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Mängel in Eigenleistung beseitigen. Lohnt sich das?

Mängel in Eigenleistung beseitigen. Lohnt sich das?

Können Sie als pri­vate Bauende ohne Weiteres ihren Bauvertrag kündigen?

Bauverträge sind bin­dend und zum Vertragen da. Es gibt jedoch ver­schie­dene Gründe, die die Kündigung Ihres Bauvertrages für Ihr “Lebenswerk Hausbau” nötig machen und recht­fer­ti­gen. Sie sind des­halb aber Ihren Vertragspartnern nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Das Gesetz sieht vor, dass Sie als Bauherr:in umfas­sende Rechte haben, sich aus Ihrem Bauvertrag zu lösen. Da diese Rechte sehr kom­plex sind, soll­ten Sie Ihre Bauvertragskündigung kei­nes­falls im Alleingang wagen, son­dern vor­her mit einer / einem Fachanwältin/ Fachanwalt für Baurecht spre­chen.

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Da ich in mei­ner Kanzlei immer wie­der von Bauenden gefragt werde, wie sie am ein­fachs­ten ihren Bauvertrag kün­di­gen kön­nen, gebe ich in die­sem Blogbeitrag des­halb Antworten zu die­sen wich­ti­gen Fragen rund um das Thema Kündigungsrecht pri­va­ter Bauherr:innen:

  • Was kön­nen die Gründe für die Auflösung eines Bauvertrages sei­tens der Bauherren sein?
  • Kann man sei­nen Bauvertrag denn ohne Weiteres kündigen?
  • Muss man sich bei der Kündigung eines Bauvertrages an bestimmte Fristen halten?
  • Wie kün­di­gen Sie einen Bauvertrag richtig man einen Bauvertrag richtig?
  • Können Sie Ihren Bauvertrag selbst kündigen?
  • Gibt es “Vorlagen” für Kündigungsschreiben?
  • Welche Konsequenzen muss man als Bauherr:in bei der Kündigung sei­nes Bauvertrages bedenken?

Die Gründe einen Hausbauvertrag kün­di­gen zu wol­len sind viel­fäl­tig. Allen vor­weg:
Sie bemer­ken zu spät, dass Sie einen ver­brau­cher­feind­li­chen Bauvertrag unter­zeich­net haben. Aus die­sem Grund werde ich nicht müde, immer wie­der dar­auf hin­zu­wei­sen, dass die Investition in eine Prüfung des Bauvertrages durch eine:n juristische:n Expert:in für Verbraucherbaurecht vor der Vertragesunterzeichnung nie­mals her­aus­ge­wor­fe­nes Geld ist und Sie im Extremfall sogar vor einer exis­tenz­be­dro­hen­den Baukrise ret­ten kann.

Bei spä­ter Reue ist es sehr schwie­rig, sich vom Bauvertrag zu lösen. Doch ganz aus­weg­s­los ist diese Sitaution nicht. Weder bei einem schlech­ten Bauvertrag, noch bei einem unzu­ver­läs­si­gen Vertragspartner.

Wenn trif­tige Gründe für eine Kündigung sei­tens des Auftraggebers, also Ihnen als Bauherr:in, vor­lie­gen, kön­nen Sie sich von Ihrem Vertragspartner tren­nen, ohne dass es zu finan­zi­el­len Nachteilen kommt.

Dies kön­nen im Einzelnen Gründe für die Kündigung Ihres Bauvertrages sein:

  1. Grobe Ausführungsfehler
  2. Täuschungen
  3. Drohungen mit Arbeitseinstellung, wegen offe­ner Forderung, obwohl Bauherr berech­tigt ein Leistungsverweigerungsrecht wegen Mängeln gel­tend macht.
  4. Einstellung der Arbeiten wegen Streit über Höhe des Nachtrages, obwohl andere Arbeiten aus­ge­führt werden können.
  5. Nachhaltige Weigerung, sich an die ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Leistungspflichten zu halten.
  6. Forderung von Zahlungen ohne Vertragserfüllungssicherheit zu leisten(7) Bestechlichkeit.
  7. Verstoß gegen das Kooperationsgebot.
  8. Beharrlicher Verstoß gegen die aner­kann­ten Regeln der Technik.
  9. Viele “kleine” Pflichtverletzungen berech­ti­gen ebenso zur Kündigung.

Zu Punkt 10: Mit Urteil vom 17.11.2020 hat das  OLG Dresden wie folgt ent­schie­den (6 U 34920): Auch viele “kleine” Pflichtverletzungen berech­ti­gen zur Kündigung:

Ein Bauvertrag kann aus wich­ti­gem Grund gekün­digt werden, wenn das Vertrauensverhältnis zwi­schen den Bauvertragsparteien zer­stört ist. Eine Zerstörung des Vertrauensverhältnisses kann dem OLG Dresden zufolge ent­we­der auf ein­zel­nen beson­ders schwer­wie­gen­den Vertragspflichtverletzungen beru­hen oder sich aus einer gan­zen Reihe von Pflichtverletzungen, die jeweils für sich genom­men zur Rechtfertigung einer außer­or­dent­li­chen Kündigung nicht aus­rei­chend wären, im Rahmen einer Gesamtabwägung ergeben.

Kann man einen Bauvertrag ohne Weiteres kündigen?

Die Antwort lau­tet: Nein, so ein­fach geht das nicht.

Das Kündigungsrecht für Verbraucher-Bauherr:innen ist in § 648 und § 648a  BGB gesetz­lich geregelt.

  • Freie Kündigung:
    Es ist grund­sätz­lich mög­lich, sich bis zu Vollendung des Vertrages jeder­zeit vom Bauvertrag zu lösen. Das ist dann eine soge­nannte “freie Kündigung”, die schrift­lich erfol­gen muss (§ 650h BGB). Allerdings ist das nicht immer kos­ten­frei für den Bauherren!

    Bei einer „freien“ Kündigung nach § 648 BGB, kann der Bauherr zwar jeder­zeit kün­di­gen, der Unternehmer darf in die­sen Fällen dann aber auch seine Gesamtvergütung abzüg­lich erspar­ter Aufwendungen abrech­nen. Daher kann es im Falle einer – jeder­zeit mög­li­chen – „freien“ Kündigung sehr teuer werden.

  • Kündigung aus wich­ti­gem Grund:
    § 648a BGB sieht bei einer Kündigung aus wich­ti­gem Grund vor, dass in den Fällen, in denen den Bauherren das Festhalten am Vertrag nicht mehr zuge­mu­tet werden kann, sich der Bauherr kos­ten­frei aus dem Vertrag lösen kann.

    Ob ein „Wichtiger Grund“ vor­liegt, kann in der Regel nur durch einen Experten im Verbraucherbaurecht geprüft werden. Diese Kündigungen soll­ten auf jeden Fall anwalt­lich beglei­tet werden, da der Unternehmer zunächst die Möglichkeit erhal­ten muss, den Vertrag ord­nungs­ge­mäß zu erfül­len. Eine anwalt­li­che Fristsetzung ist in der Regel erforderlich. 

 

Ich ver­traue mei­nem Bauunternehmer nicht mehr, wie kann ich den Bauvertrag kün­di­gen?
Die Kündigung muss gut vorbereitet und begrün­det werden. Eine Fristsetzung und Kündigungsandrohung per Einwurfeinschreiben sollte vor­her unbe­dingt erfolgt sein.

Wie muss eine außer­or­dent­li­che Kündigung muss per Einwurfeinschreiben schrift­lich erfolgen.

Bis wann kann man einen Bauvertrag kün­di­gen?
Bis zur Vollendung des Werkes (§648 BGB).

Die Kündigung des (Verbraucher-)Bauvertrages muss schrift­lich erfol­gen (§ 650h BGB).

Können nur Auftraggeber:innen ihren Bauvertrag kün­di­gen (Auftragnehmer / Auftraggeber?)
Grundsätzlich sieht das BGB eine freie Kündigung nur durch die Bauherr:in vor. Außerordentlich kann jedoch auch der Unternehmer kün­di­gen. Dazu werde ich in mei­nem nächs­ten Blogbeitrag mehr schreiben.

Muss ich mir alles gefal­len las­sen, wenn der Unternehmer nicht kommt oder Mängel nicht beseitigt?

Nein, wie oben dar­ge­stellt ist es durch­aus mög­lich, nach ent­spre­chen­der Prüfung, außer­or­dent­lich zu kündigen.

Richtiger Ablauf bei der Kündigung Ihres Bauvertrages:

1. Nur nach Prüfung durch einen Fachanwalt für Baurecht.

2. Mit aus­rei­chen­der Dokumentation der Bauabläufe und Nachweis der Fristsetzungen.

3. Immer schriftlich.

Gibt es eine all­ge­mein­gül­tige Vorlage zur Kündigung eines Bauvertrages?

Nein, da die Gründe kon­kret dar­zu­le­gen sind und umfas­send geprüft werden müssen.

Fazit: Vorsicht vor Alleingängen. Eine feh­ler­hafte außer­or­dent­li­che Kündigung kann in eine freie Kündigung umge­deu­tet werden — mit der Folge, dass der Unternehmer die soge­nannte „Kündigungsvergütung“ gel­tend macht.
Hier nut­zen die Unternehmer die Unerfahrenheit der Bauherren aus und for­dern – meist unberechtigt- hor­rende Summen.

Welche Konsequenzen kann die Kündigung Ihres Bauvertrages mit sich ziehen?

Bei einer freien Kündigung kann es teuer werden. Der Unternehmer kann die Vergütung abzüg­lich der erspar­ten Aufwendungen , die soge­nannte Kündigungsvergütung, verlangen.

Nach einer Kündigung muss immer ein gemein­sa­mer Termin zur Feststellung des Bautenstandes statt­fin­den und die Leistung bis zur Kündigung abge­rech­net werden.

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ZDFreportage: Ärger beim Hausbau — Feuchte Keller, schiefe Wände

ZDFreportage: Ärger beim Hausbau — Feuchte Keller, schiefe Wände

Für die ZDFreportage am 20.2.2022 war Manuela Reibold-Rolinger aber­mals als Verbraucherbaurechtsexpertin gefragt:

Das eigene Heim – schon immer ein Wunschtraum für junge Familien. Angesichts stei­gen­der Mieten in den Ballungszentren ist der Bauboom ungebrochen.

Hier kön­nen Sie sich den Beitrag in der  ZDF Mediathek ansehen.

Als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Baufamilien vor Baukrisen zu bewahren.

Aus die­sem Grund habe ich im Laufe der Jahre ein umfang­rei­ches, prä­ven­ti­ves Angebot für ange­hende Baufamilien zusammengestellt.

Mein Angebot reicht vom Online-Kurs über Bücher, die­sen Baublog, mei­nen Podcast und die Vertragsprüfung bis hin zur juris­ti­schen Baubegleitung. Für jede Phase Ihres Eigenheimprojektes erhal­ten Sie von mir den pas­sen­den Service, der Sie in Ihr Bauglück beglei­tet. Sie sind noch am Start Ihres Bauprojektes? Bei der Eintragung in unse­ren Newsletter, erhal­ten Sie als Dankeschön unsere Hausbau-Checkliste oder kön­nen an mei­nem Webinar “Freude beim Bauen” teilnehmen:

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Zu den ande­ren Blogbeiträgen

Baupfusch nach Kernsanierung — ZDF Hallo Deutschland vom 8.2.2022

Baupfusch nach Kernsanierung — ZDF Hallo Deutschland vom 8.2.2022

Auch bei der Sanierung im Bestand kann es zu großen bau­li­chen und recht­li­chen Problemen kommen.

Rechtsanwältin Manuela Reibold-Rolinger, beglei­tet als Fachanwältin für Verbraucherbaurecht einen Fall, der ganz beson­ders dra­ma­tisch ist.

Sie gibt Hinweise für den Fall der Insolvenz und wie man sich vor die­sen Problemen am Bau schüt­zen kann.

Hier kön­nen Sie sich den Beitrag in der  ZDF Mediathek ansehen.

Als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Baufamilien vor Baukrisen zu bewah­ren. Aus die­sem Grund habe ich im Laufe der Jahre ein umfang­rei­ches, prä­ven­ti­ves Angebot für ange­hende Baufamilien zusammengestellt.

Mein Angebot reicht vom Online-Kurs über Bücher, die­sen Baublog, mei­nen Podcast und die Vertragsprüfung bis hin zur juris­ti­schen Baubegleitung. Für jede Phase Ihres Eigenheimprojektes erhal­ten Sie von mir den pas­sen­den Service, der Sie in Ihr Bauglück beglei­tet. Sie sind noch am Start Ihres Bauprojektes? Bei der Eintragung in unse­ren Newsletter, erhal­ten Sie als Dankeschön unsere Hausbau-Checkliste oder kön­nen an mei­nem Webinar “Freude beim Bauen” teilnehmen:

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DFH Haus GmbH muss Strafe zahlen: Deshalb lohnt sich die nachträgliche Vertragsprüfung

DFH Haus GmbH muss Strafe zahlen: Deshalb lohnt sich die nachträgliche Vertragsprüfung

Selbst wenn die Verträge bereits unter­schrie­ben sind, ist es noch nicht zu spät. Klauseln kön­nen auch nach­träg­lich noch für unwirk­sam erklärt werden. Dies zeigt sich an fol­gen­dem Fall:

DFH Haus (Massa, Okal, Allkauf) verstößt gegen eine gerichtlich festgesetzte Unterlassungsverfügung und muss nun eine Strafe von 60.000 Euro zahlen!

Die meis­ten Bauherren benötigen für ihr Vorhaben ein Darlehen von der Bank. Wurde ein ent­spre­chen­der Darlehensvertrag mit der Bank geschlos­sen, hat der Bauherr einen Darlehensauszahlungsanspruch gegen diese. Kurz gesagt: Er kann auf­grund des Vertrages das ver­ein­barte Geld von der Bank ver­lan­gen. Dieses Geld benö­tigt er um spä­ter die von ihm beauf­tragte Baufirma zu bezahlen.

Diese Bezahlung ist aber grund­sätz­lich erst nach man­gel­freier Leistung, Fertigstellung und Abnahme des Bauwerkes fällig.

Die DFH Haus GmbH, wel­che nach eige­nen Angaben das größte Fertighausunternehmen Deutschlands ist, ver­wen­dete nun in ihren Verträgen Klauseln, durch wel­che der Bauherr ver­pflich­tet wurde die­sen Darlehensauszahlungsanspruch an die DFH Haus als Sicherheit unwi­der­ruf­lich und in vol­ler Höhe abzutreten.

Kommt es nun zum Streit, ist es für den Bauherren unmög­lich an sein eige­nes Darlehen zu gelan­gen, denn den Anspruch, von der Bank das Geld aus dem Darlehen zu ver­lan­gen, hat ja inzwi­schen DFH Haus. Deshalb müs­sen hohe Bereitstellungszinsen gezahlt werden, wenn die Darlehenssumme wegen Mängeln oder Bauverzuges noch nicht abge­ru­fen werden kön­nen und auch für den Fall einer Kündigung hat der Bauherr man­gels Geldes meist keine Möglichkeit, ein ande­res Unternehmen mit der Mängelbeseitigung oder dem Weiterbau zu beauf­tra­gen. (Ein wei­te­res Darlehen wird er in der Regel nicht bekom­men) Das Ergebnis kann dann ein Baustopp über die Dauer des Rechtsstreits sein, wel­cher sich Jahre hin­zie­hen kann.

 

Vor einem solchen sofortigen Zugriff auf die Sicherheit […] muss der (private) Bauherr geschützt werden.“

Dies ent­schied das OLG Koblenz bereits im März 2017, wes­halb es eine Unterlassungsverpflichtung gegen die DFH Haus GmbH hin­sicht­lich die­ser oder inhalts­glei­cher Klauseln ver­hängte. Der Bundesgerichtshof hat dies im Jahr 2020 bestä­tigt. Leider hält sich die DFH Haus GmbH nicht an das Urteil son­dern hält es für richtig, das Urteil zu umgehen!

Umgehungsversuch der DFH Haus GmbH

Anstatt der unter­sag­ten Klauseln ver­langte die DFH Haus nun eine selbst­schuld­ne­ri­sche Bankbürgschaft über 20 Prozent des Gesamtwerklohns von den Bauherren. Nach Vertragsschluss eröff­nete DFH Haus eben die­sen jedoch die Möglichkeit ersatz­weise 😉 für die Bankbürgschaft eine Zusatzvereinbarung zum Vertrag abzu­schlie­ßen. Diese hatte jedoch wie­der die Abtretung des Darlehensauszahlungsanspruchs zum Inhalt.

 

Eine Entscheidung zu Gunsten der Verbraucher

Diesbezüglich stellte das OLG Koblenz am 5.1.2022 fest, dass DFH Haus mit die­sem Vorgehen eine Klausel ver­wen­det hat, die inhalts­gleich zu der bereits unter­sag­ten Klausel ist. Und dies ist auch sach­ge­recht. Denn die Bauherren den­ken häu­fig, dass es für sie mit einem grö­ße­ren Aufwand ver­bun­den ist, eine Bankbürgschaft abzu­schlie­ßen. Und da man sich wäh­rend des Bauens ohne­hin um so viele Dinge küm­mern muss, ent­schei­den sich viele Bauherren für den aus ihrer Sicht ver­meint­lich leich­te­ren Weg der Abtretung.

 

So laufen Bauherren in die Abtretungsfalle

Viel zu spät bemer­ken die Bauherren dann, dass sie sich bes­ser nicht auf die­sen unmo­ra­li­schen Deal ein­ge­las­sen hät­ten. Der Zugriff auf das Geld ist ver­ge­ben. Die DFH lacht sich ins Fäustchen.

Im Ergebnis wurde DFH Haus zur Zahlung eines Ordnungsgeldes in Höhe von 10.000€ pro Verstoß ver­ur­teilt, wobei sich ins­ge­samt sechs Verstöße nach­ge­wie­sen werden konnte. Demnach betrug das Ordnungsgeld ins­ge­samt 60.000€.

Viele Bauherren in Deutschland sind von der Unwirksamkeit der Abtretungsklausel betroffen!

Der Bauherrenschutzbund wird nun wei­tere Verstöße prüfen und gege­be­nen­falls gegen die DFH Haus vor­ge­hen. Sie sind unsi­cher, ob bei Ihrem Vertrag ein Verstoß vor­liegt? Gern lei­ten wir Ihr Anliegen an den BSB wei­ter. Schreiben Sie mir bitte eine E‑Mail.

Unwirksamkeit der Abtretungsklauseln

Alle betrof­fe­nen Bauherren kön­nen sich nun nach­träg­lich auf die Unwirksamkeit der Abtretungsklausel beru­fen. Dies führt im Übrigen auch nicht dazu, dass DFH Haus die Bankbürgschaft ver­lan­gen kann, denn DFH Haus kann sich nicht zu ihren eige­nen Gunsten auf die Unwirksamkeit der Klauseln berufen.

Gut zu wissen: Ihr Bauvertrag ist nicht immer in Stein gemeißelt

Ist der Vertrag unter­schrie­ben sind grund­sätz­lich beide Parteien an die­sen gebun­den. Dennoch kann in bestimm­ten Fällen eine Vertragsanpassung vor­ge­nom­men werden.

Diese Möglichkeit besteht vor allem bei Verbraucherbauverträgen, denn hier­bei unter­liegt der Unternehmer (z.B. DFH Haus) beson­de­ren gesetz­li­chen Restriktionen zum Schutz der Verbraucher (vor­lie­gend dann die Bauherren). Insbesondere ste­hen dem Verbraucher weit­rei­chende Rücktrittsrechte zu. Aber auch ein­zelne Vereinbarungen kön­nen unwirk­sam sein.

Wird der Bauherr durch AGB in rechts­wid­ri­ger Weise unan­ge­mes­sen benach­tei­ligt, sind die ent­spre­chen­den Klauseln unwirksam.

Ändern sich nach­träg­lich beson­dere Umstände, die zur Grundlage des Vertrages gewor­den sind, ist eine Vertragsanpassung oder –auf­lö­sung möglich.

Letztlich ist auch ein sit­ten­wid­ri­ger Vertrag (z.B. auf­grund von Wucher) nichtig.

Wie Sie sehen gibt es auch noch nach Vertragsschluss zahl­rei­che Möglichkeiten etwas zu unter­neh­men. Eine Vertragsprüfung lohnt sich auch in die­sem Falle.

Fordern Sie des­halb jeder­zeit bei mir Ihre unver­bind­li­che und kos­ten­freie Ersteinschätzung ihres Bauvertrages an.

Noch vor Ihrem Bauvertrag steht: Ihre eigene Vorbereitung auf Ihr gro­ßes Bauprojekt. Ich emp­fehle Ihnen des­halb auch mei­nen Selbstlernkurs Bauherrenführerschein der Sie bei Ihrem Bauvorhaben auf den rich­ti­gen Weg bringt und Sie vor unaus­ge­wo­ge­nen Verträgen, Ärger, Mehrkosten, Verzug und Mängeln auf Ihrer Baustelle schützt:

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Baupfusch macht das Haus unbewohnbar — ZDF Hallo Deutschland

Baupfusch macht das Haus unbewohnbar — ZDF Hallo Deutschland

Baupfusch und Baumängel füh­ren die Bauprojekte von Familien oft in eine tiefe Krise. So auch das Haus der Familie Aust. 

Die Familie wohnt noch immer in Leipzig zur Miete, weil ihr neu gebau­tes Holzhaus in der Nähe durch Baupfusch nicht bewohn­bar ist. 

Manuela Reibold-Rolinger erklärt als juris­ti­sche Expertin in dem ZDF Hallo Deutschland Beitrag, wie es zu solch tief­grei­fen­den Baukrisen kommt.

Seit ges­tern kön­nen Sie den TV Beitrag über das Holzhaus der Familie Aust in der ZDF Mediathek ansehen.

Als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Baufamilien vor genau die­sen Baukrisen, wie Familie Aust sie erlebt, zu bewahren.

Aus die­sem Grund habe ich im Laufe der Jahre ein umfang­rei­ches, prä­ven­ti­ves Angebot für ange­hende Baufamilien zusammengestellt.

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TV-Beitrag in Plusminus: Fertighäuser nicht immer die erste Wahl

TV-Beitrag in Plusminus: Fertighäuser nicht immer die erste Wahl

Nicht immer schneller und günstiger:

In Deutschland ver­wirk­li­chen viele Menschen den Traum vom Eigenheim. Vermeintlich güns­tig und schnell klappt die Erfüllung mit einem Fertighaus. Gegenüber Massivhäusern und Kataloghäusern sind Fertighäuser aller­dings nicht immer besser…

Der TV Beitrag von Plusminus zeigt deut­lich, wie wich­tig es ist, sich vor der Unterschrift eines Bauvertrages inten­siv mit dem Thema Hausbau aus­ein­an­der zu set­zen und sich die rich­ti­gen Experten zur Seite zu holen, die Sie im Vorfeld unab­hän­gig bera­ten und Ihren Bauvertrag überprüfen. 

Sie pla­nen Ihren Hausbau und wis­sen nicht so richtig, wie Sie anfan­gen sol­len? Wie wäre es mit unse­ren kos­ten­freien Angeboten:

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Deshalb sollten Sie unbedingt ihren Bauvertrag prüfen lassen:

Deshalb sollten Sie unbedingt ihren Bauvertrag prüfen lassen:

Deshalb raten wir Ihnen, dass Sie Ihren Bauvertrag unbedingt von Profis überprüfen lassen sollten: 

Über 87 % aller Bauverträge sind schlicht NICHT unterschrifts­reif und Laien kön­nen das nicht erkennen.

Werden Vertragslücken und Fallstricke in Hausbauverträgen nicht erkannt, kön­nen Ihnen als pri­vate Bauende sehr hohe, zusätz­li­che Baukosten und Risiken entstehen.

Hand aufs Herz:

Verstehen Sie all diese Klauseln in Schriftgröße 5 auf der Rückseite Ihres Bauvertrages, die so ganz unschein­bar als „Allgemeine Vertragsbedingungen“ bezeich­net werden?

Es würde mich ehr­lich gesagt wun­dern, denn die meis­ten Bauherren sind keine Juristen und ver­ken­nen, dass sich hin­ter unzu­läng­li­chen oder unkla­ren Regelungen fast immer Nachteile und Mehrkosten für die Verbraucherbauherren verbergen.

Das ist ein Mustervertrag, die Kosten für eine Vertragsprüfung sind herausgeworfenes Geld“

Ich weiß, dass viele Bauherren den Versprechungen der Vertriebsmitarbeiter der Haushersteller ver­trauen und wirk­lich glau­ben (wol­len), dass das ein „Mustervertrag ist, den schon viele Bauherren ohne Beanstandung unter­schrie­ben haben“.

Das mag sein, doch meist sind das genau jene Bauherren, die am Ende aber Bauverzug, Mehrkosten, Bauverzug und teure Rechtsstreitigkeiten auf sich neh­men muss­ten, um über­haupt in ihr Haus ein­zie­hen zu können.

 „Das Geld für die Vertragsprüfung spare ich mir“

So ist die Denkweise vie­ler Bauherren, die zuge­ge­be­ner­ma­ßen an allen Ecken und Enden ihr Budget bei­sam­men hal­ten müs­sen — doch in die­sem Fall spa­ren Sie am fal­schen Ende. Ich kann Ihnen ver­si­chern, dass man selbst mit den bes­ten Bauanwälten Deutschlands kei­nen Prozess gewin­nen kann, wenn man einen unaus­ge­wo­ge­nen Vertrag unter­schrie­ben hat. Häufig werden die Bauherren dann von den Richterinnen und Richtern dar­auf hin­ge­wie­sen, dass man das doch unter­schrie­ben habe und sie davon aus­ge­hen, dass dann auch alles ver­stan­den wurde. So ist es aber lei­der nicht, und meist ist es dann zu spät.

Blindes Vertrauen: Kennen Sie die Schlange Kaa aus dem Dschungelbuch? 

Das ist einer mei­ner Lieblingsfilme aus mei­ner Kindheit, übri­gens. Aber zurück zum Dschungelbuch und Mogli: Mogli ist durch blin­des Vertrauen in eine Falle der Schlange Kaa getappt und konnte nur durch gro­ßes Glück von Shir Kahn, dem Tiger, geret­tet werden. Leider haben wir aber in den sel­tens­ten Fällen einen Shir Khan an unse­rer Seite.

Deshalb möchte ich Ihnen folgende Ratschläge für die Erstellung Ihres Bauvertrag geben:

  • Vertrauen Sie nicht blind den Aussagen der Hausbaufirmen, denn Sie ste­hen als Laie immer dem Profi der Baufirma gegenüber.
  • Kennen Sie Ihre Rechte!
  • Lassen Sie sich nicht einlullen.
  • Unterschätzen Sie nicht das Risiko eines schlech­ten und gege­be­nen­falls nich­ti­gen Bauvertrages.
  • Lassen Sie Ihren Vertrag auf jeden Fall von einer/einem Fachanwalt/Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht, der/die sich im VERBRAUCHERBAURECHT aus­kennt und in die­sem spe­zi­el­len Rechtsgebiet ver­siert ist, prüfen.
  • Lösen Sie sich von dem Gedanken, dass die Vertragsprüfung teuer ist — das Geld ist wirk­lich gut inves­tiert und erspart Ihnen um ein Vielfaches höhere Kosten, falls etwas schief geht.

Wenn Sie dann noch den Bauherrenführerschein absol­vie­ren und sich schon in der Planungsphase durch einen baubegleitenden Qualitätskontrolleur beglei­ten las­sen, machen Sie alles richtig und Sie werden schon bald sicher und ohne grö­ßere Probleme in Ihr Traumhaus ein­zie­hen können.

Der Königsweg für Ihr Bauprojekt sieht des­halb mei­nes Erachtens so aus:

> Absolvieren Sie den Bauherrenführerschein > wei­tere Informationen zu mei­nem Online-Kurs fin­den Sie hier.

> Lassen Sie Ihren Bauvertrag prüfen > Manuela Reibold-Rolinger und Ihr Team in der Fachanwaltskanzlei Reibold-Rolinger erstel­len eine kos­ten­freie Ersteinschätzung Ihres Bauvertrages und ein unver­bind­li­ches Angebot zur Prüfung des Vertrages.. Hier kön­nen Sie Ihre kos­ten­freie Ersteinschätzung anfordern. 

>Ziehen Sie schon in der Planungsphase Ihres Hausbauprojektes eine bau­be­glei­tende Qualitätskontrolle hinzu. Als Teilnehmer:in des Bauherrenführerscheines emp­feh­len wir Ihnen einen Experten ganz in der Nähe Ihres Bauvorhabens.

Urteil zu Abhängigkeit von Bauvertrag und Grundstückskaufvertrag:

Weshalb Sie sich nicht auf Musterverträge ver­las­sen soll­ten und wieso die Vertragsprüfung durch eine/n juris­ti­schen Experten so wich­tig ist, schil­dere ich Ihnen in die­sem aktu­el­len Urteil:

Viele Bauherren las­sen sich von Baufirmen ködern, die gleich­zei­tig ein Grundstück versprechen.

Wenn die bei­den Verträge von­ein­an­der anhän­gig sind, müs­sen beide Verträge beim Notar beur­kun­det werden. Viele Verbraucher wis­sen das nicht.

Das Kammergericht Berlin hat jüngst ent­schie­den, dass ein Bauvertrag, der eine recht­li­che Einheit mit einem Grundstückskaufvertrag bil­det, eben­falls nota­ri­ell beur­kun­det werden muss. Geschieht das nicht, sind im Zweifel beide Verträge nichtig.

Ob tat­säch­lich eine Verbindung zwi­schen dem Bauvertrag und dem Grundstückskaufvertrag besteht, muss im Einzelfall geprüft werden. Den Sachverhalt sollte man auf jeden Fall von einer/einem Verbraucherbaurechtsexpertin/Verbraucherbaurechtsexperten prüfen las­sen, denn die­ser ist häu­fig nicht klar und die Prüfung gehört auf jeden Fall in die Hände juris­ti­scher Experten.

Die Abhängigkeit des Bauvertrages vom Kaufvertrag reicht manch­mal nicht aus, um von einer Beurkundungspflicht des Bauvertrages auszugehen.

Das Risiko für Verbraucher liegt auf der Hand, da diese häu­fig auch die Hinweise des Notars miss­ver­ste­hen. So war es auch in dem Fall, den das Kammergericht Berlin zu ent­schei­den hatte:

Hier hatte ein Verbraucher die Bebauung sei­nes Grundstücks geplant. Ein Bauherr erwarb darin ein Grundstück mit nota­ri­el­lem Kaufvertrag und bestellte geson­dert mit einem nicht beur­kun­de­ten Bauvertrag die Herstellung eines Gebäudes von einem Generalunternehmer.

Nachdem beide Parteien in Streit gerie­ten, lan­dete der Fall vor Gericht. Das stellte fest, dass der Kaufvertrag nich­tig ist, weil der Bauvertrag nicht beur­kun­det wurde. Der Bauherr ver­lor daher das Grundstück und den Bauvertrag!

Das klingt lei­der wie „Gehen Sie zurück auf Los“ und war in die­sem beschrie­be­nen Fall auch mit erheb­li­chem Zeitverlust und Mehrkosten ver­bun­den. Jede Partei kann sich näm­lich auf die Nichtigkeit berufen.

Deshalb noch­mals mein Hinweis: Die Prüfung eines Bauvertrages gehört in die Hände von Profis. Zu glau­ben, dass man das schon selbst kann, ist unrealistisch.

Fordern Sie des­halb hier eine unver­bind­li­che und kos­ten­freie Ersteinschätzung Ihres Bauvertrages an.

Das sind die Top Five der Punkte, die in Bauverträgen oft gar nicht oder nur unzulänglich geregelt sind:

  1. Fehlende Einbindung des Grundstückes
  2. Unzureichende Baubeschreibung
  3. Unausgewogene Bauherrenpflichten
  4. Intransparente Bauzeitenregelung
  5. Schlechte Zahlungspläne

 

Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

Sie ste­hen noch am Anfang Ihres Projektes? Dann starten Sie am bes­ten hiermit:

Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

So machen Sie Hausangebote ver­gleich­bar:

Auf der Suche nach einem Baugrundstück ist Ihre Fantasie gefragt.

Auf der Suche nach einem Baugrundstück ist Ihre Fantasie gefragt.

Wie Sie Ihr Traumgrundstück finden können:

Gerade hat mir eine Baufamilie einen Erbpachtvertrag zur Prüfung vor­ge­legt, da wurde mir noch­mals klar, wie wich­tig das Thema Baugrundstück ist und dass die Bauplätze vor allen Dingen in Ballungsräumen rar gesät sind und man gege­be­nen­falls auf Alternativen aus­wei­chen muss, wie zum Beispiel über eine Erbpacht nach­zu­den­ken. Ich werde dazu sicher auch noch einen eige­nen Blogbeitrag schreiben.

Mein eige­nes Grundstück liegt in Rheinhessen und wir haben es vor vie­len Jahren von einer Winzerin zu einem fai­ren Preis erwor­ben. Gestern erhielt ich die Info, dass die Grundstücke in unse­rer Nähe mitt­ler­weile das vier­fa­che von dem kos­ten, was wir 2003 gezahlt haben. Das ist der Wahnsinn!

Fast täg­lich werde ich von Bauherren nach Tipps für Grundstücke gefragt. Neben der Möglichkeit sich bei der jewei­li­gen Gemeinde nach Baulücken zu infor­mie­ren gibt es auch die Möglichkeit, ein soge­nann­tes Hinterlieger-Grundstück zu bebauen, also in 2. Reihe.

Die Fahrt durch etwas abge­le­ge­nere Gegenden ist in die­sen Fällen sehr hilf­reich. Häufig gibt es auf wun­der­schö­nen Grundstücken eine abriss­reife Bausubstanz, das kann die Chance sein, trotz zusätz­li­cher Abrisskosten, ein Traumgrundstück zu fin­den. Die Bereitschaft ein wenig „um die Ecke zu den­ken“ bringt Sie hier einen großen Schritt weiter.

 

Weg aus dem Ballungsgebiet — die Chance auf ein Traumgrundstück

Weg vom Frust all derer, die in Ballungsgebieten wir Frankfurt, Köln, München oder Berlin bauen wol­len und noch nicht mal im soge­nann­ten „Speckgürtel“ fün­dig werden. Die Neubaugebiete sind schlicht und ergrei­fend viel zu teuer oder „abge­grast“.

Ich kann Ihnen daher nur die Empfehlung geben, dar­über nach­zu­den­ken ein Grundstück MIT einem alten Gebäude oder eine Baulücke oder ein Hinterlieger-Grundstück zu suchen, denn von denen gibt es auch in den Ballungsgebieten und im Speckgürtel noch einige.

Wenn Sie mit offe­nen Augen durch die Landschaft fährt, ob mit dem PKW oder noch bes­ser mit dem Fahrrad, ent­de­cken Sie sicher sehr span­nende Flächen, auf denen Bauruinen, Gartenhäuser oder auch große Werbetafeln ste­hen, die durch­aus bebau­bar sind.

Wenn Sie sich dann noch die Topographie der Grundstücke anschauen und große Flächen hin­ter Bestandsgebäuden ent­de­cken, lohnt es sich auch mal bei den Eigentümern zu klin­geln und zu fra­gen, ob sie schon mal an den Teilverkauf ihres großen Gartengrundstücks gedacht haben.

 

Es gibt Grundstücke, die bisher niemand als Baugrund wahrgenommen hat

Rechtlich kann man das alles sehr gut regeln, Wegerechte, Dienstbarkeiten und nach­bar­schaft­li­che Vereinbarungen kön­nen so dazu füh­ren, dass Sie ein Grundstück fin­den, das bis­her kei­ner als Baugrundstück wahr­ge­nom­men hat.

Es lohnt sich immer „um die Ecke zu denken“.

Muss es tat­säch­lich das Neubaugebiet sein, in dem der qm Bauland über 1000 Euro kos­tet oder kann es auch das Grundstück in 2. Reihe sein, mit gewach­se­ner Struktur und einer Nachbarschaft, die es schon viele Jahre gibt und die man sich selbst aus­su­chen kann? Klingt doch span­nend, fin­den Sie nicht?

Natürlich muss es auch pla­nungs­recht­lich mög­lich sein, in der 2. Reihe zu bauen. Sie werden jedoch fest­stel­len, dass das häu­fig sogar gewünscht wird und die Behörden und Kommunen hier sehr ent­ge­gen­kom­mend sind, weil die Verdichtung aus­drück­lich gewünscht ist!

 

Bei Baulücken überwiegen die Vorteile

Baulücken oder Restgrundstücke sind nicht für jeden pas­send, den­noch finde ich, über­wie­gen die Vorteile, denn diese Grundstücke sind oft in den schö­nen Wohngegenden ver­füg­bar und zwar klei­ner als ein typi­sches Neubaugebiets-Grundstück, was jedoch die Kosten erheb­lich ver­rin­gert. Weniger ist mehr und viel­leicht kom­men Sie ja auch mit weni­ger Fläche aus oder wol­len ohne­hin ein Tiny- oder Modul-Haus bauen.

Na? Macht es lang­sam Spaß „um die Ecke zu denken“?

Spüren Sie schon die Lust auf ihr Rad zu stei­gen und die Gegend zu erkun­den. Mit offe­nen Augen durch die Landschaft zu fah­ren, anzu­hal­ten, inne­zu­hal­ten und sich zu fra­gen, könnte das ein Ort für uns sein, an dem wir uns wohl fühlen?

Google Maps wäre für die­je­ni­gen eine Alternative, die nicht so gern mit dem Zweirad unter­wegs sind.

Statten Sie dem ört­li­chen Bauamt in den Sprechzeiten einen Besuch ab. Dort kennt man die Gegend gut und kann gege­be­nen­falls schon sagen, ob es zur Umwidmung von Flächen gekom­men ist, die nun als Brachfläche auf die Bebauung war­ten. Auch so kann man span­nen­den Lagen ent­de­cken und hat bei die­ser Gelegenheit bereits die Person ken­nen­ge­lernt, die spä­ter auch über Ihren Bauantrag ent­schei­den wird.

 

Unterschätzen Sie nicht das persönliche Gespräch

Natürlich kann man auch online im Baulückenkataster der jewei­li­gen Wunschregion schauen. Jedes Amt hat im Übrigen ein Liegenschaftskataster oder ein Geoportal, in dem man sich schlau machen kann. Nichts geht jedoch über das per­sön­li­che Gespräch zum Beispiel vor dem Kindergarten oder der Schule, immer wie­der ent­ste­hen so die span­nends­ten Geschichten. So war es auch bei uns.

Dass die Winzerin, von der wir das Grundstück gekauft haben, über­haupt ver­kauft, habe ich nach dem Elternabend in der Klasse mei­ner Tochter erfah­ren. Gleich am nächs­ten Morgen war ich mit ihr am Grundstück und war sofort sicher: Hier möchte ich bauen.

Unterschätzen Sie daher, wie immer, nicht das per­sön­li­che Gespräch. Es tun sich häu­fig Wege auf, an die man zuvor nicht gedacht hat.

Spätestens wenn Sie dann ihr Grundstück gefun­den haben, macht es Sinn, den Bauherrenführerschein zu absol­vie­ren. Dort ler­nen Sie: Wie Sie den Bebauungsplan richtig lesen und ver­ste­hen, was Ihre nächs­ten Schritte sind, wen Sie als Experten zu Rate zie­hen sollten.

5 Tipps, wie Sie Ihr Traumgrundstück finden:

  1. Um die Ecke den­ken” und nicht auf Neubaugebiete fixieren.
  2. Die Gegend erkun­den, nach­fra­gen, das Gespräch suchen.
  3. Das Bauamt befragen.
  4. Das Baulückenkataster durchstöbern
  5. Meinen Online-Kurs Bauherrenführerschein  🙂 absolvieren

Für die recht­li­chen Fragen zur Bebaubarkeit erhal­ten Sie über Bauglück die rich­ti­gen Rechstexperten, wenn Sie Absolvent:in mei­nes Online-Kurses Bauherrenführerschein sind.

Hier erhal­ten Sie noch mehr Infos, wor­auf Sie bei der Grundstücksuche ach­ten müssen: 

https://www.bauglueck.de/grundstucksuche-mit-diesen-tipps-zum-grundstueck-fur-ihr-traumhaus/

https://www.bauglueck.de/grundstueckskauf-traumgrundstueck-nicht-uebereilen-essentielle-tipps/

https://www.bauglueck.de/bauvertrag-ohne-grundstueck-nicht-unterschreiben/

https://www.bauglueck.de/din-18205-bedarfsplanung-fuer-ihr-traumhaus-noch-eine-norm/

 

 

Sie pla­nen Ihr Eigenheimprojekt und wol­len es von Anfang an richtig ange­hen?
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Die 10 größten Mängel bei privaten Hausbau-Projekten

Die 10 größten Mängel bei privaten Hausbau-Projekten

Je später bei Ihrem Bauprojekt ein Mangel erkannt wird, umso teurer wird die Mängelbeseitigung.

Deshalb ist es für Sie so wich­tig zu wis­sen, wie Sie Mängel beim Hausbau erken­nen und ver­hin­dern können.

Mängel am Bau sind voll­kom­men nor­mal, denn es sind Menschen, die das Haus mit ihren Händen bauen. Da das so ist, soll­ten Sie Ihr Bauvorhaben vor allen Dingen gut pla­nen und über­wa­chen, um Ausführungsfehler zu vermeiden, damit Sie am Ende nicht das Nachsehen haben und auch noch die Schadenskosten oder Kosten für die Mängelbeseitigung tra­gen müssen.

Fast jede 2. Baufamilie hat mit Mängeln auf ihrer Baustelle zu kämpfen. Das hat eine Erhebung des Bauherrenschutzbundes e.V. ergeben.

Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

Das sind meine 5 ulti­ma­ti­ven Tipps zur Vermeidung von Mängeln am Bau:

1. Prüfen Sie Ihre/n Vertragspartner. Zum Beispiel ist es sehr inter­es­sant zu wis­sen, wie lange er schon als Bauunternehmer tätig ist und wie­viele Häuser diese Firma im Jahr baut?

2. Lassen Sie Ihren Bauvertrag und die Leistungsbeschreibung prüfen.
Checken Sie auch vorab, ob die Vertragsunterlagen voll­stän­dig sind.

3. Lassen Sie Ihre Planung über­prü­fen —  ist sie plausibel?

4. Lassen Sie Ihren Bau von Ihrem eige­nen, baubegleitenden Qualitätskontrolleur über­prü­fen, damit Ausführungsmängel früh­zei­tig erkannt werden können.

5. Rügen Sie einen auf­tre­ten­den Mangel schrift­lich und mit einer Fristsetzung.

___________________

Das ist der größte Fehler, den Sie als pri­va­ter Bauherr bege­hen könnten:

Wie sich aus der Statistik oben ergibt, soll­ten Sie als Bauende sehr früh und auch sehr gründ­lich mit­den­ken. Den größ­ten Fehler bege­hen Sie aber, wenn Sie die Verantwortung abge­ben oder Sie sich über den Mund fah­ren las­sen, sobald Sie einen Mangel gerügt haben und die­ser zurück­ge­wie­sen wird.

Das kön­nen Sie als Bauherr tun, wenn Sie einen Mangel rügen und der Unternehmer behaup­tet, dass kein Mangel vor­liegt oder er den Mangel nicht fach­ge­recht besei­ti­gen möchte: 

VOR DER ABNAHMEalso im Prozess der Erfüllung des Bauvertrages, haben Sie  fol­gende Möglichkeiten:

>Schwere Mängel (z.B. an der Gründung, Statik, Abdichtung des Gebäudes) müs­sen Sie schrift­lich rügen und eine Frist zur Beseitigung set­zen.

>Bestreitet der Unternehmer den Mangel, so muss er bewei­sen, dass kein Mangel vor­liegt, denn vorder Abnahme ist er in der Beweislast für die Mängelfreiheit.

>Weigert sich der Unternehmer den Mangel zu besei­ti­gen, kön­nen Sie den Mangel nicht ein­fach selbst besei­ti­gen, das ist erst nach der Abnahme mög­lich

>Sie kön­nen dann jedoch von Ihrem Zurückbehaltungsrecht Gebrauch machen und die dop­pelte Höhe der vom eige­nen BBQ geschätz­ten Kosten bis zur Beseitigung der Mängel einbehalten.

>Weigert sich der Unternehmer die Mängel zu besei­ti­gen, ist ein Gespräch mit der Fachanwältin oder dem Fachanwalt nötig. Nur die Juristen kön­nen prüfen, ob gege­be­nen­falls eine außer­or­dent­li­che Kündigung des Bauvertrages im Einzelfall mög­lich ist.

>Beseitigen Sie nie­mals vor der Abnahme die Mängel selbst, denn auf die­sen Kosten werden Sie aller Voraussicht nach sit­zen bleiben.

NACH DER ABNAHMEAuch hier gibt es Regeln, die Sie beim Auftreten von Baumängeln ein­hal­ten sollten:

>Rügen Sie Mängel schrift­lich und mit einer ange­mes­se­nen Frist zur Mängelbeseitigung.

>Holen Sie einen Kostenvoranschlag zur Mängelbeseitigung ein. 

> Fordern Sie die Kosten aus dem Kostenvoranschlag vom Unternehmer  — Ebenfalls mit einer Frist.
Läuft diese Frist ab, muss wie­der die Fachanwältin zu Rate gezo­gen werden. Hier kön­nen Sie einen Termin zur Onlineberatung mit Manuela Reibold-Rolinger vereinbaren.

 

Was ist los auf Deutschlands Baustellen im Jahr 2021?

Die meis­ten Mängel lie­gen in der Planung, Koordination, Bauüberwachung und vor allem aber bei der Bauausführung.

Selbstverständlich haben Sie einen Anspruch auf ein man­gel­freies Haus und somit auch auf die Mangelbeseitigung, soll­ten Mängel auftreten.

Außerdem muss die Bauausführung den aner­kann­ten Regeln der Technik ent­spre­chen und funk­ti­ons­taug­lich sein.

Mangelfolgeschäden müssen unbedingt vermieden werden!

Zu einem Problem entwickelt sich ein Mangel dann, wenn der Mangel über die Abnahme hin­aus bestehen bleibt. Werden die Mängel nicht recht­zei­tig erkannt und Folgeschäden erst nach der Abnahme oder im schlimms­ten Fall nach der Gewährleistung bemerkt, kön­nen Sie als Bauende lei­der auf hohen  Schadenskosten sit­zen bleiben.

Daher ist der beste Weg, wenn Sie den Baufortschritt mit einer unab­hän­gi­gen Baubegleitung kon­trol­lie­ren. Ein exter­ner Sachverständiger prüft dabei zu ein­zel­nen Abschnitten die Bauausführung auf Mängel. 

TIPP:

Teilnehmer:innen des Bauherrenführerscheines emp­feh­len wir aus unse­rem Expertennetzwerk unab­hän­gige Sachverständige (in der Nähe ihres Bauprojektes) mit nach­ge­wie­se­nen Qualifikation. » Hier erfah­ren Sie mehr über den Bauherrenführerschein.

 

 

Das sind die 10 typi­schen Mängel beim Bau, die immer wie­der vor­kom­men und auf die Sie als Bauherr ein beson­de­res Augenmerk legen sollten:

Top Ten der Maengel beim Hausbau

Ein Beispiel aus meinem Kanzleialltag:

Letzte Woche war ich auf einer Baustelle, bei der der sehr aner­kannte Fertighaushersteller, trotz Bedenken der Baufamilie, dass die Abdichtung in den Bädern gege­be­nen­falls nicht richtig aus­ge­führt wurde, behaup­tet hatte, dass die Bäder hin­ter den Fliesen fach­ge­recht abge­dich­tet sei. 

Die Bauherren habe dar­auf bestan­den, dass dies im Rahmen der Bauabnahme durch Bauteilöffnung nach­ge­wie­sen wird. Und siehe da:

Keines der 3 Bäder war fach­ge­recht abgedichtet!

Gut, wenn man beharr­lich bleibt, denn gerade bei einer Holzständerbauweise, was bei Fertighäusern immer der Fall ist, führt eine Undichtigkeit in den Bädern zu zum Teil irrepa­ra­blen Schäden am Holz, die man häu­fig erst viele Jahre nach Ablauf der Gewährleistungsfrist fest­stellt. Das hat zur Folge, dass Sie auf den Kosten der Mängelbeseitigung sit­zen und diese lie­gen in der Regel bei meh­re­ren 10.000 Euro.

Sie möch­ten mehr über den Umgang mit Mängeln erfah­ren? Dann könnte die­ser Blogbeitrag noch inter­es­sant für Sie sein:

https://www.bauglueck.de/maengelbeseitigungsrecht-des-unternehmers-die-heilige-kuh-des-baurechts/

Sie ste­hen noch am Anfang Ihres Projektes? Dann starten Sie am bes­ten hiermit:

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Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

Checkliste:
So machen Sie Hausangebote ver­gleich­bar

Meine Geling-Tipps zur guten Kommunikation auf Ihrer Baustelle

Meine Geling-Tipps zur guten Kommunikation auf Ihrer Baustelle

Da ich nicht nur Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht bin, son­dern auch Schlichterin nach der Schiedsordnung Bau, ist das Thema Kommunikation auf der Baustelle ein sehr wich­ti­ges Thema für mich.

Gerade in der heu­ti­gen Zeit, in der die Unternehmer volle Auftragsbücher haben, ist es mir sehr wich­tig, dass pri­vate Baufamilien nicht nur recht­lich, son­dern auch kom­mu­ni­ka­tiv gut auf­ge­stellt sind.

Deshalb beschäf­tige ich mich inten­siv damit, wie gute und kon­struk­tive Kommunikation eigent­lich funk­tio­niert und wie Sie als Bauende Ihren Bauvertrag gut ver­han­deln und auf­tre­tende Konflikte auf der Baustelle lösen können.

Das Recht auf eine faire Vertragsgestaltung

Immerhin sind Sie keine Bittsteller, son­dern Kundinnen und Kunden, die ein Recht auf eine faire Vertragsgestaltung und fai­ren Umgang mit­ein­an­der haben.

Häufig erlebe ich jedoch, dass eine Bevormundung durch die Unternehmer erfolgt, oder über­haupt gar nicht gewünscht ist, dass man mit­ein­an­der spricht:

Wir wol­len Häuser bauen und nicht stän­dig reden…“

Das ist eine schlechte Voraussetzung für ein Dauerschuldverhältnis von 12 Monaten, fin­den Sie nicht auch?

Woran das liegt, kann ich nicht wirk­lich sagen, ich weiß nur, dass sich alle Probleme auf Baustellen in der Regel bes­ser durch Sprechen als durch Schweigen lösen lassen.

Gute Baukultur

Nach mei­ner Meinung gehört zu einer guten Baukultur auch ein fai­res und zuge­wand­tes Miteinander vor und auf den Baustellen!

Erfahren Sie des­halb in die­sem Blogbeitrag mehr über diese Themen:

  • Worüber gibt es die meis­ten Auseinandersetzungen?
  • Wie kön­nen Bauherren Konflikten auf der Baustelle vorbeugen?
  • Darf ein Unternehmen den Bauherren Leistungsänderungen mit Mehrkosten in Rechnung stellen?
  • Ein häu­fi­ges Ärgernis sind auf­tre­tende Baumängel. Was müs­sen Bauherren beachten?
  • Und wenn tat­säch­lich nichts passiert?
  • Was ist zu tun, wenn sich die Bauzeit ver­zö­gert oder auf der Baustelle nichts mehr passiert?
  • Den Vertrag kündigen?
  • Meine 10 wich­tigs­ten Baustellen-Kommunikationstipps

 

Die Absolvent*innen des von mir ent­wi­ckel­ten Bauherrenführerscheines“ wis­sen das zu gut, denn das ist einer der Kernpunkte in mei­nem Kurs, mit dem jede*r Bauende wich­tige und hilf­rei­che Tipps, Checklisten und Vordrucke erhält, mit denen garan­tiert Mehrkosten, Bauverzug und teure Rechtsstreitigkeiten ver­mie­den werden kön­nen. 

 

 

Sie wis­sen, das ist mein Herzensthema: Prävention am Bau!

Wenn Sie mehr über mei­nen Online-Kurs Bauherrenführerschein erfah­ren möch­ten, kli­cken Sie hier »> https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/

Bauherren-Führerschein von Manuela Reibold-Rolinger

Darüber gibt es die meisten Auseinandersetzungen auf einer Baustelle: 

Die häu­figs­ten Konfliktthemen sind Mehrkosten, Zeitverzug beim Bauen, schlep­pende oder ver­wei­gerte Mängelbeseitigung und Streit dar­über, was eigent­lich ver­trag­lich geschul­det ist. Ihnen als Bauende sollte bewusst sein, dass es keine Baustelle ohne Bauablaufstörungen gibt. Dennoch las­sen sich Probleme aus dem Weg räumen.

Ich habe mit der lei­der noch zu sel­ten prak­ti­zier­ten Schlichtung erstaun­lich gute Erfahrungen gemacht. Sitzen auf den Baustellen alle an einem Tisch, kommt man oft zu einem schnel­len Ergebnis, das bei­den Parteien gerecht wird und eine kos­ten­in­ten­sive lange gericht­li­che Auseinandersetzung erspart.

 

Wie können Bauherren Konflikten auf der Baustelle vorbeugen? 

Zunächst müs­sen sie sich ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass der Bau eines Eigenheims kein Spaziergang ist. Voraussetzung für einen rei­bungs­losen Bauablauf ist gute Vorbereitung, kom­pe­tente Baubegleitung und das Handeln in eige­ner Sache. Ein aus­ge­wo­ge­ner Bauvertrag samt detail­lier­ter Leistungsbeschreibung, die beide den Pflichten des Bauunternehmers und den Rechten des Bauherrn ent­spre­chen, bil­den die Basis.

 

Darf ein Unternehmen den Bauherren Leistungsänderungen mit Mehrkosten in Rechnung stellen? 

Einseitig darf ein Unternehmen die Leistung nicht ein­sei­tig ändern, son­dern nur in Absprache mit den Bauherren. Und das Unternehmen muss auch die zu erwar­ten­den Mehrkosten bezif­fern. Was Bauherren zuge­mu­tet werden kann, ist vom Einzelfall abhän­gig. Oft ent­ste­hen Mehrkosten durch Kalkulationsfehler oder Zeitverzug soll durch ein ande­res ‑teu­re­res ‑Verfahren auf­ge­holt werden. Das muss der Bauherr nicht zahlen.

Gerade in der aktu­el­len Zeit wird sehr schnell auf die erheb­lich gestie­ge­nen Rohstoffkosten hin­ge­wie­sen und ein­fach ein­sei­tig der Festpreis ange­passt. Dass das nicht geht, dürfte jedem klar sein, der einen Festpreisvertrag unter­schrie­ben hat. Auf jeden Fall muss der Unternehmer Nachweise vor­le­gen und beim Festpreisvertrag sind Mehrkosten ohne­hin ausgeschlossen.

 

Ein häufiges Ärgernis sind auftretende Baumängel. Was müssen Bauherren beachten? 

Sofort han­deln, nicht abwar­ten! Nicht nur anru­fen, son­dern schrei­ben! Mängel müs­sen gegen­über dem Unternehmer schrift­lich ange­zeigt werden. Diese sind deut­lich zu benen­nen, wobei eine sym­pto­ma­ti­sche Beschreibung wie “der Keller ist feucht” reicht. Vor der Abnahme ist die Beseitigung der Mängel durch Ersatzunternehmer pro­ble­ma­tisch, nach der Abnahme sieht es da anders aus. Grundsätzlich sollte man früh­zei­tig sowohl eine:n Fachanwält:in für Verbraucherbaurecht als auch einen kom­pe­ten­ten Bausachverständigen kontaktieren.

 

Was ist, wenn Frist und Nachfrist ablaufen und tatsächlich nichts passiert? 

Ist die Frist, even­tu­ell auch eine Nachfrist, abge­lau­fen, kann der Bauherr das Unternehmen für spä­tere Mängelbeseitigungskosten in Anspruch neh­men. Klug ist, wenn er bis dahin die Abschlagzahlungen nur nach Baufortschritt geleis­tet hat. Dann hilft ihm sein gesetz­li­ches Zurückbehaltungsrecht. Zusätzlich sollte ein Sachverständiger den Umfang der Mängelbeseitigung doku­men­tie­ren und die Kosten bezif­fern. Die dop­pelte Höhe der zu erwar­ten­den Beseitigungskosten darf ein­be­hal­ten werden.

 

Was ist zu tun, wenn sich die Bauzeit verzögert oder auf der Baustelle nichts mehr passiert? Den Vertrag kündigen?

Auch hier gilt: Wenn der Bau ein­ge­stellt wird, schrift­lich zur Fortsetzung der Arbeiten auf­for­dern und diese auch zulas­sen. Auf kei­nen Fall sollte ein Bauvertrag vor­schnell gekün­digt werden! Zwar ist die Auflösung des Bauvertrages häu­fig das letzte Mittel. Bauherren müs­sen sich jedoch dar­über im Klaren sein, dass sich die Konflikte danach fort­set­zen kön­nen. Der Bauvertrag kann auch durch ein­ver­nehm­li­che Vertragsaufhebung been­det werden. Sie ist die ele­gan­tere Lösung und schließt Überraschungen in der Zukunft aus. Immer jedoch soll­ten Bauherren das Beenden eines Vertragsverhältnisses sorg­fäl­tig abwä­gen und unbe­dingt anwalt­lich beglei­ten las­sen. Denn bei einer so genann­ten „freien“ Kündigung bege­ben sich Bauherren in die Gefahr, erheb­li­chen Schadenersatz an den Bauunternehmer zah­len zu müssen.

 

FAZIT:

  1. Vermeiden Sie Konflikte durch eigene Kompetenz. https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/
  2. Prävention statt teu­rer Gerichtsstreitigkeiten: Lassen Sie Ihren Bauvertrag vor Vertragsunterzeichnung recht­lich prüfen.
    Tipp: Teilnehmer*innen des Bauherrenführerscheins spa­ren hier 100 Euro 😊 
  3. Nur mit bau­be­glei­ten­der Qualitätskontrolle bauen.
  4. Stets auf klare und gute Kommunikation ach­ten. Auch das ler­nen Sie im Bauherrenführerschein.

 

Das sind meine 10 Baustellen-Kommunikationstipps, mit denen
Ihnen jedes Gespräch gelingt:

  1. Bleiben Sie authen­tisch und immer bei sich selbst. Sie müs­sen nicht jedem Unternehmer gefal­len. Hören Sie auf Ihr Baugefühl. Wenn sich etwas „schräg“ anfühlt: Weitersuchen, es gibt viele Unternehmer, die schöne Häuser bauen.

  2. In den Verhandlungen nicht über den Mund fah­ren las­sen. Achten Sie auf einen Redeanteil von 50/50. Stehen Sie für Ihre Vorstellungen ein!

  3. Eine gute Atmosphäre ist wich­tig! Achten Sie auf Ihren Gesprächspartner und hören auf­merk­sam zu!

  4. Nehmen Sie posi­tive Dinge wahr und benen­nen sie diese. Man neigt dazu im Streitgespräch nur das Negative her­vor­zu­he­ben. Um zu einem Ziel zu kom­men, sollte man immer mit dem Positiven beginnen.

  5. Wer nicht fragt bleibt dumm“ …. Stellen Sie viele Fragen, offene Fragen, Verständnisfragen, klare Fragen.

  6. Sein Sie respekt­voll und akzep­tie­ren Sie andere Meinungen, blei­ben Sie jedoch kri­tisch und hell­wach, um die „Ausreden am Bau“ zu hinterfragen.

  7. Loben Sie den Unternehmer für Dinge, die gut gelau­fen sind und „gewin­nen“ Sie ihn. Meist stimmt der Satz: „Gewinne den Menschen und du gewinnst auch in der Sache“.

  8. Laden Sie den Unternehmer ein, sich mit Ihren Ansichten zu befas­sen. Lassen Sie ihn die Perspektive wech­seln, Ihren Platz ein­neh­men. Ich ver­spre­che Ihnen: Es werden Wunder gesche­hen. Belehren Sie nicht!

  9. Verhandlen Sie Ergebnisoffen, ohne zu sehr auf den eige­nen Vorteil zu fokus­sie­ren, manch­mal erge­ben sich span­nende neue Ideen der Problemlösung, versprochen!

  10. Achten Sie auf eine offene und freund­li­che Körpersprache. Stehen Sie nicht mit ver­schränk­ten Armen auf der Baustelle, son­dern schaf­fen eine ange­nehme, zuge­wandte und freund­li­che Atmosphäre.

 

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    Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

    Checkliste:
    So machen Sie Hausangebote ver­gleich­bar

    DIN 18205: Bedarfsplanung — Eine Norm, die ich allen Bauenden empfehle

    DIN 18205: Bedarfsplanung — Eine Norm, die ich allen Bauenden empfehle

    So wenden Sie die DIN zur Bedarfsplanung auf Ihr privates Bauprojekt an:

    In die­sem Blogbeitrag möchte ich Ihnen erklä­ren, wie eine ganz bestimmte DIN beson­ders hilf­reich für Ihr Taumhausprojekt sein kann.

    Die DIN 18205 Bedarfsplanung — Ja, dafür gibt es eine DIN. Verrückt, oder? 😊

    Nutzen Sie diese Leitlinien für die Umsetzung Ihres Traumhauses, kön­nen Ihnen einige unan­ge­nehme Dinge wäh­rend Ihres Hausbaus erspart bleiben.

    Heutzutage sind die Anforderungen an die Planung und Errichtung eines Bauvorhabens sehr komplex und umfangreich:

    • Planen und Bauen wird immer komplexer.
    • Die Anzahl der am Bau Beteiligten steigt.
    • Die tech­ni­schen Möglichkeiten neh­men zu.
    • Wenn es beim Bauen Probleme gibt, liegt das oft an einer unge­nü­gen­den Bedarfsplanung und einer schlech­ten und unzu­rei­chen­den ver­trag­li­chen Grundlage.

    Eines sollte Ihnen des­halb unbe­dingt klar sein: Ohne Bedarfsplanung gelan­gen Sie zu kei­ner soli­den Vertragsgrundlage. Aus Erfahrung als Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht mit Schwerpunkt Verbraucherbaurecht kann ich die­sen Punkt unterstreichen.

    Daher berei­ten wir in unsere Teilnehmer:innen mei­nes Online-Kurses Bauführerschein am Anfang Ihrer Planung genau auf diese Schritte vor. So haben Sie nicht nur Vorteile durch die Aneignung grund­le­gen­den Wissens für einen rei­bungs­losen Bauablauf, son­dern die Bauenden ler­nen zusätz­lich, wie sie den Bedarf für ihr eige­nes Traumhaus selbst und ohne Kosten ermit­teln können.

    Hier kön­nen Sie mehr über den Bauführerschein erfah­ren: https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/

    Kommen wir also zurück zur DIN 18205, die sich an der inter­na­tio­na­len Norm ISO 9699: 1994 „Performancestandards in Building – Checklist for brie­fing – Content of brief for buil­ding­de­sign“, orientiert.

    Norm ist übertragbar auf alle privaten Bauprojekte:

    Ganz beson­ders beim Bauen mit dem Architekten sollte diese Norm allen am Bauprojekt betei­lig­ten bekannt sein. Ein guter Architekt sollte mit Ihnen als Bauende den Bedarf auf Basis der DIN 18205 ermit­teln. Leider wird das immer wie­der sowohl bei den Planer:innen und Bauenden nicht berück­sich­tig, dabei ist das, neben der Grundlagenermittlung einer der wich­tigs­ten Meilensteine beim Bauen.

    Ich sehe die Bedarfsplanung im Bauwesen als grund­le­gende Voraussetzung der Planungsarbeit, sowohl für die Planenden als auch für die Baufirmen.

    Vor der Grundlagenermittlung jedes Bauvorhabens muss die­ser Ausgangspunkt der Planung, mit den Bauenden unter Zuhilfenahme von Beratern (Architekten, Ingenieure, BBQ) ermit­telt und exakt for­mu­liert werden:

    • Was ist das Ziel und die Planungsaufgabe?
    • Was wol­len die Bauherr:innen über­haupt bauen?
    • Was sind die Randbedingungen und Grundlagen?
    • Was sind die Voraussetzungen und Bedürfnisse?

    Konkretisierung Ihres Bedarfs schützt Sie vor kostenintensiven Änderungen auf der Baustelle

    Nur wenn Sie sich kon­kret mit dem Bedarf befas­sen, kön­nen spä­tere, sehr kos­ten­in­ten­sive Änderungen auf der Baustelle ver­mie­den werden. Das klingt noch ein biss­chen abs­trakt bedeu­tet aber für Sie als Bauende übersetzt:

    • Wie hoch ist Ihr Budget?
    • Welches Grundstück werden Sie bebauen?
    • Wie kann und darf die­ses Grundstück bebaut werden?
    • Wie soll das Gebäude gestal­tet werden?
      (z.B. räum­li­che Gliederung, sta­ti­sches System, Art der Fassade ….)

    All Ihre Wünsche und rea­lis­ti­schen Rahmenbedingungen werden abge­fragt bzw. soll­ten unbe­dingt abge­fragt werden. Durch die Auseinandersetzung mit die­sen Fragen ent­ste­hen kon­krete Definitionen, die allen am Bauprojekt betei­lig­ten den Einstieg in eine ziel­ge­rich­tete Projektplanung für Ihr Traumhaus ermöglichen.

    Was bringt Ihnen als private Bauende also diese DIN?

    Letzten Endes bringt die Norm vor allem erheb­li­che finan­zi­elle Einsparungen, denn Umplanungen, län­gere Bauzeiten und Änderungen sind zeit‑, material- und somit kostenintensiv.

    Wie die DIN 18205 kon­kret aus­sieht und wie man damit umgeht, das zei­gen wir des­halb allen Teilnehmer:innen anhand einer umfang­rei­chen Checkliste im Online-Kurs Bauherrenführerschein.

    Mein Tipp: Lieber Vordenken als Nachzahlen!

    Fordern Sie von Ihrer Baufirma eine kon­krete und inten­sive Auseinandersetzung und Anwendung der DIN 18205, denn so haben Sie die Möglichkeit, durch einen früh­zei­ti­gen Einstieg in Ihre eigene Bedarfsplanung, Nachträge, Mehrkosten und unvoll­stän­dige Leistungsgrundlagen zu vermeiden.

    Der/die kluge Bauende berei­tet sich vor, ermit­telt und ana­ly­siert den eige­nen Bedarf und schafft so die Grundlage für einen rei­bungs­losen Bauablauf — versprochen!

    Als Baufamilie wird man vor allem am Anfang stark gefor­dert. Das ist mei­ner Meinung nach gut so und macht, das ver­spre­che ich, richtig viel Spaß!

    Das ist ein kleiner Einblick in die Bedarfsplanung:

    Was sol­len die wesent­li­chen Eigenschaften des Bauvorhabens sein?

    • der Standort,
    • das Raum- und Funktionsprogramm,
    • die Grundrisse oder
    • die Technischen Anlagen…….

    Die Notwendigkeit der Entscheidung reicht wei­ter als die Fähigkeit der Erkenntnis.“
    (Immanuel Kant (1724 – 1804))

    Besser kann man das Problem der Entscheidungen in der Bauplanung nicht aus­drü­cken, denn:

    Oft werden Planungsentscheidungen intui­tiv und viel zu emo­tio­nal getrof­fen oder man ori­en­tiert sich an den Nachbarn oder an den Gegebenheiten der aktu­el­len Wohnimmobilie.
    Viele Bauende sind zudem unsi­cher und geben des­halb zu viel Verantwortung an Dritte (Bauunternehmer, Architekt,..) ab.

    Die meis­ten Entscheidungen aber müs­sen die Baufamilien selbst tref­fen. Wir hel­fen Ihnen mit dem Bauherrenführerschein genau diese Entscheidungen selbst­si­cher tref­fen zu kön­nen und laden Sie des­halb ein, Ihr Bauvorhaben pro­fes­sio­nell und lücken­los vorzubereiten.

    Die Schritte der Bedarfsermittlung für Ihr Traumhausprojekt in einer Grafik:

     

    Pfeil zum Bauherrenführerschein

    Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

    Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

    Checkliste: Hausangebote ver­gleich­bar machen:

    Kostenexplosion auf der Baustelle? Alles zu Sowiesokosten, Nachtrag, Massenmehrung

    Kostenexplosion auf der Baustelle? Alles zu Sowiesokosten, Nachtrag, Massenmehrung

    Nachtrag, Bausoll, Massenmehrung und Sowiesokosten

    Das sind Begriffe, die Ihnen in Zeiten des Baubooms und damit ver­bun­de­nen Baukosten unter­kom­men kön­nen. Was es bedeu­tet, wenn Ihr Baupartner mit die­sen Bezeichnungen für Mehrkosten auf Sie zukommt und wie Sie damit umge­hen, erkläre ich Ihnen in die­sem Blogbeitrag.

    Bauboom in Coronazeiten sorgt für steigende Rohstoffpreise

    Ein Exkurs am Beispiel Holzbau: Weil der Hausbau in Coronazeiten welt­weit boomt, steigt die Nachfrage nach Holz seit Mitte 2020 im In-und Ausland enorm an. In Deutschland spre­chen wir von Preissteigerungen von bis zu 40% für Bauholz. Zimmereien sind damit vor große Herausforderungen gestellt, da die Nachfrage stär­ker wächst als das Angebot. Zimmereien, die ver­bind­li­che Angebote bei ihren Kund:innen abge­ge­ben haben, haben nun ein Problem. Und wie sol­len die Zimmereien Baustellen abwi­ckeln, wenn das Holz dazu fehlt?

    Die Kehrseite der Medaille ist, dass Sie als Bauende mit Nachträgen kon­fron­tiert werden kön­nen, die Sie in die­ser Höhe nicht kal­ku­liert hatten.

    Und: Wie sol­len Sie als pri­vate Bauherr:in damit umge­hen? Am unse­rem obi­gen Beispiel fest­ge­macht, kön­nen in der aktu­el­len Situation bei einem durch­schnitt­li­chen Bauprojekt schnell Mehrkosten von rund 10.000 Euro auf Sie zukom­men — und das bei einem Gewerk. 

    In Zeiten der Kostenexplosion auf Deutschlands Baustellen ist es deshalb umso wichtiger, dass:

    1. Sie einen Festpreis ver­ein­bart haben.
      » Lesen Sie dazu auch die­sen Blogbeitrag.
    2. Sie wis­sen, was im Leistungsverzeichnis steht und es voll­stän­dig ist. 
    3. Sie sich nicht beir­ren las­sen und Nachforderungen nicht ein­fach akzeptieren

    Wenn keine kla­ren Vertragsregelungen vor­lie­gen, müs­sen Bauende lei­der häu­fig mit dem Bauunternehmer über Geld streiten.

    Worte wie:

    1. Nachtrag
    2. Massenmehrung
    3. Sowiesokosten

    tau­chen da immer wie­der auf und schaf­fen Verwirrung. Deshalb bringe ich ein wenig Licht ins Dunkel:

     

    Zunächst zu den Definitionen:

    Nachtrag:

    Ein Nachtrag ist eine zusätz­li­che und neue Leistung, die nicht im ursprüng­li­chen Vertrag und der Baubeschreibung enthalten war. Nachträge müs­sen schrift­lich ver­ein­bart werden. Experten spre­chen bei einem Nachtrag auch vom Abweichen des „Bausoll“. Klingt komisch, stimmt. Zeigt aber auch genau, was gemeint ist.

    Das Bausoll „soll“ im Sinne von „muss“ der Unternehmer für den ver­ein­bar­ten Preis liefern. 

    Alles was vom Bausoll abweicht ist in der Regel ein Nachtrag, der auch nach­träg­lich etwas kostet- es sei denn, er war bereits im Bausoll enthalten. 😊

    Bei Nachträgen gilt: Vor dem Zuschlag bitte mit einem Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht sprechen!

    Tipp: Niemals vor­schnell zah­len. Was in der Baubeschreibung enthalten war (Bausoll) kann nie­mals ein Nachtrag sein!

     

    Massenmehrung:

    Von Massenmehrung spricht man, wenn die Massen auf der Baustelle grö­ßer sind als ange­nom­men. Viele nen­nen es auch das „Unwort“ zur Rechtfertigung eines Nachtrages. Häufig ist es so, dass es keine tat­säch­li­che Massenmehrung gibt, son­dern der Unternehmer bei sei­nem Angebot und dem Aufmaß vor dem Angebot, nicht gründ­lich genug war und falsch gerech­net oder geplant hat. Von Mehrmengen spre­chen die Baujuristen häu­fig dann, wenn es zu einer 10 % Steigerung des Leistungsumfangs kommt, obwohl das nicht immer richtig ist. Sie bemer­ken: Das Thema ist kom­plex und genau des­halb ist es für die pri­va­ten Bauherren auch so schwer das alles nach­zu­voll­zie­hen, was der Unternehmer als Mehrkosten vor­rech­net und nachfordert.

    Mein Tipp: Niemals vor­schnell zah­len. Die Massenmehrung vor­rech­nen las­sen und dabei das ursprüng­li­che Angebot hin­zu­zie­hen — sowie einen Bauexperten!

     

    Sowiesokosten:

    Zu guter Letzt: Die Sowiesokosten. Hierzu gibt es in den Baulexika immer wie­der inter­es­sante Erklärungen, mir gefällt diese am bes­ten: Nachzulesen beim Bauprofessor:

    Sowieso-Kosten sind recht­lich im Zusammenhang mit einer Mängelbeseitigung und einem even­tu­el­len Schadenersatz zu aus­ge­führ­ten Bauleistungen zu sehen. Sie umfas­sen all­ge­mein jene Kosten, die dem Bauherrn bzw. Auftraggeber auch ent­stan­den wären, wenn die Bauleistung män­gel­frei erbracht wor­den wäre.“

    Alles klar? Hmm. Wohl eher nicht….

    Daher mal ein Beispiel aus dem Leben einer Bauretterin 😉

    Wenn der Architekt, der die Bodenplatte und die Gründung nicht richtig geplant hat ‑und es zu Schäden kommt- sich damit ver­tei­digt, dass die Mehrkosten für die Gründung kein Schaden sind, son­dern Sowiesokosten sind. Begründung: Hätte er, der Architekt, von Anfang an richtig geplant, wären die Mehrkosten auch – im Sinne von – „sowieso“ entstanden. 

    Sie kön­nen sich vor­stel­len, dass es zu die­sen Themen viele gericht­li­che Entscheidungen gibt und hier stelle ich eine recht aktu­elle Entscheidung vor, die man ken­nen sollte:

    OLG Dresden, Urteil vom 02.04.2020 — 12 U 44618

    Die Richter hat­ten einen ähn­li­chen Fall zu ent­schei­den und kamen zu fol­gen­dem Ergebnis:

    1. Ist die Leistung detail­liert in einem Leistungsverzeichnis beschrie­ben, umfasst der ver­ein­barte Preis die Leistung nur in ihrer jeweils ange­ge­be­nen Größe, Güte und Herstellungsart. Übersetzt heißt das: Man bekommt nur das, was tat­säch­lich im Vertrag steht. So sieht das der Bundesgerichtshof auch nach­zu­le­sen in (BGH, NJW 1984, 2457)
    2. Erweist sich die ver­ein­barte Ausführungsart nach­träg­lich als unzureichend und werden Zusatzleistungen erfor­der­lich, kann der Auftragnehmer eine Nachtragsforderung in Höhe der Kosten gel­tend machen, um die das Werk bei ord­nungs­ge­mä­ßer Ausführung von vor­ne­her­ein teu­rer gewe­sen wäre ( Sowieso-Kosten).
    3. Der bis zur Abnahme der Leistung vor­leis­tungs­pflich­tige Unternehmer kann aller­dings die Ausführung not­wen­di­ger Zusatzleistungen nicht von der Annahme sei­nes Nachtragsangebots abhän­gig machen. Bei einem Streit über etwa erfor­der­li­che Mehrkosten muss der Unternehmer die Leistung zunächst erbrin­gen und eine seine Ansprüche ggf. gericht­lich durchsetzen.

    Was zeigt uns das Urteil:

    Vertragsklarheit ist das Zauberwort — „Hex,Hex“

    Das Leistungsverzeichnis muss nicht nur voll­stän­dig, son­dern auch richtig sein, um Nachträge und Sowiesokosten zu vermeiden.

    Daher muss das Leistungsverzeichnis als Herzstück Ihres Vertrages ver­stan­den werden. Nur wenn das Leistungsverzeichnis richtig und voll­stän­dig ist und die AGBs des GU nebst Bauvertrag fach­an­walt­lich  über­prüft sind, kann man sicher sein, dass man nicht von Nachträgen, Massenmehrungen und Sowieso-Kosten über­rascht wird.

    Ich rate Ihnen: Bereiten Sie sich als Bauherr:in von Anfang an gut auf Ihr Bauprojekt vor. Das geht mit mei­nem Online-Kurs Bauführerschein. In mei­nem Online-Kurs befas­sen wir uns auch mit dem not­wen­di­gen Inhalt des Leistungsverzeichnisses und wie Sie die­ses genau über­prü­fen können.

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    Bauvertrag zum Einheitspreis, Festpreis oder Pauschalpreis vereinbaren?

    Bauvertrag zum Einheitspreis, Festpreis oder Pauschalpreis vereinbaren?

    Damit Sie vor Preisanpassungen geschützt sind, sollten Sie die Unterschiede kennen:

    In Ihren Bauvertrag gehört ein Preis — das ist klar und so weit bekannt. Wie genau die­ser Preis ver­ein­bart werden muss, das ist lei­der vie­len Bauherr:innen nicht klar. Worin der Unterschied zwischen

    • Einheitspreis
    • Pauschalpreis
    • Festpreis

    liegt und wie Sie sich vor Preisanpassungen schüt­zen kön­nen, beschreibt die­ser Blogbeitrag.

    Diese Informationen gel­ten sowohl für Fertighausverträge als auch für Verträge für Massivhäuseer als auch für Bauverträge bei einer Sanierung:

    Der Preis ist heiß. Deshalb dürfen Sie sich bitte niemals auf einen Einheitspreis einlassen:

    Es ist gerade beim Bauen so wich­tig zu wis­sen, wie­viel für die Maßnahme gezahlt werden muss. Leider kann man das bei einem Einheitspreisvertrag nicht von vorne her­ein wis­sen. In einem Einheitspreisvertrag tra­gen näm­lich Sie als Auftraggeber:in grund­sätz­lich das Risiko, dass es am Ende viel teu­rer werden kann, als ursprüng­lich angeboten.

    In der Regel wird für ein Gewerk (zum Beispiel den Rohbau) ein Angebot vor­ge­legt, am Ende steht dann dort, ein Preis und ein Hinweis auf die VOB/B.

    Wenn man zum Beispiel durch einen “O.K.-Vermerk” oder eine „…ich nehme das Angebot an Rückmail”, einen Vertrag ein­geht, begibt man sich auf eine unvor­her­seh­bare Reise und lan­det spä­tes­tens dann beim Anwalt, wenn sich aus der Schlussrechnung des Unternehmers eine Kostenmehrung von mehr als 30 % der ursprüng­lich ange­bo­te­nen Summe ergibt.

     

    Wie können diese Probleme bei einem Einheitspreisvertrag entstehen?

    Die Bauherr:in trägt das Risiko der Mehrkosten:

    Im Angebot enthalten ist nur eine vor­läu­fige Gesamtvergütung mit geschätz­ten Mengen. Abgerechnet wird am Ende mit den tat­säch­li­chen Mengen und Massen nach Fertigstellung und Aufmaß:

    Menge x Einheitspreis = end­gül­ti­ger Werklohn. Das bedeu­tet in fast allen Fällen, dass es nicht beim Angebotspreis bleibt, son­dern merk­lich teu­rer wird, denn: Das Mengenermittlungsrisiko trägt voll und ganz der/die Auftraggeber:in.

    Hierzu hatte ich kürz­lich in der Kanzlei fol­gende Anfrage, nach­dem ich das Angebot gesich­tet und dem Bauherren abge­ra­ten habe, die­sen wegen der oben genann­ten Risiken zu unter­schrei­ben. Ich schrieb mei­nem Mandanten:

    ……die vor­ge­leg­ten Angebote habe ich gesich­tet. Ich möchte Ihnen dringend davon abra­ten diese Verträge in die­ser Form ein­zu­ge­hen. Lassen Sie sich vom GU einen Verbraucherbauvertrag vor­le­gen, §§ 650 i BGB ff.
    Es ist unab­ding­bar, dass Sie kei­nen (wie vor­ge­leg­ten) Einheitspreisvertrag, son­dern einen Verbraucherbauvertrag eingehen..“

    Daraufhin schrieb mein Mandant folgendes:

    …vie­len Dank für die Rückmeldung. Gilt ihre Aussage dann auch wenn ich von der Firma nur einen Rohbau in Eigenregie (wie in die­sem Fall) beauf­tra­gen möchte? Weitere Gewerke beauf­trage ich alle selbst.“

    Ich glaube Ihnen ist schon klar, was ich geant­wor­tet habe:

    …auch wenn Sie nur den Rohbau beauf­tra­gen rate ich Ihnen von einem Einheitspreisvertrag, so wie vor­ge­legt, aus­drück­lich ab. Sie benötigen neben einem Festpreis, eine Regelung zur Bauzeit, Sicherheiten, Vertragsstrafen pp. Die VOB/B kommt bei Verbrauchern nicht zur Anwendung. Dafür gibt es seit dem 1.1.2018 das Bauvertragsrecht….“

    Fazit: Hände weg vom Einheitspreisvertrag.

     

    Bringt Ihnen ein Pauschalpreisvertrag mehr Kostensicherheit?

    Vor allen Dingen für Sie als Verbraucher:innen ist das eine wich­tige Frage.

    Die Besonderheit bei Pauschalpreisvertrag ist, dass die Leistungsbeschreibung und die genann­ten Preise fest­ge­legt werden, jedoch kommt es auch hier auf die tat­säch­lich erbrachte Leistung am Ende der Bauphase an.

    Das hat zur Folge, dass auch beim Pauschalpreisvertrag Sie als Bauherr:in das “Risiko von Mengenmehrungen” trifft. So kann es zu Mehrkosten kom­men kann, mit denen man nicht gerech­net hat.

    Eins ist klar, ein Pauschalpreis ist kein Festpreis und daher auch nicht für Sie als Verbraucher:innen zu empfehlen.

     

    Was unterscheidet einen Pauschalpreis von einem Festpreis?

    Zur Erklärung möchte ich ein aktu­el­les Urteil heranziehen:

    Das OLG Brandenburg, Urteil vom 18.02.2021 — 12 U 11419, hatte dar­über zu ent­schei­den, was ein Pauschalpreis von einem Festpreis unter­schei­det und kam zu fol­gen­dem Ergebnis:

    1. Die Vereinbarung einer Festvergütung ist nicht mit der Vereinbarung einer Pauschalvergütung gleich­zu­set­zen. Eine Festvergütung kann auch in dem Sinne ver­stan­den werden, dass der Auftragnehmer selbst bei uner­war­te­ten Preissteigerungen an die ver­ein­bar­ten Preise gebun­den ist.
    2. Rechnet der Auftragnehmer seine Leistung nach Einheitspreisen ab und beruft sich der Auftraggeber auf die Vereinbarung einer gerin­ge­ren Pauschalvergütung, muss der Auftragnehmer die Vereinbarung einer Abrechnung nach Einheitspreisen dar­le­gen und beweisen.

      Was bedeu­tet das nun?

      Vertragsklarheit ist wich­tig. Ein Pauschalpreis ist nun mal kein Festpreis.  Ich rate Ihnen dringend, das bei Ihrer Vertragsgestaltung zu beachten. Es geht buch­stäb­lich um die geschrie­bene Bezeichnung im Vertrag.

      Das Wort Festpreis muss des­halb in Ihrem Vertrag enthalten sein.

      Sie möch­ten mehr über die rechts­si­chere Gestaltung Ihres Bauvertrages erfah­ren? Dann lesen Sie meine kos­ten­freien Bautipps und lesen zunächst die­sen Blogbeitrag:

      https://www.bauglueck.de/3‑wichtige-quick-tipps-fuer-ihren-bauvertrag/

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      18 unwirksame Klauseln in einem Bauvertrag — Entscheidung des OLG Frankfurt

      18 unwirksame Klauseln in einem Bauvertrag — Entscheidung des OLG Frankfurt

      Justitia hat gesprochen. 18 Klauseln eines Bauvertrages für unwirksam erklärt.

      Das OLG Frankfurt hat ent­schie­den: Urteil vom 28.10.2020 — 29 U 14619.

      Es freut mich sehr, dass die Gerichte immer mehr auf die Rechte der Verbraucher schauen. Demnach sind zahl­rei­che Klauseln nach dem neuem Bauvertragsrecht unwirk­sam. Am 28. November 2020 hat das Oberlandesgericht Frankfurt ganze 18 (!!!) Klauseln eines Bauvertrages, der unzäh­lige Bauherren zur Unterzeichnung vor­ge­legt wurde, für unwirk­sam erklärt.

      Bereits die Vorinstanz hatte 11 Klauseln bean­stan­det, das Oberlandesgericht hielt dar­auf in 2. Instanz sogar 18 Klauseln für unwirk­sam.

      Die Revision vor dem Bundesgerichtshof wurde zwar zuge­las­sen, die Erfolgsaussichten in der 3. Instanz sind jedoch auf­grund der Rechtsprechung des BGH vom März 2020 als gering einzustufen.

       

      Traurige Realität: Nach wie vor sind 90 Prozent der Bauverträge, die Bauherren vorgelegt werden, NICHT unterschriftsreif, da sie die Bauherren in ihren Rechten unrechtmäßig einschränken.

      In die­sem Blogbeitrag erkläre ich Ihnen rechts­si­cher, wel­che Klauseln das Gericht ange­grif­fen hat. Ich kann hier nur einige her­aus­he­ben. Eine voll­stän­dige Urteilsbesprechung wird Live bei Facebook erfolgen. 

      » Werden Sie jetzt Teil unse­rer Facebook Gruppe Bauglück und Freude beim Bauen und ver­pas­sen keine Tipps und Tricks mehr.

      Geklagt hatte ein gemein­nüt­zi­ger Verein, der sich für den Verbraucherschutz im Bauwesen ein­setzt. Denn nur diese Vereine haben das Recht sol­che Klagen zu erheben.

      Die Beklagte ist ein Bauunternehmen, die schlüs­sel­fer­tige Häuser für Verbraucher erstellt. Das Bauunternehmen ver­wen­det einen Mustervertrag für eine Vielzahl von Fällen und nennt die­sen “Planungs- und Bauvertrag”. Diesen Vertrag greift die Klage an. Hier ist das Ergebnis:

      Schon die Vorinstanz, das Landgericht, hat der Klage hin­sicht­lich von 11 Klauseln statt­ge­ge­ben. Gegen das Urteil des Landgerichts haben sowohl Kläger als auch die Beklagte Berufung ein­ge­legtIn der Berufung hat die Klägerin wei­te­ren Erfolg und die Berufung der Bauunternehmerin wird zurückgewiesen.

       

      Folgende Klauseln des Bauvertrages hält das OLG Frankfurt für unwirksam:

       

      1. Klausel zur Annahme übli­cher Grundstücksgegebenheiten unwirksam.

      Das OLG unter­sagte der Beklagten die Verwendung einer Klausel, wonach die Parteien davon aus­ge­hen, dass “keine unüb­li­chen Grundstücksgegebenheiten bestehen”. Diese Klausel sei, so das OLG, „für einen durch­schnitt­li­chen Verbraucher unver­ständ­lich und somit intrans­pa­rent. Dem Kunden sei voll­kom­men unklar, wann ein Grundstück noch üblich und wann es unüb­lich beschaf­fen sei.“ “Es gibt kein ‘Baugrundstück von der Stange’ ”, so das Oberlandesgericht Frankfurt.

       

      1. Klausel über Nachtragsvereinbarung bei wesent­li­chen Änderungen unwirksam.

      Ebenfalls unwirk­sam ist nach Ansicht des OLG die Bestimmung, wonach, „wenn der Auftraggeber statt der vor­ge­leg­ten Ausführungsplanung wesent­li­che Änderungen for­dert, die Vertragsparteien “ver­han­deln und eine ent­spre­chende Nachtragsvereinbarung abschlie­ßen”.

      Diese Klausel lasse, so der Senat, das neue Bauvertragsrechts außer Acht. Der Gesetzgeber hat im Jahr 2018 im Bauvertragsrecht ver­an­kert, dass den Bauherren aus­drück­lich ein ein­sei­ti­ges Anordnungs- bzw. Änderungsrecht zuge­bil­ligt, wenn keine güt­li­che Einigung zwi­schen den Parteien zu Stande kommt. Mit der Klausel werde — zu Unrecht, so das OLG — der Eindruck erweckt, dass der Kunde unbe­dingt eine Nachtragsvereinbarung benö­tige. Das Gesetz sieht dies jedoch aus­drück­lich nicht so.

       

      1. Klausel zu Baufahrzeugen unwirksam.

      Unwirksam sei zudem eine Klausel, wonach der Bauherr zusi­chern muss, dass das Grundstück “mit schwe­ren Baufahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von 40 Tonnen befah­ren werden kann”.

      Diese Klausel ist in zahl­rei­chen Bauverträgen vor­han­den und betrifft daher eine Vielzahl von Bauherren.

      Ein durch­schnitt­li­cher Verbraucher, so das OLG wei­ter, könne nicht beur­tei­len, ob sein Baugrundstück mit der­ar­ti­gen Baufahrzeugen befah­ren werden könne. Dies hänge von der Beschaffenheit sei­nes Grundstücks ins­be­son­dere den Bodenverhältnissen ab sowie von der Beschaffenheit des Baufahrzeugs. Beides sei dem Kunden nicht bekannt. Genau des­halb ist ja die Einholung eines Bodengutachtens erforderlich.

       

      1. Klausel über Fiktion der Abnahme unwirksam

      Nicht wirk­sam ist nach Ansicht des Gerichts auch die Klausel, wonach das Bauwerk als abge­nom­men gilt, wenn eine Frist zur Abnahme gesetzt wurde “und der Auftraggeber die Abnahme nicht inner­halb die­ser Frist unter Angabe wesent­li­cher Mängel ver­wei­gert hat”.

      Auch das ist gegen das Gesetz, denn, einer­seits müs­sen die Baufirmen einen Verbraucher in Textform auf die Folgen einer nicht erklär­ten oder ohne Angabe von Mängeln ver­wei­ger­ten Abnahme hin­wei­sen. Andererseits ist nach dem Gesetz bereits dann nicht von einer Abnahme aus­zu­ge­hen, wenn der Besteller wegen eines Mangels — nicht meh­re­rer Mängel — die Abnahme ver­wei­gert hat.

      Ob der Mangel wesent­lich oder unwe­sent­lich ist, spiele nach den gesetz­li­chen Regelungen eben­falls keine Rolle.

       

      Mein Fazit zum Urteil des OLG Frankfurt:

      Wieder ein­mal zeigt sich, dass man­che Baufirmen die gesetz­li­chen Vorgaben ein­fach über­ge­hen, igno­rie­ren und sich nach dem Motto: „Die Verbraucher ver­ste­hen ohne­hin nix.“ über das Gesetz hinwegsetzen.

      2020 ist ein Jahr des Wandels und der Änderungen. Bereits die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 11.3.2020 (BGH, 11.03.2020 — VII ZR 6417zu Beginn des Jahres hat gezeigt, dass den schwar­zen Schafen unter den Baufirmen nicht wei­ter Narrenfreiheit gewährt wird. Das Urteil des OLG Frankfurt bestä­tigt diese Tendenz. Darüber bin ich sehr froh.

      Nur wenn wir alle auf­merk­sam sind und gegen diese unlau­te­ren Mittel vor­ge­hen, schaf­fen wir eine Verbesserung der Baukultur in Deutschland, die zu mehr Fairness und Nachhaltigkeit auf Deutschlands Baustellen führt. Deshalb biete ich Ihnen an, dass Sie mir Ihre Verträge zuschi­cken und ich diese an den Verein zur Abmahnung ver­brau­cher­find­li­cher Klauseln wei­ter­gebe. Senden Sie mir diese bitte direkt in meine Rechtsanwaltkanzlei Reibold-Rolinger:
      info@kanzlei-reibold-rolinger.de

      Gemeinsam kön­nen wir es schaf­fen, das Leid vie­ler Bauherren zu verhindern.

      Lassen Sie sich des­halb nicht län­ger mit die­sen Floskeln ver­schau­keln und ein­schüch­tern oder gar zu einer vor­ei­li­gen Unterschrift hinreißen:

      • Das ist ein MUSTERVERTRAG, den haben schon tau­sende von Bauherren geschrieben“.

      • Diesen Vertrag kann man nicht ändern, der bleibt so“.

      • Dieser Vertrag ist von unse­ren Fachleuten erstellt und ent­spricht dem Gesetz“.

      In den aller­meis­ten Fällen sind diese Aussagen ganz ein­fach nur unwahr!
      Es wird Zeit, dass sich etwas ändert. Jede:r die/der baut, kann sei­nen Beitrag leisten. 

      »Fortsetzung folgt. In einem unse­rer nächs­ten Blogbeiträge stel­len wir Ihnen wei­tere unwirk­sa­men Klauseln vor. Bleiben Sie dran, denn… es bleibt spannend!

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        Mängel in Eigenleistung beseitigen. Lohnt sich das?

        Mängelbeseitigung — Wieviel ist IHRE Arbeitszeit wert?

        Mängelbeseitigung in Eigenleistung. So viel ist Ihre Arbeitszeit wert:

        Manchmal kommt es vor, dass Unternehmer nach Abnahme oder Kündigung des Bauvertrages Mängel oder Folgeschäden nicht besei­ti­gen. Für Sie als Bauherr:in besteht dann die Möglichkeit, den Mangel ent­we­der durch einen ande­ren Bauunternehmer besei­ti­gen zu las­sen, oder aber selbst Hand anzulegen.

        Viele Bauherr:innen sind handwerklich geschickt und trauen sich die Beseitigung der Mängel deshalb in Eigenleistung zu.

        Wenn Sie sich vor­her richtig ver­hal­ten haben, dann haben Sie noch nicht den gesam­ten Werklohn an den Unternehmer gezahlt. Das eröff­net Ihnen die Möglichkeit, Ihren eige­nen Arbeitsaufwand mit dem Restwerklohn aufzurechnen.

        Wir beant­wor­ten Ihnen in die­sem Blogbeitrag die Frage:

        • wie Sie den Aufwand für eige­nes Tätigwerden berech­nen und
        • was Sie als Stundenaufwand berech­nen können.

        Einen solchen Fall hatte das OLG Frankfurt zu entscheiden:

        Die Bauherr:innen woll­ten für ihre eige­nen Arbeitszeit einen Stundensatz von 35 Euro/Stunde in Ansatz bringen.

        Der Sachverhalt war wie folgt:

        Ein Bauunternehmer wurde mit der Errichtung eines Reihenhauses beauftragt.

        Es kam zum Streit wegen Mängeln. Nach Fristsetzung der Mängelbeseitigung und Abnahme unter Vorbehalt besei­tig­ten die Bauherren die Mängel selbst und setzte dabei einen Stundenlohn von 35,00 Euro an.
        Mit der Restwerklohforderung wurde die Aufrechnung erklärt: Der Bauunternehmer ver­klagte die Bauherren auf Zahlung des Restwerklohns.

        Das Gericht der ers­ten Instanz gab dem Unternehmer Recht und ver­ur­teilte die Bauherren auf Zahlung.

        Das OLG Frankfurt stellte dazu klar, dass der Ansatz von 35,00 Euro pro Stunde für die Eigenleistungen des Bauherrn bei ein­fa­chen hand­werk­li­chen Leistungen unan­ge­mes­sen hoch sei.

        In Anlehnung an eine Entscheidung des  OLG Düsseldorf vom 30.04.2015 (Az.: I — 21 U 7114) schätzte der Senat in Ansehung der Art der durch­ge­führ­ten Arbeiten für die Eigenleistung einen Stundensatz von etwa 15 Euro als ange­mes­se­nen Betrag.

        Danach könne der Besteller  — wenn der Auftragnehmer sei­ner Verpflichtung zur Beseitigung von (Rest-)Mängeln inner­halb einer ihm vom Auftraggeber gesetz­ten ange­mes­se­nen Frist nicht nach­komme, die Mängel selbst besei­ti­gen und Aufwendungsersatz für sei­nen Arbeits- und Zeitaufwand verlangen.

        Bei ein­fa­chen hand­werk­li­chen Tätigkeiten jedoch nicht mehr als 15 Euro/Stunde.   

        (OLG Frankfurt, Urteil vom 23.11.2017 — 22 U 2316)

        Das ist kein emp­feh­lens­wer­tes Rechenexempel. Lesen Sie hierzu auch mei­nen Blogbeitrag zum Thema Eigenleistungen beim Eigenheimprojekt.

        Lassen Sie es bei Ihrer Baustelle erst gar nicht dazu kom­men, dass Sie Mängel selbst besei­ti­gen müs­sen und Sie vom Unternehmer auf Zahlung des Werklohns trotz Mängeln ver­klagt werden. Wie das am bes­ten funk­tio­niert? Am bes­ten starten Sie mit der Teilnahme an einem unse­rer Gratis-Webinare: 

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        Ohne Baugrundstück kein Traumhaus — Meine Tipps für Ihre Grundstücksuche

        Ohne Baugrundstück kein Traumhaus — Meine Tipps für Ihre Grundstücksuche

        Die Grundstücksuche bremst viele Bauherren bei ihrem Bauprojekt aus

        Das weiß jeder, der ein Haus bauen will: In der heu­ti­gen Zeit ist es sehr schwer, ein Grundstück zu fin­den. Entweder sind die Grundstücke bereits an finanz­starke Immobilienentwickler ver­kauft, rar und des­halb: ein­fach zu teuer. In wei­ten Teilen Deutschlands lie­gen die Preise bereits bei über 1000 Euro/qm und mehr. Viele Baufamilien werden bei ihrem großen Projekt des­halb jäh ausgebremst.

        Für viele Baufamilien sind dies die wichtigsten Fragen bei Ihrer Grundstücksuche:

         

        1. Wo finde ich ein Grundstück?
        2. Ist der ange­bo­tene Grundstückspreis angemessen?
        3. Muss ich wirk­lich das Grundstück neh­men, das der Unternehmer mir anbietet?

        Mehrmals in der Woche errei­chen mich Anrufe pri­va­ter Bauherren, die Fragen rund um ihren Grundstückskauf haben. Einige ste­hen noch ganz am Anfang und sind auf der Suche nach einem Grundstück, andere haben im Vertrauen dar­auf, dass die Baufirma das ver­spro­chene Grundstück lie­fert, bereits einen Bauvertrag unter­schrie­ben und wol­len das ange­bo­tene Grundstück nicht anneh­men und aus dem Vertrag aus­stei­gen, doch dazu später.

        Typische Fragen und Probleme bei der Suche nach Baugrund:

        Zunächst möchte ich hier die typi­schen Fragen und Probleme derer auf­zei­gen, die auf der Suche nach einem Grundstück sind:

        Grundstücke sind rar und werden hoch gehan­delt. In man­chen Gebieten, wie dem Rhein-Main Gebiet, wird der Grundstückspreis gera­dezu in die Höhe getrie­ben, weil eben die Nachfrage so groß ist.

        Wie findet man ein Grundstück?

        Natürlich ist das Internet in der Regel der erste Anknüpfungspunkt. Es gibt zahl­rei­che Internetprotale, die freie Grundstücke anbie­ten. Die Preise sind dort jedoch in der Regel sehr hoch, weil eben jeder zunächst die­sen Weg wählt, ein Grundstück zu suchen.

        Eine wei­tere Möglichkeit ist, sich in dem Wunschwohnort an einen Makler zu wen­den, der den Markt gut kennt und über pro­jek­tierte Projekte infor­miert ist. Hier muss jedoch zum Grundstückspreis auch noch die Maklercourtage ein­kal­ku­liert werden.

        Es macht auch Sinn, sich im Rahmen der Bürgersprechstunde an den Bürgermeister zu wen­den, um zu erfra­gen, ob Baugebiet erschlos­sen werden und es eine Grundstücksbörse vor Ort gibt.

        Manchmal ist es aber auch cle­ver, ein­fach durch den Wunschwohnort zu spa­zie­ren, und dort nach freien Grundstücken Ausschau zu hal­ten, Nachbarn anzu­spre­chen oder mit den Eigentümern direkt Kontakt auf­zu­neh­men. Mehr als eine Absage kann es nicht geben.

        Nicht nur in Neubaugebieten, son­dern auch in alten Ortskernen oder am Stadtrand gibt es oft noch span­nende Baugrundstücke, die es zu ent­de­cken gibt. Es ist daher klug, ein wenig über den „Tellerrand“ zu schauen und gege­be­nen­falls einen etwas wei­te­ren Weg zur Arbeit, zur Schule und zum Einkaufen in Kauf zu nehmen.

        Geht man etwas wei­ter ins Umland, dann macht es auch Sinn im „Ortsblatt“ eine eigene Zeitungsannonce aufzugeben.

        Schlau ist häu­fig auch der Kauf eines Abrissgebäudes auf einem Grundstück. Achtung: Hier sollte zuvor genau berech­net werden, wel­che Abrisskosten ein­zu­kal­ku­lie­ren sind. Viele Bauherren kom­men tat­säch­lich so zu ihrem Baugrundstück. Überhaupt sollte man aus Gründen der Nachhaltigkeit durch­aus in Erwägung zie­hen eine Bestandsimmobilie zu erwer­ben und diese umzu­bauen und zu modernisieren.

        Ist der Preis für das Grundstück angemessen?

        Antwort auf diese Frage gibt der Bodenrichtwert, den Sie hier für Ihr Wunschgrundstück ermit­teln können:

        www.bodenrichtwerte-boris.de

        Soll ich ein Grundstück vom Hausanbieter annehmen?

        Da die Haushersteller beson­ders gute Netzwerke haben und mit Maklern koope­rie­ren, sit­zen sie in Sachen Grundstück ein­deu­tig am län­ge­ren Hebel. Bauherren kön­nen bei seriö­sen Anbietern durch­aus davon pro­fi­tie­ren Haus und Grundstück zusam­men erwerben.

        Auch wenn der Preis dann höher ist, ist das für einige Bauherren eine Möglichkeit. Wichtig ist, dass in die­sem Fall der Grundstückskaufvertrag und der Bauvertrag nota­ri­ell beur­kun­det werden müs­sen, da die bei­den Verträge „mit­ein­an­der ste­hen und fal­len“. Das bedeu­tet, das Haus gibt es nicht ohne das Grundstück und das Grundstück gibt es nicht ohne das Haus der Anbieters.

        Falls Ihnen das Grundstück zusagt, Sie es vor oder zeit­gleich mit dem Bauvertrag ver­trag­lich absi­chern kön­nen, kann dies durch­aus eine Option sein.

         

        Welche Gefahren lauern?

        Handelt es sich NICHT um einen seriö­sen Anbieter, werden Grundstücke ver­spro­chen, die es noch gar nicht gibt oder der Grundstückskauf vom vor­he­ri­gen Unterzeichnen des Bauvertrages abhän­gig gemacht. Spätestens dann müs­sen bei Ihnen alle roten Lampen ange­hen. Denn diese Varianten sind immer ein sehr schlech­ter Deal.

        Vergangene Woche hat sich bei mir eine Baufamilie gemel­det, die genau so einen Bauvertrag mit einem ver­spro­che­nen Grundstück ange­bo­ten bekam. Erst jetzt stellte sich her­aus, dass unmit­tel­bar neben dem geplan­ten Bauvorhaben ein Schweinemastbetrieb gebaut wird — was vor­her natür­lich nicht kom­mu­ni­ziert wurde. Schnell und kos­ten­frei aus den Verträgen her­aus­zu­kom­men, wenn der Bauvertrag bereits unter­schrie­ben wurde, ist sehr schwer!

        Es gibt auch die Variante, dass ein Grundstück ver­spro­chen wird, was es gar nicht gibt, um die Unterschrift auf dem Bauvertrag zu erschlei­chen.

        Auch hier ist es in der Regel schwer, kos­ten­frei aus dem Vertrag zu kom­men. Bauherren mel­den sich in die­sen Fällen erst nach etwa 1 Jahr in mei­ner Kanzlei mit einem Schreiben der Baufirma, die dann lei­der “auf­grund des Zeitablaufs den 1 Jahr gül­ti­gen Festpreis” erhö­hen will. Da wird also ganz bewusst auf Zeit gespielt, um genau diese Preiserhöhung durchzusetzen.

        Leider fal­len viel zu viele Bauherren auf diese unse­riö­sen Spielchen her­ein und nicht wenige neh­men die Preiserhöhung in Kauf.

        In den (meist nicht geprüf­ten Verträgen) steht, dass der Bauherr das Grundstück “lie­fert”. Diese Klausel wird den Bauherren dann zum Verhängnis und macht viele Bauvorhaben nicht mehr durch­führ­bar und der Traum platzt, bevor er begon­nen hat.

        Als Fachanwältin für Baurecht möchte ich Sie abschlie­ßend noch auf die­ses Urteil des OLG Frankfurt hin­wei­sen, das Ihnen gege­be­nen­falls die Möglichkeit schafft, kos­ten­frei aus dem Vertrag zu kommen:

        Ist im Bauvertrag keine Angabe zum Baugrundstück zu fin­den, so fehlt es an einer wesent­li­chen Voraussetzung für die Durchführung des Vertrages und der Vertrag kommt gar nicht zu Stande. ==» Ob das bei Ihnen der Fall ist, kann durch meine Kanzlei kos­ten­frei geprüft werden.

        FAZIT:

        1. Unterschreiben Sie nie einen Bauvertrag ohne Grundstück und im bes­ten Fall Bodengutachten und Genehmigung.

        2. Wenn Grundstücke vom Hausanbieter ange­bo­ten werden, kaufen Sie die Grundstücke immer erst nota­ri­ell und erzeich­nen erst dann den Bauvertrag.immer erst die Grundstücke nota­ri­ell kaufen und dann erst den Bauvertrag unter­zeich­nen. Ein Bauvertrag ohne Grundstückshinweis kann unvoll­stän­dig sein und eine kos­ten­freie Rückabwicklung kann mög­lich sein.

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        Lesen Sie hier die Entscheidung des OLG Frankfurt:

        Sehen die Vertragsunterlagen eines Fertighausunternehmens Ausstattungsdetails und Regelungen zum Grundstück vor, ist der Vertrag im Zweifel nicht geschlos­sen, wenn eine Einigung hierüber nicht statt­ge­fun­den hat.

        OLG Frankfurt, Urteil vom 23.10.2006 — 16 U 9106

        Auszüge aus dem Urteil:

        ……Der Klägerin steht gegen die Beklagten kein Anspruch auf Werklohn gemäß § 649 Satz 2 BGB zu, da ein wirk­sa­mer Werkvertrag zwi­schen den Parteien nicht geschlos­sen wor­den ist.

        …..Ein Vertrag über die Errichtung eines Fertighauses ist bereits des­halb nicht zustande gekom­men, weil die Parteien sich nicht über alle Punkte geei­nigt haben. Nach § 154 Abs. 1 BGB muss eine Einigung über alle Punkte vor­lie­gen, über die nach Erklärung auch nur einer der Parteien eine Vereinbarung getrof­fen werden soll. Ob der zu regelnde Punkt wesent­lich oder unwe­sent­lich ist, spielt keine Rolle (Amberger/Roth/Eckert BGB § 154 Rdz. 5, Palandt-Heinrichs, § 154 Rdz. 1, Münchener Kommentar, § 154 Rdz. 4). Selbst wenn eine Aufzeichnung über die Einigung statt­ge­fun­den hat, ist die Einigung über Einzelpunkte nicht bin­dend (§ 154 Abs. 1 Satz 2 BGB)….

        ……So wurde nicht nur die “Erklärung der Bauherren zum Bauantrag”, die nicht nur Name und Anschrift des Bauherrn, son­dern auch den Bauort mit Adresse, katastermäßiger Bezeichnung und Grundstücksgröße enthalten soll und auch Angaben über Baumbestand, Ortsatzung und Bebauungsplan…. nicht ausgefüllt.

        Es fehlt die Angabe des Baugrundstücks, auf dem das Fertighaus errich­tet werden soll…..

        …..Die Klägerin schul­det nämlich nicht nur die Lieferung eines Fertighauses, son­dern auch die Anpassung die­ses Hauses an das jewei­lige Grundstück, …….. Fehlt aber eine Einigung über das Grundstück, auf dem das Haus errich­tet werden soll, so ist die Einigung nicht über alle Punkte getrof­fen wor­den…..

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        ZDF-Reportage: Pfusch am Bau — Abenteuer Hausbau

        ZDF-Reportage: Pfusch am Bau — Abenteuer Hausbau

        Pfusch am Bau — Wenn Eigenheimprojekte in Schieflage geraten

        Keine Frage: Der Bauboom ist unge­bro­chen. Die Gründe, ein Eigenheimprojekt anzu­ge­hen, sind viel­fäl­tig. Einer von ihnen: Die Mieten vor allem in Ballungsgebieten sind hor­rend. So drän­gen immer mehr Häuslebauer in die Peripherie, um sich dort ihren Traum vom Eigenheim leis­ten zu kön­nen. Doch ihnen fehlt oft jede Erfahrung und die meis­ten sind abso­lute Baulaien.

        So auch die Baufamilien, die vom ZDF für die ZDF-Reportage “Pfusch am Bau — Abenteuer Eigenheim” beglei­tet wur­den und deren Traum von eige­nen Haus jäh zerplatze.

        Abenteuer Eigenheim

        In der ZDF-Reportage von Oliver Koytek und Jochen Schulze wird deut­lich, wie schnell man mit sei­nem Eigenheimprojekt durch man­gelnde Vorbereitung und Erfahrung in exis­tenz­be­dro­hende Baukrisen gera­ten kann, weil bei­spiels­weise Mängel und Murks zu spät erkannt werden.

        Manuela Reibold-Rolinger, Fachanwältin für Baurecht, kennt die in der ZDF-Reportage beschrie­be­nen Fälle — und viele mehr. In der Reportage beschreibt sie tref­fend, wes­halb Eigenheimprojekte in Schieflage gera­ten: Die Bau-Auftraggeber:innen haben oft ein knap­pes Budget und spa­ren des­halb an der fal­schen Stelle, näm­lich der Unterstützung durch erfah­rene Ratgeber, Sachverständige, die einen durch die gesamte Bauphase beglei­ten und nicht zuletzt.…an ihrer eige­nen Vorbereitung. Dabei ist die Finanzierung eines eige­nen Hauses oder einer eige­nen Wohnung die größte Investition, die man im Leben tätigt.

        »Hier geht es zur ZDF-Reportage
        “Pfusch am Bau — Abenteuer Eigenheim”«

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        Ein Fertighaus bauen ist nicht immer schneller und günstiger

        Ein Fertighaus bauen ist nicht immer schneller und günstiger

        Ist ein Fertighaus schneller und günstiger gebaut als alle anderen Häuser?

        Das ist der Traum eines jeden pri­va­ten Bauherren: Er unter­schreibt einen Fertighausvertrag und kann nach kur­zer Fertigungs- und Bauphase schnell in sein Eigenheim ein­zie­hen. Warum das oft ein Trugschluss ist und man damit nicht unbe­dingt güns­ti­ger baut, erklärt Manuela Reibold-Rolinger:

        Aktuell betreue ich wie­der einen Mandanten, der im Sommer 2018 einen Fertighausvertrag unter­schrie­ben hat, weil er schnell in sein Haus ein­zie­hen will.

        Inzwischen ist er hier in mei­ner Kanzlei Mandant weil der Fertighaushersteller für frü­hes­tens Sommer 2020 den Beginn der Bauarbeiten avi­siert hat.

        Woran liegt das und warum hat der Bauherr ein so gro­ßes Problem und vor allen Dingen genau das Gegenteil erreicht, von dem was er wollte, näm­lich schnell in sein neues Fertighaus einziehen?

        Wie so häu­fig wurde auch die­ser Fertighausvertrag zwi­schen Tür und Angel, im kon­kre­ten Fall in einer Gaststätte, zwi­schen dem Bauherren und einem geschul­ten Vertriebsmitarbeiter unterschrieben.

        Achten Sie unbedingt auf intransparente Klauseln, bevor Sie den Fertighausvertrag unterschreiben

        Der Vertrag ent­hält zahl­rei­che, unwirk­same, intrans­pa­rente und für den Verbraucher schwie­rige Klauseln, so dass mein Mandant beim Unterzeichnen des Vertrages offen­kun­dig nicht bemerkte, was alles im Argen liegt. 

        Seine Hoffnung, nach Unterzeichnung des Vertrages mög­lichst bald in sein Haus ein­zie­hen zu kön­nen, ist nach mehr als andert­halb Jahren völ­lig ver­lo­ren gegangen.

        Mit dem Bodengutachten und der Gründung des Hauses, also der Bodenplatte began­nen die Probleme:

        1.) Der Bauvertrag wurde ohne Vorlage eines Bodengutachtens unterschrieben.

        2.) Der Bauvertrag wurde ohne die Klärung unter­schrie­ben, wer die Planung des Bauvorhabens durch­führt und

        3.) War nicht klar, wer den Keller bzw. die Bodenplatte baut.

        All diese Dinge sind jedoch Voraussetzung dafür, dass die Fertighausfirma über­haupt mit der Fertigung des Hauses begin­nen kann.

        Der Fehler bei vielen Fertighausverträgen sind sogenannte Bauherrenpflichten, die Sie nicht überblicken

        In der Regel werden den Bauherren so tief­grei­fende Pflichten auf­er­legt, sodass diese nicht über­bli­cken, dass sie sehr häu­fig selbst die Verspätung des Baubeginns ver­ur­sacht haben.

        Das sind die Voraussetzungen zur Fertigung des Hauses:

        In den Fertighausverträgen wird den Bauherren auf­er­legt, dass sie die Baugenehmigung und ein Bodengutachten vor­zu­le­gen haben und zwar jeweils erst nach Unterzeichnung des Vertrages. Sie haben die wesent­li­chen Dinge des Gebäudes zu bemus­tern, die Finanzierungsbestätigung vor­zu­le­gen, zu bestä­ti­gen, dass man mit einem Zufahrtsweg zur Baustelle kommt und einen Kran auf­stel­len kann und vor allen Dingen haben die Bauherren auch dafür zu sor­gen, dass ein Anschluss für Wasser und Strom zur Verfügung steht und selbst­ver­ständ­lich auch hier­für die Kosten zu tra­gen sind.

        Durch die große Vielzahl der Verpflichtungen, die man bei der oft­mals viel zu vor­zei­ti­gen Unterzeichnung des Fertighausvertrages ein­geht, sind dem Fertighaushersteller Tür und Tor geöff­net, den Vertragsablauf in die Länge zu ziehen.

        Wenn man dann auch noch nicht mal eine klare Regelung zur Bauzeit hat und vom Unternehmer gesagt bekommt, man könne die Bauzeit ja nicht fest­le­gen, weil der Bauherr noch die Planung vor­zu­le­gen habe, so ist dies bewusst so gewählt.

        In der Regel emp­feh­len die Fertighaushersteller oder deren geschulte Vertriebsmitarbeiter eigene Planer, die auf der Seite der Fertighausherstellerfirma ste­hen. Mit die­sen gemein­sam werden dann ganz bewusst die Fertigstellungszeiten ver­schleppt und die Bauherren in die Irre geführt.

        Das hört sich nach einem Horrorszenario für pri­vate Bauherren an, ist bei vie­len Mandanten, die mit Problemen bei Ihrem Bauvorhaben in meine Kanzlei kom­men, jedoch lei­der die Regel.

        Sie haben es in der Hand, ob Sie einen sol­chen Fertighausbauvertrag ohne juris­ti­sche, fach­kun­dige Prüfung unter­schrei­ben. Ich kann nur dringend davon abra­ten, da Sie sonst genau wie die Bauherren, die hier in mei­ner Kanzlei vor­stel­lig werden, in Teufels Küche kommen.

        Bauverträge prüfen lassen

        Bauverträge, ins­be­son­dere aber Fertighausverträge soll­ten dringend juris­tisch geprüft werden.
        Sie kön­nen und soll­ten sich nicht in Sicherheit wie­gen, weil die Fertighausfirma bun­des­weit bekannt ist, in ganz Deutschland baut und einen Standardvertrag vor­ge­legt hat, den schon viele tau­send Bauherren unter­schrie­ben haben. Ja, und viele tau­send Bauherren sind viel zu spät in ihr Haus ein­ge­zo­gen, haben den Festpreis nicht ein­hal­ten kön­nen, weil durch bewuss­tes Verzögern der Fertigstellung durch die Fertighausfirma der garan­tierte Festpreis nicht mehr gehal­ten werden kann und dann durch das Hintertürchen vom Bauherren sogar Mehrkosten gefor­dert wurden.

        Ohne juris­ti­sche Beratung kommt man in die­sen Angelegenheiten in der Regel nicht wei­ter und so ist es auch hier bei dem Bauherren, der heute in mei­ner Kanzlei war. Er wird nun einige tau­send Euro an unsere Kanzlei zah­len müs­sen, damit wir ihn aus dem Schlamassel her­aus­ho­len. 

        Das Argument vie­ler Fertighausfirmen, dass man den Bauvertrag nicht ändern könne ist falsch, da seriöse Fertighaushersteller durch­aus Vertragsanpassungen zulas­sen und somit auch von Seiten des Fertighausherstellers Klarheit im Vertrag herrscht.

        So musste ich heute mei­nen Bauherren ent­las­sen mit dem Hinweis dar­auf, dass der Vertrag zu viele Fallstricke hat, als dass man ihm ein­fach aus der Sache her­aus hel­fen kann. 

        Der Bauherr ging mit geknick­tem Kopf aus mei­ner Kanzlei und sagte:
        ‟Hätte ich doch nur den Bauherrenführerschein gemacht und vor Unterzeichnung den Vertrag durch Sie prüfen las­sen. Viele tau­send Euro und ganz viel Ärger wären mir erspart geblieben.‟

        Die gute Nachricht: Fehler und ihre Folgen kön­nen ver­hin­dert und ein­ge­grenzt werden 🙂 

        1,) Bereiten Sie sich gut auf Ihr Eigenheimprojekt vor. Es ist wahr­schein­lich die größte Investition Ihres Lebens. Sie haben es in der Hand.

        2,) Stellen Sie sich ein Expertenteam aus exzel­len­ten Finanzierungsberater, juris­ti­schem Experten und Sachverständigen zusammen.

        3.) Übernehmen Sie Eigenverantwortung — so kom­men Sie ohne Baukrisen zu Ihrem Bauglück.

        Zeitschrift Häuser: Interview mit Manuela Reibold-Rolinger

        Zeitschrift Häuser: Interview mit Manuela Reibold-Rolinger

        Guter Rat ist nicht teuer: Der Bau eines Hauses ist ein Großprojekt und gelingt besser mit Unterstützung!

        Voller Stolz hal­ten wir die aktu­elle Ausgabe (05I2019) der Zeitschrift Häuser in Händen. Darin spricht BAUGLÜCK Gründerin Manuela Reibold-Rolinger offen dar­über, was Bauherren beher­zi­gen soll­ten, um Streit mit Handwerkern, Bauträgern oder Architekten vermeiden zu kön­nen. Vieles spricht näm­lich gegen ein gericht­li­ches Vorgehen! 

        Ein Zuhause schaffen” lautet das Titelthema dieser tollen HÄUSER Ausgabe.

        Dahinter ver­ber­gen sich neben dem Interview mit Manuela Reibold-Rolinger zudem 3 wun­der­bare Berichte über Bauherren, die erzäh­len, wie ihre Träume zu Häusern wur­den sowie ein auf­schluss­rei­ches Interview mit Thomas Penningh vom Verband Privater Bauherren, der aus­führ­lich erklärt, wie man ohne Pleiten, Pech und Pannen zu sei­nem Traumhaus kommt.

        Baumängel und ihre Folgen

        Baumängel und ihre Folgen

        Mängel auf Baustellen und ihre Folgen

        Dass es kein Bauvorhaben ohne Mängel gibt, ist bekannt. Häuser werden von Menschen für Menschen gebaut, daher pas­sie­ren Fehler und das ist ganz normal.

        Stiftung Warentest hat bereits 2010 in einem lesens­wer­ten Artikel auf­ge­zeigt, dass die Kosten der Mängelbeseitigung stei­gen, je spä­ter sie fest­ge­stellt werden. Und nun die gute Nachricht:

        Fehler und ihre Folgen können verhindert und eingegrenzt werden.

        Eine Erhebung des Bauherrenschutzbundes hat gezeigt, dass 45 % der auf Baustellen vor­han­de­nen Baumängel wäh­rend der Ausführung ver­ur­sacht werden. 25 % der Baumängel ent­ste­hen, weil der Bau nicht aus­rei­chend über­wacht wird und 20 % der Baumängel ent­ste­hen durch eine feh­ler­hafte Planung.

        Aus die­sen Zahlen ergibt sich, dass eine Vielzahl von Baumängeln und damit Probleme für die Bauherren ver­meid­bar sind, wenn das Bauvorhaben ord­nungs­ge­mäß über­wacht wird und die Bauherren erst dann zah­len, wenn ein Baubegleitender Qualitätskontrolleur ( BBQ ) die Leistung als man­gel­frei geprüft hat.

        Was genau eine BBQ ist ( Achtung, es geht nicht ums Grillen ? ) und wie sie abläuft, das ler­nen die Teilnehmer:innen des Bauherrenfüherscheins. Hier gibt es mehr Infos dazu. https://www.bauglueck.de/bauherrenfuehrerschein/

        Welche Probleme es geben kann zeigt der fol­gende Fall:

        MURMELTIERTAG

        Familie Mayer, die klas­si­sche junge Bauherrenfamilie, kommt zu mir in die Kanzlei. Sie zei­gen mir ein Foto von ihrem neuen Haus. Vor 1 Jahr war die Abnahme, der Garten ist fer­tig­ge­stellt und auf dem Foto sieht alles prima aus.

        Warum die Baufamilie zu mir in die Kanzlei kommt, zeigt sich bei nähe­rer Betrachtung:

        Detailfotos zei­gen, dass es zahl­rei­che Risse im Außenputz gibt und es zu Absackungen an der Hauswand kam. Der Unternehmer wurde bereits auf die Risse hin­ge­wie­sen, meinte aber, dass es sich im nor­male Risse han­delt, die üblich sind.

        Da sich die Risse ver­grö­ßert haben, emp­fehle ich den Bauherren die Einholung eines Gutachtens. Das Gutachten kommt zu einem unfass­ba­ren Ergebnis: Der gesamte Arbeitsraum wurde nicht fach­ge­recht ver­dichte und nicht nach der Statik gebaut. Der Schaden liegt vor­läu­fig bei rund 100.000 Euro. Hinzu kom­men die Kosten des Neuaufbaus und wei­tere Folgekosten, sodass wir aktu­ell einen Schadenersatzanspruch von und 200.000 Euro für die Mandanten durch­set­zen müs­sen. Der Bauunternehmer weist die Schuld von sich und sagt: „Verklagen Sie mich doch“ …. Dies wird die Bauherren wei­tere 10.000 bis 20.000 Euro kosten.

        Ähnlich ging es Bauherren, die 4 Jahre nach Fertigstellung des Neubaus Risse in ihren Fenstern fest­stell­ten, es kam auch bei star­ker Windlast zu Undichtigkeiten der Fenster. Der Unternehmer wollte eben­falls für den Mangel an den Fenstern nicht auf­kom­men und so muss­ten wir für die Bauherren ein Selbständiges Beweisverfahren ein­lei­ten, das mehr als 3 Jahre gedau­ert hat und mit einem fest­ge­stell­ten Schaden von 160.000 endete. Alle Fenster müs­sen aus­ge­tauscht werden, da die Fenster nicht fach­ge­recht gebaut und ein­ge­baut wur­den. Das Schlimmste ist: Zwar wurde die Verantwortlichkeit des Unternehmers, der die Fenster gebaut hat, nach­ge­wie­sen, die­ser ist jedoch kurz vor Abschluss des gericht­li­chen Verfahrens insol­vent gewor­den, sodass die Bauherren nun auf allen Kosten sit­zen bleiben.

        Was haben beide Fälle gemeinsam?

        • Beide Mängel sind erst NACH der Abnahme fest­ge­stellt wor­den, daher haben die Bauherren die Beweislast für das Vorhandensein der Mängel.
        • Alle Gerichtskosten trägt zunächst allein der Bauherr.
        • Es ent­ste­hen hohe Mangelfolgekosten, da das Haus schon fer­tig­ge­stellt war.

        Schäden wären vermeidbar gewesen!

        Durch eine ord­nungs­ge­mäße BBQ wären diese Schäden ver­meid­bar gewe­sen. Die fach­ge­rechte Verdichtung kann man durch eine Künzelung, schon wäh­rend der Bauphase über­prü­fen und gege­be­nen­falls nach­bes­sern. Auch der Einbau der Fenster kann im Rahmen einer BBQ früh­zei­tig über­prüft werden.

        Kooperationspflicht am Bau — ein Bauvertrag verpflichtet

        Kooperationspflicht am Bau — ein Bauvertrag verpflichtet

        Ein Bauvertrag verpflichtet! Die Kooperationspflicht am Bau und von guter Kommunikation:

        Im Bauvertragsrecht gilt die Kooperationspflicht. Doch was bedeutet das konkret? 

        Sie ver­pflich­tet beide Vertragspartner ins­be­son­dere bei Meinungsverschiedenheiten die Argumente, Alternativen und Gegenvorschläge der ande­ren Vertragspartei zumin­dest zur Kenntnis zu neh­men und zum Gegenstand eines Meinungsaustausches zu machen. 

        Probleme und Konflikte soll­ten kon­struk­tiv und koope­ra­tiv auf der Baustelle bespro­chen und gelöst werden.

        Eigene Kommuniktionsfähigkeit ist gefordert, aber die Realität ist oft noch eine andere:

        Schreiben werden nicht beantwortet

        erbe­tene Termine auf der Baustelle werden nicht wahrgenommen 

        eine Kommunikation zwi­schen den Vertragspartnern fin­det nicht statt. 

        Häufig fallen diese folgenden Sätze und zwar sowohl von den Bauherren wie von den Bauunternehmern..

        Wenn mir der im Dunkeln begegnet.…“

        Mit dem rede ich nicht mehr.….“

        Der Bauleiter hat mich ange­schrieen und mir gesagt, dass ich keine Ahnung habe…“

        Fallbeispiel: 

        Dazu haben wir ein inter­es­san­tes Beispiel vom OLG Brandenburg, das über fol­gen­den Fall zu ent­schei­den hatte:

        Urt. v. 16.03.2011 — 13 U 510)

        Eine junge Baufamilien beauf­tragt einen Bauunternehmer mit der Errichtung eines Einfamilienhauses. Im Rahmen der Gebäudeerrichtung gibt es Differenzen zwi­schen den Parteien u. a. über erfor­der­li­che Zusatzleistungen.

        Die Bauherren ant­wor­tet in einem Schreiben auf Vorschläge des Bauunternehmers zu den Mehrleistungen und zur Ausführungsplanung per Einschreiben Rückschein. 

        Das Einschreiben wird aller­dings durch den Bauunternehmer ganz bewusst nicht abge­holt. Vielmehr spricht der Bauunternehmer gegen­über dem Auftraggeber – ohne auf die Äußerungen des Auftraggebers ein­zu­ge­hen – Behinderung aus. 

        Des Weiteren sinnt der Bauunternehmer dem Auftraggeber an, wegen feh­len­der Ausführungsplanung auf alle even­tu­el­len Schadensersatzansprüche ihm gegen­über bezüg­lich des Bauvorhabens zu verzichten. 

        Schließlich unter­schreibt der Bauunternehmer zwar ein Nachtragsangebot des Auftraggebers zu Mehrleistungen, teilt die Unterzeichnung aber dem Auftraggeber nicht mit. Der Auftraggeber kün­digt dem Bauunternehmer. Dieser ver­langt dar­auf hin Werklohn für nicht erbrachte Leistungen. Er ver­klagt den Bauherren. 

        Das OLG Brandenburg weist die Klage des Bauunternehmers zurück. 

        Der Auftraggeber habe hier berech­tig­ter­weise außer­or­dent­lich gekün­digt. Eine außer­or­dent­li­che Kündigung, auch ohne vor­he­rige Abmahnung, komme in Betracht bei schwer­wie­gen­den Pflichtverletzungen, die zu einer tief­ge­hen­den Störung der für die Fortsetzung des Vertrages not­wen­di­gen Vertrauensbeziehungen füh­ren und eine Fortsetzung des Vertrages unzu­mut­bar machen. 

        Hier habe das Bauunternehmen wie­der­holt und schwer­wie­gend gegen die Kooperationspflicht verstoßen. 

        Beide Parteien des Vertrages seien gehal­ten, auf die berech­tig­ten Belange des jeweils ande­ren Vertragspartners Rücksicht zu neh­men. Entstehen wäh­rend der Vertragsdurchführung Meinungsverschiedenheiten zwi­schen ihnen über die Notwendigkeit oder die Art und Weise einer Anpassung des Vertrages oder sei­ner Durchführung an geän­derte Umstände, sind die Parteien grund­sätz­lich ver­pflich­tet, durch Verhandlungen eine ein­ver­nehm­li­chen Beilegung der Meinungsverschiedenheiten zu versuchen. 

        Insoweit gebiete es die Kooperationspflicht, gerade bei Meinungsverschiedenheiten die Argumente, Alternativen und Gegenvorschläge der ande­ren Vertragsseite zumin­dest zur Kenntnis zu neh­men und zum Gegenstand eines Meinungsaustausches zu machen.

         Das OLG Brandenburg sieht in dem Verhalten des Bauunternehmers eine Verletzung des Kooperationsgebotes. 

        Eine Verletzung sei darin zu sehen, dass das Bauunternehmen das Einschreiben nicht ein­mal abge­holt, geschweige denn hier­auf reagiert habe, dass der Bauunternehmer die Annahme des Nachtragsangebotes gegen­über dem Auftraggeber ver­schwie­gen habe und schließ­lich dass er schlech­ter­dings unan­nehm­bar den Verzicht auf alle even­tu­el­len Schadensersatzansprüche bezüg­lich des Bauvorhabens ver­langt habe.

        Das Urteil zeigt, dass die Schwelle, über die man vor dem Hintergrund des Kooperationsgebotes stol­pern kann, manch­mal gar nicht so hoch sein muss. Richtigerweise gebie­tet die Rechtssprechung zum Kooperationsgebot den Parteien einen unter Berücksichtigung von Treu und Glauben ange­mes­se­nen Umgang.

        Daher gilt das Motto:

        Schweigen ist Silber und (mit­ein­an­der) reden ist Gold!

        BAUGLÜCK Bauherren Tipp: Die Firma Craftnote hat eine App entwickelt, die die Kommunikation auf der Baustelle nach­hal­tig erleich­tert. Ursprünglich für Handwerker entwickelt, kann sie auch Ihnen als pri­vate Bauherren das Leben wäh­rend der kom­plet­ten Bauphase enorm erleich­tern. Wir von Bauglück fin­den das toll: https://www.craftnote.de/

         

         

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        Koschwitz am Wochenende — Manuela Reibold-Rolinger im Interview

        Koschwitz am Wochenende — Manuela Reibold-Rolinger im Interview

        Wie man durch gute Kommunikation Rechtstreitigkeiten bei­legt und gar nicht erst vor Gericht aus­fech­ten muss.

        Seit 2005 emp­fängt Thomas Koschwitz in sei­ner drei­stün­di­gen Radioshow jede Woche Stars aus Musik, Film, Funk und Fernsehen genauso wie Politiker und „ Menschen von der Straße”, mit denen er über Ihr Leben, beson­dere Ereignisse und Geschehnisse, spricht.

        Mit BAUGLÜCK Gründerin, Verbraucherbaurechtsexpertin und Schlichterin Manuela Reibold-Rolinger spricht er in der Podcast Folge vom 29.7.2019 dar­über, wie man mit guter Kommunikation auch ohne Richter zu sei­nem Recht kommt. 

        Es gibt Rechtsstreitigkeiten, die haben vor Gericht einfach nichts zu suchen”

        Davon ist Manuela Reibold-Rolinger überzeugt und zeigt mit Beispielen auch aus ihrem Buch “Kein Grund zur Klage” auf, wel­che alter­na­ti­ven Lösungsansätze es gibt, seine eige­nen Nerven, den Geldbeutel und die Gerichte zu schonen. 

        Das Interview wurde von diver­sen Radiosendern aus­ge­strahlt. Hier kön­nen Sie sich es in vol­ler Länge anhören: 

        Link 1

        Link 2

        Viel Spaß beim Reinhören! 

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        Baugenehmigung — Ab wann und wofür sie benötigt wird

        Baugenehmigung — Ab wann und wofür sie benötigt wird

        Die Baugenehmigung — Ab wann brauchen Sie eine und wofür benötigt man die Baugenehmigung überhaupt? 

        Die Genehmigungsphase eines Bauprojektes — die Startphase für Ihr Bauprojekt

        Dass man ein Bauvorhaben vor Baubeginn geneh­mi­gen las­sen muss, ist wohl jedem Bauherren klar. Immer wie­der kommt es aber zu Überraschungen, Mehrkosten und Zeitverzug, wenn der Bauherr sich mit die­ser  ‑so wichtigen- Phase nicht mit der gehö­ri­gen Intensität befasst. Das Baugesetzbuch und die jewei­li­gen Landesbauordnungen regeln, was und wie gebaut werden darf:

        Der Bebauungsplan

        Der Bebauungsplan, regelt zum Beispiel die Art und das Maß der bau­li­chen Nutzung, die maxi­mal bebau­bare Fläche, die Abstandsflächen, die Anzahl der Geschosse, die Fassaden und Einfriedungen und, und, und.  Das zu wis­sen ist wich­tig, da man dann auch weiß, was der Nachbar bauen darf. Häufig habe die Kommunen sogar eine Gestaltungssatzung, die vor­gibt, wie die Fassadenfarbe, die Ziegel oder Dachformen aus­ge­bil­det sein müssen. 

        Bauvoranfrage

        Falls Sie ein Grundstück haben, das in einem Gebiet ohne Bebauungsplan liegt, muss sich das Bauvorhaben gemäß § 34 Baugesetzbuch in die Umgebungsbebauung ein­fü­gen und eine Bauvoranfrage ein­ge­reicht werden.

        Der Bebauungsplan — daran müs­sen Sie sich halten:

        Wichtig ist zunächst, dass der Bauherr weiß, was er auf sei­nem Grundstück über­haupt bauen kann. Hierzu haben die Städte und Gemeinden in der Regel einen Bebauungsplan erstel­len las­sen, an des­sen Vorgaben sich der Bauherr zu hal­ten hat.

        Für viele Bauherren ist es nicht leicht, als Laien den Umfang des Bebauungsplans zu erfas­sen. Daher haben viele Kommunen zwi­schen­zeit­lich ver­brau­cher­freund­li­che „Baufibeln“  entwickelt, die dem Bauherren anschau­lich erklärt, was und wie gebaut werden darf. Hier sind die Baukörper, die Dachformen, die Dachüberstände und vie­les Mehr genau erklärt.

        Die Genehmigungsplanung über­nimmt in der Regel ein Architekt oder aber die Planungsabteilung eines Generalübernehmers, der neben der Bauleistung auch die Planung erbrin­gen will.

        Hat der Architekt die Baugenehmigung ein­ge­reicht und wird die Genehmigung von der Gemeinde erteilt,  bedeu­tet das jedoch nicht ohne wei­te­res, dass der Entwurf man­gel­frei ist.

        Das schuldet der Architekt Ihnen:

        Der Architekt schul­det einen Entwurf, der zu einer dau­er­haf­ten und nicht mehr zurück­nehm­ba­ren Baugenehmigung führt.

        Wann eine Genehmigung zurückgenommen werden kann:

        Eine erteilte Genehmigung kann von der Behörde nach­träg­lich wie­der zurück­ge­nom­men werden, wenn sich die Planung nach erneu­ter Prüfung als (doch) nicht geneh­mi­gungs­fä­hig erweist. Das ist dann der Fall, wenn sich zum Beispiel der Nachbar über die Baugenehmigung beschwert und die Behörde ihm Recht gibt. Dann kann die Genehmigung  wegen feh­len­der Genehmigungsfähigkeit zurück­ge­nom­men werden. Dieses Risiko ist beson­ders hoch, wenn im soge­nann­ten „Freistellungsverfahren“ agiert wird:

        Was Sie tun können, um Ihre genehmigungsfähige Planung durchzusetzen, falls diese von der Behörde nicht genehmigt wird:

        Andererseits kann es vor­kom­men, dass eine eigent­lich geneh­mi­gungs­fä­hige Planung von der Baugenehmigungsbehörde rechts­wid­rig nicht geneh­migt wird. Dann muss der Bauherr, mit Hilfe eines im Baurecht ver­sier­ten Anwaltes, Widerspruch gegen die Verweigerung der Baugenehmigung ein­zu­le­gen. Die BAUGLÜCK GmbH kann Ihnen hier­für die rich­ti­gen Spezialisten nennen.

        Der Bauherr sollte wis­sen, dass eine feh­lende Genehmigung einen wich­ti­gen Grund für eine außer­or­dent­li­che Kündigung des Bauherrn begrün­den kann, hier sollte jedoch auf jeden Fall  VOR der Kündigung ein Fachanwalt zu Rate gezo­gen werden, der Ihnen über die Bauglück GmbH sehr gern ver­mit­telt wird.


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        Ihr Widerrufsrecht bei Bauverträgen

        Ihr Widerrufsrecht bei Bauverträgen

        Das Widerrufsrecht bei Verbraucherbauverträgen — Wie muss es aussehen und was passiert, wenn es nicht im Vertrag steht?

        Jeder Verbraucher hat seit dem 1.1.2018 ein gesetz­lich nor­mier­tes Widerrufsrecht, wenn der Unternehmer für ihn:

        • einen Neubau oder
        • einen Umbau in erheb­li­chem Umfang ausführt
        • und die­ser Vertrag nicht nota­ri­ell beur­kun­det wurde.

        Hierbei ist es gleich, ob ein Fertighaus oder ein Massivhaus errich­tet wird und Sie eine Bestandsimmobilie im großen Umfang sanieren oder moder­ni­sie­ren. Die Widerrufsbelehrung muss Ihnen vor­ge­legt werden.

        Grundlage für diese Pflicht, die den Verbraucher vor übereilten Entscheidungen schützen soll ist § 650 i BGB. Aber wie genau muss ein Widerruf aussehen, damit er wirksam ist?

        Auch hier lohnt sich der Blich in das Gesetz. Artikel 249 des EGBGB (Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch) zeigt wört­lich auf, wie eine Widerrufsbelehrung aus­se­hen muss, um wirk­sam zu sein:

        Widerrufsrecht

        Sie haben das Recht, bin­nen vier­zehn Tagen ohne Angabe von Gründen die­sen Vertrag zu widerrufen.

        Die Widerrufsfrist beträgt vier­zehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses. Sie beginnt nicht zu lau­fen, bevor Sie diese Belehrung in Textform erhal­ten haben.

        Um Ihr Widerrufsrecht aus­zu­üben, müs­sen Sie uns (*) mit­tels einer ein­deu­ti­gen Erklärung (z.B. Brief, Telefax oder E‑Mail) über Ihren Entschluss, die­sen Vertrag zu wider­ru­fen, informieren.

        Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Erklärung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

        Folgen des Widerrufs

        Wenn Sie die­sen Vertrag wider­ru­fen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhal­ten haben, unver­züg­lich zurückzuzahlen.

        Sie müs­sen uns im Falle des Widerrufs alle Leistungen zurück­ge­ben, die Sie bis zum Widerruf von uns erhal­ten haben. Ist die Rückgewähr einer Leistung ihrer Natur nach aus­ge­schlos­sen, las­sen sich etwa ver­wen­dete Baumaterialien nicht ohne Zerstörung ent­fer­nen, müs­sen Sie Wertersatz dafür bezahlen.

        Gestaltungshinweis:

        * Fügen Sie Ihren Namen oder den Namen Ihres Unternehmens, Ihre Anschrift und Ihre Telefonnummer ein. Sofern ver­füg­bar sind zusätz­lich anzu­ge­ben: Ihre Telefaxnummer und E‑Mail-Adresse.

        Klar und deutlich

        Die Belehrung muss klar und deut­lich als ein­zel­ner Vertragsbestandteil abge­grenzt, in den Vertrag imple­men­tiert sein.

        Wenn sie fehlt, ver­län­gert sich das Widerrufsrecht um 1 Jahr. Man hat dann also 1 Jahr und 14 Tage nach Vertragsabschluss das Recht, den Vertrag zu wider­ru­fen. Wenn zu die­sem Zeitpunkt bereits Baumaßnahmen auf Ihrem Grundstück ent­stan­den sind, so haben Sie hier­für einen Wertersatz zu zahlen. 


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        Handwerker verlangt Vorschuss — Der richtige Umgang

        Handwerker verlangt Vorschuss — Der richtige Umgang

        Wann müssen Sie als Bauherr:in an den Handwerker eine Vorauszahlung leisten?

        Das ist defi­ni­tiv eine der meist­ge­stell­ten Fragen von Bauherren, die bei Ihrem Hausbauprojekt die Gewerke ein­zeln ver­ge­ben. Was Sie tun kön­nen,  um Handwerkern bei Auftragserteilung nicht durch hohe à cto. Zahlungen aus­ge­lie­fert zu sein, erkläre ich in die­sem Blogbeitrag:

        Grundsätzlich ist ein Bauunternehmer vor­leis­tungs­pflich­tig, das heißt, er muss erst bauen und dann wird nach der Abnahme das man­gel­freie Werk bezahlt.

        Da aber immer mehr Unternehmer mit die­ser Regelung Probleme beka­men, wurde im Gesetz vor­ge­se­hen, dass der Unternehmer berech­tigt sein soll, gem. § 632a BGB Abschlagszahlungen zu for­dern. Diese Regelung wurde aus der VOB/B über­nom­men. Sie gilt auch bei Verbrauchern, also bei pri­va­ten Bauherren wie Ihnen.

        Natürlich müs­sen auch für die­sen Fall beson­dere Voraussetzungen erfüllt sein.

         

        In welchem Fall kann ein Handwerker überhaupt Abschlagszahlungen verlangen?

        Hier gilt § 632a BGB: Ein Handwerker kann Abschlagszahlungen verlangen…

        1. für die erbrach­ten ver­trags­ge­mä­ßen und man­gel­freien Teilleistung, sowie
        2. für erfor­der­li­che Stoffe oder Bauteile, die eigens ange­fer­tigt oder ange­lie­fert wor­den sind,
        3. jedoch nur für in sich abge­schlos­sene Teile der zu erbrin­gen­den Leistungen und nur, wenn dem Bauherr das Eigentum an die­sen Teilleistungen, Stoffen und Bauteilen über­tra­gen oder dafür Sicherheit geleis­tet wird.

        Das heißt im Klartext, dass der Unternehmer grund­sätz­lich kei­nen Vorschuss auf eine noch nicht erbrachte Leistung for­dern darf.

         

        Als Entlastung für den vorleistungspflichtigen Unternehmer gedacht:

        Die Vorschrift des § 632a BGB soll den vor­leis­tungs­pflich­ti­gen Unternehmer, der ohne Abschlagszahlungen oft über einen län­ge­ren Zeitraum teure Materialien und Personal vor­zu­fi­nan­zie­ren hat, ent­las­ten und die mit der Vorfinanzierung ver­bun­de­nen wirt­schaft­li­chen Nachteile ausgleichen.

        So weit so gut…doch wie kön­nen Sie als Verbraucher:in und / oder Baulaie wis­sen, was eine „ange­mes­sene“ Abschlagszahlung ist?

        Ist das der Wert der Leistung oder der Wertzuwachs auf dem eige­nen Grundstück?

        Darauf habe ich eine klare wie ein­fa­che Antwort: Der Wert der Leistung kön­nen nicht Sie son­dern nur Ihr bau­be­glei­ten­der Qualitätskontrolleur benennen.

        Übrigens: Als Absolvent:in unse­res Online-Kurses Bauherrenführerschein ist die Benennung eines baubegleitenden Qualitätskontrolleurs in Ihrer Nähe Teil unse­res Service.

        Das können Sie tun, wenn der Unternehmer keine Vorleistung erbringen will:

        Sie kön­nen

        1. den Vertrag gar nicht erst abschließen
        2. dem Unternehmer eine Finanzierungsbestätigung Ihrer Bank für das Bauvorhaben vorlegen
        3. vom Unternehmer eine Vertragserfüllungs- oder Vorauszahlungsbürgschaft fordern.

        Was passiert im schlechtesten Fall?

        Im schlech­tes­ten Falle haben sie Geld bezahlt und erhal­ten keine Gegenleistung. Es kann auch sein, dass zwar Leistungen ein­ge­baut werden, diese aber man­gel­haft sind, auch dann haben Sie, wenn bereits bezahlt wurde, kei­nen Hebel, um den Unternehmer zur Mängelbeseitigung zu bewegen.

        Denken Sie an die Vertragserfüllungssicherheit:

        Nach dem Gesetz ist der Unternehmer grund­sätz­lich vor­leis­tungs­pflich­tig. Wenn er von Ihnen eine Vorleistung ver­langt und Sie am Unternehmer fest­hal­ten wol­len, dann zah­len Sie nur, nach­dem Ihnen eine Vertragserfüllungssicherheit oder eine Vorauszahlungsbürgschaft vor­ge­legt wurde.

        Ich emp­fehle Ihnen dringend, dass Sie jeden Vertrag vor der Unterzeichnung prüfen las­sen und nur nach Vorlage einer Sicherheit, die der Unternehmer Ihnen stellt und die von einem Fachanwalt geprüft wurde, zahlen.

        Mein Apell an Sie als Bauherren lau­tet des­halb: Es geht um Ihr Geld, den ein­zi­gen Trumpf, den Sie haben – kom­men Sie des­halb nicht jeder Forderung Ihres Handwerkers nach, nur, um ihn nicht zu ver­lie­ren, son­dern ent­schei­den Sie mit Augenmaß und Umsicht.

        Als Teilnehmer:in des Bauherrenführerscheines wird Ihnen auch das mit auf den Weg gege­ben und Sie ler­nen, wie Sie mit Ihren Vertragspartnern auf Augenhöhe kommunizieren.

        Sie ste­hen noch am Anfang Ihres Projektes? Dann starten Sie am bes­ten hiermit:

        Pfeil zum Bauherrenführerschein

        Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

        Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

        Checkliste: Hausangebote ver­gleich­bar machen:

        Schlüsselfertig bauen — bedeutet das bezugsfertig bauen? Unsere Tipps

        Schlüsselfertig bauen — bedeutet das bezugsfertig bauen? Unsere Tipps

        Fast fertig ist das neue schüsselfertig.

        Die meis­ten Bauherren träu­men davon, mög­lichst ohne Stress in ihr Eigenheim zu kom­men. Wie schön und ver­lo­ckend klingt dabei die Lösung vie­ler Hausanbieter, schlüs­sel­fer­tig bauen zu können.

        In die­sem Blogbeitrag erklärt Ihnen Manuela Reibold-Rolinger, was alles hin­ter dem Begriff ste­cken kann und wor­auf Sie beson­ders ach­ten sollten: 

        Seit eini­ger Zeit nut­zen Haushersteller alter­an­tive Begrifflichkeiten zu der Bezeichnung “schlüs­sel­fer­tig. Dabei werden die Marketingabteilungen der Haushersteller immer ein­falls­rei­cher. Deshalb ist es wich­tig, dass Sie wis­sen, wel­che Bedeutung sich hin­ter all die­sen Begriffen ver­steckt und wel­che Erwartungen Sie daran knüp­fen kön­nen, wenn Sie “schlüs­sel­fer­tig” bauen möchten.

        Gehen Sie mit diesen Bezeichnungen ebenso vorsichtig um:

        • Fast fer­tig
        • Freizeit-Paket
        • Wohnkomplett
        • Sofort ein­zie­hen und wohlfühlen
        • Fix und fertig

        Diese Begriffe wecken in Ihnen als Bauherren eine Erwartung, die der Hersteller mög­li­cher­weise so gar nicht erfül­len kann oder möchte. 

        Sogar der Duden macht den Fehler, das Adjektiv “schlüsselfertig” mit bezugsfertig zu beschreiben. Das ist aber leider falsch.

        Oftmals werden Fertighäuser als schlüs­sel­fer­tig ange­bo­ten, doch Massivhäuser kön­nen ebenso schlüs­sel­fer­tig erbaut werden. Ihre Vertragspartner sind dann Bauträger, Generalunternehmer oder Generalübernehmer und Sie als pri­vate Bauherren ver­bin­den damit, ein bezugs­fer­ti­ges Haus zu erhal­ten, des­sen Gewerke durch Ihren Baupartner koor­di­niert und durch­ge­führt werden. 

        Allerdings sind diese Begriffe so unspe­zi­fisch, dass Sie ein beson­de­res Augenmerk die Bau-und Leistungsbeschreibung Ihres Vertrages ach­ten müs­sen. Nur was dort gere­gelt ist, hat Gültigkeit.

        Insbesondere rate ich Ihnen auf den soge­nann­ten Fertigstellungsgrad zu ach­ten

        Ein Bauherr, der unter dem Begriff fast fer­tig etwas ande­res ver­stan­den hat als der Unternehmer ist nun Mandant mei­ner Kanzlei. Es wird schwer werden, aus den ver­trag­li­chen Grundlagen das her­aus­zu­ar­bei­ten, was der Bauherr unter fast fer­tig ver­ste­hen wollte. In sei­nem vor­lie­gen­den Leistungsverzeichnis sind viele, sehr wich­ti­gen Bestandteile einer voll­stän­di­gen Baubeschreibung nicht enthalten.

        Nun strei­ten die Parteien über den Vertragsinhalt, der Bau ruht und es werden Mehrkosten gefor­dert. Hinzu kom­men die Kosten für die Anwälte. So ste­hen Zusatzkosten von rund 25.000 Euro für den Mandanten an.

        Begriff “schlüsselfertig” ist nicht rechtlich geschützt

        Der Begriff „schlüs­sel­fer­tig bauen“ ist nicht recht­lich geschützt. Das bedeu­tet, dass jedes Bauunternehmen selbst fest­le­gen kann, was es unter schlüs­sel­fer­tig ver­steht. Achten Sie des­halb auch auf die oben beschrie­be­nen alter­na­ti­ven Begriffe zu schlüs­sel­fer­tig. Lassen Sie sich von unge­nauen Begrifflichkeiten nicht blen­den und legen ein beson­de­res Augenmerk auf Ihren Vertragsinhalt. So kommt es bei Ihrem Bauvorhaben nicht zu unvor­her­ge­se­he­nen Baukrisen.

        Was Sie noch tun kön­nen, um bereit für Ihr Eigenheimprojekt zu sein? Melden Sie sich zu einem mei­ner Gratis-Webinare an. Darin erkläre ich Ihnen als ange­hende Bauherren, was die typi­schen Fehler bei pri­va­ten Eigenheimprojekten sind und wie Sie diese selbst ver­hin­dern. So werden Sie bauglücklich.

        Kostenlos für Sie:

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        Nicht von Begriffen wie schlüsselfertig oder sofort einziehen blenden lassen

        Nicht von Begriffen wie schlüsselfertig oder sofort einziehen blenden lassen

        Fast fertig ist das neue schüsselfertig — nicht blenden lassen:

        Die Marketingabteilungen der Haushersteller werden immer ein­falls­rei­cher: Viele Bauherren wis­sen inzwi­schen, dass man mit der Baubeschreibung schlüs­sel­fer­tig nicht viel beschrei­ben kann. Vielmehr kommt es auf den ver­ein­bar­ten Vertragsinhalt an. Aus die­sem Grund werden immer mehr ein­falls­rei­che Begriffe ver­wen­det. Mit die­sen Formulierungen soll­ten Sie ebenso vor­sich­tig umgehen:

        • Fast fer­tig
        • Freizeit-Paket
        • Freitzeit-Paket-Plus
        • Sofort ein­zie­hen und wohlfühlen
        • Fix und fertig

        Diese Begriffe las­sen etwas erwar­ten, das der Hersteller mög­li­cher­weise so gar nicht erfül­len kann oder möchte. 

        Sogar der Duden macht den Fehler, das Adjektiv schlüsselfertig mit bezugsfertig zu beschreiben. Das ist aber leider falsch:

        Warum das Leistungsverzeichnis so wichtig ist, zeigt ein Beispiel:

        Ein Bauherr, der unter dem Begriff fast fer­tig etwas ande­res ver­stan­den hat als der Unternehmer ist nun Mandant mei­ner Fachanwaltskanzlei für Bau-und Architektenrecht. Es wird schwer werden, aus den ver­trag­li­chen Grundlagen das her­aus­zu­ar­bei­ten, was der Bauherr unter fast fer­tig ver­ste­hen wollte. In sei­nem vor­lie­gen­den Leistungsverzeichnis sind viele, sehr wich­ti­gen Bestandteile einer voll­stän­di­gen Baubeschreibung nicht enthalten.

        Nun strei­ten die Parteien über den Vertragsinhalt, der Bau ruht und es werden Mehrkosten gefor­dert. Hinzu kom­men die Kosten für die Anwälte. Es ste­hen Zusatzkosten von rund 25.000 Euro für den Mandanten an.

        Sicher vertrete ich jeden Bauherren auch vor Gericht — ich bin Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht — ich appelliere dennoch an die Eigenverantwortung.

        Damit das klar wird: Ich ver­trete selbst­ver­ständ­lich jeden Bauherren auch vor Gericht, wenn das nötig ist. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass man sein Eigenprojekt mit Eigenverantwortung ange­hen sollte. Konkret bedeu­tet das, dass jeder Bauherr mit einer Teilnahme am Online-Kurs Bauherrenführerschein und einer Prüfung sei­nes Bauvertrages sehr viel Geld, Zeit und Nerven spa­ren kann.

        Jeder Bauherr kann selbst ent­schei­den, wie er sei­nen Bauablauf gestal­ten will. Sie haben die Wahl und sind für Ihr Projekt verantwortlich.

        Hier geht es zu einem weiteren Blogartikel, der sich mit dem Thema schlüsselfertig bauen beschäftigt.

        Sie wollen auch Eigenverantwortung für Ihr Eigenheimprojekt übernehmen? Hier gibt es weitere Infos zum Online-Kurs:

        Lernen Sie in diesem Online-Kurs:

        • die Tricks der Baufirmen zu entlarven,
        • das Know How, wie man mit einem Unternehmer auf Augenhöhe verhandelt,
        • die Regelungen ken­nen, die man für einen frist­ge­mä­ßen Einzug benötigt
        • Alles, was man als Bauherr/Bauherrin wis­sen muss, egal ob man einen Neubau errich­tet, eine Eigentumswohnung kauft oder im Bestand saniert

        Jeder Bauherr spart dadurch Zeit und Geld, denn wir haben in unse­rem Bauherrenführerschein alles struk­tu­riert und zusam­men­ge­fasst, was man als Bauherr wirk­lich wis­sen muss.

        Anhand der Checklisten wird auf­ge­zeigt, woran man den­ken muss.

        Als BONUS für jeden Teilnehmer des Online-Kurses BAUHERRENFÜRHERSCHEIN, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

        Somit kann man mit dem Bauherrenführerschein nur gewinnen.

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        Was bedeutet bauseits eigentlich? Achtung, versteckte Mehrkosten im Bauvertrag

        Was bedeutet bauseits eigentlich? Achtung, versteckte Mehrkosten im Bauvertrag

        Über die Verwendung und Bedeutung des Begriffes bauseits in Ihren Bauverträgen

        Das Wort „bau­seits“ fin­det man gar nicht so sel­ten in Bauverträgen. Viele Verbraucher:innen wis­sen jedoch gar nichts mit dem Begriff anzu­fan­gen. Deshalb wird das Wörtchen “bau­seits” oft­mals falsch inter­pre­tiert oder gleich ganz überlesen.

        Bauseits” gehört des­halb für mich in die Kategorie: “von Bauherren immer wie­der falsch ver­stan­den”. In die­sem Blogbeitrag schen­ken wir “bau­seits” des­halb die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt, denn wird ihm keine Beachtung geschenkt, kann das weit­rei­chende Folgen für Sie haben. So haben Sie “bau­seits” in Ihrem Bauvertrag zu ver­ste­hen und ein­zu­ord­nen können:

        Bauseits und seine Definition

        Ein Blick in den Duden macht eigent­lich alles klar:
        “bau­seits” — Adverb — 1. an die, zur Baustelle; bei …2. vom Bauherrn auszuführen”.

        Die Definition bringt es auf den Punkt. Der Bauherr hat diese Leistung aus­zu­füh­ren und…zu bezahlen.

        Dennoch gehen viele Bauherren von fal­schen Voraussetzungen aus. Ein Irrtum, der sie in finan­zi­elle Schwierigkeiten brin­gen kann, wenn Sie die Kosten für die ent­spre­chen­den Arbeiten nicht ein­kal­ku­lie­ren. Bitte ach­ten Sie daher unbe­dingt auf die Formulierungen in Ihrem Bauvertrag und befra­gen bei Unklarheiten einen unab­hän­gi­gen Sachverständigen dazu.

        Bauseits” suggeriert, dass die Baufirma diese Arbeiten übernimmt

        Dem Laien sug­ge­riert die Verwendung des Begriffes “bau­seits”, dass die Baufirma diese Arbeiten über­nimmt. Viele Bauherren ver­ste­hen das Wort bau­seits als im Risikobereich des bau­aus­füh­ren­den Unternehmers ste­hend und das ist genau falsch!

        Mit dem Wort „bau­seits“ ver­sucht der Unternehmer oft typi­sche Maßnahmen, die in sei­nem Tätigkeitsfeld lie­gen, den Bauherren durch den Vertrag auf­zu­er­le­gen, um Kosten zu sparen.

        Welcher Baulaie geht denn davon aus, dass genau das Gegenteil der Fall ist? Doch die­ser Irrtum kann teuer für Sie werden, denn alle mit “bau­seits” gekenn­zeich­nete Aufgaben sind Arbeiten, die Sie selbst ver­an­las­sen und über­neh­men müs­sen. Und nicht nur das, die Kosten für diese Arbeiten sind in den im Bauvertrag kal­ku­lier­ten Kosten nicht enthalten, son­dern müs­sen zusätz­lich bezahlt werden.

        Hier typi­sche Arbeiten, die in der Regel „bau­seits zu erle­di­gen sind“ und immer von den Bauherr:innen zusätz­lich bezahlt werden müssen:

        Das ist meine kleine, feine Liste über typisch bauseitige Arbeiten:

        • Erdarbeiten, den Aushub ent­sor­gen oder lagern, Baustellenzufahrt…bauseits
        • Lieferung des Baustroms, Bautoilette und Bauwassers…bauseits
        • Herstellung der Hausanschlüsse…bauseits
        • Verlegung sämt­li­cher Hausanschlüsse für Ver- und Entsorgungseinrichtungen…bauseits
        • Außenanlagen, soweit diese nicht aus­drück­lich als Leistung in der Baubeschreibung…baus…
        • Baugenehmigungen, amtl. Einmessung des Gebäudes, so weit nicht im Vertrag enhalten
        • Katasterpläne für den Bauantrag und evtl. Einmessungen von Bepflanzungen,
        • Bodengutachten oder Vorbereitung des Baugrundstückes (Rodung, Auffüllungen)
        • Wasserhaltung, falls in der Baugrube Wasser vor­ge­fun­den wird. Das kann viele 1000 Euro kosten.
        • Betonfugen ver­spach­teln vor Malerarbeiten
        • Beheizung des Gebäudes bis zur Übergabe –> Die teure Strombeheizung im Winter zahlt der Bauherr also zusätzlich.
        • Keller- und Bodenplattendämmung sind bau­seits zu erbrin­gen –> Auch damit rech­nen Bauherren nicht, wenn sie ein ver­meint­lich „schlüs­sel­fer­ti­ges“ Haus kaufen. Damit es auf der Baustelle wei­ter­geht, akzep­tie­ren viele zäh­ne­knir­schend die Mehrkosten.

        Kosten kennen und verhandeln

        Sie tap­pen nicht in diese Mehrkostenfalle, wenn Sie die Kosten vor Unterzeichnung Ihres Bauvertrages ken­nen und verhandeln.

        Wenn Sie sol­che Formulierungen in Ihrem Bauvertrag fin­detn, soll­ten Sie Ihr “güns­tigs­tes Angebot” für Ihr Traumhaus noch­mals mit den Mehrkosten durch­rech­nen und ver­glei­chen. Denn mög­li­cher­weise ist die­ses Angebot am Ende gar nicht das güns­tigste Hausangebot, das Ihnen vorliegt.

        Baustrom und ‑wasser gehört zu den Leistungen, die Ihnen der Bauunternehmer schuldet

        Eigentlich schul­det der Bauunternehmer den Bauherren die Errichtung des Hauses und dazu gehört natür­lich auch der Baustrom und das Wasser, das der Unternehmer benö­tigt, um das Haus zu errich­ten, das heißt, Bauwasser und Baustrom und das Bereithalten sind urei­gene Unternehmeraufgaben, die nicht auf den Bauherren abge­wälzt werden dür­fen. Dennoch wird immer wie­der ver­sucht diese Kosten den Bauherren unterzujubeln.

        FAZIT: Lesen Sie Ihren Bauvertrag genau

        Eigentlich schul­det der Bauunternehmer Ihnen die Errichtung des Hauses und dazu gehört natür­lich auch der Strom und das Wasser, das der Unternehmer benö­tigt, um das Haus zu errich­ten. Das bedeu­tet, Bauwasser und Baustrom sowie das Bereithalten, sind urei­gene Unternehmeraufgaben, die nicht auf Sie als Bauherr:in abge­wälzt werden dürfen.

        Damit Sie Ihr Bauvorhaben gelas­sen starten kön­nen, benötigen Sie einen voll­stän­di­gen, ver­brau­cher­freund­li­chen, aus­ge­wo­ge­nen und fai­ren Bauvertrag.

        Durch die Prüfung Ihres Bauvertrages las­sen sich neben den ver­steck­ten “Bauseits-Fallen” wei­tere andere Klauseln auf­de­cken, die recht­lich unzu­läs­sig sind und den­noch häu­fig in Bauverträgen vor­kom­men. Verbraucherfeindlich sind bei­spiels­weise auch Klauseln, die Gewährleistungsfristen ein­kür­zen, Sicherheitsleistungen ein­schrän­ken oder Zahlungspläne vor­schrei­ben, die unaus­ge­wo­gen zu Ihrem Nachteil aus­ge­legt werden können.

        »> Hier erfah­ren Sie mehr Informationen über die Prüfung Ihres Bauvertrages durch meine Kanzlei.

        Mein Versprechen: Wir fin­den alle ver­brau­cher­feind­li­chen Klauseln und las­sen diese in Ihrem Vertrag anpassen.

        Übrigens: Schauen Sie bei Ihrem Fertighausvertrag besonders genau hin:

        Die aller­meis­ten Fertighaushersteller bie­ten ihre Häuser ohne Bodenplatte oder Keller an. Davon ist nicht nur abzu­ra­ten, weil es hier in den Schnittstellen zwi­schen der Bodenplatte durch einen Drittunternehmer und dem Fertighaus des Herstellers in der Regel zu Problemen kommt- eine Abweichung von nur 2 cm kann schon dazu füh­ren, dass Ihr Haus nicht gestellt werden kann!

        Es gibt hier auch fol­gen­des Problem:

        Wenn im Vertrag steht- und das kommt tat­säch­lich vor- , dass die Keller- und Bodenplattendämmung „bau­seits“ zu erbrin­gen ist, so müs­sen Sie wissen:

        Ohne Dämmung funk­tio­niert der Hausbau nicht. Sie ist wich­ti­ger Bestandteil der Energieberechnung des Hauses und tech­nisch sehr anspruchs­voll. Bei Fertighäusern werden Keller/ Bodenplatten nicht mit ange­bo­ten und dann der Keller/Bodenplatte von klei­ne­ren und uner­fah­re­nen Firmen her­ge­stellt, die ein güns­ti­ges Angebot für die Betonarbeiten vor­ge­legt haben.

        Diese Unternehmer sehen immer nur ihr eige­nes Gewerk und nicht das Haus als Ganzes: Unterschreiben Sie als uner­fah­re­ner Bauherr:In ein sol­ches (unvoll­stän­di­ges) Angebot und stel­len dann ‑zu spät- fest, dass die Dämmung fehlt, müs­sen Sie einen sehr teu­ren Nachtrag bezahlt.

        Auf diese Risiken wei­sen die Fertighaushersteller lei­der nicht hin. Oft lässt man den Kunden ins „offene Messer lau­fen“ und reibt sich schon vor Beginn des Bauvorhabens in die Hände, da man sich schon auf das „gesal­zene“ Nachtragsangebot freut.

        Das ist keine Erfindung, für die­sen Blogbeitrag von mir, son­dern bit­tere Wahrheit.

        Mein Tipp:

        Wenn Sie Ihren Bauvertrag vom Unternehmer erhal­ten, unter­schrei­ben Sie kei­nes­falls direkt, son­dern neh­men Sie ihn mit nach Hause, lesen Sie ihn auf­merk­sam durch und unter­strei­chen Sie mit einem Stift das Wort „bau­seits“. Hand aufs Herz: Wie oft kommt der Begriff in Ihrem Bauvertrag vor?

        Meine Erfahrung zeigt:

        Verträge, die das Wort „bau­seits“ mehr als 3x enthalten und die Zusatzkosten darin nicht schrift­lich auf­ge­führt sind, ber­gen ein gro­ßes Risiko, in die “Bauseits-Falle” zu tappen.

        Wenn Sie von mir vor Vertragsunterzeichnung bera­ten werden, weise ich immer wie­der dar­auf hin, dass die Baufirmen ihre Angebote „vom Schreibtisch aus“ machen. Meist wurde das Grundstück nicht in Augenschein genom­men oder die Anfahrt oder der Kranplatz geprüft.

        Baureife des Grundstückes = bauseits zu erbringen:

        Da Sie für die Baureife des Grundstückes “bau­seits” zu sor­gen haben, kommt es auch hier immer wie­der zur Problemen:

        Mit die­sen Klauseln wälzt der Hersteller bewusst und in Kenntnis die Kosten Freimachung als auch das Risiko, auf Sie als Bauherrn ab. Es ist fast immer so, dass die Arbeiten auf einem vor­mals bebau­ten Grundstück deut­lich umfang­rei­cher aus­fal­len kön­nen als ver­spro­chen. Alles, was dann nicht genau im Bauvertrag gere­gelt ist, muss als Nachtrag geson­dert ver­gü­tet werden. Auch hier kommt es wie­der mal nur „bau­seits“ zu erheb­li­chen Mehrkosten.

        Auch fol­gen­des Beispiel ist typisch:

        Steht in der Leistungsbeschreibung oder im Vertrag, dass „bau­seits“ die Beheizung des Objektes bis zur Übergabe erfol­gen muss, wird Ihnen hier­durch die Beheizung bis zur Übergabe übergestülpt.

        Das birgt eine große Gefahr für Schimmel und im Notfall muss eine Strombeheizung bezahlt werden. Besonders in den Wintermonaten wird das sehr teuer. Hier machen es sich die Firmen oft­mals leicht und über­tra­gen das Risiko durch eine undurch­sich­tige Vertragsgestaltung auf Sie, die pri­va­ten Bauherr:innen. Lassen Sie das nicht zu!

        Ich könnte diese Beispiele sei­ten­weise fortsetzen…..Gleichzeitig möchte ich hier an Ihre Aufmerksamkeit und Wachsamkeit appellieren.

        Lesen, ver­ste­hen, umset­zen und schluss­fol­gern, das ist das, was Sie als Bauherren leis­ten kön­nen soll­ten und zwar genau in die­ser Reihenfolge. Ohne Expertenrat und eige­nes Wissen ist das mei­ner Meinung nach nicht möglich.

        Sie möch­ten bald mit ihrem Traumausprojekt starten? Dann ver­rate ich Ihnen mei­nen Königsweg, zu dem wir gerne bei­tra­gen möch­ten. Mit die­ser Erfolgs-Strategie kom­men Sie sicher zu Ihrem Bauglück:

        1. Starten Sie mit der Teilnahme an einem unse­rer Gratis-Webinare » Unten kos­ten­los anmelden. 

        2. Nehmen Sie an mei­nem Online-Kurs Bauherrenführerschein teil und werden Mitglied einer groß­ar­ti­gen Community » Weitere Informationen zum Kurs 

        3. Lassen Sie Ihren Bauvertrag vor Ihrer Unterzeichnung prüfen » Zur Vertragsprüfung
        4. Ziehen Sie einen unab­hän­gi­gen Sachverständigen zu Rate. » Als Teilnehmer:in des Bauherrenführerscheines emp­fehle ich Ihnen einen Sachverständigen in Ihrer Nähe!

        Ortstermin auf der Baustelle: Aus dem Leben der Baurechtsexpertin Manuela Reibold-Rolinger

        Ortstermin auf der Baustelle: Aus dem Leben der Baurechtsexpertin Manuela Reibold-Rolinger

        Letzte Woche hatte ich einen Ortstermin auf einer Baustelle.
        Ein vom Gericht 
        bestellter Sachverständiger lud zum Ortstermin ein.

        Manuela Reibold-Rolinger hat schon Vieles auf Baustellen erlebt. Heute berich­tet sie von einem beson­de­ren Schauspiel:

         

        Die Darsteller:

        • Mandanten der Baurechtsexpertin Manuela Reibold-Rolinger

        • Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht Manuela Reibold-Rolinger

        • Mandaten der Gegenseite

        • Anwalt der Gegenseite

        • Sachverständiger

        ” Meine Mandanten müssen diesen Prozess führen, weil der Unternehmer Mängel nicht beseitigen will.”

        Die Parteien waren alle anwe­send. Auch der Anwalt der Gegenseite. 

        Wir stan­den zusam­men und dann begann das Schauspiel auf der Baustelle: 

        Der Kollege unter­brach den Sachverständigen bei sei­nen Ausführungen. Der Anwalt der Gegenseite wurde laut und unsach­lich und unter­stellte dem Sachverständigen Befangenheit, da er mich per­sön­lich ken­nen würde. Er fuch­telte rum, wollte die Erhebung von Beweisen ver­ei­teln und ver­wei­gerte die Vorlage wich­ti­ger Dokumente. 

        Warum er das machte ist klar:

        Er hat eine schlechte Rechtsposition und will davon ablen­ken. Sicher weiß das der Kollege, hat sei­nem Mandanten ggf. zu viel Hoffnung gemacht und will nun sein „Gesicht“ wahren. 

        Mit allen Tricks lenkt er von der Sache ab und will den Gutachter verunsichern.

        Zum Glück: Es ist ihm nicht gelungen 🙂 

        Auch, weil sich meine Mandanten sehr sou­ve­rän ver­hal­ten haben. 

        Schade, dass viele mei­ner Kollegen die anwalt­li­che Pflicht zur Vermeidung von Konflikten nicht ernst neh­men, obwohl das so in unse­rer Berufsordnung steht.….

        Diesen Prozess werden meine Mandanten gewin­nen, da sie nach mei­ner Beratung einen guten Vertrag mit kla­ren Vertragspflichten unter­schrie­ben haben. 

        Man kann nicht jeden Rechtsstreit verhindern. Aber:

        Man kann sich jedoch durch einenaus­ge­wo­ge­nen Bauvertrag in einem Prozess eine sou­ve­rä­ner Position verschaffen.”

         

         

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        Bauabnahme: Von privaten Bauherren unterschätzt!

        Bauabnahme: Von privaten Bauherren unterschätzt!

        Bauabnahme — von privaten Bauherren immer unterschätzt

        Unterschätzen Sie die Bauabnahme nicht — das emp­fehle ich Ihnen, weil ich in mei­ner Kanzlei für Bau-und Architektenrecht täg­lich pri­vate Bauherren vor mir habe, die genau das getan haben und sie die Bedeutung der Abnahme ein­fach nicht ken­nen. Auch ist Ihnen die Wirkung oft­mals nicht klar. Oft ist auch das Gegenteil der Fall, sie haben sogar Angst davor, weil sie ihre Rechtsposition nicht ken­nen. Bitte neh­men Sie sich mei­nen Tipp zu Herzen und berei­ten Sie sich auf die Bauabnahme gut vor. Manuela Reibold-Rolinger, Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht.

        Die Bauabnahme hat eine große Wirkung im Bauprozess.

        Beispielsweise ist die Baubabnahme Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung genau der Zeitpunkt, von dem sich das soge­nannte Erfüllungsstadium in ein Abrechnungsstadium wandelt.

        Das klingt kompliziert?

        Das ist nicht der Fall, wenn Sie sich gut auf die Abnahme vor­be­rei­ten. Generell emp­feh­len wir pri­va­ten Bauherren dringend, sich auf ihr gesam­tes Projekt, gleich ob Hausbau, Wohnungskauf oder eine umfang­rei­che Sanierung eines Hauses wirk­lich gut vorzubereiten.

        Manuela Reibold-Rolinger hat dazu den Online-Kurs BAUHERRENFÜHRERSCHEIN entwickelt.

        Darin zeigt Sie Ihnen von A‑Z im Details, Ihnen im Detail, was die essen­ti­el­len Punkte sind, die sie in Ihrem Projekt beachten müs­sen, um gra­vie­rende Fehler zu vermeiden. So kön­nen Sie ohne Stress und Baukrisen mit Freude ihr Projekt erle­ben und hal­ten oben­drein ihr Budget ein. Sie ler­nen auch, was Sie beachten müs­sen, um Ihre Bauabnahme erfolg­reich zu absol­vie­ren. Versprochen!
        Wozu Sie die­sen Kurs benötigen und was er beinhal­tet, erfah­ren Sie hier.

        Werden Sie bauglücklich!

        Traumgrundstück gefunden? Warum Sie dennoch nicht übereilt handeln sollten:

        Traumgrundstück gefunden? Warum Sie dennoch nicht übereilt handeln sollten:

        In der aktuellen Zeit ist es sehr schwer ein passendes Baugrundstück zu finden. Sind Sie auf der Suche endlich fündig geworden, sollten Sie dennoch nicht übereilt handeln, ohne unsere Tipps beherzigt zu haben:

        Jeder, der vor allem in Ballungsgebieten aktu­ell auf der Suche nach bebau­ba­rem Grund ist, weiß, wovon wir sprechen.

        Dennoch empfehlen wir Ihnen: Handeln Sie nicht übereilt, wenn Sie endlich das Traumgrundstück gefunden haben. 

        Wir geben Ihnen hier die essen­ti­el­len Tipps an die Hand, die Sie ken­nen soll­ten, bevor Sie als pri­va­ter Bauherr bzw. Grundstückskäufer auf das Grundstücksangebot eingehen:

        Sehen Sie genau hin — ohne Bebauungsplan geht bei der endgültigen Auswahl Ihres Baugrundstückes gar nichts.

        Kaufen Sie das Grundstück nicht (über­eilt), ohne den Bebauungsplan gese­hen zu haben.
        TIPP In vie­len Baugebieten gibt es noch freie Lückengrundstücke. Genau hin­schauen lohnt sich daher.

        Der Grundstückkauf muss wohl über­legt sein und wird im idea­len Falle von einem Fachanwalt vor Unterzeichnung geprüft.

        So ist der Vertrag unwirksam:

        Ein Grundstückskauf muss IMMER bei einem Notar beur­kun­det werden, wenn ihnen jemand ein Grundstück ohne Notarvertrag anbie­tet, führt dies zur Unwirksamkeit des Vertrages.

        Nutzen Sie als Käufer die 14 Tage Frist zur Prüfung des Grundstückkaufvertrages:

        Der Notar ist ihnen gegen­über ver­pflich­tet für die Prüfung des Vertrages min­des­tens 14 Tage ein­zu­räu­men und auf Ihre Nachfrage hin seine Urkunde zu erläu­tern. Nutzen Sie diese Möglichkeit. Ein Notar ist zur Objektivität und Information ver­pflich­tet. Sollten Sie Zweifel an der Unabhängigkeit des Notars haben, zögern Sie nicht, einen eige­nen Notar vor­zu­schla­gen, schließ­lich bezahlt in der Regel der den Notar, der das Grundstück erwirbt.

        Informieren Sie sich über die Bauvorschriften und Bebauungspläne:

        Sie soll­ten im Zusammenhang mit dem Notarvertrag das Grundstück zuvor gese­hen haben und wis­sen, wie die ört­li­chen Bauvorschriften und Bebauungspläne sind. Nichts ist trau­ri­ger als die ( zu ) späte Gewissheit, dass man auf dem Grundstück nicht so bauen kann, wie man sich das vor­ge­stellt hat.

        Achtung bei zusätzlichen Vereinbarungen:

        Im Vertrag muss auf jeden Fall gere­gelt werden, dass das Grundstück bebau­bar ist. Falls das Grundstück noch bebaut ist und abge­ris­sen werden muss oder Bäume gefällt werden müs­sen, muss auch dies im Vertrag gere­gelt werden.

        Kaufen Sie nicht die Katze im Sack!

        Idealerweise erhält man vor dem Kauf vom Käufer die Erlaubnis ein Bodengutachten zum Baugrund ein­zu­ho­len. So kauft man nicht die Katze im Sack!

        Der Grundbuchauszug ist der Ausweis des Grundstückes:

        Wichtig, wie die Klarheit über den Baugrund ist auch die Klarheit über den Inhalt des Grundbuches. ( Das ist quasi der Ausweis des Grundstücks ) Dort ist immer ver­merkt, inwie­fern das Grundstück genutzt werden kann, ob es durch Grundschulden belas­tet oder durch ein Wege oder Fahrrecht eines Nachbarn in der Bebaubarkeit beein­träch­tigt ist.

        Der Notar sieht das Grundbuch ein. Sie soll­ten dies aber grund­sätz­lich auch selbst tun. Eine Vorsprache beim Grundbuchamt kos­tet nur wenige Minuten und 20 Euro für den aktu­el­len Auszug aus dem Grundbuchblatt. Erst dann haben Sie Gewissheit, dass das Grundstück frei von Lasten Dritter ist und beschränkt ist oder wer tat­säch­lich ein­ge­tra­ge­ner Eigentümer des Grundstückes ist.

        Kaufpreis — Übergabe und Haftung: Auch das sollte geklärt werden:

        Mit dem Käufer sollte man sich dann auch über die Kaufpreiszahlung und die Übergabe des Grundstücks eini­gen und seine Haftung klä­ren, falls es zu einer Verschlechterung des Grundstücks kommt. Hierzu kann man sich auf die Formulierungsvorschläge des Notars ver­las­sen. Aber auch beim Grundstückskauf gilt:  Augen auf und einen Berater hin­zu­zie­hen, damit es nicht zu Überraschungen kommt. Nur wer weiß, wor­auf man ach­ten muss, kann wis­sen, wie man sich schützt.

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        Die Deutschen brauchen Nachhilfe in Streitkultur: Rechtsanwältin und Schlichterin Manuela Reibold-Rolinger im Podcast

        Die Deutschen brauchen Nachhilfe in Streitkultur: Rechtsanwältin und Schlichterin Manuela Reibold-Rolinger im Podcast

        Nachhilfe in Streitkultur

        In einem Interview mit Deutschlands Experten-Podcast “FRAGEN WIR DOCH!” für RTL Radio Deutschland und 105’5 Spreeradio sagt Manuela Reibold-Rolinger: “Die Deutschen und die SPD brau­chen Nachhilfe in Streitkultur!” 

        Im Gespräch mit “FRAGEN WIR DOCH!” kri­ti­siert die Autorin des Buches “Kein Grund zur Klage! Wie Sie ohne Richter zu Ihrem Recht kom­men”: “Das Bashing gegen SPD-Parteichefin Andrea Nahles war unsäg­lich. Es wäre schön, wenn sich die Politik etwas von Mediation und Schlichtung abschauen würde.” Reibold-Rolinger arbei­tet seit mehr als zehn Jahren als Schlichterin und ist überzeugt, dass Nahles das Opfer von alten Rechnungen gewe­sen sei: “Eine Schlichtung könnte das Unausgesprochene an die Oberfläche brin­gen. Diese Chance hat die SPD lei­der verpasst.”

        Das voll­stän­dige Gespräch mit Manuela Reibold-Rolinger in Deutschlands Experten-Podcast “FRAGEN WIR DOCH!” für RTL Radio Deutschland und 105’5 Spreeradio kön­nen Sie auf www.spreeradio.dewww.rtlradio.dewww.maasgenau.de sowie über Apple Podcasts, Spotify, SoundCloud und AUDIO NOW hören.

        https://www.presseportal.de/pm/122267/4291263

         

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        Wichtige Checklisten zei­gen auf, an was man alles den­ken muss und als BONUS für jeden, der den BAUHERRENFÜRHERSCHEIN absol­viert hat, gibt es eine kos­ten­freie anwalt­li­che Ersteinschätzung wäh­rend der Bauzeit, falls es zu Fragen oder Problemen wäh­rend der Bauphase kommt.

        Somit kann man mit dem Bauherrenführerschein nur gewinnen.

        rocket icon Hier geht es zum Online-Kurs

        Villa oder Tiny Home — wie groß muss Ihr Haus sein?

        Villa oder Tiny Home — wie groß muss Ihr Haus sein?

        Wie groß muss mein Haus tatsächlich sein?

        Große Villa oder Tiny Home? Eine der Fragen, die sich Bauherren ganz zu Beginn stellen sollten.

        Wie groß Ihr Haus sein muss, ist eine Frage, mit der Sie sich aus ver­schie­de­nen Gründen rea­lis­tisch aus­ein­an­der­set­zen sollten.
        Seien Sie sich von Anfang an im Klaren sein, dass jeder Quadratmeter mehr Wohnfläche mit höhe­ren Bau- sowie Nebenkosten ver­bun­den ist! Beispielsweise spielt die Familienplanung eine Rolle: Sind wir nur zu zweit? Kommt in nähe­rer Zukunft Familienzuwachs ins Haus oder zie­hen die eige­nen Kinder mög­li­cher­weise bald schon aus?

        Der Bebauungsplan muss unbedingt beachtet werden!

        Neben den eige­nen, per­sön­li­chen Vorstellungen, Wünschen und Möglichkeiten setzt aber auch der Bebauungsplan einen Rahmen für die Größe des Eigenheims. Zum Thema Bebauungsplan gibt es einen wei­te­ren Blogbeitrag Hier geht es zum Blogbeitrag, der sich mit dem Bebauungsplan beschäftigt. 

        Mit diesen Fragen, müssen Sie sich bereits in der Planung auseinander setzen, damit Sie sich entscheiden können, wie groß ihr Haus wirklich sein muss.

        • Benötige ich einen Ankleideraum?
        • Wohin mit mei­ner Haustechnik?
        • Möchte ich einen Keller?
        • Wo gibt es Abstriche und was ist “nice to have”?
        • Was sagt der Bebauungsplan?

        In unse­rem Online-Kurs BAUHERRENFÜHRERSCHEIN berei­ten wir Sie auf Ihr Eigenheimprojekt — gleich, ob Hausbau, Sanierung oder Wohnungskauf vor, damit Sie die Fehler vermeiden, die dazu füh­ren, dass Sie viel Geld und Nerven verlieren.

        Der Online-Kurs wurde von Bauglück Gründerin Manuela Reibold-Rolinger, Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht und Verbraucherschützerin entwickelt.
        Frau Reibold-Rolinger kennt sich aus auf den Baustellen und weiß genau, wel­che Fehler Bauherren immer und immer wie­der machen. Einer davon ist, sich nicht richtig auf sein gro­ßes Lebensprojekt Eigenheim vor­zu­be­rei­ten. In Ihrer Kanzlei berät die Expertin Verbraucherbaurecht täg­lich Menschen, die durch Fehler in teils exis­tenz­be­dro­hende Krisen gera­ten sind. Ihre Mission ist, pri­vate Bauherren prä­ven­tiv zu beglei­ten, Weitere Infos zum BAUHERRENFÜHRERSCHEIN.

        Viel Erfolg beim bau­glück­lich werden!

        Was Sie zum Bauen mit dem Architekten wissen müssen

        Was Sie zum Bauen mit dem Architekten wissen müssen

        Bauen mit dem Architekten — die Königsdisziplin

        Beim Bauen mit dem Architekten han­delt es sich, seien wir ehr­lich, um die Königsdisziplin pri­va­ter Bauprojekte. 

        Fertighaushersteller, Bauträger und Generalunternehmer gewin­nen bei der Errichtung pri­va­ter Eigenheime immer mehr an Bedeutung, des­halb ist die Umsetzung pri­va­ter Bauprojekte mit einem Architekten eher die Ausnahme unter allen umge­setz­ten Bauvorhaben.

        Mit wel­chen Fragestellungen Sie sich beim Bauen mit dem Architekten unbe­dingt beschäf­ti­gen soll­ten, beant­wor­tet Ihnen die­ser Blogbeitrag:

        • Deckt ein Architekt alle Themen von der Planung, über die Baubetreuung und Kostensteuerung ab?
        • Benötigen Sie einen Vertrag und was muss die­ser beinhalten?
        • Wer hat die Kosten im Griff?
        • Was hat es mit den Leistungsphasen und der HOAI auf sich?

        Die Umsetzung eines Bauvorhabens mit einem Architekten ent­spricht lei­der nicht immer dem, was sich viele Bauherr:innen vor­stel­len oder erträu­men, denn: Die „Eierlegendewollmilchsau“ unter den Architekten gibt es nicht oder fast nicht.

        Die Erwartungshaltung der Bauherr:innen ist oft­mals groß: Der/Die Architekten:in sollte dem­nach sowohl aus­ge­zeich­net pla­nen, als auch eine ein­wand­freie und feh­ler­freie Bauüberwachung gewähr­leis­ten. Genau das ist mir in mei­nen 25 Berufsjahren als Fachanwältin aller­dings nicht begeg­net. Aber:

        Es gibt groß­ar­tige Planer und auch patente und sehr kom­pe­tente Architekten, die die Bauüberwachung feh­ler­frei absol­vie­ren. Beides gleich­zei­tig kön­nen nur sehr sehr wenige.

        Ohne Architektenvertrag geht es nicht

        Wichtig ist, vor allen Dingen bei Verbrauchern, wie Sie es sind, dass Sie mit dem Architekten einen schrift­li­chen Vertrag abschlie­ßen, der kon­kret, detail­liert und voll­stän­dig ist.

        Idealerweise ent­wi­ckeln der Architekt und Bauherr gemein­sam eine Planung, zuvor müs­sen klare Zielvorgaben fest­ge­schrie­ben werden.

        Planungs-und Überwachungsziele definieren

        Das ergibt sich aus dem, seit dem 1.1.2018 gel­ten­den Bauvertragsrecht zu Architekten- und Ingenieurverträgen und den §§ 650 p fort­fol­gende BGB.

        Hierbei legen die pri­va­ten Bauherr:innen und Architekt:innen gemein­sam schrift­lich fest, wel­che Planungs und Überwachungsziele erreicht werden sol­len. Zur Planungsgrundlage muss dann von den Architekt:innen eine ver­bind­li­che Kostenschätzung vor­ge­legt werden, § 650 p Absatz II BGB.

        Die Planungsziele sind ein wich­ti­ger Meilenstein Ihrer gemein­sa­men Zusammenarbeit und nun auch gesetz­lich nie­der­ge­schrie­ben. Als Verbraucher:in soll­ten Sie wis­sen, dass Sie ein Sonderkündigungsrecht haben ( § 650 r BGB), das  jedoch nach 2 Wochen erlischt. Dies muss zuvor aller­dings schrift­lich ange­zeigt wor­den sein (§ 650 r Absatz 1 BGB).

         

        Optimierung nach technischen, rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten

        Die fest­zu­le­gen­den Planungs- und Überwachungsziele müs­sen nach den tech­ni­schen, recht­li­chen und finan­zi­el­len Möglichkeiten opti­miert werden.

        Leider schei­tert diese gemein­same Planung dann bereits in vie­len Fällen:

        Vor allen Dingen an den finan­zi­el­len Möglichkeiten der Bauherr:innen , denn das, was in der frü­hen Phase geplant wird, ist häu­fig schwer bezahl­bar. Daher rate ich Ihnen dringend, im Vertrag eine Bausummenobergrenze zu fixie­ren, die auch das Architektenhonorar und alle Nebenkosten beinhal­tet.

        Die häu­figs­ten Streitigkeiten beim Bauen mit dem Architekten ent­ste­hen lei­der, weil die Bausummen über­schrit­ten werden.

        Von einem Bau mit einem Architekten, der nicht schrift­lich fixiert ist, rate ich Ihnen sogar dringend ab.

        Folgende Punkte sollten Sie unbedingt regeln, bevor es mit der Planung los geht:

        • Vertragsgrundlage und Planungsziele : Zielvorstellungen im Hinblick auf die vor­ge­se­hene Nutzung; Zielvorstellungen im Hinblick auf die Ausnutzung des Baugrundstücks ; Gestaltung und Qualitäts- und Ausbaustandards; Zielvorstellungen im Hinblick auf die ; Zielvorstellungen im Hinblick auf Standards betref­fend Energieeffizienz, Schallschutz etc.; Zielvorstellungen in wirt­schaft­li­cher Hinsicht (Bausumme und Beweirtschaftungskosten) Zielvorstellungen in zeit­li­cher Hinsicht (Bauablauf, Bezugsfertigkeit, Gesamtfertigstellungstermin)  jedes die­ser Ziele ist wich­tig und muss ver­schrift­licht werden!
        • Vertragsgrundlage
        • Leistungspflichten des Architekten
        • Regelungen zu Änderungswünschen wäh­rend der Bauphase
        • Regelung der BBQ
        • Kooperationspflicht
        • Baukosten
        • Fristen
        • Abnahme
        • Dokumentationspflicht
        • Architektenhonorar und vie­les mehr

        Bestehen Sie auf einen Architektenvertrag

        Sie sehen, es muss eini­ges gere­gelt werden, bevor es los gehen kann. Am bes­ten las­sen Sie grun­dätz­lich den Ihnen vor­lie­gen­den Architektenvertrag von einem Fachanwalt/einer Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht auf Vollständigkeit prüfen.

        Klarheit schafft Wahrheit und Verträge sind zum ver­tra­gen da 🙂

        Gerade beim Architektenvertrag- der Königsdisziplin unter den Bauverträgen- ist das enorm wichtig!

        Die HOAI – kein Buch mit 7 Siegeln.

        Folgendes soll­ten Sie als Bauherr:in wis­sen, wenn Sie beab­sich­ti­gen, einen Vertrag mit einem/einer Architekt:in zu schließen:

        Die Arbeit des Architekten unter­glie­dert sich in ins­ge­samt neun ver­schie­dene Leistungsphasen, die die HOAI, die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure regelt.

        Das Honorar ori­en­tiert sich an der Bausumme. Auch das erfor­dert bei der Vertragsgestaltung Ihr beson­de­res Augenmerk.

        Schrecken Sie nicht vor den Kosten für die juris­ti­sche Prüfung Ihres Architektenvertrages zurück und zie­hen Sie bitte vor der Unterzeichnung Ihres Architektenvertrages eine/n juris­ti­schen Berater:in zu Rate. Dieser sollte sich im Verbraucherbaurecht gut aus­ken­nen und Fachanwalt/Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht sein.

        Wenn es um das Honorar des Architekten geht, gilt folgendes:

        Mit dem Architekten zu bauen ist die Königsdisziplin für den Bauherren, denn es ist kei­nes­falls so, dass Sie sich in die­sem Fall ent­spannt nach hin­ten legen kön­nen, son­dern gerade hier soll­ten Sie genaue ver­trag­li­che Grundlagen schaf­fen, denn: Wenn es Streit gibt mit dem Architekten, dann meist um sein Honorar.

        Grundsätzliches zur HOAI, der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure

        Grundlage der Honorarforderung des Architekten ist die Honorarordnung für Architekten, die HOAI. Sie legt fest, was an den Architekten ab wann und für wel­che Leistung gezahlt werden muss.

        Die aktu­ell gül­tige HOAI ist aus dem Jahr 2021. Sie gilt für alle Verträge, die ab dem 1.1.2021 abge­schlos­sen wur­den. Die voll­stän­dige, aktu­elle HOAI fin­den Sie unter https://hoai.de/

        Es gibt keine Mindest- und Höchstsätze mehr, son­dern Basishonorare.

        Die Honorartafeln, also die Höhe des Honorars, ori­en­tiert an der Bausumme, sind, im Vergleich zur HOAI 2013, gleich geblie­ben, stel­len nun jedoch nur noch Orientierungswerte und keine Grenzen mehr dar.

        Die Honorarhöhe kann nach Art und Umfang der Aufgabe frei kal­ku­liert und leis­tungs­ge­recht ver­ein­bart werden.

        Hier benötigen Sie als Laie auf jeden Fall eine Beratung durch einen baubegleitenden Qualitätskontrolleur, denn die Frage, was leis­tungs­ge­recht ist und was nicht, kann nur ein Experte beantworten.

        Im Rahmen Ihrer Teilnahme am Bauherrenführerschein ver­mit­teln wir übri­gens eine:n baubegleitende:n Qualitätskontrolleur:in im Postleitzahlengebiet Ihres Bauprojektes.

        Nach HOAI sind die Phasen an einem Bauprojekt in neun Leistungsphasen eingeteilt:

        Die Leistungsbilder glie­dern sich in Leistungsphasen nach den Regelungen in den Teilen 2 bis 4 und der Anlage 1 zu HOAI 2021.

        LP1 Grundlagenermittlung

        LP2 Vorplanung

        LP3 Entwurfsplanung

        LP4 Genehmigungsplanung

        LP5 Ausführungsplanung

        LP6 Vorbereitung der Vergabe

        LP7 Mitwirkung bei der Vergabe

        LP8 Objektüberwachung

        LP9 Objektbetreuung sowie Dokumentation

         

        Je mehr Leistungsphasen ein Architekt für Sie aus­führt umso höher ist sein Honorar, klar, oder?

        ACHTUNG ⚠: Am 4.Juli 2019 hat der Europäische Gerichtshof ent­schie­den, dass die Mindest-und Höchstsatzregelung der alten HOAI gegen euro­päi­sches Recht ver­stößt. Also ist es um so wich­ti­ger einen aus­ge­wo­ge­nen Vertrag mit dem Architekt / der Architektin zu ver­ein­ba­ren. Die HOAI als Orientierung für die Zusammenarbeit bleibt jedoch bestehen.

        Natürlich ist es klar, dass der Architekt für seine Leistung bezahlt werden muss, jedoch stellt sich gerade zu Beginn der Zusammenarbeit mit dem Architekten die Frage: Ab wann?

        Vom unver­bind­li­chen Vorgespräch zum Vertrag:

        Ab welchem Zeitpunkt wird die Akquise zum Vertrag, das unverbindliche Vorgespräch zum Auftrag?

        Diese Fragen ste­hen immer wie­der im Raum, wenn sich Planer und Bauherr:in die ers­ten Male tref­fen. Bedauerlicherweise wird das Problem sel­ten angesprochen.

        Das ist ein schwe­rer Fehler, denn häu­fig ent­ste­hen so Missverständnisse und schließ­lich Ärger ums Geld. Das beginnt damit, dass die soge­nannte Bausummenobergrenze nicht fest­ge­legt wird und der Architekt zwar von sei­nem Honorar spricht, es jedoch nicht beziffert.

        Es ist ein Fehler, wenn von kei­ner Seite klar kom­mu­ni­ziert wird, ab wann die Leistung des Architekten bezahlt werden muss und vor allen Dingen in wel­cher Höhe. Deshalb rate ich Ihnen zur offe­nen Kommunikation mit Ihrem Architekten.

        Die Akquise-Phase des Architekten:

        Fragen und Ärger um das Architektenhonorar vermeiden Sie, wenn Sie die Honorarfrage im Vorfeld klä­ren. Diese ers­ten Treffen zwi­schen Ihnen als Bauherr:in und dem Architekten nennt man Akquise-Phase.

        Hier ste­cken die Parteien ab, ob der Planer die Vorstellungen der Bauherren umset­zen kann. Diese Treffen sind in der Regel kos­ten­frei. Auch wei­tere Treffen und erste Pläne für das Bauvorhaben sehen viele Architekten noch als Bewerbungsphase.

        Fließende Grenzen

        Hierbei müs­sen Sie als Bauherr:in wis­sen: die Grenze zwi­schen kos­ten­freier Akquise und hono­rar­pflich­ti­gem Planungsprozess ist flie­ßend und sollte von bei­den Parteien von Anfang an klar kom­mu­ni­ziert werden.

        Bestehen Sie des­halb als Bauherr:in auf einen schrift­li­chen Vertrag. Der Architekt muss klar sagen, ab wann seine Arbeit etwas kos­tet.  Aber auch Sie als Bauherr:in müs­sen klar kom­mu­ni­zie­ren, dass Sie davon aus­ge­hen, dass die Beratung in der Startphase kos­ten­frei ist.

        Wann ist das Architektennonorar fällig?

        Das Honorar wird fäl­lig, wenn die Leistung des Architekten abge­nom­men ist und der Architekt prüf­fä­hig abge­rech­net hat, § 15 HOAI iV. § 650 g BGB.

        Gerade beim Bauen mit dem Architekten ist es wich­tig, die Eckpfeiler der Zusammenarbeit in einem Vertrag fest­zu­le­gen. Unter ande­rem muss schrift­lich fixiert werden, wie hoch die von Ihnen (Bauherr:in) fixierte Bausumme ist.

        Sie pla­nen für Ihr Bauprojekt einen Architekten zu beauf­tra­gen? Dann sind Sie in einem unse­rer Gratis-Webinare genau richtig. Melden Sie sich am bes­ten direkt hier an:

         

         

        Sie ste­hen noch am Anfang Ihres Projektes? Dann starten Sie am bes­ten hiermit:

        Pfeil zum Bauherrenführerschein

        Wenn Sie bereits wis­sen, dass Sie ein Fertighaus bauen möchten:

        Wenn Sie noch unent­schlos­sen sind, wie Sie bauen möchten:

        Checkliste: Hausangebote ver­gleich­bar machen:

        Private Bauherren 2019-Bautrends und ihre Folgen

        Private Bauherren 2019-Bautrends und ihre Folgen

        Die Bautrends 2019 und ihre Folgen für pri­vate Bauherren — das möch­ten wir Ihnen heute in unse­rem Artikel auf­zei­gen. Was einer­seits gut für die Wirtschaft ist, hat nega­tive Folgen für pri­vate Bauherren.

        Aber von Anfang an:
        Die gute Nachricht ist, dass pri­vate Bauherren mehr als 80 Milliarden Euro im Jahr für die Errichtung einer Wohnimmobilie aus­ge­ben.  Damit sind Sie, liebe pri­vate Bauherren nach wie vor einer der wich­tigs­ten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Aber wel­che Auswirkung hat das und wel­che nega­ti­ven Folgen resul­tie­ren daraus?

        Zu den Zahlen: Diese sind laut des Statistischen Bundesamtes im Wohnungsbau rück­läu­fig bis sta­gnie­rend (-3,4% weni­ger Baugenehmigungen für Wohnungen als im Vorjahreszeitraum von Januar bis März), der Bau von Einfamilienhäusern ist jedoch unge­bro­chen wei­ter im Trend. Demnach wur­den 2,3 % mehr Einfamilienhäuser geneh­migt. Quelle: Statistisches Bundesamt

        Welche Auswirkungen hat der Bauboom für private Bauherren?

        Der Bauboom wirkt sich nicht nur posi­tiv aus, son­dern hat vor allem für pri­vate Bauherren auch nega­tive Auswirkungen auf ihr Eigenheimprojekt.:
        Es wird teuer, bei gleich­blei­ben­der Qualität der Bauleistung. Das heißt, man bezahlt zwar mehr, bekommt aber keine höher­wer­tige Leistung vom Unternehmer. Deshalb ist es beson­ders für Sie als pri­vate Bauherren heut­zu­tage wich­tig, sehr genau zu wis­sen, was in Ihrem Bauvertrag steht und was vom Unternehmer geschul­det ist!

        Trend: Tiny Home — grösser bauen ist nicht gleich besser:

        Viele Bauherren haben noch nicht erkannt, dass grö­ßer zu bauen nicht auch bes­ser ist. Im Gegenteil, das ist nicht mehr zeit­ge­mäß. Auch die­ser Trend ist erkenn­bar: Es gibt eine hohe Nachfrage nach Tiny Houses und Fertighäusern in Komplettbauweise. Lesen Sie dazu auch unse­ren Blogbeitrag.

        Trend: Nachhaltiges Bauen führt teils zu hohen Kostensteigerungen:

        Nun, es muss schnell gehen, es muss kos­ten­güns­tig sein und den­noch nach­hal­tig. Dass es eine so hohe Nachfrage gibt, führt auto­ma­tisch zu einer erheb­li­chen Kostensteigerung.

        Explodierende Grundstückspreise:

        Explodierende Grundstückspreise und feh­lende Baugrundstücke sind vor allem in Ballungsgebieten keine Seltenheit. Hier ist ein wei­te­rer, nega­ti­ver Trend erkenn­bar: Immer häu­fi­ger wird der Verkauf eines Grundstücks an den Bauvertrag gekop­pelt. So bestim­men die Unternehmer die Marktpreise und setz­ten die Bauherren finan­zi­ell und fak­tisch unter Druck. Seien Sie des­halb vor­sich­tig, und infor­mie­ren sich genau über Ihren Bauvertrag. Womit wir beim nächs­ten Trend wären:

        Trend: Fehler in Bauverträgen:

        Mehr als 1 Jahr nach Inkrafttreten des neuen Bauvertragsrechts  wei­sen die Bauverträge nach wie vor große Fehler auf, die sich nach­tei­lig auf die Eigenheimprojekte aus­wir­ken — bis hin zu exis­ten­ti­el­len Krisen. Deshalb soll­ten Sie genau wis­sen, was in den Verträgen steht und das Kleingedruckte nicht nur lesen, son­dern auch ver­ste­hen können.

        Aus den oben genannten Gründen hat Manuela Reibold-Rolinger, Fachanwältin für Bau-und Architektenrecht mit BAUGLÜCK für Sie den Online-Kurs BAUHERRENFÜHRERSCHEIN entwickelt:

        • Der BAUHERRENFÜHRERSCHEIN berei­tet Sie gut auf Ihr Eigenheimprojekt vor,
        • zeigt auf, wie Sie sich vor Baukrisen schützen
        • ver­mit­telt, wie Sie kein unnö­ti­ges Geld aus dem Fenster werfen,
        • erklärt, was Sie tun müs­sen, um keine Angst vor Mängeln haben müssen
        • und nicht über­vor­teilt werden.

        Der Bauherrenführerschein ist Ihr siche­rer Begleiter durch Ihr Bauprojekt.
        Mit unse­rem 3 Säulen Erfolgsprogramm werden Sie zum per­fekt vor­be­rei­te­ten Bauherren — gleich, ob Sie ein Haus bauen, eine Immobilie sanieren oder eine Wohnung kaufen.

        rocket icon Mehr Infos zu unserem Online-Kurs BAUHERRENFÜHRERSCHEIN

         

        Eigenleistungen bei Ihrem Bauprojekt — Können Sie damit wirklich Geld sparen?

        Eigenleistungen bei Ihrem Bauprojekt — Können Sie damit wirklich Geld sparen?

        Eigenleistungen werden spätestens dann zum großen Thema, wenn es um die Frage der Baufinanzierung geht.

        Aber kön­nen Sie damit wirk­lich Geld spa­ren? Welche Eigenleistungen kön­nen Sie selbst über­neh­men? Wir beleuch­ten ehr­lich, wor­auf Sie bei der Einplanung von Muskelhypotheken ach­ten müs­sen und was dabei die Vor-und Nachteile sind. Baufinanzierungsexperte Sven Hennemann von Baufi-Solution hat uns dazu ein Interview gegeben.

        Die Definition von Eigenleistungen beim Hausbau ist:
        Eigenleistungen, auch soge­nannte Muskelhypotheken, sind Arbeiten beim pri­va­ten Hausbau, die in Eigenleistung aus­ge­führt werden. Als Eigenleistung gel­ten dabei nicht nur Arbeiten, die Sie selbst aus­füh­ren, son­dern auch sol­che, die von Freunden oder Familienmitgliedern über­nom­men werden.

        Gründe, weshalb manche privaten Bauherren auf Eigenleistungen setzen:

        Es gibt in der Regel zwei Gründe, wes­halb Bauherren bestimmte Arbeiten in Eigenleistung aus­füh­ren möchten:

        1. Sie möch­ten durch Eigenleistungen in ihrem Finanzierungskonzept den Anteil des erfor­der­li­chen Eigenkapitals sen­ken. Ob und wie Sie dadurch einen güns­ti­ge­ren Sollzinssatz erhal­ten, soll­ten Sie indi­vi­du­ell mit Ihrem Finanzierungsberater bespre­chen. Diese Einbindung von Eigenleistungen in die Finanzierung bezeich­net man als Muskelhypothek.

        2. Sie wol­len Geld spa­ren: Als ver­sier­ter Handwerker oder durch Handwerker im Freundes- oder Bekanntenkreis werden Gewerke, die man sonst an fremde Handwerksfirmen ver­gibt, selbst aus­ge­führt. So ergibt sich ein hohes Einsparpotential.

        Keine Frage – beide Gründe sind nachvollziehbar.

        Welche Vor-und Nachteile Eigenleistungen beim Hausbau haben, wor­auf Sie ach­ten soll­ten und wes­halb Manuela Reibold-Rolinger dazu Klartext spricht, erfah­ren Sie hier:

        Am Hausbau oder Umbau seine handwerklichen Fähigkeiten in Form von Eigenleistungen einzubringen, macht sich finanziell bemerkbar. Viele Banken rechnen die Muskelhypotheken zumindest teilweise als Eigenkapital an. Das senkt die Kosten für die Baufinanzierung sowie die Baukosten. Aber…

        Sven Hennemann, unab­hän­gi­ger Experte für Baufinanzierungen, CEO und Founder von baufi-solution, erklärte uns im Gespräch dazu Folgendes:

        Mir tut es in der Seele weh, wenn Eigenleistungen von man­chen Baufinanzierern pau­schal mit 10.000 Euro ange­setzt werden, obwohl ein höhe­res Einsparpotential vor­han­den ist und dann ein schlech­ter Beleihungsauslauf ange­setzt wird. Gerade beim Hausumbau sind hier gute Quoten zu erzie­len. Deshalb schauen wir bei unse­ren Kunden genau hin und bera­ten indi­vi­du­ell. Dabei beleuch­ten wir auch, wie rea­lis­tisch die Selbsteinschätzung der Bauherren ist, wel­che Eigenleistung erbracht werden soll und wer letzt­end­lich als Helfer zur Verfügung steht. Durch leich­tere Arbeiten wie bei­spiels­weise Trockenbauarbeiten oder Arbeiten an der Aussenanlage, Verlegen von Bodenbelägen oder Tapezierarbeiten sind 15.000 Euro Einsparpotential ohne Probleme machbar.“

        Was ist der Beleihungsauslauf?

        Unter Einbeziehung der Eigenleistung errech­net sich der soge­nannte Beleihungsauslauf.
        Das ist ein Begriff dem Sie frü­her oder spä­ter im Rahmen Ihrer Baufinanzierung begeg­nen und zu dem es hier bald einen zusätz­li­chen Blogbeitrag mit Rechenbeispiel gibt. 
        Sven Hennemann von Baufi-solution:
        „Der Wert des Beleihungsauslaufs sinkt in Prozentschritten. Mit einer rea­lis­ti­schen Bewertung Ihrer Eigenleistung sinkt dadurch der Anteil der Beleihung Ihrer Immobilie, was wie­derum zu güns­ti­ge­ren Zinsen führt.“

        Banken akzep­tie­ren in der Regel bis zu 15 Prozent der Darlehenssumme als Eigenleistung – meist aber nicht mehr als 30.000 Euro. Ab 20.000 Euro wird eine Bonitätsprüfung für soge­nannte “nach­zu­be­rech­nende Kosten” (z.B. durch Bauzeitverzögerung, Mängel,…) fällig.

        Wir hal­ten also fest: Ja, es kann durch­aus sinn­voll sein, Eigenleistung in die Finanzierung ein­zu­kal­ku­lie­ren, wenn sie wirk­lich rea­lis­tisch berech­net werden. Dazu raten wir Ihnen, sich die Beratung von unab­hän­gi­gen Experten für Baufinanzierung einzuholen.

        daumen runterHier weiß Sven Hennemann aus eige­ner Erfahrung zu berich­ten:
        „Meist ist es doch so: Von 10 ange­kün­dig­ten Helfern sind nur drei richtig zuver­läs­sig. Wenn hinzu kommt, dass als Eigenleistung Arbeiten ein­kal­ku­liert sind, die schwere Mängel nach sich zie­hen kön­nen, wird es pro­ble­ma­tisch. Deshalb raten wir unse­ren Kunden dazu, tat­säch­lich nur selbst Hand an Gewerke zu legen, die leicht umsetz­bar sind.

        Außendämmung, Elektrik- und Heizungsinstallationen oder gar die Gründung des Hauses (also die Bodenplatte) soll­ten des­halb kei­nes­falls in Eigenleistung erbracht werden. Damit ris­kiert man Schäden, die hohe Zusatzkosten nach sich zie­hen kön­nen und letzt­end­lich eine Nachfinanzierung nötig machen. Ebenso wich­tig ist, die eige­nen Kräfte und die Vereinbarkeit mit dem Job rea­lis­tisch ein­zu­schät­zen. Auf Dauer wird ein Arbeitgeber unge­müt­lich, wenn Sie bis spät in die Nacht hin­ein Arbeiten auf Ihrer Baustelle erle­di­gen und am nächs­ten Tag unaus­ge­ruht und unkon­zen­triert zur Arbeit erscheinen.“

        Was Ihnen als Bauherr auch klar sein muss: Eigenleistung sind Kosten, die fik­tiv in ein Finanzierungskonzept ein­be­zo­gen werden. Diese werden Ihnen vom Finanzierer oder Bauunternehmer nie­mals bar aus­ge­zahlt. Es han­delt sich also um fik­tive Kosten!

        Manuela Reibold-Rolinger, Bauglück Gründerin und Expertin für Verbraucherbaurecht bewertet das Thema Eigenleistungen an der eigenen Baustelle sehr kritisch. Sie rechnet knallhart, aber realistisch vor: 

        …wenn man einen Bauunternehmer durch Eigenleistungen um 35.000 Euro im Preis drü­cken möchte, muss man davon unge­fähr 15.000 Euro als Materialkosten ver­an­schla­gen, die so oder so anfal­len. Der Unternehmer hat für die Arbeiten und den Lohn sei­ner Arbeiter also etwa 20.000 Euro kal­ku­liert. Geht man von einem übli­chen Stundenlohn von 50 Euro pro Facharbeiterstunde aus, dann hat der Unternehmer bei 20.000 Euro also etwa 400  Stunden ein­ge­plant, ver­teilt auf meh­rere Arbeiter. Wenn man als Privatperson diese  Lohnarbeiten selbst macht, braucht man min­des­tens dop­pelt so lange wie ein Facharbeiter,  in die­sem Fall also rund 800 Stunden. Will man abends noch vier Stunden anpa­cken, was  nach einem anstren­gen­den Arbeitstag schon ein har­tes Stück ist, dann wäre man  unun­ter­bro­chen – auch am Wochenende – 200 Tage oder fast sie­ben Monate durch­ge­hend  mit den Eigenleistungen beschäf­tigt. Das ist in der Praxis unmöglich!….“

        Fazit: Lassen Sie sich gut beraten und schätzen Sie Ihre Leistungen realistisch ein. Das bewahrt Sie vor großen Fehlern und unnötigen Mehrkosten bei Ihrem Eigenheimprojekt.

        Sie wol­len auch ein Haus bauen, kaufen oder sanieren? Dann starten Sie am bes­ten hiermit:

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        Kein Grund zur Klage — Wie Sie ohne Richter zu Ihrem Recht kommen

        Kein Grund zur Klage — Wie Sie ohne Richter zu Ihrem Recht kommen

        Vor Gericht zu gehen kos­tet immens viel Zeit, Geld und Nerven, und ob sich der Einsatz am Ende lohnt, ist mehr als frag­lich.
        Wie belas­tend ein Prozess für Menschen ist, weiß Manuela Reibold-Rolinger aus über zwan­zig­jäh­ri­ger Erfahrung. Anhand auf­rüt­teln­der Fallbeispiele zeigt die bekann­teste Verbraucheranwältin Deutschlands: Nur sel­ten führt eine Klage zu einer befrie­di­gen­den Lösung.
        Aber es gibt eine Alternative: Eine Schlichtung führt in 90 Prozent der Fälle zu einem Konsens ohne Kadi, der beide Seiten glück­lich macht. Dieses Buch ist für jeden, der sich auf die Suche nach sei­nem Recht macht, ein wert­vol­ler Wegweiser. Und allen, die schon mit­ten im Scheidungskrieg, Nachbarschaftsstreit, Baudebakel oder Verkehrskonflikt ste­cken, zeigt es eine erfolg­rei­che Exit-Strategie raus aus der Prozesshölle.

        • Konsens statt Kadi – prak­ti­sche Ratschläge für Verbraucher
        • Alles über die Wirklichkeit vor einem Gericht
        • Schlichtung – ein alter­na­ti­ver Weg, sein Recht zu bekommen
        • Von der bekann­tes­ten Verbraucheranwältin Deutschlands

        Paperback, Klappenbroschur, 240 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
        ISBN: 978−3−579−01462−3
        ca. € 18,00 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,90* (* empf. VK-Preis)
        Verlag: Gütersloher Verlagshaus

        Erscheint am 25. Februar 2019

        Wer sind Ihre Vertragspartner beim Bauen?

        Wer sind Ihre Vertragspartner beim Bauen?

        Viele Bauherren verlassen sich bei Vertragsunterzeichnung viel zu sehr auf ihr gutes Gefühl und die vorgelegten Hochglanzprospekte.

        Dabei ist es sehr, sehr wich­tig, den Unternehmer, mit dem man bauen möchte, zu überprüfen !

        Hier finden Sie Hintergrundinformationen zu den Firmen:

        Die Handwerkskammer, Innungen und auch Bankauskünfte geben Klarheit.

        Referenzobjekte ansehen

        Sie soll­ten auch unbe­dingt Referenzobjekte von ande­ren Bauherren in Augenschein neh­men, um zu wis­sen, mit wem Sie es zu tun haben. Es ist daher wich­tig, den Unternehmer zu über­prü­fen, bevor der Vertrag unter­schrie­ben wird.

        Mit unse­rem Expertennetzwerk wird Ihr Bauvertrag rechts­si­cher gemacht!

        Sprechen Sie uns gern an, damit wir Ihnen ein indi­vi­du­el­les, kos­ten­freies Angebot zur Prüfung IHRES Bauvertrages zukom­men las­sen kön­nen und infor­mie­ren sich hier vorab über unsere Leistungen zur Vertragsprüfung.

        Schlüsselfertig — bedeutet das pauschal und einzugsbereit bauen?

        Schlüsselfertig — bedeutet das pauschal und einzugsbereit bauen?

        Schlüsselfertig — bedeutet das pauschal und einzugsbereit bauen?

        Was Sie als Bauherr zum Begriff “schlüsselfertig” wissen müssen:

         

        Wenn man im Wörterbuch den Begriff  schlüs­sel­fer­tig ein­gibt, erhält man diese Information:

        schlüs·sel·fer·tig

        /ˈʃlʏsl̩fɛrtɪç,schlǘsselfertig/

        Adjektiv

        (in Bezug auf neue Häuser und Wohnungen) völ­lig fer­tig­ge­stellt und bezugsbereit.

         

        Da denkt man doch als Bauherr: Genau das will ich haben, oder?

        Leider kann man sich aber auf die­sen Begriff auf kei­nen Fall ver­las­sen, denn: Wenn das Leistungsverzeichnis nicht voll­stän­dig ist, ist der Rechtsstreit mit dem Unternehmer bereits vorprogrammiert.

        Das müssen Sie zum Begriff “schlüsselfertig” wissen:

        Da in der Regel neben der in den Angebotsunterlagen ange­bo­te­nen schlüs­sel­fer­ti­gen Bauererrichtung eine Bau- und Leistungsbeschreibung ver­ein­bart wird, ist die Leistungspflicht des Unternehmers und der ver­ein­barte Festpreis kei­nes­falls pau­scha­liert. Das heisst konkret: 

        Es gilt nur das, was im Einzelnen vereinbart wurde.

        Fast immer erge­ben sich bei einer unge­nauen und unvoll­stän­di­gen Bau- und Leistungsbeschreibung, trotz der ver­spro­che­nen schlüs­sel­fer­ti­gen Errichtung, für die Bauherren unvor­her­ge­se­hene Mehrkosten.

        Der Kontext des Vertrages ist heranzuziehen — das machen die Gerichte klar:

        Die Gerichte machen klar, dass bei der Auslegung des Begriffs „schlüs­sel­fer­tig“ der kom­plette Vertragsinhalt her­an­zu­zie­hen und ent­spre­chend aus­zu­le­gen ist.

        Wenn eine Leistung als „schlüs­sel­fer­tig“ ange­bo­ten ist, bedeu­tet das nicht auto­ma­tisch, dass der Unternehmer eine grund­sätz­lich kom­plett pau­scha­lierte Leistungspflicht hat. Und: Der Inhalt einer Leistungsverpflichtung des Bauunternehmers erschließt sich nicht aus einem phra­sen­hafte Begriff wie „schlüs­sel­fer­tig” oder „kom­plett“, son­dern aus dem Kontext des gesam­ten Vertrages!

        In der Regel wird neben der Formulierung „schlüs­sel­fer­tig“ auch eine Leistungsbeschreibung ver­ein­bart. Der Vertrag ist dann so aus­zu­le­gen, dass anhand aller Vertragsunterlagen und unter Berücksichtigung aller Umstände des Vertragsabschlusses Rechnung zu tra­gen ist.

        In der Regel ist keine pauschalierte Leistung vereinbart!

        In den meis­ten Fällen ist aber keine pau­scha­lierte Leistung ver­ein­bart. Die Folge: Vom Unternehmer ist nur das ver­trag­lich geschul­det, was in der Bau- und Leistungsbeschreibung enthalten ist.

        Für den Laien schwer zu erkennen:

        Für einen Laien ist es schwer, zu erken­nen, ob das, was münd­lich ver­spro­chen wurde tat­säch­lich auch in der Leistungsbeschreibung enthalten ist. Umso wich­ti­ger ist es, bei der Vorbereitung des eige­nen Bauvorhabens daran zu den­ken, die rich­ti­gen Experten mit ins Team zu holen.

        Das Herzstück Ihres Eigenheimprojektes ist die Bau-und Leistungsbeschreibung:

        Die Gestaltung des Herzstücks des Vertrages, der Bau- und Leistungsbeschreibung, ist der wich­tigste Meilenstein beim Bauen.
        Dort als Bauherr ver­ant­wor­tungs­voll mit­zu­wir­ken, den Inhalt ver­ste­hen, umset­zen und für sich ent­schei­den, ob der zu zah­lende Preis für die ver­ein­barte Leistung ange­mes­sen ist, ist ein span­nen­der und berei­chern­der Prozess.

        Sie haben die Wahl!

        Jeder Bauherr hat die Wahl zu ent­schei­den, ob er die Weichen sei­nes Bauvorhabens selbst stellt, oder ob er die „es wird schon gut gehen”- Schiene fährt.

        4 essentielle Tipps von Manuela Reibold-Rolinger-
        Damit Sie einen Bauvertrag unterschreiben, der rechtssicher ist:

         

        Tipp 1:

        Ziehen Sie VOR Unterzeichnung des Bauvertrages einen baubegleitenden Qualitätskontrolleur hinzu. Er ana­ly­siert die ange­bo­tene Baubeschreibung mit dem Ziel, Unklarheiten aus­zu­räu­men und die Baubeschreibung für Sie als Bauherren ver­ständ­lich zu machen.

        Tipp 2:

        Definieren Sie selbst, was der gewünschte Vertragsinhalte ist.

        Tipp 3:

        Konkretisieren und gestal­ten Sie Ergänzungen der Baubeschreibung gemein­sam mit dem Unternehmer und dem hin­zu­ge­zo­ge­nen Fachmann.

        Tipp 4:

        Unterschreiben Sie nur einen Vertrag, wenn Sie das, was in der Baubeschreibung enthalten ist, wirk­lich ver­ste­hen und aus Ihrer Sicht voll­stän­dig ist.

        Zugegeben: Die Prüfung und Ergänzung der Bauleistungsbeschreibung erfor­dert eine gewisse Anstrengung. Sie lohnt sich jedoch, da nur die kon­krete und voll­stän­dige Baubeschreibung vor Überraschungen schützt.

        Die bes­ten Verträge sind bekannt­lich die, die nach Unterzeichnung nicht zur Definition des Vertragsgegenstandes noch­mals aus der Schublade geholt werden müs­sen. Denn: 

        Verträge sind zum Vertragen da!

        Ab Dienstag 5.2.19: Neue Bauretter Folgen auf RTL2 mit Manuela Reibold-Rolinger und John Kosmalla

        Ab Dienstag 5.2.19: Neue Bauretter Folgen auf RTL2 mit Manuela Reibold-Rolinger und John Kosmalla

        Ab mor­gen ist es wie­der so weit. Es gibt end­lich neue Bauretter-Folgen mit Bauglück Gründerin Manuela Reibold-Rolinger und John Kosmalla. 

        Immer diens­tags ein­schal­ten und erle­ben, wie die Bauretter die in Schieflage gera­te­nen Bauprojekte ret­ten und den Häuslebauern aus manch aus­weg­lo­ser Situation hin­aus helfen.

        Interessant und lehr­reich für alle aktu­el­len oder zukünf­ti­gen Bauherren! 

        Start: Dienstag, 5.Februar 2019 um 22.15 Uhr

        Wie es mit die­sem Bauretter-Fall wei­ter­ging: Das erfahrt ihr im Anschluss an die Sendung im BAUGLÜCK Blog!