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Die 10 größten Mängel bei privaten Hausbau-Projekten

Die 10 größten Mängel bei privaten Hausbau-Projekten

Je später bei Ihrem Bauprojekt ein Mangel erkannt wird, umso teurer wird die Mängelbeseitigung.

Deshalb ist es für Sie so wich­tig zu wis­sen, wie Sie Mängel beim Hausbau erken­nen und ver­hin­dern können.

Mängel am Bau sind voll­kom­men nor­mal, denn es sind Menschen, die das Haus mit ihren Händen bauen. Da das so ist, soll­ten Sie Ihr Bauvorhaben vor allen Dingen gut pla­nen und über­wa­chen, um Ausführungsfehler zu vermeiden, damit Sie am Ende nicht das Nachsehen haben und auch noch die Schadenskosten oder Kosten für die Mängelbeseitigung tra­gen müssen.

Fast jede 2. Baufamilie hat mit Mängeln auf ihrer Baustelle zu kämpfen. Das hat eine Erhebung des Bauherrenschutzbundes e.V. ergeben.

Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

Das sind meine 5 ulti­ma­ti­ven Tipps zur Vermeidung von Mängeln am Bau:

1. Prüfen Sie Ihre/n Vertragspartner. Zum Beispiel ist es sehr inter­es­sant zu wis­sen, wie lange er schon als Bauunternehmer tätig ist und wie­viele Häuser diese Firma im Jahr baut?

2. Lassen Sie Ihren Bauvertrag und die Leistungsbeschreibung prüfen.
Checken Sie auch vorab, ob die Vertragsunterlagen voll­stän­dig sind.

3. Lassen Sie Ihre Planung über­prü­fen —  ist sie plausibel?

4. Lassen Sie Ihren Bau von Ihrem eige­nen, baubegleitenden Qualitätskontrolleur über­prü­fen, damit Ausführungsmängel früh­zei­tig erkannt werden können.

5. Rügen Sie einen auf­tre­ten­den Mangel schrift­lich und mit einer Fristsetzung.

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Das ist der größte Fehler, den Sie als pri­va­ter Bauherr bege­hen könnten:

Wie sich aus der Statistik oben ergibt, soll­ten Sie als Bauende sehr früh und auch sehr gründ­lich mit­den­ken. Den größ­ten Fehler bege­hen Sie aber, wenn Sie die Verantwortung abge­ben oder Sie sich über den Mund fah­ren las­sen, sobald Sie einen Mangel gerügt haben und die­ser zurück­ge­wie­sen wird.

Das kön­nen Sie als Bauherr tun, wenn Sie einen Mangel rügen und der Unternehmer behaup­tet, dass kein Mangel vor­liegt oder er den Mangel nicht fach­ge­recht besei­ti­gen möchte: 

VOR DER ABNAHMEalso im Prozess der Erfüllung des Bauvertrages, haben Sie  fol­gende Möglichkeiten:

>Schwere Mängel (z.B. an der Gründung, Statik, Abdichtung des Gebäudes) müs­sen Sie schrift­lich rügen und eine Frist zur Beseitigung set­zen.

>Bestreitet der Unternehmer den Mangel, so muss er bewei­sen, dass kein Mangel vor­liegt, denn vorder Abnahme ist er in der Beweislast für die Mängelfreiheit.

>Weigert sich der Unternehmer den Mangel zu besei­ti­gen, kön­nen Sie den Mangel nicht ein­fach selbst besei­ti­gen, das ist erst nach der Abnahme mög­lich

>Sie kön­nen dann jedoch von Ihrem Zurückbehaltungsrecht Gebrauch machen und die dop­pelte Höhe der vom eige­nen BBQ geschätz­ten Kosten bis zur Beseitigung der Mängel einbehalten.

>Weigert sich der Unternehmer die Mängel zu besei­ti­gen, ist ein Gespräch mit der Fachanwältin oder dem Fachanwalt nötig. Nur die Juristen kön­nen prüfen, ob gege­be­nen­falls eine außer­or­dent­li­che Kündigung des Bauvertrages im Einzelfall mög­lich ist.

>Beseitigen Sie nie­mals vor der Abnahme die Mängel selbst, denn auf die­sen Kosten werden Sie aller Voraussicht nach sit­zen bleiben.

NACH DER ABNAHMEAuch hier gibt es Regeln, die Sie beim Auftreten von Baumängeln ein­hal­ten sollten:

>Rügen Sie Mängel schrift­lich und mit einer ange­mes­se­nen Frist zur Mängelbeseitigung.

>Holen Sie einen Kostenvoranschlag zur Mängelbeseitigung ein. 

> Fordern Sie die Kosten aus dem Kostenvoranschlag vom Unternehmer  — Ebenfalls mit einer Frist.
Läuft diese Frist ab, muss wie­der die Fachanwältin zu Rate gezo­gen werden. Hier kön­nen Sie einen Termin zur Onlineberatung mit Manuela Reibold-Rolinger vereinbaren.

 

Was ist los auf Deutschlands Baustellen im Jahr 2021?

Die meis­ten Mängel lie­gen in der Planung, Koordination, Bauüberwachung und vor allem aber bei der Bauausführung.

Selbstverständlich haben Sie einen Anspruch auf ein man­gel­freies Haus und somit auch auf die Mangelbeseitigung, soll­ten Mängel auftreten.

Außerdem muss die Bauausführung den aner­kann­ten Regeln der Technik ent­spre­chen und funk­ti­ons­taug­lich sein.

Mangelfolgeschäden müssen unbedingt vermieden werden!

Zu einem Problem entwickelt sich ein Mangel dann, wenn der Mangel über die Abnahme hin­aus bestehen bleibt. Werden die Mängel nicht recht­zei­tig erkannt und Folgeschäden erst nach der Abnahme oder im schlimms­ten Fall nach der Gewährleistung bemerkt, kön­nen Sie als Bauende lei­der auf hohen  Schadenskosten sit­zen bleiben.

Daher ist der beste Weg, wenn Sie den Baufortschritt mit einer unab­hän­gi­gen Baubegleitung kon­trol­lie­ren. Ein exter­ner Sachverständiger prüft dabei zu ein­zel­nen Abschnitten die Bauausführung auf Mängel. 

TIPP:

Teilnehmer:innen des Bauherrenführerscheines emp­feh­len wir aus unse­rem Expertennetzwerk unab­hän­gige Sachverständige (in der Nähe ihres Bauprojektes) mit nach­ge­wie­se­nen Qualifikation. » Hier erfah­ren Sie mehr über den Bauherrenführerschein.

 

 

Das sind die 10 typi­schen Mängel beim Bau, die immer wie­der vor­kom­men und auf die Sie als Bauherr ein beson­de­res Augenmerk legen sollten:

Top Ten der Maengel beim Hausbau

Ein Beispiel aus meinem Kanzleialltag:

Letzte Woche war ich auf einer Baustelle, bei der der sehr aner­kannte Fertighaushersteller, trotz Bedenken der Baufamilie, dass die Abdichtung in den Bädern gege­be­nen­falls nicht richtig aus­ge­führt wurde, behaup­tet hatte, dass die Bäder hin­ter den Fliesen fach­ge­recht abge­dich­tet sei. 

Die Bauherren habe dar­auf bestan­den, dass dies im Rahmen der Bauabnahme durch Bauteilöffnung nach­ge­wie­sen wird. Und siehe da:

Keines der 3 Bäder war fach­ge­recht abgedichtet!

Gut, wenn man beharr­lich bleibt, denn gerade bei einer Holzständerbauweise, was bei Fertighäusern immer der Fall ist, führt eine Undichtigkeit in den Bädern zu zum Teil irrepa­ra­blen Schäden am Holz, die man häu­fig erst viele Jahre nach Ablauf der Gewährleistungsfrist fest­stellt. Das hat zur Folge, dass Sie auf den Kosten der Mängelbeseitigung sit­zen und diese lie­gen in der Regel bei meh­re­ren 10.000 Euro.

Sie möch­ten mehr über den Umgang mit Mängeln erfah­ren? Dann könnte die­ser Blogbeitrag noch inter­es­sant für Sie sein:

https://www.bauglueck.de/maengelbeseitigungsrecht-des-unternehmers-die-heilige-kuh-des-baurechts/

Sie ste­hen noch am Anfang Ihres Projektes? Dann starten Sie am bes­ten hiermit:

Pfeil zum Bauherrenführerschein

Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

Checkliste:
So machen Sie Hausangebote ver­gleich­bar

Meine Geling-Tipps zur guten Kommunikation auf Ihrer Baustelle

Meine Geling-Tipps zur guten Kommunikation auf Ihrer Baustelle

Da ich nicht nur Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht bin, son­dern auch Schlichterin nach der Schiedsordnung Bau, ist das Thema Kommunikation auf der Baustelle ein sehr wich­ti­ges Thema für mich.

Gerade in der heu­ti­gen Zeit, in der die Unternehmer volle Auftragsbücher haben, ist es mir sehr wich­tig, dass pri­vate Baufamilien nicht nur recht­lich, son­dern auch kom­mu­ni­ka­tiv gut auf­ge­stellt sind.

Deshalb beschäf­tige ich mich inten­siv damit, wie gute und kon­struk­tive Kommunikation eigent­lich funk­tio­niert und wie Sie als Bauende Ihren Bauvertrag gut ver­han­deln und auf­tre­tende Konflikte auf der Baustelle lösen können.

Das Recht auf eine faire Vertragsgestaltung

Immerhin sind Sie keine Bittsteller, son­dern Kundinnen und Kunden, die ein Recht auf eine faire Vertragsgestaltung und fai­ren Umgang mit­ein­an­der haben.

Häufig erlebe ich jedoch, dass eine Bevormundung durch die Unternehmer erfolgt, oder über­haupt gar nicht gewünscht ist, dass man mit­ein­an­der spricht:

Wir wol­len Häuser bauen und nicht stän­dig reden…“

Das ist eine schlechte Voraussetzung für ein Dauerschuldverhältnis von 12 Monaten, fin­den Sie nicht auch?

Woran das liegt, kann ich nicht wirk­lich sagen, ich weiß nur, dass sich alle Probleme auf Baustellen in der Regel bes­ser durch Sprechen als durch Schweigen lösen lassen.

Gute Baukultur

Nach mei­ner Meinung gehört zu einer guten Baukultur auch ein fai­res und zuge­wand­tes Miteinander vor und auf den Baustellen!

Erfahren Sie des­halb in die­sem Blogbeitrag mehr über diese Themen:

  • Worüber gibt es die meis­ten Auseinandersetzungen?
  • Wie kön­nen Bauherren Konflikten auf der Baustelle vorbeugen?
  • Darf ein Unternehmen den Bauherren Leistungsänderungen mit Mehrkosten in Rechnung stellen?
  • Ein häu­fi­ges Ärgernis sind auf­tre­tende Baumängel. Was müs­sen Bauherren beachten?
  • Und wenn tat­säch­lich nichts passiert?
  • Was ist zu tun, wenn sich die Bauzeit ver­zö­gert oder auf der Baustelle nichts mehr passiert?
  • Den Vertrag kündigen?
  • Meine 10 wich­tigs­ten Baustellen-Kommunikationstipps

 

Die Absolvent*innen des von mir ent­wi­ckel­ten Bauherrenführerscheines“ wis­sen das zu gut, denn das ist einer der Kernpunkte in mei­nem Kurs, mit dem jede*r Bauende wich­tige und hilf­rei­che Tipps, Checklisten und Vordrucke erhält, mit denen garan­tiert Mehrkosten, Bauverzug und teure Rechtsstreitigkeiten ver­mie­den werden kön­nen. 

 

 

Sie wis­sen, das ist mein Herzensthema: Prävention am Bau!

Wenn Sie mehr über mei­nen Online-Kurs Bauherrenführerschein erfah­ren möch­ten, kli­cken Sie hier »> https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/

Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

Darüber gibt es die meisten Auseinandersetzungen auf einer Baustelle: 

Die häu­figs­ten Konfliktthemen sind Mehrkosten, Zeitverzug beim Bauen, schlep­pende oder ver­wei­gerte Mängelbeseitigung und Streit dar­über, was eigent­lich ver­trag­lich geschul­det ist. Ihnen als Bauende sollte bewusst sein, dass es keine Baustelle ohne Bauablaufstörungen gibt. Dennoch las­sen sich Probleme aus dem Weg räumen.

Ich habe mit der lei­der noch zu sel­ten prak­ti­zier­ten Schlichtung erstaun­lich gute Erfahrungen gemacht. Sitzen auf den Baustellen alle an einem Tisch, kommt man oft zu einem schnel­len Ergebnis, das bei­den Parteien gerecht wird und eine kos­ten­in­ten­sive lange gericht­li­che Auseinandersetzung erspart.

 

Wie können Bauherren Konflikten auf der Baustelle vorbeugen? 

Zunächst müs­sen sie sich ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass der Bau eines Eigenheims kein Spaziergang ist. Voraussetzung für einen rei­bungs­losen Bauablauf ist gute Vorbereitung, kom­pe­tente Baubegleitung und das Handeln in eige­ner Sache. Ein aus­ge­wo­ge­ner Bauvertrag samt detail­lier­ter Leistungsbeschreibung, die beide den Pflichten des Bauunternehmers und den Rechten des Bauherrn ent­spre­chen, bil­den die Basis.

 

Darf ein Unternehmen den Bauherren Leistungsänderungen mit Mehrkosten in Rechnung stellen? 

Einseitig darf ein Unternehmen die Leistung nicht ein­sei­tig ändern, son­dern nur in Absprache mit den Bauherren. Und das Unternehmen muss auch die zu erwar­ten­den Mehrkosten bezif­fern. Was Bauherren zuge­mu­tet werden kann, ist vom Einzelfall abhän­gig. Oft ent­ste­hen Mehrkosten durch Kalkulationsfehler oder Zeitverzug soll durch ein ande­res ‑teu­re­res ‑Verfahren auf­ge­holt werden. Das muss der Bauherr nicht zahlen.

Gerade in der aktu­el­len Zeit wird sehr schnell auf die erheb­lich gestie­ge­nen Rohstoffkosten hin­ge­wie­sen und ein­fach ein­sei­tig der Festpreis ange­passt. Dass das nicht geht, dürfte jedem klar sein, der einen Festpreisvertrag unter­schrie­ben hat. Auf jeden Fall muss der Unternehmer Nachweise vor­le­gen und beim Festpreisvertrag sind Mehrkosten ohne­hin ausgeschlossen.

 

Ein häufiges Ärgernis sind auftretende Baumängel. Was müssen Bauherren beachten? 

Sofort han­deln, nicht abwar­ten! Nicht nur anru­fen, son­dern schrei­ben! Mängel müs­sen gegen­über dem Unternehmer schrift­lich ange­zeigt werden. Diese sind deut­lich zu benen­nen, wobei eine sym­pto­ma­ti­sche Beschreibung wie “der Keller ist feucht” reicht. Vor der Abnahme ist die Beseitigung der Mängel durch Ersatzunternehmer pro­ble­ma­tisch, nach der Abnahme sieht es da anders aus. Grundsätzlich sollte man früh­zei­tig sowohl eine:n Fachanwält:in für Verbraucherbaurecht als auch einen kom­pe­ten­ten Bausachverständigen kontaktieren.

 

Was ist, wenn Frist und Nachfrist ablaufen und tatsächlich nichts passiert? 

Ist die Frist, even­tu­ell auch eine Nachfrist, abge­lau­fen, kann der Bauherr das Unternehmen für spä­tere Mängelbeseitigungskosten in Anspruch neh­men. Klug ist, wenn er bis dahin die Abschlagzahlungen nur nach Baufortschritt geleis­tet hat. Dann hilft ihm sein gesetz­li­ches Zurückbehaltungsrecht. Zusätzlich sollte ein Sachverständiger den Umfang der Mängelbeseitigung doku­men­tie­ren und die Kosten bezif­fern. Die dop­pelte Höhe der zu erwar­ten­den Beseitigungskosten darf ein­be­hal­ten werden.

 

Was ist zu tun, wenn sich die Bauzeit verzögert oder auf der Baustelle nichts mehr passiert? Den Vertrag kündigen?

Auch hier gilt: Wenn der Bau ein­ge­stellt wird, schrift­lich zur Fortsetzung der Arbeiten auf­for­dern und diese auch zulas­sen. Auf kei­nen Fall sollte ein Bauvertrag vor­schnell gekün­digt werden! Zwar ist die Auflösung des Bauvertrages häu­fig das letzte Mittel. Bauherren müs­sen sich jedoch dar­über im Klaren sein, dass sich die Konflikte danach fort­set­zen kön­nen. Der Bauvertrag kann auch durch ein­ver­nehm­li­che Vertragsaufhebung been­det werden. Sie ist die ele­gan­tere Lösung und schließt Überraschungen in der Zukunft aus. Immer jedoch soll­ten Bauherren das Beenden eines Vertragsverhältnisses sorg­fäl­tig abwä­gen und unbe­dingt anwalt­lich beglei­ten las­sen. Denn bei einer so genann­ten „freien“ Kündigung bege­ben sich Bauherren in die Gefahr, erheb­li­chen Schadenersatz an den Bauunternehmer zah­len zu müssen.

 

FAZIT:

  1. Vermeiden Sie Konflikte durch eigene Kompetenz. https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/
  2. Prävention statt teu­rer Gerichtsstreitigkeiten: Lassen Sie Ihren Bauvertrag vor Vertragsunterzeichnung recht­lich prüfen.
    Tipp: Teilnehmer*innen des Bauherrenführerscheins spa­ren hier 100 Euro 😊 
  3. Nur mit bau­be­glei­ten­der Qualitätskontrolle bauen.
  4. Stets auf klare und gute Kommunikation ach­ten. Auch das ler­nen Sie im Bauherrenführerschein.

 

Das sind meine 10 Baustellen-Kommunikationstipps, mit denen
Ihnen jedes Gespräch gelingt:

  1. Bleiben Sie authen­tisch und immer bei sich selbst. Sie müs­sen nicht jedem Unternehmer gefal­len. Hören Sie auf Ihr Baugefühl. Wenn sich etwas „schräg“ anfühlt: Weitersuchen, es gibt viele Unternehmer, die schöne Häuser bauen.

  2. In den Verhandlungen nicht über den Mund fah­ren las­sen. Achten Sie auf einen Redeanteil von 50/50. Stehen Sie für Ihre Vorstellungen ein!

  3. Eine gute Atmosphäre ist wich­tig! Achten Sie auf Ihren Gesprächspartner und hören auf­merk­sam zu!

  4. Nehmen Sie posi­tive Dinge wahr und benen­nen sie diese. Man neigt dazu im Streitgespräch nur das Negative her­vor­zu­he­ben. Um zu einem Ziel zu kom­men, sollte man immer mit dem Positiven beginnen.

  5. Wer nicht fragt bleibt dumm“ …. Stellen Sie viele Fragen, offene Fragen, Verständnisfragen, klare Fragen.

  6. Sein Sie respekt­voll und akzep­tie­ren Sie andere Meinungen, blei­ben Sie jedoch kri­tisch und hell­wach, um die „Ausreden am Bau“ zu hinterfragen.

  7. Loben Sie den Unternehmer für Dinge, die gut gelau­fen sind und „gewin­nen“ Sie ihn. Meist stimmt der Satz: „Gewinne den Menschen und du gewinnst auch in der Sache“.

  8. Laden Sie den Unternehmer ein, sich mit Ihren Ansichten zu befas­sen. Lassen Sie ihn die Perspektive wech­seln, Ihren Platz ein­neh­men. Ich ver­spre­che Ihnen: Es werden Wunder gesche­hen. Belehren Sie nicht!

  9. Verhandlen Sie Ergebnisoffen, ohne zu sehr auf den eige­nen Vorteil zu fokus­sie­ren, manch­mal erge­ben sich span­nende neue Ideen der Problemlösung, versprochen!

  10. Achten Sie auf eine offene und freund­li­che Körpersprache. Stehen Sie nicht mit ver­schränk­ten Armen auf der Baustelle, son­dern schaf­fen eine ange­nehme, zuge­wandte und freund­li­che Atmosphäre.

 

    Sie ste­hen noch am Anfang Ihres Projektes? Dann starten Sie am bes­ten hiermit:

    Pfeil zum Bauherrenführerschein

    Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

    Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

    Checkliste:
    So machen Sie Hausangebote ver­gleich­bar

    Kooperationspflicht am Bau — ein Bauvertrag verpflichtet

    Kooperationspflicht am Bau — ein Bauvertrag verpflichtet

    Ein Bauvertrag verpflichtet! Die Kooperationspflicht am Bau und von guter Kommunikation:

    Im Bauvertragsrecht gilt die Kooperationspflicht. Doch was bedeutet das konkret? 

    Sie ver­pflich­tet beide Vertragspartner ins­be­son­dere bei Meinungsverschiedenheiten die Argumente, Alternativen und Gegenvorschläge der ande­ren Vertragspartei zumin­dest zur Kenntnis zu neh­men und zum Gegenstand eines Meinungsaustausches zu machen. 

    Probleme und Konflikte soll­ten kon­struk­tiv und koope­ra­tiv auf der Baustelle bespro­chen und gelöst werden.

    Eigene Kommuniktionsfähigkeit ist gefordert, aber die Realität ist oft noch eine andere:

    Schreiben werden nicht beantwortet

    erbe­tene Termine auf der Baustelle werden nicht wahrgenommen 

    eine Kommunikation zwi­schen den Vertragspartnern fin­det nicht statt. 

    Häufig fallen diese folgenden Sätze und zwar sowohl von den Bauherren wie von den Bauunternehmern..

    Wenn mir der im Dunkeln begegnet.…“

    Mit dem rede ich nicht mehr.….“

    Der Bauleiter hat mich ange­schrieen und mir gesagt, dass ich keine Ahnung habe…“

    Fallbeispiel: 

    Dazu haben wir ein inter­es­san­tes Beispiel vom OLG Brandenburg, das über fol­gen­den Fall zu ent­schei­den hatte:

    Urt. v. 16.03.2011 — 13 U 510)

    Eine junge Baufamilien beauf­tragt einen Bauunternehmer mit der Errichtung eines Einfamilienhauses. Im Rahmen der Gebäudeerrichtung gibt es Differenzen zwi­schen den Parteien u. a. über erfor­der­li­che Zusatzleistungen.

    Die Bauherren ant­wor­tet in einem Schreiben auf Vorschläge des Bauunternehmers zu den Mehrleistungen und zur Ausführungsplanung per Einschreiben Rückschein. 

    Das Einschreiben wird aller­dings durch den Bauunternehmer ganz bewusst nicht abge­holt. Vielmehr spricht der Bauunternehmer gegen­über dem Auftraggeber – ohne auf die Äußerungen des Auftraggebers ein­zu­ge­hen – Behinderung aus. 

    Des Weiteren sinnt der Bauunternehmer dem Auftraggeber an, wegen feh­len­der Ausführungsplanung auf alle even­tu­el­len Schadensersatzansprüche ihm gegen­über bezüg­lich des Bauvorhabens zu verzichten. 

    Schließlich unter­schreibt der Bauunternehmer zwar ein Nachtragsangebot des Auftraggebers zu Mehrleistungen, teilt die Unterzeichnung aber dem Auftraggeber nicht mit. Der Auftraggeber kün­digt dem Bauunternehmer. Dieser ver­langt dar­auf hin Werklohn für nicht erbrachte Leistungen. Er ver­klagt den Bauherren. 

    Das OLG Brandenburg weist die Klage des Bauunternehmers zurück. 

    Der Auftraggeber habe hier berech­tig­ter­weise außer­or­dent­lich gekün­digt. Eine außer­or­dent­li­che Kündigung, auch ohne vor­he­rige Abmahnung, komme in Betracht bei schwer­wie­gen­den Pflichtverletzungen, die zu einer tief­ge­hen­den Störung der für die Fortsetzung des Vertrages not­wen­di­gen Vertrauensbeziehungen füh­ren und eine Fortsetzung des Vertrages unzu­mut­bar machen. 

    Hier habe das Bauunternehmen wie­der­holt und schwer­wie­gend gegen die Kooperationspflicht verstoßen. 

    Beide Parteien des Vertrages seien gehal­ten, auf die berech­tig­ten Belange des jeweils ande­ren Vertragspartners Rücksicht zu neh­men. Entstehen wäh­rend der Vertragsdurchführung Meinungsverschiedenheiten zwi­schen ihnen über die Notwendigkeit oder die Art und Weise einer Anpassung des Vertrages oder sei­ner Durchführung an geän­derte Umstände, sind die Parteien grund­sätz­lich ver­pflich­tet, durch Verhandlungen eine ein­ver­nehm­li­chen Beilegung der Meinungsverschiedenheiten zu versuchen. 

    Insoweit gebiete es die Kooperationspflicht, gerade bei Meinungsverschiedenheiten die Argumente, Alternativen und Gegenvorschläge der ande­ren Vertragsseite zumin­dest zur Kenntnis zu neh­men und zum Gegenstand eines Meinungsaustausches zu machen.

     Das OLG Brandenburg sieht in dem Verhalten des Bauunternehmers eine Verletzung des Kooperationsgebotes. 

    Eine Verletzung sei darin zu sehen, dass das Bauunternehmen das Einschreiben nicht ein­mal abge­holt, geschweige denn hier­auf reagiert habe, dass der Bauunternehmer die Annahme des Nachtragsangebotes gegen­über dem Auftraggeber ver­schwie­gen habe und schließ­lich dass er schlech­ter­dings unan­nehm­bar den Verzicht auf alle even­tu­el­len Schadensersatzansprüche bezüg­lich des Bauvorhabens ver­langt habe.

    Das Urteil zeigt, dass die Schwelle, über die man vor dem Hintergrund des Kooperationsgebotes stol­pern kann, manch­mal gar nicht so hoch sein muss. Richtigerweise gebie­tet die Rechtssprechung zum Kooperationsgebot den Parteien einen unter Berücksichtigung von Treu und Glauben ange­mes­se­nen Umgang.

    Daher gilt das Motto:

    Schweigen ist Silber und (mit­ein­an­der) reden ist Gold!

    BAUGLÜCK Bauherren Tipp: Die Firma Craftnote hat eine App entwickelt, die die Kommunikation auf der Baustelle nach­hal­tig erleich­tert. Ursprünglich für Handwerker entwickelt, kann sie auch Ihnen als pri­vate Bauherren das Leben wäh­rend der kom­plet­ten Bauphase enorm erleich­tern. Wir von Bauglück fin­den das toll: https://www.craftnote.de/

     

     

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    • die Tricks der Baufirmen zu entlarven,
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    • Alles, was man als Bauherr/Bauherrin wis­sen muss, egal ob man einen Neubau errich­tet, eine Eigentumswohnung kauft oder im Bestand saniert

    Jeder Bauherr spart dadurch Zeit und Geld, denn wir haben im Bauherrenführerschein alles struk­tu­riert und zusam­men­ge­fasst, was man als Bauherr wis­sen muss.

    Wichtige Checklisten zei­gen auf, an was man alles den­ken muss und als BONUS für jeden, der den BAUHERRENFÜRHERSCHEIN absol­viert hat, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

    Somit kann man mit dem Bauherrenführerschein nur gewinnen.

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