben zum Einkommen, Vermögen, Ihre beruf­li­che Situation und finan­zi­elle Verpflichtungen gemacht wur­den. Darüber hin­aus spielt die Bewertung der Immobilie eine wich­tige Rolle. 

Grundsätzlich gibt es klei­nere und grö­ßere Unternehmen, die Baufinanzierungen ver­mit­teln. Beide nut­zen die­sel­ben Vergleichsplattformen. Auch ein klei­ner, regio­na­ler Vermittler kann also eine Baufinanzierung kom­pe­tent beglei­ten. Allerdings ist es häu­fig schwer, die Kompetenz eines klei­ne­ren Vermittlers bei die­sem Thema einzuschätzen.

Auch die Hausbank oder Sparkasse kann Angebote vor­le­gen. Das soll­ten Sie jedoch erst dann anfor­dern, wenn Sie zuvor mit einem Vermittler gespro­chen haben und kon­kur­renz­fä­hige Angebote vorliegen.

Der Tipp von Matthias Dörsam:

Ein guter Vermittler nimmt im Vorfeld alle rele­van­ten Daten der Interessenten auf, damit die Banken zügig und mit so wenig Rückfragen wie mög­lich ein Angebot erstel­len kön­nen. Er bie­tet den Interessenten auch meh­rere Option in Bezug auf Tilgungsrate, Laufzeit und staat­li­che Förderprogramme an.

Klarheit bei Bereitstellungszins und Prüfung von Förderprogrammen:

Oft läuft das Bauvorhaben nicht nach Plan. Wie Sie Ihr Bauvorhaben von Anfang an auf das rich­tige Fundament stel­len, erfah­ren Sie hier in mei­nem Online-Kurs » Bauherrenführerschein.

Die Bank geht in der Regel davon aus, dass Sie Ihren Darlehensbetrag mög­lichst bald abru­fen. Schließlich muss sie die­sen Betrag zur Auszahlung bereithalten.

Nach eini­gen Monaten ver­langt die Bank dann Bereitstellungszinsen auf den nicht abge­ru­fe­nen Betrag. Diese Zinsen lie­gen weit höher als der aktu­elle Darlehenszins.

Matthias Dörsam: Aktuell lie­gen die Bereitstellungszinsen (auf das noch nicht aus­ge­zahlte Geld) im Schnitt bei 0,3% pro Monat, sprich 3,6% p.a. Im Vorfeld sollte zusam­men mit dem Vermittler geprüft werden, wann wel­che Gelder fäl­lig sind, um dadurch eine zu lange bereit­stel­lungs­freie Zeit zu vermeiden.

Kommunen, Bundesländer und die staat­li­che Förderbank KfW unter­stüt­zen bestimmte Gruppen mit unter­schied­li­chen Programmen beim Kauf oder Bau einer Immobilie. Bei kom­mu­na­len Förderprogrammen ist das Ziel meis­tens, junge Familien in die jewei­lige Stadt oder Region zu locken oder sie dort zu hal­ten, indem ihnen das Bauen erleich­tert wird. Für die Förderprogramme gel­ten fast immer Einkommens- und Altershöchstgrenzen. Auch hier­bei kann der Finanzierungsexperte helfen.

Matthias Dörsam:
Förderungen der KfW oder Programme auf Länder- bzw. kom­mu­na­ler Ebene sind oft­mals ein Universum für sich, wel­che sich zusätz­lich im oft ste­ti­gen Wandel befin­den. Von daher ist es wich­tig, dass der Vermittler hier einen guten Überblick hat, damit alle zuste­hen­den Förderungen auch opti­mal genutzt werden kön­nen »> und damit den Kunden bares Geld einsparen.

Sie pla­nen Ihr Eigenheimprojekt und wol­len es von Anfang an richtig ange­hen? Dann starten Sie direkt mit mei­nen  Kostenfreien Webinaren:

SIND SIE AUCH BALD TEIL MEINER BAUGLÜCK-COMMUNITY?

Über 1.000 zufrie­dene Kunden haben bereits
an mei­nen Onlinekursen und Coachings teilgenommen!

Vorsicht: Die Kündigung des Bauvertrages kann teuer werden

Vorsicht: Die Kündigung des Bauvertrages kann teuer werden

Können Sie als private Bauende ohne Weiteres Ihren Bauvertrag kündigen? So vermeiden Sie, “Federn zu lassen”:

Ich kann mich sehr gut in die Situation von pri­va­ten Baufamilien ein­füh­len. Vor eini­gen Jahren war ich selbst Bauherrin und weiß, wie Sie sich füh­len, wenn Sie Ihren Hausbau planen.

Eigentlich sollte alles nach Plan lau­fen:
Es wurde ver­spro­chen, dass man “Weihnachten im neuen Haus fei­ern kann”. Im August ist jedoch noch nicht ein­mal die Bodenplatte gegossen.

Ein Blick in den Vertrag zeigt: Leider ist die Vertragsgrundlage schlecht, der Unternehmer hat sich ver­kal­ku­liert, die Bauherren haben nicht erfasst, dass die Leistungsbeschreibung nicht alle Leistungen ent­hält und es kommt zu Nachträgen, die von der Bank nicht mehr finan­ziert werden…..Es gibt so viele Fehler, die pas­sie­ren kön­nen, vor allen Dingen den Baufamilien, die als Laien die Tragweite eines Bauvertrags ein­fach nicht erfas­sen kön­nen und hof­fen, das „alles gut geht“…

Bauverträge sind bindend und zum Vertragen da.

Es gibt jedoch ver­schie­dene Gründe, die die Kündigung Ihres Bauvertrages für Ihr “Lebenswerk Hausbau” nötig machen und recht­fer­ti­gen. Diese Fälle habe ich bereits mehr­fach betreut:

  • Der Unternehmer ver­langt Vorschuss.
  • Der Unternehmer legt die Arbeit nieder.
  • Der Unternehmer ver­hält sich gegen den Vertrag.
  • Der Unternehmer erpresst den Bauherren.
  • Der Unternehmer kon­stru­iert Nachträge.
  • Der Unternehmer belei­digt Bauherren.
  • Der Unternehmer ver­langt Geld und ver­schwin­det ohne Leistung.
  • Der Unternehmer stellt die Arbeiten ein­fach ein, nach­dem Sie einen Mangel gerügt haben.

Ich könnte diese Liste noch wei­ter­füh­ren. All diese Handlungen machen nicht nur Sie als Bauherr:in ner­vös, trau­rig und sauer, sie füh­ren auch dazu, dass es zumin­dest recht­lich kom­pli­ziert wird.

Sie sind deshalb aber Ihren Vertragspartnern nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Das Gesetz sieht vor, dass Sie als Bauherr:in umfas­sende Rechte haben, sich aus Ihrem Bauvertrag zu lösen. In den oben genann­ten Fällen kann man sich gege­be­nen­falls durch eine außer­or­dent­li­che Kündigung, 648a BGB vom Vertrag lösen. Wichtig ist, dass dies nie­mals ohne fach­an­walt­li­che Beratung erfol­gen sollte.

Es besteht jedoch auch eine andere Möglichkeit, sich jeder­zeit vom Vertrag zu lösen.

Das nennt man dann freie Kündigung, § 648 BGB.

Wenn Sie „frei“ kün­di­gen, was für Sie als Verbraucher jeder­zeit mög­lich ist, kann es teuer werden.

Dem Bauunternehmen als Auftragnehmer steht bei der freien Kündigung des Bauvertrags durch den Auftraggeber die ver­ein­barte Vergütung zu. Das gilt für alle Vertragsarten, egal, ob VOB/B Vertrag, Bauvertrag nach BGB oder Verbraucherbauvertrag nach § 650 i BGB.

Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

Wer mag, kann sich den Gesetzestext mal zu Gemüte füh­ren: § 648

Kündigungsrecht des Bestellers

Der Besteller kann bis zur Vollendung des Werkes jeder­zeit den Vertrag kün­di­gen. Kündigt der Besteller, so ist der Unternehmer berech­tigt, die ver­ein­barte Vergütung zu ver­lan­gen; er muss sich jedoch das­je­nige anrech­nen las­sen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Aufwendungen erspart oder durch ander­wei­tige Verwendung sei­ner Arbeitskraft erwirbt oder zu erwer­ben bös­wil­lig unter­lässt. Es wird ver­mu­tet, dass danach dem Unternehmer 5 vom Hundert der auf den noch nicht erbrach­ten Teil der Werkleistung ent­fal­len­den ver­ein­bar­ten Vergütung zustehen.

Na, ver­stan­den?

Auf jeden Fall kann der Unternehmer die gesamte Vergütung ver­lan­gen, er muss sich jedoch anrech­nen las­sen, was es an Kosten erspart, was er ander­wei­tig erwirbt und was es bös­wil­lig zu erwer­ben unter­lässt. Damit sind alle Aufwendungen zu ver­ste­hen sind, die ursprüng­lich für die Leistungserbringung not­wen­dig waren und bei Wegfall die­ser Leistungen nun erspart werden.

Der Unternehmer muss seinen Vergütungsanspruch genau belegen.

Die Abrechnung eines gekün­dig­ten Bauvertrags ist kom­pli­ziert und der Bundesgerichtshof stellt hier hohe Anforderung an die Abrechnung des Unternehmers.

Dennoch, die Ihnen vor­ge­legte Schlussrechnung des Unternehmers müs­sen Sie auf jeden Fall von einem:r Fachanwalt:in für Baurecht prüfen lassen.

Der sicherste Weg ist die ein­ver­nehm­li­che Vertragsaufhebung, bei der man in der Regel jedoch lei­der auch „Federn lässt“.

Damit es bei Ihrem Bauvorhaben nicht dazu kommt, emp­fehle ich wirk­lich ein­drin­gend sich eige­nes Wissen anzu­eig­nen, den Bauvertrag prüfen zu las­sen, sich bau­tech­nisch beglei­ten zu las­sen und wäh­rend der Bauphase den Rat einer:s Verbraucherbaurechtler:in ein­zu­ho­len.

In mei­nem Online-Kurs Bauherrenführerschein habe ich auf eine smar­ten Plattform mein gan­zes Wissen zusam­men­ge­fasst, das Sie als Bauherr benötigen, um nicht wie ein „gerupf­tes Huhn“ zu enden.

Sie pla­nen Ihr Eigenheimprojekt und wol­len es von Anfang an richtig ange­hen?
Dann starten Sie direkt mit mei­nen Webinaren:

SIND SIE AUCH BALD TEIL MEINER BAUGLÜCK-COMMUNITY?

Über 1.000 zufrie­dene Kunden haben bereits
an mei­nen Onlinekursen und Coachings teilgenommen!

Ein Fertighaus bauen ist nicht immer schneller und günstiger

Ein Fertighaus bauen ist nicht immer schneller und günstiger

Ist ein Fertighaus schneller und günstiger gebaut als alle anderen Häuser?

Das ist der Traum eines jeden pri­va­ten Bauherren: Er unter­schreibt einen Fertighausvertrag und kann nach kur­zer Fertigungs- und Bauphase schnell in sein Eigenheim ein­zie­hen. Warum das oft ein Trugschluss ist und man damit nicht unbe­dingt güns­ti­ger baut, erklärt Manuela Reibold-Rolinger:

Aktuell betreue ich wie­der einen Mandanten, der im Sommer 2018 einen Fertighausvertrag unter­schrie­ben hat, weil er schnell in sein Haus ein­zie­hen will.

Inzwischen ist er hier in mei­ner Kanzlei Mandant weil der Fertighaushersteller für frü­hes­tens Sommer 2020 den Beginn der Bauarbeiten avi­siert hat.

Woran liegt das und warum hat der Bauherr ein so gro­ßes Problem und vor allen Dingen genau das Gegenteil erreicht, von dem was er wollte, näm­lich schnell in sein neues Fertighaus einziehen?

Wie so häu­fig wurde auch die­ser Fertighausvertrag zwi­schen Tür und Angel, im kon­kre­ten Fall in einer Gaststätte, zwi­schen dem Bauherren und einem geschul­ten Vertriebsmitarbeiter unterschrieben.

Achten Sie unbedingt auf intransparente Klauseln, bevor Sie den Fertighausvertrag unterschreiben

Der Vertrag ent­hält zahl­rei­che, unwirk­same, intrans­pa­rente und für den Verbraucher schwie­rige Klauseln, so dass mein Mandant beim Unterzeichnen des Vertrages offen­kun­dig nicht bemerkte, was alles im Argen liegt. 

Seine Hoffnung, nach Unterzeichnung des Vertrages mög­lichst bald in sein Haus ein­zie­hen zu kön­nen, ist nach mehr als andert­halb Jahren völ­lig ver­lo­ren gegangen.

Mit dem Bodengutachten und der Gründung des Hauses, also der Bodenplatte began­nen die Probleme:

1.) Der Bauvertrag wurde ohne Vorlage eines Bodengutachtens unterschrieben.

2.) Der Bauvertrag wurde ohne die Klärung unter­schrie­ben, wer die Planung des Bauvorhabens durch­führt und

3.) War nicht klar, wer den Keller bzw. die Bodenplatte baut.

All diese Dinge sind jedoch Voraussetzung dafür, dass die Fertighausfirma über­haupt mit der Fertigung des Hauses begin­nen kann.

Der Fehler bei vielen Fertighausverträgen sind sogenannte Bauherrenpflichten, die Sie nicht überblicken

In der Regel werden den Bauherren so tief­grei­fende Pflichten auf­er­legt, sodass diese nicht über­bli­cken, dass sie sehr häu­fig selbst die Verspätung des Baubeginns ver­ur­sacht haben.

Das sind die Voraussetzungen zur Fertigung des Hauses:

In den Fertighausverträgen wird den Bauherren auf­er­legt, dass sie die Baugenehmigung und ein Bodengutachten vor­zu­le­gen haben und zwar jeweils erst nach Unterzeichnung des Vertrages. Sie haben die wesent­li­chen Dinge des Gebäudes zu bemus­tern, die Finanzierungsbestätigung vor­zu­le­gen, zu bestä­ti­gen, dass man mit einem Zufahrtsweg zur Baustelle kommt und einen Kran auf­stel­len kann und vor allen Dingen haben die Bauherren auch dafür zu sor­gen, dass ein Anschluss für Wasser und Strom zur Verfügung steht und selbst­ver­ständ­lich auch hier­für die Kosten zu tra­gen sind.

Durch die große Vielzahl der Verpflichtungen, die man bei der oft­mals viel zu vor­zei­ti­gen Unterzeichnung des Fertighausvertrages ein­geht, sind dem Fertighaushersteller Tür und Tor geöff­net, den Vertragsablauf in die Länge zu ziehen.

Wenn man dann auch noch nicht mal eine klare Regelung zur Bauzeit hat und vom Unternehmer gesagt bekommt, man könne die Bauzeit ja nicht fest­le­gen, weil der Bauherr noch die Planung vor­zu­le­gen habe, so ist dies bewusst so gewählt.

In der Regel emp­feh­len die Fertighaushersteller oder deren geschulte Vertriebsmitarbeiter eigene Planer, die auf der Seite der Fertighausherstellerfirma ste­hen. Mit die­sen gemein­sam werden dann ganz bewusst die Fertigstellungszeiten ver­schleppt und die Bauherren in die Irre geführt.

Das hört sich nach einem Horrorszenario für pri­vate Bauherren an, ist bei vie­len Mandanten, die mit Problemen bei Ihrem Bauvorhaben in meine Kanzlei kom­men, jedoch lei­der die Regel.

Sie haben es in der Hand, ob Sie einen sol­chen Fertighausbauvertrag ohne juris­ti­sche, fach­kun­dige Prüfung unter­schrei­ben. Ich kann nur dringend davon abra­ten, da Sie sonst genau wie die Bauherren, die hier in mei­ner Kanzlei vor­stel­lig werden, in Teufels Küche kommen.

Bauverträge prüfen lassen

Bauverträge, ins­be­son­dere aber Fertighausverträge soll­ten dringend juris­tisch geprüft werden.
Sie kön­nen und soll­ten sich nicht in Sicherheit wie­gen, weil die Fertighausfirma bun­des­weit bekannt ist, in ganz Deutschland baut und einen Standardvertrag vor­ge­legt hat, den schon viele tau­send Bauherren unter­schrie­ben haben. Ja, und viele tau­send Bauherren sind viel zu spät in ihr Haus ein­ge­zo­gen, haben den Festpreis nicht ein­hal­ten kön­nen, weil durch bewuss­tes Verzögern der Fertigstellung durch die Fertighausfirma der garan­tierte Festpreis nicht mehr gehal­ten werden kann und dann durch das Hintertürchen vom Bauherren sogar Mehrkosten gefor­dert wurden.

Ohne juris­ti­sche Beratung kommt man in die­sen Angelegenheiten in der Regel nicht wei­ter und so ist es auch hier bei dem Bauherren, der heute in mei­ner Kanzlei war. Er wird nun einige tau­send Euro an unsere Kanzlei zah­len müs­sen, damit wir ihn aus dem Schlamassel her­aus­ho­len. 

Das Argument vie­ler Fertighausfirmen, dass man den Bauvertrag nicht ändern könne ist falsch, da seriöse Fertighaushersteller durch­aus Vertragsanpassungen zulas­sen und somit auch von Seiten des Fertighausherstellers Klarheit im Vertrag herrscht.

So musste ich heute mei­nen Bauherren ent­las­sen mit dem Hinweis dar­auf, dass der Vertrag zu viele Fallstricke hat, als dass man ihm ein­fach aus der Sache her­aus hel­fen kann. 

Der Bauherr ging mit geknick­tem Kopf aus mei­ner Kanzlei und sagte:
‟Hätte ich doch nur den Bauherrenführerschein gemacht und vor Unterzeichnung den Vertrag durch Sie prüfen las­sen. Viele tau­send Euro und ganz viel Ärger wären mir erspart geblieben.‟

Die gute Nachricht: Fehler und ihre Folgen kön­nen ver­hin­dert und ein­ge­grenzt werden 🙂 

1,) Bereiten Sie sich gut auf Ihr Eigenheimprojekt vor. Es ist wahr­schein­lich die größte Investition Ihres Lebens. Sie haben es in der Hand.

2,) Stellen Sie sich ein Expertenteam aus exzel­len­ten Finanzierungsberater, juris­ti­schem Experten und Sachverständigen zusammen.

3.) Übernehmen Sie Eigenverantwortung — so kom­men Sie ohne Baukrisen zu Ihrem Bauglück.

Baumängel und ihre Folgen

Baumängel und ihre Folgen

Mängel auf Baustellen und ihre Folgen

Dass es kein Bauvorhaben ohne Mängel gibt, ist bekannt. Häuser werden von Menschen für Menschen gebaut, daher pas­sie­ren Fehler und das ist ganz normal.

Stiftung Warentest hat bereits 2010 in einem lesens­wer­ten Artikel auf­ge­zeigt, dass die Kosten der Mängelbeseitigung stei­gen, je spä­ter sie fest­ge­stellt werden. Und nun die gute Nachricht:

Fehler und ihre Folgen können verhindert und eingegrenzt werden.

Eine Erhebung des Bauherrenschutzbundes hat gezeigt, dass 45 % der auf Baustellen vor­han­de­nen Baumängel wäh­rend der Ausführung ver­ur­sacht werden. 25 % der Baumängel ent­ste­hen, weil der Bau nicht aus­rei­chend über­wacht wird und 20 % der Baumängel ent­ste­hen durch eine feh­ler­hafte Planung.

Aus die­sen Zahlen ergibt sich, dass eine Vielzahl von Baumängeln und damit Probleme für die Bauherren ver­meid­bar sind, wenn das Bauvorhaben ord­nungs­ge­mäß über­wacht wird und die Bauherren erst dann zah­len, wenn ein Baubegleitender Qualitätskontrolleur ( BBQ ) die Leistung als man­gel­frei geprüft hat.

Was genau eine BBQ ist ( Achtung, es geht nicht ums Grillen ? ) und wie sie abläuft, das ler­nen die Teilnehmer:innen des Bauherrenfüherscheins. Hier gibt es mehr Infos dazu. https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/

Welche Probleme es geben kann zeigt der fol­gende Fall:

MURMELTIERTAG

Familie Mayer, die klas­si­sche junge Bauherrenfamilie, kommt zu mir in die Kanzlei. Sie zei­gen mir ein Foto von ihrem neuen Haus. Vor 1 Jahr war die Abnahme, der Garten ist fer­tig­ge­stellt und auf dem Foto sieht alles prima aus.

Warum die Baufamilie zu mir in die Kanzlei kommt, zeigt sich bei nähe­rer Betrachtung:

Detailfotos zei­gen, dass es zahl­rei­che Risse im Außenputz gibt und es zu Absackungen an der Hauswand kam. Der Unternehmer wurde bereits auf die Risse hin­ge­wie­sen, meinte aber, dass es sich im nor­male Risse han­delt, die üblich sind.

Da sich die Risse ver­grö­ßert haben, emp­fehle ich den Bauherren die Einholung eines Gutachtens. Das Gutachten kommt zu einem unfass­ba­ren Ergebnis: Der gesamte Arbeitsraum wurde nicht fach­ge­recht ver­dichte und nicht nach der Statik gebaut. Der Schaden liegt vor­läu­fig bei rund 100.000 Euro. Hinzu kom­men die Kosten des Neuaufbaus und wei­tere Folgekosten, sodass wir aktu­ell einen Schadenersatzanspruch von und 200.000 Euro für die Mandanten durch­set­zen müs­sen. Der Bauunternehmer weist die Schuld von sich und sagt: „Verklagen Sie mich doch“ …. Dies wird die Bauherren wei­tere 10.000 bis 20.000 Euro kosten.

Ähnlich ging es Bauherren, die 4 Jahre nach Fertigstellung des Neubaus Risse in ihren Fenstern fest­stell­ten, es kam auch bei star­ker Windlast zu Undichtigkeiten der Fenster. Der Unternehmer wollte eben­falls für den Mangel an den Fenstern nicht auf­kom­men und so muss­ten wir für die Bauherren ein Selbständiges Beweisverfahren ein­lei­ten, das mehr als 3 Jahre gedau­ert hat und mit einem fest­ge­stell­ten Schaden von 160.000 endete. Alle Fenster müs­sen aus­ge­tauscht werden, da die Fenster nicht fach­ge­recht gebaut und ein­ge­baut wur­den. Das Schlimmste ist: Zwar wurde die Verantwortlichkeit des Unternehmers, der die Fenster gebaut hat, nach­ge­wie­sen, die­ser ist jedoch kurz vor Abschluss des gericht­li­chen Verfahrens insol­vent gewor­den, sodass die Bauherren nun auf allen Kosten sit­zen bleiben.

Was haben beide Fälle gemeinsam?

  • Beide Mängel sind erst NACH der Abnahme fest­ge­stellt wor­den, daher haben die Bauherren die Beweislast für das Vorhandensein der Mängel.
  • Alle Gerichtskosten trägt zunächst allein der Bauherr.
  • Es ent­ste­hen hohe Mangelfolgekosten, da das Haus schon fer­tig­ge­stellt war.

Schäden wären vermeidbar gewesen!

Durch eine ord­nungs­ge­mäße BBQ wären diese Schäden ver­meid­bar gewe­sen. Die fach­ge­rechte Verdichtung kann man durch eine Künzelung, schon wäh­rend der Bauphase über­prü­fen und gege­be­nen­falls nach­bes­sern. Auch der Einbau der Fenster kann im Rahmen einer BBQ früh­zei­tig über­prüft werden.

Kooperationspflicht am Bau — ein Bauvertrag verpflichtet

Kooperationspflicht am Bau — ein Bauvertrag verpflichtet

Ein Bauvertrag verpflichtet! Die Kooperationspflicht am Bau und von guter Kommunikation:

Im Bauvertragsrecht gilt die Kooperationspflicht. Doch was bedeutet das konkret? 

Sie ver­pflich­tet beide Vertragspartner ins­be­son­dere bei Meinungsverschiedenheiten die Argumente, Alternativen und Gegenvorschläge der ande­ren Vertragspartei zumin­dest zur Kenntnis zu neh­men und zum Gegenstand eines Meinungsaustausches zu machen. 

Probleme und Konflikte soll­ten kon­struk­tiv und koope­ra­tiv auf der Baustelle bespro­chen und gelöst werden.

Eigene Kommuniktionsfähigkeit ist gefordert, aber die Realität ist oft noch eine andere:

Schreiben werden nicht beantwortet

erbe­tene Termine auf der Baustelle werden nicht wahrgenommen 

eine Kommunikation zwi­schen den Vertragspartnern fin­det nicht statt. 

Häufig fallen diese folgenden Sätze und zwar sowohl von den Bauherren wie von den Bauunternehmern..

Wenn mir der im Dunkeln begegnet.…“

Mit dem rede ich nicht mehr.….“

Der Bauleiter hat mich ange­schrieen und mir gesagt, dass ich keine Ahnung habe…“

Fallbeispiel: 

Dazu haben wir ein inter­es­san­tes Beispiel vom OLG Brandenburg, das über fol­gen­den Fall zu ent­schei­den hatte:

Urt. v. 16.03.2011 — 13 U 510)

Eine junge Baufamilien beauf­tragt einen Bauunternehmer mit der Errichtung eines Einfamilienhauses. Im Rahmen der Gebäudeerrichtung gibt es Differenzen zwi­schen den Parteien u. a. über erfor­der­li­che Zusatzleistungen.

Die Bauherren ant­wor­tet in einem Schreiben auf Vorschläge des Bauunternehmers zu den Mehrleistungen und zur Ausführungsplanung per Einschreiben Rückschein. 

Das Einschreiben wird aller­dings durch den Bauunternehmer ganz bewusst nicht abge­holt. Vielmehr spricht der Bauunternehmer gegen­über dem Auftraggeber – ohne auf die Äußerungen des Auftraggebers ein­zu­ge­hen – Behinderung aus. 

Des Weiteren sinnt der Bauunternehmer dem Auftraggeber an, wegen feh­len­der Ausführungsplanung auf alle even­tu­el­len Schadensersatzansprüche ihm gegen­über bezüg­lich des Bauvorhabens zu verzichten. 

Schließlich unter­schreibt der Bauunternehmer zwar ein Nachtragsangebot des Auftraggebers zu Mehrleistungen, teilt die Unterzeichnung aber dem Auftraggeber nicht mit. Der Auftraggeber kün­digt dem Bauunternehmer. Dieser ver­langt dar­auf hin Werklohn für nicht erbrachte Leistungen. Er ver­klagt den Bauherren. 

Das OLG Brandenburg weist die Klage des Bauunternehmers zurück. 

Der Auftraggeber habe hier berech­tig­ter­weise außer­or­dent­lich gekün­digt. Eine außer­or­dent­li­che Kündigung, auch ohne vor­he­rige Abmahnung, komme in Betracht bei schwer­wie­gen­den Pflichtverletzungen, die zu einer tief­ge­hen­den Störung der für die Fortsetzung des Vertrages not­wen­di­gen Vertrauensbeziehungen füh­ren und eine Fortsetzung des Vertrages unzu­mut­bar machen. 

Hier habe das Bauunternehmen wie­der­holt und schwer­wie­gend gegen die Kooperationspflicht verstoßen. 

Beide Parteien des Vertrages seien gehal­ten, auf die berech­tig­ten Belange des jeweils ande­ren Vertragspartners Rücksicht zu neh­men. Entstehen wäh­rend der Vertragsdurchführung Meinungsverschiedenheiten zwi­schen ihnen über die Notwendigkeit oder die Art und Weise einer Anpassung des Vertrages oder sei­ner Durchführung an geän­derte Umstände, sind die Parteien grund­sätz­lich ver­pflich­tet, durch Verhandlungen eine ein­ver­nehm­li­chen Beilegung der Meinungsverschiedenheiten zu versuchen. 

Insoweit gebiete es die Kooperationspflicht, gerade bei Meinungsverschiedenheiten die Argumente, Alternativen und Gegenvorschläge der ande­ren Vertragsseite zumin­dest zur Kenntnis zu neh­men und zum Gegenstand eines Meinungsaustausches zu machen.

 Das OLG Brandenburg sieht in dem Verhalten des Bauunternehmers eine Verletzung des Kooperationsgebotes. 

Eine Verletzung sei darin zu sehen, dass das Bauunternehmen das Einschreiben nicht ein­mal abge­holt, geschweige denn hier­auf reagiert habe, dass der Bauunternehmer die Annahme des Nachtragsangebotes gegen­über dem Auftraggeber ver­schwie­gen habe und schließ­lich dass er schlech­ter­dings unan­nehm­bar den Verzicht auf alle even­tu­el­len Schadensersatzansprüche bezüg­lich des Bauvorhabens ver­langt habe.

Das Urteil zeigt, dass die Schwelle, über die man vor dem Hintergrund des Kooperationsgebotes stol­pern kann, manch­mal gar nicht so hoch sein muss. Richtigerweise gebie­tet die Rechtssprechung zum Kooperationsgebot den Parteien einen unter Berücksichtigung von Treu und Glauben ange­mes­se­nen Umgang.

Daher gilt das Motto:

Schweigen ist Silber und (mit­ein­an­der) reden ist Gold!

BAUGLÜCK Bauherren Tipp: Die Firma Craftnote hat eine App entwickelt, die die Kommunikation auf der Baustelle nach­hal­tig erleich­tert. Ursprünglich für Handwerker entwickelt, kann sie auch Ihnen als pri­vate Bauherren das Leben wäh­rend der kom­plet­ten Bauphase enorm erleich­tern. Wir von Bauglück fin­den das toll: https://www.craftnote.de/

 

 

ONLINE-KURS

In diesem Online-Kurs lernen Sie:

  • die Tricks der Baufirmen zu entlarven,
  • das Know How, wie man mit einem Unternehmer auf Augenhöhe verhandelt,
  • Alles, was man als Bauherr/Bauherrin wis­sen muss, egal ob man einen Neubau errich­tet, eine Eigentumswohnung kauft oder im Bestand saniert

Jeder Bauherr spart dadurch Zeit und Geld, denn wir haben im Bauherrenführerschein alles struk­tu­riert und zusam­men­ge­fasst, was man als Bauherr wis­sen muss.

Wichtige Checklisten zei­gen auf, an was man alles den­ken muss und als BONUS für jeden, der den BAUHERRENFÜRHERSCHEIN absol­viert hat, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

Somit kann man mit dem Bauherrenführerschein nur gewinnen.

rocket icon Hier geht es zum Online-Kurs

Koschwitz am Wochenende — Manuela Reibold-Rolinger im Interview

Koschwitz am Wochenende — Manuela Reibold-Rolinger im Interview

Wie man durch gute Kommunikation Rechtstreitigkeiten bei­legt und gar nicht erst vor Gericht aus­fech­ten muss.

Seit 2005 emp­fängt Thomas Koschwitz in sei­ner drei­stün­di­gen Radioshow jede Woche Stars aus Musik, Film, Funk und Fernsehen genauso wie Politiker und „ Menschen von der Straße”, mit denen er über Ihr Leben, beson­dere Ereignisse und Geschehnisse, spricht.

Mit BAUGLÜCK Gründerin, Verbraucherbaurechtsexpertin und Schlichterin Manuela Reibold-Rolinger spricht er in der Podcast Folge vom 29.7.2019 dar­über, wie man mit guter Kommunikation auch ohne Richter zu sei­nem Recht kommt. 

Es gibt Rechtsstreitigkeiten, die haben vor Gericht einfach nichts zu suchen”

Davon ist Manuela Reibold-Rolinger überzeugt und zeigt mit Beispielen auch aus ihrem Buch “Kein Grund zur Klage” auf, wel­che alter­na­ti­ven Lösungsansätze es gibt, seine eige­nen Nerven, den Geldbeutel und die Gerichte zu schonen. 

Das Interview wurde von diver­sen Radiosendern aus­ge­strahlt. Hier kön­nen Sie sich es in vol­ler Länge anhören: 

Link 1

Link 2

Viel Spaß beim Reinhören! 

ONLINE-KURS

In diesem Online-Kurs lernen Sie:

  • die Tricks der Baufirmen zu entlarven,
  • das Know How, wie man mit einem Unternehmer auf Augenhöhe verhandelt,
  • Alles, was man als Bauherr/Bauherrin wis­sen muss, egal ob man einen Neubau errich­tet, eine Eigentumswohnung kauft oder im Bestand saniert

Jeder Bauherr spart dadurch Zeit und Geld, denn wir haben im Bauherrenführerschein alles struk­tu­riert und zusam­men­ge­fasst, was man als Bauherr wis­sen muss.

Wichtige Checklisten zei­gen auf, an was man alles den­ken muss und als BONUS für jeden, der den BAUHERRENFÜRHERSCHEIN absol­viert hat, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

Somit kann man mit dem Bauherrenführerschein nur gewinnen.

rocket icon Hier geht es zum Online-Kurs

Baugenehmigung — Ab wann und wofür sie benötigt wird

Baugenehmigung — Ab wann und wofür sie benötigt wird

Die Baugenehmigung — Ab wann brauchen Sie eine und wofür benötigt man die Baugenehmigung überhaupt? 

Die Genehmigungsphase eines Bauprojektes — die Startphase für Ihr Bauprojekt

Dass man ein Bauvorhaben vor Baubeginn geneh­mi­gen las­sen muss, ist wohl jedem Bauherren klar. Immer wie­der kommt es aber zu Überraschungen, Mehrkosten und Zeitverzug, wenn der Bauherr sich mit die­ser  ‑so wichtigen- Phase nicht mit der gehö­ri­gen Intensität befasst. Das Baugesetzbuch und die jewei­li­gen Landesbauordnungen regeln, was und wie gebaut werden darf:

Der Bebauungsplan

Der Bebauungsplan, regelt zum Beispiel die Art und das Maß der bau­li­chen Nutzung, die maxi­mal bebau­bare Fläche, die Abstandsflächen, die Anzahl der Geschosse, die Fassaden und Einfriedungen und, und, und.  Das zu wis­sen ist wich­tig, da man dann auch weiß, was der Nachbar bauen darf. Häufig habe die Kommunen sogar eine Gestaltungssatzung, die vor­gibt, wie die Fassadenfarbe, die Ziegel oder Dachformen aus­ge­bil­det sein müssen. 

Bauvoranfrage

Falls Sie ein Grundstück haben, das in einem Gebiet ohne Bebauungsplan liegt, muss sich das Bauvorhaben gemäß § 34 Baugesetzbuch in die Umgebungsbebauung ein­fü­gen und eine Bauvoranfrage ein­ge­reicht werden.

Der Bebauungsplan — daran müs­sen Sie sich halten:

Wichtig ist zunächst, dass der Bauherr weiß, was er auf sei­nem Grundstück über­haupt bauen kann. Hierzu haben die Städte und Gemeinden in der Regel einen Bebauungsplan erstel­len las­sen, an des­sen Vorgaben sich der Bauherr zu hal­ten hat.

Für viele Bauherren ist es nicht leicht, als Laien den Umfang des Bebauungsplans zu erfas­sen. Daher haben viele Kommunen zwi­schen­zeit­lich ver­brau­cher­freund­li­che „Baufibeln“  entwickelt, die dem Bauherren anschau­lich erklärt, was und wie gebaut werden darf. Hier sind die Baukörper, die Dachformen, die Dachüberstände und vie­les Mehr genau erklärt.

Die Genehmigungsplanung über­nimmt in der Regel ein Architekt oder aber die Planungsabteilung eines Generalübernehmers, der neben der Bauleistung auch die Planung erbrin­gen will.

Hat der Architekt die Baugenehmigung ein­ge­reicht und wird die Genehmigung von der Gemeinde erteilt,  bedeu­tet das jedoch nicht ohne wei­te­res, dass der Entwurf man­gel­frei ist.

Das schuldet der Architekt Ihnen:

Der Architekt schul­det einen Entwurf, der zu einer dau­er­haf­ten und nicht mehr zurück­nehm­ba­ren Baugenehmigung führt.

Wann eine Genehmigung zurückgenommen werden kann:

Eine erteilte Genehmigung kann von der Behörde nach­träg­lich wie­der zurück­ge­nom­men werden, wenn sich die Planung nach erneu­ter Prüfung als (doch) nicht geneh­mi­gungs­fä­hig erweist. Das ist dann der Fall, wenn sich zum Beispiel der Nachbar über die Baugenehmigung beschwert und die Behörde ihm Recht gibt. Dann kann die Genehmigung  wegen feh­len­der Genehmigungsfähigkeit zurück­ge­nom­men werden. Dieses Risiko ist beson­ders hoch, wenn im soge­nann­ten „Freistellungsverfahren“ agiert wird:

Was Sie tun können, um Ihre genehmigungsfähige Planung durchzusetzen, falls diese von der Behörde nicht genehmigt wird:

Andererseits kann es vor­kom­men, dass eine eigent­lich geneh­mi­gungs­fä­hige Planung von der Baugenehmigungsbehörde rechts­wid­rig nicht geneh­migt wird. Dann muss der Bauherr, mit Hilfe eines im Baurecht ver­sier­ten Anwaltes, Widerspruch gegen die Verweigerung der Baugenehmigung ein­zu­le­gen. Die BAUGLÜCK GmbH kann Ihnen hier­für die rich­ti­gen Spezialisten nennen.

Der Bauherr sollte wis­sen, dass eine feh­lende Genehmigung einen wich­ti­gen Grund für eine außer­or­dent­li­che Kündigung des Bauherrn begrün­den kann, hier sollte jedoch auf jeden Fall  VOR der Kündigung ein Fachanwalt zu Rate gezo­gen werden, der Ihnen über die Bauglück GmbH sehr gern ver­mit­telt wird.


Wussten Sie, dass Sie als Absolvent des Bauherrenführerscheines 10 % der Kosten für die Vertragsprüfung sparen und wir Ihnen spezialisierte Anwälte vermitteln können?

Hier erfahren Sie, dass es nur wenige Schritte zu Ihrem rechtssicheren Bauvertrag sind.


 

Diese Blogbeiträge könnten Sie auch interessieren: 

Der Bebauungsplan

Bauvertrag ohne Grundstück — Bitte unterschreiben Sie das nicht!

 

ONLINE-KURS

In diesem Online-Kurs lernen Sie:

  • die Tricks der Baufirmen zu entlarven,
  • das Know How, wie man mit einem Unternehmer auf Augenhöhe verhandelt,
  • Alles, was man als Bauherr/Bauherrin wis­sen muss, egal ob man einen Neubau errich­tet, eine Eigentumswohnung kauft oder im Bestand saniert

Jeder Bauherr spart dadurch Zeit und Geld, denn wir haben im Bauherrenführerschein alles struk­tu­riert und zusam­men­ge­fasst, was man als Bauherr wis­sen muss.

Wichtige Checklisten zei­gen auf, an was man alles den­ken muss und als BONUS für jeden, der den BAUHERRENFÜRHERSCHEIN absol­viert hat, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

Somit kann man mit dem Bauherrenführerschein nur gewinnen.

rocket icon Hier geht es zum Online-Kurs

Ihr Widerrufsrecht bei Bauverträgen

Ihr Widerrufsrecht bei Bauverträgen

Das Widerrufsrecht bei Verbraucherbauverträgen — Wie muss es aussehen und was passiert, wenn es nicht im Vertrag steht?

Jeder Verbraucher hat seit dem 1.1.2018 ein gesetz­lich nor­mier­tes Widerrufsrecht, wenn der Unternehmer für ihn:

  • einen Neubau oder
  • einen Umbau in erheb­li­chem Umfang ausführt
  • und die­ser Vertrag nicht nota­ri­ell beur­kun­det wurde.

Hierbei ist es gleich, ob ein Fertighaus oder ein Massivhaus errich­tet wird und Sie eine Bestandsimmobilie im großen Umfang sanieren oder moder­ni­sie­ren. Die Widerrufsbelehrung muss Ihnen vor­ge­legt werden.

Grundlage für diese Pflicht, die den Verbraucher vor übereilten Entscheidungen schützen soll ist § 650 i BGB. Aber wie genau muss ein Widerruf aussehen, damit er wirksam ist?

Auch hier lohnt sich der Blich in das Gesetz. Artikel 249 des EGBGB (Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch) zeigt wört­lich auf, wie eine Widerrufsbelehrung aus­se­hen muss, um wirk­sam zu sein:

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, bin­nen vier­zehn Tagen ohne Angabe von Gründen die­sen Vertrag zu widerrufen.

Die Widerrufsfrist beträgt vier­zehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses. Sie beginnt nicht zu lau­fen, bevor Sie diese Belehrung in Textform erhal­ten haben.

Um Ihr Widerrufsrecht aus­zu­üben, müs­sen Sie uns (*) mit­tels einer ein­deu­ti­gen Erklärung (z.B. Brief, Telefax oder E‑Mail) über Ihren Entschluss, die­sen Vertrag zu wider­ru­fen, informieren.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Erklärung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie die­sen Vertrag wider­ru­fen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhal­ten haben, unver­züg­lich zurückzuzahlen.

Sie müs­sen uns im Falle des Widerrufs alle Leistungen zurück­ge­ben, die Sie bis zum Widerruf von uns erhal­ten haben. Ist die Rückgewähr einer Leistung ihrer Natur nach aus­ge­schlos­sen, las­sen sich etwa ver­wen­dete Baumaterialien nicht ohne Zerstörung ent­fer­nen, müs­sen Sie Wertersatz dafür bezahlen.

Gestaltungshinweis:

* Fügen Sie Ihren Namen oder den Namen Ihres Unternehmens, Ihre Anschrift und Ihre Telefonnummer ein. Sofern ver­füg­bar sind zusätz­lich anzu­ge­ben: Ihre Telefaxnummer und E‑Mail-Adresse.

Klar und deutlich

Die Belehrung muss klar und deut­lich als ein­zel­ner Vertragsbestandteil abge­grenzt, in den Vertrag imple­men­tiert sein.

Wenn sie fehlt, ver­län­gert sich das Widerrufsrecht um 1 Jahr. Man hat dann also 1 Jahr und 14 Tage nach Vertragsabschluss das Recht, den Vertrag zu wider­ru­fen. Wenn zu die­sem Zeitpunkt bereits Baumaßnahmen auf Ihrem Grundstück ent­stan­den sind, so haben Sie hier­für einen Wertersatz zu zahlen. 


Wussten Sie, dass Sie als Absolvent des Bauherrenführerscheines
10 % der Kosten für die Vertragsprüfung sparen und wir Ihnen spezialisierte Anwälte vermitteln können?

Hier erfahren Sie, dass es nur wenige Schritte zu Ihrem rechtssicheren Bauvertrag sind.


Diese Blogbeiträge könnten Sie auch interessieren: 

Vertragspartner beim Bauen

Bauvertrag ohne Grundstück — Bitte unterschreiben Sie das nicht!

 

 

ONLINE-KURS

In diesem Online-Kurs lernen Sie:

  • die Tricks der Baufirmen zu entlarven,
  • das Know How, wie man mit einem Unternehmer auf Augenhöhe verhandelt,
  • die Regelungen ken­nen, die man für einen frist­ge­mä­ßen Einzug benötigt
  • Alles, was man als Bauherr/Bauherrin wis­sen muss, egal ob man einen Neubau errich­tet, eine Eigentumswohnung kauft oder im Bestand saniert

Jeder Bauherr spart dadurch Zeit und Geld, denn wir haben im Bauherrenführerschein alles struk­tu­riert und zusam­men­ge­fasst, was man als Bauherr wis­sen muss.

Wichtige Checklisten zei­gen auf, an was man alles den­ken muss und als BONUS für jeden, der den BAUHERRENFÜRHERSCHEIN absol­viert hat, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

Somit kann man mit dem Bauherrenführerschein nur gewinnen.

rocket icon Hier geht es zum Online-Kurs

Handwerker verlangt Vorschuss — Der richtige Umgang

Handwerker verlangt Vorschuss — Der richtige Umgang

Wann müssen Sie als Bauherr:in an den Handwerker eine Vorauszahlung leisten?

Das ist defi­ni­tiv eine der meist­ge­stell­ten Fragen von Bauherren, die bei Ihrem Hausbauprojekt die Gewerke ein­zeln ver­ge­ben. Was Sie tun kön­nen,  um Handwerkern bei Auftragserteilung nicht durch hohe à cto. Zahlungen aus­ge­lie­fert zu sein, erkläre ich in die­sem Blogbeitrag:

Grundsätzlich ist ein Bauunternehmer vor­leis­tungs­pflich­tig, das heißt, er muss erst bauen und dann wird nach der Abnahme das man­gel­freie Werk bezahlt.

Da aber immer mehr Unternehmer mit die­ser Regelung Probleme beka­men, wurde im Gesetz vor­ge­se­hen, dass der Unternehmer berech­tigt sein soll, gem. § 632a BGB Abschlagszahlungen zu for­dern. Diese Regelung wurde aus der VOB/B über­nom­men. Sie gilt auch bei Verbrauchern, also bei pri­va­ten Bauherren wie Ihnen.

Natürlich müs­sen auch für die­sen Fall beson­dere Voraussetzungen erfüllt sein.

 

In welchem Fall kann ein Handwerker überhaupt Abschlagszahlungen verlangen?

Hier gilt § 632a BGB: Ein Handwerker kann Abschlagszahlungen verlangen…

  1. für die erbrach­ten ver­trags­ge­mä­ßen und man­gel­freien Teilleistung, sowie
  2. für erfor­der­li­che Stoffe oder Bauteile, die eigens ange­fer­tigt oder ange­lie­fert wor­den sind,
  3. jedoch nur für in sich abge­schlos­sene Teile der zu erbrin­gen­den Leistungen und nur, wenn dem Bauherr das Eigentum an die­sen Teilleistungen, Stoffen und Bauteilen über­tra­gen oder dafür Sicherheit geleis­tet wird.

Das heißt im Klartext, dass der Unternehmer grund­sätz­lich kei­nen Vorschuss auf eine noch nicht erbrachte Leistung for­dern darf.

 

Als Entlastung für den vorleistungspflichtigen Unternehmer gedacht:

Die Vorschrift des § 632a BGB soll den vor­leis­tungs­pflich­ti­gen Unternehmer, der ohne Abschlagszahlungen oft über einen län­ge­ren Zeitraum teure Materialien und Personal vor­zu­fi­nan­zie­ren hat, ent­las­ten und die mit der Vorfinanzierung ver­bun­de­nen wirt­schaft­li­chen Nachteile ausgleichen.

So weit so gut…doch wie kön­nen Sie als Verbraucher:in und / oder Baulaie wis­sen, was eine „ange­mes­sene“ Abschlagszahlung ist?

Ist das der Wert der Leistung oder der Wertzuwachs auf dem eige­nen Grundstück?

Darauf habe ich eine klare wie ein­fa­che Antwort: Der Wert der Leistung kön­nen nicht Sie son­dern nur Ihr bau­be­glei­ten­der Qualitätskontrolleur benennen.

Übrigens: Als Absolvent:in unse­res Online-Kurses Bauherrenführerschein ist die Benennung eines baubegleitenden Qualitätskontrolleurs in Ihrer Nähe Teil unse­res Service.

Das können Sie tun, wenn der Unternehmer keine Vorleistung erbringen will:

Sie kön­nen

  1. den Vertrag gar nicht erst abschließen
  2. dem Unternehmer eine Finanzierungsbestätigung Ihrer Bank für das Bauvorhaben vorlegen
  3. vom Unternehmer eine Vertragserfüllungs- oder Vorauszahlungsbürgschaft fordern.

Was passiert im schlechtesten Fall?

Im schlech­tes­ten Falle haben sie Geld bezahlt und erhal­ten keine Gegenleistung. Es kann auch sein, dass zwar Leistungen ein­ge­baut werden, diese aber man­gel­haft sind, auch dann haben Sie, wenn bereits bezahlt wurde, kei­nen Hebel, um den Unternehmer zur Mängelbeseitigung zu bewegen.

Denken Sie an die Vertragserfüllungssicherheit:

Nach dem Gesetz ist der Unternehmer grund­sätz­lich vor­leis­tungs­pflich­tig. Wenn er von Ihnen eine Vorleistung ver­langt und Sie am Unternehmer fest­hal­ten wol­len, dann zah­len Sie nur, nach­dem Ihnen eine Vertragserfüllungssicherheit oder eine Vorauszahlungsbürgschaft vor­ge­legt wurde.

Ich emp­fehle Ihnen dringend, dass Sie jeden Vertrag vor der Unterzeichnung prüfen las­sen und nur nach Vorlage einer Sicherheit, die der Unternehmer Ihnen stellt und die von einem Fachanwalt geprüft wurde, zahlen.

Mein Apell an Sie als Bauherren lau­tet des­halb: Es geht um Ihr Geld, den ein­zi­gen Trumpf, den Sie haben – kom­men Sie des­halb nicht jeder Forderung Ihres Handwerkers nach, nur, um ihn nicht zu ver­lie­ren, son­dern ent­schei­den Sie mit Augenmaß und Umsicht.

Als Teilnehmer:in des Bauherrenführerscheines wird Ihnen auch das mit auf den Weg gege­ben und Sie ler­nen, wie Sie mit Ihren Vertragspartnern auf Augenhöhe kommunizieren.

Sie ste­hen noch am Anfang Ihres Projektes? Dann starten Sie am bes­ten hiermit:

Pfeil zum Bauherrenführerschein

Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

Checkliste: Hausangebote ver­gleich­bar machen:

Schlüsselfertig bauen — bedeutet das bezugsfertig bauen? Unsere Tipps

Schlüsselfertig bauen — bedeutet das bezugsfertig bauen? Unsere Tipps

Fast fertig ist das neue schüsselfertig.

Die meis­ten Bauherren träu­men davon, mög­lichst ohne Stress in ihr Eigenheim zu kom­men. Wie schön und ver­lo­ckend klingt dabei die Lösung vie­ler Hausanbieter, schlüs­sel­fer­tig bauen zu können.

In die­sem Blogbeitrag erklärt Ihnen Manuela Reibold-Rolinger, was alles hin­ter dem Begriff ste­cken kann und wor­auf Sie beson­ders ach­ten sollten: 

Seit eini­ger Zeit nut­zen Haushersteller alter­an­tive Begrifflichkeiten zu der Bezeichnung “schlüs­sel­fer­tig. Dabei werden die Marketingabteilungen der Haushersteller immer ein­falls­rei­cher. Deshalb ist es wich­tig, dass Sie wis­sen, wel­che Bedeutung sich hin­ter all die­sen Begriffen ver­steckt und wel­che Erwartungen Sie daran knüp­fen kön­nen, wenn Sie “schlüs­sel­fer­tig” bauen möchten.

Gehen Sie mit diesen Bezeichnungen ebenso vorsichtig um:

  • Fast fer­tig
  • Freizeit-Paket
  • Wohnkomplett
  • Sofort ein­zie­hen und wohlfühlen
  • Fix und fertig

Diese Begriffe wecken in Ihnen als Bauherren eine Erwartung, die der Hersteller mög­li­cher­weise so gar nicht erfül­len kann oder möchte. 

Sogar der Duden macht den Fehler, das Adjektiv “schlüsselfertig” mit bezugsfertig zu beschreiben. Das ist aber leider falsch.

Oftmals werden Fertighäuser als schlüs­sel­fer­tig ange­bo­ten, doch Massivhäuser kön­nen ebenso schlüs­sel­fer­tig erbaut werden. Ihre Vertragspartner sind dann Bauträger, Generalunternehmer oder Generalübernehmer und Sie als pri­vate Bauherren ver­bin­den damit, ein bezugs­fer­ti­ges Haus zu erhal­ten, des­sen Gewerke durch Ihren Baupartner koor­di­niert und durch­ge­führt werden. 

Allerdings sind diese Begriffe so unspe­zi­fisch, dass Sie ein beson­de­res Augenmerk die Bau-und Leistungsbeschreibung Ihres Vertrages ach­ten müs­sen. Nur was dort gere­gelt ist, hat Gültigkeit.

Insbesondere rate ich Ihnen auf den soge­nann­ten Fertigstellungsgrad zu ach­ten

Ein Bauherr, der unter dem Begriff fast fer­tig etwas ande­res ver­stan­den hat als der Unternehmer ist nun Mandant mei­ner Kanzlei. Es wird schwer werden, aus den ver­trag­li­chen Grundlagen das her­aus­zu­ar­bei­ten, was der Bauherr unter fast fer­tig ver­ste­hen wollte. In sei­nem vor­lie­gen­den Leistungsverzeichnis sind viele, sehr wich­ti­gen Bestandteile einer voll­stän­di­gen Baubeschreibung nicht enthalten.

Nun strei­ten die Parteien über den Vertragsinhalt, der Bau ruht und es werden Mehrkosten gefor­dert. Hinzu kom­men die Kosten für die Anwälte. So ste­hen Zusatzkosten von rund 25.000 Euro für den Mandanten an.

Begriff “schlüsselfertig” ist nicht rechtlich geschützt

Der Begriff „schlüs­sel­fer­tig bauen“ ist nicht recht­lich geschützt. Das bedeu­tet, dass jedes Bauunternehmen selbst fest­le­gen kann, was es unter schlüs­sel­fer­tig ver­steht. Achten Sie des­halb auch auf die oben beschrie­be­nen alter­na­ti­ven Begriffe zu schlüs­sel­fer­tig. Lassen Sie sich von unge­nauen Begrifflichkeiten nicht blen­den und legen ein beson­de­res Augenmerk auf Ihren Vertragsinhalt. So kommt es bei Ihrem Bauvorhaben nicht zu unvor­her­ge­se­he­nen Baukrisen.

Was Sie noch tun kön­nen, um bereit für Ihr Eigenheimprojekt zu sein? Melden Sie sich zu einem mei­ner Gratis-Webinare an. Darin erkläre ich Ihnen als ange­hende Bauherren, was die typi­schen Fehler bei pri­va­ten Eigenheimprojekten sind und wie Sie diese selbst ver­hin­dern. So werden Sie bauglücklich.

Kostenlos für Sie:

Kostenlos für Sie:

Nicht von Begriffen wie schlüsselfertig oder sofort einziehen blenden lassen

Nicht von Begriffen wie schlüsselfertig oder sofort einziehen blenden lassen

Fast fertig ist das neue schüsselfertig — nicht blenden lassen:

Die Marketingabteilungen der Haushersteller werden immer ein­falls­rei­cher: Viele Bauherren wis­sen inzwi­schen, dass man mit der Baubeschreibung schlüs­sel­fer­tig nicht viel beschrei­ben kann. Vielmehr kommt es auf den ver­ein­bar­ten Vertragsinhalt an. Aus die­sem Grund werden immer mehr ein­falls­rei­che Begriffe ver­wen­det. Mit die­sen Formulierungen soll­ten Sie ebenso vor­sich­tig umgehen:

  • Fast fer­tig
  • Freizeit-Paket
  • Freitzeit-Paket-Plus
  • Sofort ein­zie­hen und wohlfühlen
  • Fix und fertig

Diese Begriffe las­sen etwas erwar­ten, das der Hersteller mög­li­cher­weise so gar nicht erfül­len kann oder möchte. 

Sogar der Duden macht den Fehler, das Adjektiv schlüsselfertig mit bezugsfertig zu beschreiben. Das ist aber leider falsch:

Warum das Leistungsverzeichnis so wichtig ist, zeigt ein Beispiel:

Ein Bauherr, der unter dem Begriff fast fer­tig etwas ande­res ver­stan­den hat als der Unternehmer ist nun Mandant mei­ner Fachanwaltskanzlei für Bau-und Architektenrecht. Es wird schwer werden, aus den ver­trag­li­chen Grundlagen das her­aus­zu­ar­bei­ten, was der Bauherr unter fast fer­tig ver­ste­hen wollte. In sei­nem vor­lie­gen­den Leistungsverzeichnis sind viele, sehr wich­ti­gen Bestandteile einer voll­stän­di­gen Baubeschreibung nicht enthalten.

Nun strei­ten die Parteien über den Vertragsinhalt, der Bau ruht und es werden Mehrkosten gefor­dert. Hinzu kom­men die Kosten für die Anwälte. Es ste­hen Zusatzkosten von rund 25.000 Euro für den Mandanten an.

Sicher vertrete ich jeden Bauherren auch vor Gericht — ich bin Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht — ich appelliere dennoch an die Eigenverantwortung.

Damit das klar wird: Ich ver­trete selbst­ver­ständ­lich jeden Bauherren auch vor Gericht, wenn das nötig ist. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass man sein Eigenprojekt mit Eigenverantwortung ange­hen sollte. Konkret bedeu­tet das, dass jeder Bauherr mit einer Teilnahme am Online-Kurs Bauherrenführerschein und einer Prüfung sei­nes Bauvertrages sehr viel Geld, Zeit und Nerven spa­ren kann.

Jeder Bauherr kann selbst ent­schei­den, wie er sei­nen Bauablauf gestal­ten will. Sie haben die Wahl und sind für Ihr Projekt verantwortlich.

Hier geht es zu einem weiteren Blogartikel, der sich mit dem Thema schlüsselfertig bauen beschäftigt.

Sie wollen auch Eigenverantwortung für Ihr Eigenheimprojekt übernehmen? Hier gibt es weitere Infos zum Online-Kurs:

Lernen Sie in diesem Online-Kurs:

  • die Tricks der Baufirmen zu entlarven,
  • das Know How, wie man mit einem Unternehmer auf Augenhöhe verhandelt,
  • die Regelungen ken­nen, die man für einen frist­ge­mä­ßen Einzug benötigt
  • Alles, was man als Bauherr/Bauherrin wis­sen muss, egal ob man einen Neubau errich­tet, eine Eigentumswohnung kauft oder im Bestand saniert

Jeder Bauherr spart dadurch Zeit und Geld, denn wir haben in unse­rem Bauherrenführerschein alles struk­tu­riert und zusam­men­ge­fasst, was man als Bauherr wirk­lich wis­sen muss.

Anhand der Checklisten wird auf­ge­zeigt, woran man den­ken muss.

Als BONUS für jeden Teilnehmer des Online-Kurses BAUHERRENFÜRHERSCHEIN, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

Somit kann man mit dem Bauherrenführerschein nur gewinnen.

rocket icon Hier geht es zum Online-Kurs

Was bedeutet bauseits eigentlich? Achtung, versteckte Mehrkosten im Bauvertrag

Was bedeutet bauseits eigentlich? Achtung, versteckte Mehrkosten im Bauvertrag

Über die Verwendung und Bedeutung des Begriffes bauseits in Ihren Bauverträgen

Das Wort „bau­seits“ fin­det man gar nicht so sel­ten in Bauverträgen. Viele Verbraucher:innen wis­sen jedoch gar nichts mit dem Begriff anzu­fan­gen. Deshalb wird das Wörtchen “bau­seits” oft­mals falsch inter­pre­tiert oder gleich ganz überlesen.

Bauseits” gehört des­halb für mich in die Kategorie: “von Bauherren immer wie­der falsch ver­stan­den”. In die­sem Blogbeitrag schen­ken wir “bau­seits” des­halb die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt, denn wird ihm keine Beachtung geschenkt, kann das weit­rei­chende Folgen für Sie haben. So haben Sie “bau­seits” in Ihrem Bauvertrag zu ver­ste­hen und ein­zu­ord­nen können:

Bauseits und seine Definition

Ein Blick in den Duden macht eigent­lich alles klar:
“bau­seits” — Adverb — 1. an die, zur Baustelle; bei …2. vom Bauherrn auszuführen”.

Die Definition bringt es auf den Punkt. Der Bauherr hat diese Leistung aus­zu­füh­ren und…zu bezahlen.

Dennoch gehen viele Bauherren von fal­schen Voraussetzungen aus. Ein Irrtum, der sie in finan­zi­elle Schwierigkeiten brin­gen kann, wenn Sie die Kosten für die ent­spre­chen­den Arbeiten nicht ein­kal­ku­lie­ren. Bitte ach­ten Sie daher unbe­dingt auf die Formulierungen in Ihrem Bauvertrag und befra­gen bei Unklarheiten einen unab­hän­gi­gen Sachverständigen dazu.

Bauseits” suggeriert, dass die Baufirma diese Arbeiten übernimmt

Dem Laien sug­ge­riert die Verwendung des Begriffes “bau­seits”, dass die Baufirma diese Arbeiten über­nimmt. Viele Bauherren ver­ste­hen das Wort bau­seits als im Risikobereich des bau­aus­füh­ren­den Unternehmers ste­hend und das ist genau falsch!

Mit dem Wort „bau­seits“ ver­sucht der Unternehmer oft typi­sche Maßnahmen, die in sei­nem Tätigkeitsfeld lie­gen, den Bauherren durch den Vertrag auf­zu­er­le­gen, um Kosten zu sparen.

Welcher Baulaie geht denn davon aus, dass genau das Gegenteil der Fall ist? Doch die­ser Irrtum kann teuer für Sie werden, denn alle mit “bau­seits” gekenn­zeich­nete Aufgaben sind Arbeiten, die Sie selbst ver­an­las­sen und über­neh­men müs­sen. Und nicht nur das, die Kosten für diese Arbeiten sind in den im Bauvertrag kal­ku­lier­ten Kosten nicht enthalten, son­dern müs­sen zusätz­lich bezahlt werden.

Hier typi­sche Arbeiten, die in der Regel „bau­seits zu erle­di­gen sind“ und immer von den Bauherr:innen zusätz­lich bezahlt werden müssen:

Das ist meine kleine, feine Liste über typisch bauseitige Arbeiten:

  • Erdarbeiten, den Aushub ent­sor­gen oder lagern, Baustellenzufahrt…bauseits
  • Lieferung des Baustroms, Bautoilette und Bauwassers…bauseits
  • Herstellung der Hausanschlüsse…bauseits
  • Verlegung sämt­li­cher Hausanschlüsse für Ver- und Entsorgungseinrichtungen…bauseits
  • Außenanlagen, soweit diese nicht aus­drück­lich als Leistung in der Baubeschreibung…baus…
  • Baugenehmigungen, amtl. Einmessung des Gebäudes, so weit nicht im Vertrag enhalten
  • Katasterpläne für den Bauantrag und evtl. Einmessungen von Bepflanzungen,
  • Bodengutachten oder Vorbereitung des Baugrundstückes (Rodung, Auffüllungen)
  • Wasserhaltung, falls in der Baugrube Wasser vor­ge­fun­den wird. Das kann viele 1000 Euro kosten.
  • Betonfugen ver­spach­teln vor Malerarbeiten
  • Beheizung des Gebäudes bis zur Übergabe –> Die teure Strombeheizung im Winter zahlt der Bauherr also zusätzlich.
  • Keller- und Bodenplattendämmung sind bau­seits zu erbrin­gen –> Auch damit rech­nen Bauherren nicht, wenn sie ein ver­meint­lich „schlüs­sel­fer­ti­ges“ Haus kaufen. Damit es auf der Baustelle wei­ter­geht, akzep­tie­ren viele zäh­ne­knir­schend die Mehrkosten.

Kosten kennen und verhandeln

Sie tap­pen nicht in diese Mehrkostenfalle, wenn Sie die Kosten vor Unterzeichnung Ihres Bauvertrages ken­nen und verhandeln.

Wenn Sie sol­che Formulierungen in Ihrem Bauvertrag fin­detn, soll­ten Sie Ihr “güns­tigs­tes Angebot” für Ihr Traumhaus noch­mals mit den Mehrkosten durch­rech­nen und ver­glei­chen. Denn mög­li­cher­weise ist die­ses Angebot am Ende gar nicht das güns­tigste Hausangebot, das Ihnen vorliegt.

Baustrom und ‑wasser gehört zu den Leistungen, die Ihnen der Bauunternehmer schuldet

Eigentlich schul­det der Bauunternehmer den Bauherren die Errichtung des Hauses und dazu gehört natür­lich auch der Baustrom und das Wasser, das der Unternehmer benö­tigt, um das Haus zu errich­ten, das heißt, Bauwasser und Baustrom und das Bereithalten sind urei­gene Unternehmeraufgaben, die nicht auf den Bauherren abge­wälzt werden dür­fen. Dennoch wird immer wie­der ver­sucht diese Kosten den Bauherren unterzujubeln.

FAZIT: Lesen Sie Ihren Bauvertrag genau

Eigentlich schul­det der Bauunternehmer Ihnen die Errichtung des Hauses und dazu gehört natür­lich auch der Strom und das Wasser, das der Unternehmer benö­tigt, um das Haus zu errich­ten. Das bedeu­tet, Bauwasser und Baustrom sowie das Bereithalten, sind urei­gene Unternehmeraufgaben, die nicht auf Sie als Bauherr:in abge­wälzt werden dürfen.

Damit Sie Ihr Bauvorhaben gelas­sen starten kön­nen, benötigen Sie einen voll­stän­di­gen, ver­brau­cher­freund­li­chen, aus­ge­wo­ge­nen und fai­ren Bauvertrag.

Durch die Prüfung Ihres Bauvertrages las­sen sich neben den ver­steck­ten “Bauseits-Fallen” wei­tere andere Klauseln auf­de­cken, die recht­lich unzu­läs­sig sind und den­noch häu­fig in Bauverträgen vor­kom­men. Verbraucherfeindlich sind bei­spiels­weise auch Klauseln, die Gewährleistungsfristen ein­kür­zen, Sicherheitsleistungen ein­schrän­ken oder Zahlungspläne vor­schrei­ben, die unaus­ge­wo­gen zu Ihrem Nachteil aus­ge­legt werden können.

»> Hier erfah­ren Sie mehr Informationen über die Prüfung Ihres Bauvertrages durch meine Kanzlei.

Mein Versprechen: Wir fin­den alle ver­brau­cher­feind­li­chen Klauseln und las­sen diese in Ihrem Vertrag anpassen.

Übrigens: Schauen Sie bei Ihrem Fertighausvertrag besonders genau hin:

Die aller­meis­ten Fertighaushersteller bie­ten ihre Häuser ohne Bodenplatte oder Keller an. Davon ist nicht nur abzu­ra­ten, weil es hier in den Schnittstellen zwi­schen der Bodenplatte durch einen Drittunternehmer und dem Fertighaus des Herstellers in der Regel zu Problemen kommt- eine Abweichung von nur 2 cm kann schon dazu füh­ren, dass Ihr Haus nicht gestellt werden kann!

Es gibt hier auch fol­gen­des Problem:

Wenn im Vertrag steht- und das kommt tat­säch­lich vor- , dass die Keller- und Bodenplattendämmung „bau­seits“ zu erbrin­gen ist, so müs­sen Sie wissen:

Ohne Dämmung funk­tio­niert der Hausbau nicht. Sie ist wich­ti­ger Bestandteil der Energieberechnung des Hauses und tech­nisch sehr anspruchs­voll. Bei Fertighäusern werden Keller/ Bodenplatten nicht mit ange­bo­ten und dann der Keller/Bodenplatte von klei­ne­ren und uner­fah­re­nen Firmen her­ge­stellt, die ein güns­ti­ges Angebot für die Betonarbeiten vor­ge­legt haben.

Diese Unternehmer sehen immer nur ihr eige­nes Gewerk und nicht das Haus als Ganzes: Unterschreiben Sie als uner­fah­re­ner Bauherr:In ein sol­ches (unvoll­stän­di­ges) Angebot und stel­len dann ‑zu spät- fest, dass die Dämmung fehlt, müs­sen Sie einen sehr teu­ren Nachtrag bezahlt.

Auf diese Risiken wei­sen die Fertighaushersteller lei­der nicht hin. Oft lässt man den Kunden ins „offene Messer lau­fen“ und reibt sich schon vor Beginn des Bauvorhabens in die Hände, da man sich schon auf das „gesal­zene“ Nachtragsangebot freut.

Das ist keine Erfindung, für die­sen Blogbeitrag von mir, son­dern bit­tere Wahrheit.

Mein Tipp:

Wenn Sie Ihren Bauvertrag vom Unternehmer erhal­ten, unter­schrei­ben Sie kei­nes­falls direkt, son­dern neh­men Sie ihn mit nach Hause, lesen Sie ihn auf­merk­sam durch und unter­strei­chen Sie mit einem Stift das Wort „bau­seits“. Hand aufs Herz: Wie oft kommt der Begriff in Ihrem Bauvertrag vor?

Meine Erfahrung zeigt:

Verträge, die das Wort „bau­seits“ mehr als 3x enthalten und die Zusatzkosten darin nicht schrift­lich auf­ge­führt sind, ber­gen ein gro­ßes Risiko, in die “Bauseits-Falle” zu tappen.

Wenn Sie von mir vor Vertragsunterzeichnung bera­ten werden, weise ich immer wie­der dar­auf hin, dass die Baufirmen ihre Angebote „vom Schreibtisch aus“ machen. Meist wurde das Grundstück nicht in Augenschein genom­men oder die Anfahrt oder der Kranplatz geprüft.

Baureife des Grundstückes = bauseits zu erbringen:

Da Sie für die Baureife des Grundstückes “bau­seits” zu sor­gen haben, kommt es auch hier immer wie­der zur Problemen:

Mit die­sen Klauseln wälzt der Hersteller bewusst und in Kenntnis die Kosten Freimachung als auch das Risiko, auf Sie als Bauherrn ab. Es ist fast immer so, dass die Arbeiten auf einem vor­mals bebau­ten Grundstück deut­lich umfang­rei­cher aus­fal­len kön­nen als ver­spro­chen. Alles, was dann nicht genau im Bauvertrag gere­gelt ist, muss als Nachtrag geson­dert ver­gü­tet werden. Auch hier kommt es wie­der mal nur „bau­seits“ zu erheb­li­chen Mehrkosten.

Auch fol­gen­des Beispiel ist typisch:

Steht in der Leistungsbeschreibung oder im Vertrag, dass „bau­seits“ die Beheizung des Objektes bis zur Übergabe erfol­gen muss, wird Ihnen hier­durch die Beheizung bis zur Übergabe übergestülpt.

Das birgt eine große Gefahr für Schimmel und im Notfall muss eine Strombeheizung bezahlt werden. Besonders in den Wintermonaten wird das sehr teuer. Hier machen es sich die Firmen oft­mals leicht und über­tra­gen das Risiko durch eine undurch­sich­tige Vertragsgestaltung auf Sie, die pri­va­ten Bauherr:innen. Lassen Sie das nicht zu!

Ich könnte diese Beispiele sei­ten­weise fortsetzen…..Gleichzeitig möchte ich hier an Ihre Aufmerksamkeit und Wachsamkeit appellieren.

Lesen, ver­ste­hen, umset­zen und schluss­fol­gern, das ist das, was Sie als Bauherren leis­ten kön­nen soll­ten und zwar genau in die­ser Reihenfolge. Ohne Expertenrat und eige­nes Wissen ist das mei­ner Meinung nach nicht möglich.

Sie möch­ten bald mit ihrem Traumausprojekt starten? Dann ver­rate ich Ihnen mei­nen Königsweg, zu dem wir gerne bei­tra­gen möch­ten. Mit die­ser Erfolgs-Strategie kom­men Sie sicher zu Ihrem Bauglück:

  1. Starten Sie mit der Teilnahme an einem unse­rer Gratis-Webinare » Unten kos­ten­los anmelden. 

  2. Nehmen Sie an mei­nem Online-Kurs Bauherrenführerschein teil und werden Mitglied einer groß­ar­ti­gen Community » Weitere Informationen zum Kurs 

  3. Lassen Sie Ihren Bauvertrag vor Ihrer Unterzeichnung prüfen » Zur Vertragsprüfung
  4. Ziehen Sie einen unab­hän­gi­gen Sachverständigen zu Rate. » Als Teilnehmer:in des Bauherrenführerscheines emp­fehle ich Ihnen einen Sachverständigen in Ihrer Nähe!

Ortstermin auf der Baustelle: Aus dem Leben der Baurechtsexpertin Manuela Reibold-Rolinger

Ortstermin auf der Baustelle: Aus dem Leben der Baurechtsexpertin Manuela Reibold-Rolinger

Letzte Woche hatte ich einen Ortstermin auf einer Baustelle.
Ein vom Gericht 
bestellter Sachverständiger lud zum Ortstermin ein.

Manuela Reibold-Rolinger hat schon Vieles auf Baustellen erlebt. Heute berich­tet sie von einem beson­de­ren Schauspiel:

 

Die Darsteller:

  • Mandanten der Baurechtsexpertin Manuela Reibold-Rolinger

  • Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht Manuela Reibold-Rolinger

  • Mandaten der Gegenseite

  • Anwalt der Gegenseite

  • Sachverständiger

” Meine Mandanten müssen diesen Prozess führen, weil der Unternehmer Mängel nicht beseitigen will.”

Die Parteien waren alle anwe­send. Auch der Anwalt der Gegenseite. 

Wir stan­den zusam­men und dann begann das Schauspiel auf der Baustelle: 

Der Kollege unter­brach den Sachverständigen bei sei­nen Ausführungen. Der Anwalt der Gegenseite wurde laut und unsach­lich und unter­stellte dem Sachverständigen Befangenheit, da er mich per­sön­lich ken­nen würde. Er fuch­telte rum, wollte die Erhebung von Beweisen ver­ei­teln und ver­wei­gerte die Vorlage wich­ti­ger Dokumente. 

Warum er das machte ist klar:

Er hat eine schlechte Rechtsposition und will davon ablen­ken. Sicher weiß das der Kollege, hat sei­nem Mandanten ggf. zu viel Hoffnung gemacht und will nun sein „Gesicht“ wahren. 

Mit allen Tricks lenkt er von der Sache ab und will den Gutachter verunsichern.

Zum Glück: Es ist ihm nicht gelungen 🙂 

Auch, weil sich meine Mandanten sehr sou­ve­rän ver­hal­ten haben. 

Schade, dass viele mei­ner Kollegen die anwalt­li­che Pflicht zur Vermeidung von Konflikten nicht ernst neh­men, obwohl das so in unse­rer Berufsordnung steht.….

Diesen Prozess werden meine Mandanten gewin­nen, da sie nach mei­ner Beratung einen guten Vertrag mit kla­ren Vertragspflichten unter­schrie­ben haben. 

Man kann nicht jeden Rechtsstreit verhindern. Aber:

Man kann sich jedoch durch einenaus­ge­wo­ge­nen Bauvertrag in einem Prozess eine sou­ve­rä­ner Position verschaffen.”

 

 

ONLINE-KURS

In diesem Online-Kurs lernen Sie:

  • die Tricks der Baufirmen zu entlarven,
  • das Know How, wie man mit einem Unternehmer auf Augenhöhe verhandelt,
  • die Regelungen ken­nen, die man für einen frist­ge­mä­ßen Einzug benötigt
  • Alles, was man als Bauherr/Bauherrin wis­sen muss, egal ob man einen Neubau errich­tet, eine Eigentumswohnung kauft oder im Bestand saniert

Jeder Bauherr spart dadurch Zeit und Geld, denn wir haben im Bauherrenführerschein alles struk­tu­riert und zusam­men­ge­fasst, was man als Bauherr wis­sen muss.

Wichtige Checklisten zei­gen auf, an was man alles den­ken muss und als BONUS für jeden, der den BAUHERRENFÜRHERSCHEIN absol­viert hat, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

Somit kann man mit dem Bauherrenführerschein nur gewinnen.

rocket icon Hier geht es zum Online-Kurs

Bauabnahme: Von privaten Bauherren unterschätzt!

Bauabnahme: Von privaten Bauherren unterschätzt!

Bauabnahme — von privaten Bauherren immer unterschätzt

Unterschätzen Sie die Bauabnahme nicht — das emp­fehle ich Ihnen, weil ich in mei­ner Kanzlei für Bau-und Architektenrecht täg­lich pri­vate Bauherren vor mir habe, die genau das getan haben und sie die Bedeutung der Abnahme ein­fach nicht ken­nen. Auch ist Ihnen die Wirkung oft­mals nicht klar. Oft ist auch das Gegenteil der Fall, sie haben sogar Angst davor, weil sie ihre Rechtsposition nicht ken­nen. Bitte neh­men Sie sich mei­nen Tipp zu Herzen und berei­ten Sie sich auf die Bauabnahme gut vor. Manuela Reibold-Rolinger, Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht.

Die Bauabnahme hat eine große Wirkung im Bauprozess.

Beispielsweise ist die Baubabnahme Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung genau der Zeitpunkt, von dem sich das soge­nannte Erfüllungsstadium in ein Abrechnungsstadium wandelt.

Das klingt kompliziert?

Das ist nicht der Fall, wenn Sie sich gut auf die Abnahme vor­be­rei­ten. Generell emp­feh­len wir pri­va­ten Bauherren dringend, sich auf ihr gesam­tes Projekt, gleich ob Hausbau, Wohnungskauf oder eine umfang­rei­che Sanierung eines Hauses wirk­lich gut vorzubereiten.

Manuela Reibold-Rolinger hat dazu den Online-Kurs BAUHERRENFÜHRERSCHEIN entwickelt.

Darin zeigt Sie Ihnen von A‑Z im Details, Ihnen im Detail, was die essen­ti­el­len Punkte sind, die sie in Ihrem Projekt beachten müs­sen, um gra­vie­rende Fehler zu vermeiden. So kön­nen Sie ohne Stress und Baukrisen mit Freude ihr Projekt erle­ben und hal­ten oben­drein ihr Budget ein. Sie ler­nen auch, was Sie beachten müs­sen, um Ihre Bauabnahme erfolg­reich zu absol­vie­ren. Versprochen!
Wozu Sie die­sen Kurs benötigen und was er beinhal­tet, erfah­ren Sie hier.

Werden Sie bauglücklich!

Traumgrundstück gefunden? Warum Sie dennoch nicht übereilt handeln sollten:

Traumgrundstück gefunden? Warum Sie dennoch nicht übereilt handeln sollten:

In der aktuellen Zeit ist es sehr schwer ein passendes Baugrundstück zu finden. Sind Sie auf der Suche endlich fündig geworden, sollten Sie dennoch nicht übereilt handeln, ohne unsere Tipps beherzigt zu haben:

Jeder, der vor allem in Ballungsgebieten aktu­ell auf der Suche nach bebau­ba­rem Grund ist, weiß, wovon wir sprechen.

Dennoch empfehlen wir Ihnen: Handeln Sie nicht übereilt, wenn Sie endlich das Traumgrundstück gefunden haben. 

Wir geben Ihnen hier die essen­ti­el­len Tipps an die Hand, die Sie ken­nen soll­ten, bevor Sie als pri­va­ter Bauherr bzw. Grundstückskäufer auf das Grundstücksangebot eingehen:

Sehen Sie genau hin — ohne Bebauungsplan geht bei der endgültigen Auswahl Ihres Baugrundstückes gar nichts.

Kaufen Sie das Grundstück nicht (über­eilt), ohne den Bebauungsplan gese­hen zu haben.
TIPP In vie­len Baugebieten gibt es noch freie Lückengrundstücke. Genau hin­schauen lohnt sich daher.

Der Grundstückkauf muss wohl über­legt sein und wird im idea­len Falle von einem Fachanwalt vor Unterzeichnung geprüft.

So ist der Vertrag unwirksam:

Ein Grundstückskauf muss IMMER bei einem Notar beur­kun­det werden, wenn ihnen jemand ein Grundstück ohne Notarvertrag anbie­tet, führt dies zur Unwirksamkeit des Vertrages.

Nutzen Sie als Käufer die 14 Tage Frist zur Prüfung des Grundstückkaufvertrages:

Der Notar ist ihnen gegen­über ver­pflich­tet für die Prüfung des Vertrages min­des­tens 14 Tage ein­zu­räu­men und auf Ihre Nachfrage hin seine Urkunde zu erläu­tern. Nutzen Sie diese Möglichkeit. Ein Notar ist zur Objektivität und Information ver­pflich­tet. Sollten Sie Zweifel an der Unabhängigkeit des Notars haben, zögern Sie nicht, einen eige­nen Notar vor­zu­schla­gen, schließ­lich bezahlt in der Regel der den Notar, der das Grundstück erwirbt.

Informieren Sie sich über die Bauvorschriften und Bebauungspläne:

Sie soll­ten im Zusammenhang mit dem Notarvertrag das Grundstück zuvor gese­hen haben und wis­sen, wie die ört­li­chen Bauvorschriften und Bebauungspläne sind. Nichts ist trau­ri­ger als die ( zu ) späte Gewissheit, dass man auf dem Grundstück nicht so bauen kann, wie man sich das vor­ge­stellt hat.

Achtung bei zusätzlichen Vereinbarungen:

Im Vertrag muss auf jeden Fall gere­gelt werden, dass das Grundstück bebau­bar ist. Falls das Grundstück noch bebaut ist und abge­ris­sen werden muss oder Bäume gefällt werden müs­sen, muss auch dies im Vertrag gere­gelt werden.

Kaufen Sie nicht die Katze im Sack!

Idealerweise erhält man vor dem Kauf vom Käufer die Erlaubnis ein Bodengutachten zum Baugrund ein­zu­ho­len. So kauft man nicht die Katze im Sack!

Der Grundbuchauszug ist der Ausweis des Grundstückes:

Wichtig, wie die Klarheit über den Baugrund ist auch die Klarheit über den Inhalt des Grundbuches. ( Das ist quasi der Ausweis des Grundstücks ) Dort ist immer ver­merkt, inwie­fern das Grundstück genutzt werden kann, ob es durch Grundschulden belas­tet oder durch ein Wege oder Fahrrecht eines Nachbarn in der Bebaubarkeit beein­träch­tigt ist.

Der Notar sieht das Grundbuch ein. Sie soll­ten dies aber grund­sätz­lich auch selbst tun. Eine Vorsprache beim Grundbuchamt kos­tet nur wenige Minuten und 20 Euro für den aktu­el­len Auszug aus dem Grundbuchblatt. Erst dann haben Sie Gewissheit, dass das Grundstück frei von Lasten Dritter ist und beschränkt ist oder wer tat­säch­lich ein­ge­tra­ge­ner Eigentümer des Grundstückes ist.

Kaufpreis — Übergabe und Haftung: Auch das sollte geklärt werden:

Mit dem Käufer sollte man sich dann auch über die Kaufpreiszahlung und die Übergabe des Grundstücks eini­gen und seine Haftung klä­ren, falls es zu einer Verschlechterung des Grundstücks kommt. Hierzu kann man sich auf die Formulierungsvorschläge des Notars ver­las­sen. Aber auch beim Grundstückskauf gilt:  Augen auf und einen Berater hin­zu­zie­hen, damit es nicht zu Überraschungen kommt. Nur wer weiß, wor­auf man ach­ten muss, kann wis­sen, wie man sich schützt.

Diese Blogbeiträge könnten Sie auch interessieren: 

Bebauungsplan — Das darf gebaut werden

Bauvertrag ohne Grundstück — Bitte unterschreiben Sie das nicht!

 

 

 

ONLINE-KURS

In diesem Online-Kurs lernen Sie:

  • die Tricks der Baufirmen zu entlarven,
  • das Know How, wie man mit einem Unternehmer auf Augenhöhe verhandelt,
  • die Regelungen ken­nen, die man für einen frist­ge­mä­ßen Einzug benötigt
  • Alles, was man als Bauherr/Bauherrin wis­sen muss, egal ob man einen Neubau errich­tet, eine Eigentumswohnung kauft oder im Bestand saniert

Jeder Bauherr spart dadurch Zeit und Geld, denn wir haben im Bauherrenführerschein alles struk­tu­riert und zusam­men­ge­fasst, was man als Bauherr wis­sen muss.

Wichtige Checklisten zei­gen auf, an was man alles den­ken muss und als BONUS für jeden, der den BAUHERRENFÜRHERSCHEIN absol­viert hat, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

Somit kann man mit dem Bauherrenführerschein nur gewinnen.

rocket icon Hier geht es zum Online-Kurs

Die Deutschen brauchen Nachhilfe in Streitkultur: Rechtsanwältin und Schlichterin Manuela Reibold-Rolinger im Podcast

Die Deutschen brauchen Nachhilfe in Streitkultur: Rechtsanwältin und Schlichterin Manuela Reibold-Rolinger im Podcast

Nachhilfe in Streitkultur

In einem Interview mit Deutschlands Experten-Podcast “FRAGEN WIR DOCH!” für RTL Radio Deutschland und 105’5 Spreeradio sagt Manuela Reibold-Rolinger: “Die Deutschen und die SPD brau­chen Nachhilfe in Streitkultur!” 

Im Gespräch mit “FRAGEN WIR DOCH!” kri­ti­siert die Autorin des Buches “Kein Grund zur Klage! Wie Sie ohne Richter zu Ihrem Recht kom­men”: “Das Bashing gegen SPD-Parteichefin Andrea Nahles war unsäg­lich. Es wäre schön, wenn sich die Politik etwas von Mediation und Schlichtung abschauen würde.” Reibold-Rolinger arbei­tet seit mehr als zehn Jahren als Schlichterin und ist überzeugt, dass Nahles das Opfer von alten Rechnungen gewe­sen sei: “Eine Schlichtung könnte das Unausgesprochene an die Oberfläche brin­gen. Diese Chance hat die SPD lei­der verpasst.”

Das voll­stän­dige Gespräch mit Manuela Reibold-Rolinger in Deutschlands Experten-Podcast “FRAGEN WIR DOCH!” für RTL Radio Deutschland und 105’5 Spreeradio kön­nen Sie auf www.spreeradio.dewww.rtlradio.dewww.maasgenau.de sowie über Apple Podcasts, Spotify, SoundCloud und AUDIO NOW hören.

https://www.presseportal.de/pm/122267/4291263

 

ONLINE-KURS

In diesem Online-Kurs lernen Sie:

  • die Tricks der Baufirmen zu entlarven,
  • das Know How, wie man mit einem Unternehmer auf Augenhöhe verhandelt,
  • die Regelungen ken­nen, die man für einen frist­ge­mä­ßen Einzug benötigt
  • Alles, was man als Bauherr/Bauherrin wis­sen muss, egal ob man einen Neubau errich­tet, eine Eigentumswohnung kauft oder im Bestand saniert

Jeder Bauherr spart dadurch Zeit und Geld, denn wir haben im Bauherrenführerschein alles struk­tu­riert und zusam­men­ge­fasst, was man als Bauherr wis­sen muss.

Wichtige Checklisten zei­gen auf, an was man alles den­ken muss und als BONUS für jeden, der den BAUHERRENFÜRHERSCHEIN absol­viert hat, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

Somit kann man mit dem Bauherrenführerschein nur gewinnen.

rocket icon Hier geht es zum Online-Kurs

Villa oder Tiny Home — wie groß muss Ihr Haus sein?

Villa oder Tiny Home — wie groß muss Ihr Haus sein?

Wie groß muss mein Haus tatsächlich sein?

Große Villa oder Tiny Home? Eine der Fragen, die sich Bauherren ganz zu Beginn stellen sollten.

Wie groß Ihr Haus sein muss, ist eine Frage, mit der Sie sich aus ver­schie­de­nen Gründen rea­lis­tisch aus­ein­an­der­set­zen sollten.
Seien Sie sich von Anfang an im Klaren sein, dass jeder Quadratmeter mehr Wohnfläche mit höhe­ren Bau- sowie Nebenkosten ver­bun­den ist! Beispielsweise spielt die Familienplanung eine Rolle: Sind wir nur zu zweit? Kommt in nähe­rer Zukunft Familienzuwachs ins Haus oder zie­hen die eige­nen Kinder mög­li­cher­weise bald schon aus?

Der Bebauungsplan muss unbedingt beachtet werden!

Neben den eige­nen, per­sön­li­chen Vorstellungen, Wünschen und Möglichkeiten setzt aber auch der Bebauungsplan einen Rahmen für die Größe des Eigenheims. Zum Thema Bebauungsplan gibt es einen wei­te­ren Blogbeitrag Hier geht es zum Blogbeitrag, der sich mit dem Bebauungsplan beschäftigt. 

Mit diesen Fragen, müssen Sie sich bereits in der Planung auseinander setzen, damit Sie sich entscheiden können, wie groß ihr Haus wirklich sein muss.

  • Benötige ich einen Ankleideraum?
  • Wohin mit mei­ner Haustechnik?
  • Möchte ich einen Keller?
  • Wo gibt es Abstriche und was ist “nice to have”?
  • Was sagt der Bebauungsplan?

In unse­rem Online-Kurs BAUHERRENFÜHRERSCHEIN berei­ten wir Sie auf Ihr Eigenheimprojekt — gleich, ob Hausbau, Sanierung oder Wohnungskauf vor, damit Sie die Fehler vermeiden, die dazu füh­ren, dass Sie viel Geld und Nerven verlieren.

Der Online-Kurs wurde von Bauglück Gründerin Manuela Reibold-Rolinger, Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht und Verbraucherschützerin entwickelt.
Frau Reibold-Rolinger kennt sich aus auf den Baustellen und weiß genau, wel­che Fehler Bauherren immer und immer wie­der machen. Einer davon ist, sich nicht richtig auf sein gro­ßes Lebensprojekt Eigenheim vor­zu­be­rei­ten. In Ihrer Kanzlei berät die Expertin Verbraucherbaurecht täg­lich Menschen, die durch Fehler in teils exis­tenz­be­dro­hende Krisen gera­ten sind. Ihre Mission ist, pri­vate Bauherren prä­ven­tiv zu beglei­ten, Weitere Infos zum BAUHERRENFÜHRERSCHEIN.

Viel Erfolg beim bau­glück­lich werden!

Was Sie zum Bauen mit dem Architekten wissen müssen

Was Sie zum Bauen mit dem Architekten wissen müssen

Bauen mit dem Architekten — die Königsdisziplin

Beim Bauen mit dem Architekten han­delt es sich, seien wir ehr­lich, um die Königsdisziplin pri­va­ter Bauprojekte. 

Fertighaushersteller, Bauträger und Generalunternehmer gewin­nen bei der Errichtung pri­va­ter Eigenheime immer mehr an Bedeutung, des­halb ist die Umsetzung pri­va­ter Bauprojekte mit einem Architekten eher die Ausnahme unter allen umge­setz­ten Bauvorhaben.

Mit wel­chen Fragestellungen Sie sich beim Bauen mit dem Architekten unbe­dingt beschäf­ti­gen soll­ten, beant­wor­tet Ihnen die­ser Blogbeitrag:

  • Deckt ein Architekt alle Themen von der Planung, über die Baubetreuung und Kostensteuerung ab?
  • Benötigen Sie einen Vertrag und was muss die­ser beinhalten?
  • Wer hat die Kosten im Griff?
  • Was hat es mit den Leistungsphasen und der HOAI auf sich?

Die Umsetzung eines Bauvorhabens mit einem Architekten ent­spricht lei­der nicht immer dem, was sich viele Bauherr:innen vor­stel­len oder erträu­men, denn: Die „Eierlegendewollmilchsau“ unter den Architekten gibt es nicht oder fast nicht.

Die Erwartungshaltung der Bauherr:innen ist oft­mals groß: Der/Die Architekten:in sollte dem­nach sowohl aus­ge­zeich­net pla­nen, als auch eine ein­wand­freie und feh­ler­freie Bauüberwachung gewähr­leis­ten. Genau das ist mir in mei­nen 25 Berufsjahren als Fachanwältin aller­dings nicht begeg­net. Aber:

Es gibt groß­ar­tige Planer und auch patente und sehr kom­pe­tente Architekten, die die Bauüberwachung feh­ler­frei absol­vie­ren. Beides gleich­zei­tig kön­nen nur sehr sehr wenige.

Ohne Architektenvertrag geht es nicht

Wichtig ist, vor allen Dingen bei Verbrauchern, wie Sie es sind, dass Sie mit dem Architekten einen schrift­li­chen Vertrag abschlie­ßen, der kon­kret, detail­liert und voll­stän­dig ist.

Idealerweise ent­wi­ckeln der Architekt und Bauherr gemein­sam eine Planung, zuvor müs­sen klare Zielvorgaben fest­ge­schrie­ben werden.

Planungs-und Überwachungsziele definieren

Das ergibt sich aus dem, seit dem 1.1.2018 gel­ten­den Bauvertragsrecht zu Architekten- und Ingenieurverträgen und den §§ 650 p fort­fol­gende BGB.

Hierbei legen die pri­va­ten Bauherr:innen und Architekt:innen gemein­sam schrift­lich fest, wel­che Planungs und Überwachungsziele erreicht werden sol­len. Zur Planungsgrundlage muss dann von den Architekt:innen eine ver­bind­li­che Kostenschätzung vor­ge­legt werden, § 650 p Absatz II BGB.

Die Planungsziele sind ein wich­ti­ger Meilenstein Ihrer gemein­sa­men Zusammenarbeit und nun auch gesetz­lich nie­der­ge­schrie­ben. Als Verbraucher:in soll­ten Sie wis­sen, dass Sie ein Sonderkündigungsrecht haben ( § 650 r BGB), das  jedoch nach 2 Wochen erlischt. Dies muss zuvor aller­dings schrift­lich ange­zeigt wor­den sein (§ 650 r Absatz 1 BGB).

 

Optimierung nach technischen, rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten

Die fest­zu­le­gen­den Planungs- und Überwachungsziele müs­sen nach den tech­ni­schen, recht­li­chen und finan­zi­el­len Möglichkeiten opti­miert werden.

Leider schei­tert diese gemein­same Planung dann bereits in vie­len Fällen:

Vor allen Dingen an den finan­zi­el­len Möglichkeiten der Bauherr:innen , denn das, was in der frü­hen Phase geplant wird, ist häu­fig schwer bezahl­bar. Daher rate ich Ihnen dringend, im Vertrag eine Bausummenobergrenze zu fixie­ren, die auch das Architektenhonorar und alle Nebenkosten beinhal­tet.

Die häu­figs­ten Streitigkeiten beim Bauen mit dem Architekten ent­ste­hen lei­der, weil die Bausummen über­schrit­ten werden.

Von einem Bau mit einem Architekten, der nicht schrift­lich fixiert ist, rate ich Ihnen sogar dringend ab.

Folgende Punkte sollten Sie unbedingt regeln, bevor es mit der Planung los geht:

  • Vertragsgrundlage und Planungsziele : Zielvorstellungen im Hinblick auf die vor­ge­se­hene Nutzung; Zielvorstellungen im Hinblick auf die Ausnutzung des Baugrundstücks ; Gestaltung und Qualitäts- und Ausbaustandards; Zielvorstellungen im Hinblick auf die ; Zielvorstellungen im Hinblick auf Standards betref­fend Energieeffizienz, Schallschutz etc.; Zielvorstellungen in wirt­schaft­li­cher Hinsicht (Bausumme und Beweirtschaftungskosten) Zielvorstellungen in zeit­li­cher Hinsicht (Bauablauf, Bezugsfertigkeit, Gesamtfertigstellungstermin)  jedes die­ser Ziele ist wich­tig und muss ver­schrift­licht werden!
  • Vertragsgrundlage
  • Leistungspflichten des Architekten
  • Regelungen zu Änderungswünschen wäh­rend der Bauphase
  • Regelung der BBQ
  • Kooperationspflicht
  • Baukosten
  • Fristen
  • Abnahme
  • Dokumentationspflicht
  • Architektenhonorar und vie­les mehr

Bestehen Sie auf einen Architektenvertrag

Sie sehen, es muss eini­ges gere­gelt werden, bevor es los gehen kann. Am bes­ten las­sen Sie grun­dätz­lich den Ihnen vor­lie­gen­den Architektenvertrag von einem Fachanwalt/einer Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht auf Vollständigkeit prüfen.

Klarheit schafft Wahrheit und Verträge sind zum ver­tra­gen da 🙂

Gerade beim Architektenvertrag- der Königsdisziplin unter den Bauverträgen- ist das enorm wichtig!

Die HOAI – kein Buch mit 7 Siegeln.

Folgendes soll­ten Sie als Bauherr:in wis­sen, wenn Sie beab­sich­ti­gen, einen Vertrag mit einem/einer Architekt:in zu schließen:

Die Arbeit des Architekten unter­glie­dert sich in ins­ge­samt neun ver­schie­dene Leistungsphasen, die die HOAI, die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure regelt.

Das Honorar ori­en­tiert sich an der Bausumme. Auch das erfor­dert bei der Vertragsgestaltung Ihr beson­de­res Augenmerk.

Schrecken Sie nicht vor den Kosten für die juris­ti­sche Prüfung Ihres Architektenvertrages zurück und zie­hen Sie bitte vor der Unterzeichnung Ihres Architektenvertrages eine/n juris­ti­schen Berater:in zu Rate. Dieser sollte sich im Verbraucherbaurecht gut aus­ken­nen und Fachanwalt/Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht sein.

Wenn es um das Honorar des Architekten geht, gilt folgendes:

Mit dem Architekten zu bauen ist die Königsdisziplin für den Bauherren, denn es ist kei­nes­falls so, dass Sie sich in die­sem Fall ent­spannt nach hin­ten legen kön­nen, son­dern gerade hier soll­ten Sie genaue ver­trag­li­che Grundlagen schaf­fen, denn: Wenn es Streit gibt mit dem Architekten, dann meist um sein Honorar.

Grundsätzliches zur HOAI, der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure

Grundlage der Honorarforderung des Architekten ist die Honorarordnung für Architekten, die HOAI. Sie legt fest, was an den Architekten ab wann und für wel­che Leistung gezahlt werden muss.

Die aktu­ell gül­tige HOAI ist aus dem Jahr 2021. Sie gilt für alle Verträge, die ab dem 1.1.2021 abge­schlos­sen wur­den. Die voll­stän­dige, aktu­elle HOAI fin­den Sie unter https://hoai.de/

Es gibt keine Mindest- und Höchstsätze mehr, son­dern Basishonorare.

Die Honorartafeln, also die Höhe des Honorars, ori­en­tiert an der Bausumme, sind, im Vergleich zur HOAI 2013, gleich geblie­ben, stel­len nun jedoch nur noch Orientierungswerte und keine Grenzen mehr dar.

Die Honorarhöhe kann nach Art und Umfang der Aufgabe frei kal­ku­liert und leis­tungs­ge­recht ver­ein­bart werden.

Hier benötigen Sie als Laie auf jeden Fall eine Beratung durch einen baubegleitenden Qualitätskontrolleur, denn die Frage, was leis­tungs­ge­recht ist und was nicht, kann nur ein Experte beantworten.

Im Rahmen Ihrer Teilnahme am Bauherrenführerschein ver­mit­teln wir übri­gens eine:n baubegleitende:n Qualitätskontrolleur:in im Postleitzahlengebiet Ihres Bauprojektes.

Nach HOAI sind die Phasen an einem Bauprojekt in neun Leistungsphasen eingeteilt:

Die Leistungsbilder glie­dern sich in Leistungsphasen nach den Regelungen in den Teilen 2 bis 4 und der Anlage 1 zu HOAI 2021.

LP1 Grundlagenermittlung

LP2 Vorplanung

LP3 Entwurfsplanung

LP4 Genehmigungsplanung

LP5 Ausführungsplanung

LP6 Vorbereitung der Vergabe

LP7 Mitwirkung bei der Vergabe

LP8 Objektüberwachung

LP9 Objektbetreuung sowie Dokumentation

 

Je mehr Leistungsphasen ein Architekt für Sie aus­führt umso höher ist sein Honorar, klar, oder?

ACHTUNG ⚠: Am 4.Juli 2019 hat der Europäische Gerichtshof ent­schie­den, dass die Mindest-und Höchstsatzregelung der alten HOAI gegen euro­päi­sches Recht ver­stößt. Also ist es um so wich­ti­ger einen aus­ge­wo­ge­nen Vertrag mit dem Architekt / der Architektin zu ver­ein­ba­ren. Die HOAI als Orientierung für die Zusammenarbeit bleibt jedoch bestehen.

Natürlich ist es klar, dass der Architekt für seine Leistung bezahlt werden muss, jedoch stellt sich gerade zu Beginn der Zusammenarbeit mit dem Architekten die Frage: Ab wann?

Vom unver­bind­li­chen Vorgespräch zum Vertrag:

Ab welchem Zeitpunkt wird die Akquise zum Vertrag, das unverbindliche Vorgespräch zum Auftrag?

Diese Fragen ste­hen immer wie­der im Raum, wenn sich Planer und Bauherr:in die ers­ten Male tref­fen. Bedauerlicherweise wird das Problem sel­ten angesprochen.

Das ist ein schwe­rer Fehler, denn häu­fig ent­ste­hen so Missverständnisse und schließ­lich Ärger ums Geld. Das beginnt damit, dass die soge­nannte Bausummenobergrenze nicht fest­ge­legt wird und der Architekt zwar von sei­nem Honorar spricht, es jedoch nicht beziffert.

Es ist ein Fehler, wenn von kei­ner Seite klar kom­mu­ni­ziert wird, ab wann die Leistung des Architekten bezahlt werden muss und vor allen Dingen in wel­cher Höhe. Deshalb rate ich Ihnen zur offe­nen Kommunikation mit Ihrem Architekten.

Die Akquise-Phase des Architekten:

Fragen und Ärger um das Architektenhonorar vermeiden Sie, wenn Sie die Honorarfrage im Vorfeld klä­ren. Diese ers­ten Treffen zwi­schen Ihnen als Bauherr:in und dem Architekten nennt man Akquise-Phase.

Hier ste­cken die Parteien ab, ob der Planer die Vorstellungen der Bauherren umset­zen kann. Diese Treffen sind in der Regel kos­ten­frei. Auch wei­tere Treffen und erste Pläne für das Bauvorhaben sehen viele Architekten noch als Bewerbungsphase.

Fließende Grenzen

Hierbei müs­sen Sie als Bauherr:in wis­sen: die Grenze zwi­schen kos­ten­freier Akquise und hono­rar­pflich­ti­gem Planungsprozess ist flie­ßend und sollte von bei­den Parteien von Anfang an klar kom­mu­ni­ziert werden.

Bestehen Sie des­halb als Bauherr:in auf einen schrift­li­chen Vertrag. Der Architekt muss klar sagen, ab wann seine Arbeit etwas kos­tet.  Aber auch Sie als Bauherr:in müs­sen klar kom­mu­ni­zie­ren, dass Sie davon aus­ge­hen, dass die Beratung in der Startphase kos­ten­frei ist.

Wann ist das Architektennonorar fällig?

Das Honorar wird fäl­lig, wenn die Leistung des Architekten abge­nom­men ist und der Architekt prüf­fä­hig abge­rech­net hat, § 15 HOAI iV. § 650 g BGB.

Gerade beim Bauen mit dem Architekten ist es wich­tig, die Eckpfeiler der Zusammenarbeit in einem Vertrag fest­zu­le­gen. Unter ande­rem muss schrift­lich fixiert werden, wie hoch die von Ihnen (Bauherr:in) fixierte Bausumme ist.

Sie pla­nen für Ihr Bauprojekt einen Architekten zu beauf­tra­gen? Dann sind Sie in einem unse­rer Gratis-Webinare genau richtig. Melden Sie sich am bes­ten direkt hier an:

 

 

Sie ste­hen noch am Anfang Ihres Projektes? Dann starten Sie am bes­ten hiermit:

Pfeil zum Bauherrenführerschein

Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

Checkliste: Hausangebote ver­gleich­bar machen:

Private Bauherren 2019-Bautrends und ihre Folgen

Private Bauherren 2019-Bautrends und ihre Folgen

Die Bautrends 2019 und ihre Folgen für pri­vate Bauherren — das möch­ten wir Ihnen heute in unse­rem Artikel auf­zei­gen. Was einer­seits gut für die Wirtschaft ist, hat nega­tive Folgen für pri­vate Bauherren.

Aber von Anfang an:
Die gute Nachricht ist, dass pri­vate Bauherren mehr als 80 Milliarden Euro im Jahr für die Errichtung einer Wohnimmobilie aus­ge­ben.  Damit sind Sie, liebe pri­vate Bauherren nach wie vor einer der wich­tigs­ten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Aber wel­che Auswirkung hat das und wel­che nega­ti­ven Folgen resul­tie­ren daraus?

Zu den Zahlen: Diese sind laut des Statistischen Bundesamtes im Wohnungsbau rück­läu­fig bis sta­gnie­rend (-3,4% weni­ger Baugenehmigungen für Wohnungen als im Vorjahreszeitraum von Januar bis März), der Bau von Einfamilienhäusern ist jedoch unge­bro­chen wei­ter im Trend. Demnach wur­den 2,3 % mehr Einfamilienhäuser geneh­migt. Quelle: Statistisches Bundesamt

Welche Auswirkungen hat der Bauboom für private Bauherren?

Der Bauboom wirkt sich nicht nur posi­tiv aus, son­dern hat vor allem für pri­vate Bauherren auch nega­tive Auswirkungen auf ihr Eigenheimprojekt.:
Es wird teuer, bei gleich­blei­ben­der Qualität der Bauleistung. Das heißt, man bezahlt zwar mehr, bekommt aber keine höher­wer­tige Leistung vom Unternehmer. Deshalb ist es beson­ders für Sie als pri­vate Bauherren heut­zu­tage wich­tig, sehr genau zu wis­sen, was in Ihrem Bauvertrag steht und was vom Unternehmer geschul­det ist!

Trend: Tiny Home — grösser bauen ist nicht gleich besser:

Viele Bauherren haben noch nicht erkannt, dass grö­ßer zu bauen nicht auch bes­ser ist. Im Gegenteil, das ist nicht mehr zeit­ge­mäß. Auch die­ser Trend ist erkenn­bar: Es gibt eine hohe Nachfrage nach Tiny Houses und Fertighäusern in Komplettbauweise. Lesen Sie dazu auch unse­ren Blogbeitrag.

Trend: Nachhaltiges Bauen führt teils zu hohen Kostensteigerungen:

Nun, es muss schnell gehen, es muss kos­ten­güns­tig sein und den­noch nach­hal­tig. Dass es eine so hohe Nachfrage gibt, führt auto­ma­tisch zu einer erheb­li­chen Kostensteigerung.

Explodierende Grundstückspreise:

Explodierende Grundstückspreise und feh­lende Baugrundstücke sind vor allem in Ballungsgebieten keine Seltenheit. Hier ist ein wei­te­rer, nega­ti­ver Trend erkenn­bar: Immer häu­fi­ger wird der Verkauf eines Grundstücks an den Bauvertrag gekop­pelt. So bestim­men die Unternehmer die Marktpreise und setz­ten die Bauherren finan­zi­ell und fak­tisch unter Druck. Seien Sie des­halb vor­sich­tig, und infor­mie­ren sich genau über Ihren Bauvertrag. Womit wir beim nächs­ten Trend wären:

Trend: Fehler in Bauverträgen:

Mehr als 1 Jahr nach Inkrafttreten des neuen Bauvertragsrechts  wei­sen die Bauverträge nach wie vor große Fehler auf, die sich nach­tei­lig auf die Eigenheimprojekte aus­wir­ken — bis hin zu exis­ten­ti­el­len Krisen. Deshalb soll­ten Sie genau wis­sen, was in den Verträgen steht und das Kleingedruckte nicht nur lesen, son­dern auch ver­ste­hen können.

Aus den oben genannten Gründen hat Manuela Reibold-Rolinger, Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht mit BAUGLÜCK für Sie den Online-Kurs BAUHERRENFÜHRERSCHEIN entwickelt:

  • Der BAUHERRENFÜHRERSCHEIN berei­tet Sie gut auf Ihr Eigenheimprojekt vor,
  • zeigt auf, wie Sie sich vor Baukrisen schützen
  • ver­mit­telt, wie Sie kein unnö­ti­ges Geld aus dem Fenster werfen,
  • erklärt, was Sie tun müs­sen, um keine Angst vor Mängeln haben müssen
  • und nicht über­vor­teilt werden.

Der Bauherrenführerschein ist Ihr siche­rer Begleiter durch Ihr Bauprojekt.
Mit unse­rem 3 Säulen Erfolgsprogramm werden Sie zum per­fekt vor­be­rei­te­ten Bauherren — gleich, ob Sie ein Haus bauen, eine Immobilie sanieren oder eine Wohnung kaufen.

rocket icon Mehr Infos zu unserem Online-Kurs BAUHERRENFÜHRERSCHEIN

 

Eigenleistungen bei Ihrem Bauprojekt — Können Sie damit wirklich Geld sparen?

Eigenleistungen bei Ihrem Bauprojekt — Können Sie damit wirklich Geld sparen?

Eigenleistungen werden spätestens dann zum großen Thema, wenn es um die Frage der Baufinanzierung geht.

Aber kön­nen Sie damit wirk­lich Geld spa­ren? Welche Eigenleistungen kön­nen Sie selbst über­neh­men? Wir beleuch­ten ehr­lich, wor­auf Sie bei der Einplanung von Muskelhypotheken ach­ten müs­sen und was dabei die Vor-und Nachteile sind. Baufinanzierungsexperte Sven Hennemann von Baufi-Solution hat uns dazu ein Interview gegeben.

Die Definition von Eigenleistungen beim Hausbau ist:
Eigenleistungen, auch soge­nannte Muskelhypotheken, sind Arbeiten beim pri­va­ten Hausbau, die in Eigenleistung aus­ge­führt werden. Als Eigenleistung gel­ten dabei nicht nur Arbeiten, die Sie selbst aus­füh­ren, son­dern auch sol­che, die von Freunden oder Familienmitgliedern über­nom­men werden.

Gründe, weshalb manche privaten Bauherren auf Eigenleistungen setzen:

Es gibt in der Regel zwei Gründe, wes­halb Bauherren bestimmte Arbeiten in Eigenleistung aus­füh­ren möchten:

  1. Sie möch­ten durch Eigenleistungen in ihrem Finanzierungskonzept den Anteil des erfor­der­li­chen Eigenkapitals sen­ken. Ob und wie Sie dadurch einen güns­ti­ge­ren Sollzinssatz erhal­ten, soll­ten Sie indi­vi­du­ell mit Ihrem Finanzierungsberater bespre­chen. Diese Einbindung von Eigenleistungen in die Finanzierung bezeich­net man als Muskelhypothek.

  2. Sie wol­len Geld spa­ren: Als ver­sier­ter Handwerker oder durch Handwerker im Freundes- oder Bekanntenkreis werden Gewerke, die man sonst an fremde Handwerksfirmen ver­gibt, selbst aus­ge­führt. So ergibt sich ein hohes Einsparpotential.

Keine Frage – beide Gründe sind nachvollziehbar.

Welche Vor-und Nachteile Eigenleistungen beim Hausbau haben, wor­auf Sie ach­ten soll­ten und wes­halb Manuela Reibold-Rolinger dazu Klartext spricht, erfah­ren Sie hier:

Am Hausbau oder Umbau seine handwerklichen Fähigkeiten in Form von Eigenleistungen einzubringen, macht sich finanziell bemerkbar. Viele Banken rechnen die Muskelhypotheken zumindest teilweise als Eigenkapital an. Das senkt die Kosten für die Baufinanzierung sowie die Baukosten. Aber…

Sven Hennemann, unab­hän­gi­ger Experte für Baufinanzierungen, CEO und Founder von baufi-solution, erklärte uns im Gespräch dazu Folgendes:

Mir tut es in der Seele weh, wenn Eigenleistungen von man­chen Baufinanzierern pau­schal mit 10.000 Euro ange­setzt werden, obwohl ein höhe­res Einsparpotential vor­han­den ist und dann ein schlech­ter Beleihungsauslauf ange­setzt wird. Gerade beim Hausumbau sind hier gute Quoten zu erzie­len. Deshalb schauen wir bei unse­ren Kunden genau hin und bera­ten indi­vi­du­ell. Dabei beleuch­ten wir auch, wie rea­lis­tisch die Selbsteinschätzung der Bauherren ist, wel­che Eigenleistung erbracht werden soll und wer letzt­end­lich als Helfer zur Verfügung steht. Durch leich­tere Arbeiten wie bei­spiels­weise Trockenbauarbeiten oder Arbeiten an der Aussenanlage, Verlegen von Bodenbelägen oder Tapezierarbeiten sind 15.000 Euro Einsparpotential ohne Probleme machbar.“

Was ist der Beleihungsauslauf?

Unter Einbeziehung der Eigenleistung errech­net sich der soge­nannte Beleihungsauslauf.
Das ist ein Begriff dem Sie frü­her oder spä­ter im Rahmen Ihrer Baufinanzierung begeg­nen und zu dem es hier bald einen zusätz­li­chen Blogbeitrag mit Rechenbeispiel gibt. 
Sven Hennemann von Baufi-solution:
„Der Wert des Beleihungsauslaufs sinkt in Prozentschritten. Mit einer rea­lis­ti­schen Bewertung Ihrer Eigenleistung sinkt dadurch der Anteil der Beleihung Ihrer Immobilie, was wie­derum zu güns­ti­ge­ren Zinsen führt.“

Banken akzep­tie­ren in der Regel bis zu 15 Prozent der Darlehenssumme als Eigenleistung – meist aber nicht mehr als 30.000 Euro. Ab 20.000 Euro wird eine Bonitätsprüfung für soge­nannte “nach­zu­be­rech­nende Kosten” (z.B. durch Bauzeitverzögerung, Mängel,…) fällig.

Wir hal­ten also fest: Ja, es kann durch­aus sinn­voll sein, Eigenleistung in die Finanzierung ein­zu­kal­ku­lie­ren, wenn sie wirk­lich rea­lis­tisch berech­net werden. Dazu raten wir Ihnen, sich die Beratung von unab­hän­gi­gen Experten für Baufinanzierung einzuholen.

daumen runterHier weiß Sven Hennemann aus eige­ner Erfahrung zu berich­ten:
„Meist ist es doch so: Von 10 ange­kün­dig­ten Helfern sind nur drei richtig zuver­läs­sig. Wenn hinzu kommt, dass als Eigenleistung Arbeiten ein­kal­ku­liert sind, die schwere Mängel nach sich zie­hen kön­nen, wird es pro­ble­ma­tisch. Deshalb raten wir unse­ren Kunden dazu, tat­säch­lich nur selbst Hand an Gewerke zu legen, die leicht umsetz­bar sind.

Außendämmung, Elektrik- und Heizungsinstallationen oder gar die Gründung des Hauses (also die Bodenplatte) soll­ten des­halb kei­nes­falls in Eigenleistung erbracht werden. Damit ris­kiert man Schäden, die hohe Zusatzkosten nach sich zie­hen kön­nen und letzt­end­lich eine Nachfinanzierung nötig machen. Ebenso wich­tig ist, die eige­nen Kräfte und die Vereinbarkeit mit dem Job rea­lis­tisch ein­zu­schät­zen. Auf Dauer wird ein Arbeitgeber unge­müt­lich, wenn Sie bis spät in die Nacht hin­ein Arbeiten auf Ihrer Baustelle erle­di­gen und am nächs­ten Tag unaus­ge­ruht und unkon­zen­triert zur Arbeit erscheinen.“

Was Ihnen als Bauherr auch klar sein muss: Eigenleistung sind Kosten, die fik­tiv in ein Finanzierungskonzept ein­be­zo­gen werden. Diese werden Ihnen vom Finanzierer oder Bauunternehmer nie­mals bar aus­ge­zahlt. Es han­delt sich also um fik­tive Kosten!

Manuela Reibold-Rolinger, Bauglück Gründerin und Expertin für Verbraucherbaurecht bewertet das Thema Eigenleistungen an der eigenen Baustelle sehr kritisch. Sie rechnet knallhart, aber realistisch vor: 

…wenn man einen Bauunternehmer durch Eigenleistungen um 35.000 Euro im Preis drü­cken möchte, muss man davon unge­fähr 15.000 Euro als Materialkosten ver­an­schla­gen, die so oder so anfal­len. Der Unternehmer hat für die Arbeiten und den Lohn sei­ner Arbeiter also etwa 20.000 Euro kal­ku­liert. Geht man von einem übli­chen Stundenlohn von 50 Euro pro Facharbeiterstunde aus, dann hat der Unternehmer bei 20.000 Euro also etwa 400  Stunden ein­ge­plant, ver­teilt auf meh­rere Arbeiter. Wenn man als Privatperson diese  Lohnarbeiten selbst macht, braucht man min­des­tens dop­pelt so lange wie ein Facharbeiter,  in die­sem Fall also rund 800 Stunden. Will man abends noch vier Stunden anpa­cken, was  nach einem anstren­gen­den Arbeitstag schon ein har­tes Stück ist, dann wäre man  unun­ter­bro­chen – auch am Wochenende – 200 Tage oder fast sie­ben Monate durch­ge­hend  mit den Eigenleistungen beschäf­tigt. Das ist in der Praxis unmöglich!….“

Fazit: Lassen Sie sich gut beraten und schätzen Sie Ihre Leistungen realistisch ein. Das bewahrt Sie vor großen Fehlern und unnötigen Mehrkosten bei Ihrem Eigenheimprojekt.

Sie wol­len auch ein Haus bauen, kaufen oder sanieren? Dann starten Sie am bes­ten hiermit:

SIND SIE AUCH BALD TEIL MEINER BAUGLÜCK-COMMUNITY?

Über 1.000 zufrie­dene Kunden haben bereits an mei­nen Onlinekursen und Coachings teilgenommen!

Kein Grund zur Klage — Wie Sie ohne Richter zu Ihrem Recht kommen

Kein Grund zur Klage — Wie Sie ohne Richter zu Ihrem Recht kommen

Vor Gericht zu gehen kos­tet immens viel Zeit, Geld und Nerven, und ob sich der Einsatz am Ende lohnt, ist mehr als frag­lich.
Wie belas­tend ein Prozess für Menschen ist, weiß Manuela Reibold-Rolinger aus über zwan­zig­jäh­ri­ger Erfahrung. Anhand auf­rüt­teln­der Fallbeispiele zeigt die bekann­teste Verbraucheranwältin Deutschlands: Nur sel­ten führt eine Klage zu einer befrie­di­gen­den Lösung.
Aber es gibt eine Alternative: Eine Schlichtung führt in 90 Prozent der Fälle zu einem Konsens ohne Kadi, der beide Seiten glück­lich macht. Dieses Buch ist für jeden, der sich auf die Suche nach sei­nem Recht macht, ein wert­vol­ler Wegweiser. Und allen, die schon mit­ten im Scheidungskrieg, Nachbarschaftsstreit, Baudebakel oder Verkehrskonflikt ste­cken, zeigt es eine erfolg­rei­che Exit-Strategie raus aus der Prozesshölle.

  • Konsens statt Kadi – prak­ti­sche Ratschläge für Verbraucher
  • Alles über die Wirklichkeit vor einem Gericht
  • Schlichtung – ein alter­na­ti­ver Weg, sein Recht zu bekommen
  • Von der bekann­tes­ten Verbraucheranwältin Deutschlands

Paperback, Klappenbroschur, 240 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978−3−579−01462−3
ca. € 18,00 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Erscheint am 25. Februar 2019

Wer sind Ihre Vertragspartner beim Bauen?

Wer sind Ihre Vertragspartner beim Bauen?

Viele Bauherren verlassen sich bei Vertragsunterzeichnung viel zu sehr auf ihr gutes Gefühl und die vorgelegten Hochglanzprospekte.

Dabei ist es sehr, sehr wich­tig, den Unternehmer, mit dem man bauen möchte, zu überprüfen !

Hier finden Sie Hintergrundinformationen zu den Firmen:

Die Handwerkskammer, Innungen und auch Bankauskünfte geben Klarheit.

Referenzobjekte ansehen

Sie soll­ten auch unbe­dingt Referenzobjekte von ande­ren Bauherren in Augenschein neh­men, um zu wis­sen, mit wem Sie es zu tun haben. Es ist daher wich­tig, den Unternehmer zu über­prü­fen, bevor der Vertrag unter­schrie­ben wird.

Mit unse­rem Expertennetzwerk wird Ihr Bauvertrag rechts­si­cher gemacht!

Sprechen Sie uns gern an, damit wir Ihnen ein indi­vi­du­el­les, kos­ten­freies Angebot zur Prüfung IHRES Bauvertrages zukom­men las­sen kön­nen und infor­mie­ren sich hier vorab über unsere Leistungen zur Vertragsprüfung.